Über 75 % Rückgang der Insektenbiomasse in den letzten 27 Jahren in D!

  • Und ich bin nicht sooo pessimistisch und habe auch nicht den Eindruck, dass die Sache mit der Glyphosatentscheidung ohne Folgen ist.

    Den CSU-Landwirtschaftsminister hat dieser Alleingang offensichtlich schon den Posten gekostet. Die CAMPACT-Kampagne hat schon über 300.000 Unterzeichner, das sind potentielle Wähler! Es liegt an uns (über unsere Verbände) rechtzeitig an die Einhaltung des Koalitionspapieres zu erinnern und das Halbzeit-Ergebnis zu prüfen. Der Türspalt ist da, lasst uns den Fuß reinstellen.

  • Und ich bin nicht sooo pessimistisch und habe auch nicht den Eindruck, dass die Sache mit der Glyphosatentscheidung ohne Folgen ist.

    Den CSU-Landwirtschaftsminister hat dieser Alleingang offensichtlich schon den Posten gekostet. Die CAMPACT-Kampagne hat schon über 300.000 Unterzeichner, das sind potentielle Wähler! ...

    Ist das/der ein gutes Beispiel? Ich hatte den Eindruck, er wäre "hochgelobt" worden? (Habe jetzt nicht mehr im Kopf für welchen Ministerposten er gehandelt wurde.)

    Und die Campac-Unterstützer sind garantiert keine CSU-Wähler. Oder?

  • Besonders in den kalten windarmen Winternächten braucht man jede alternative Stromquelle zu Wind, Photovoltaik, Kernenergie und Kohle, das ist nun einmal Biogas.

    Das Problem mit Biogas liegt meiner Meinung nach wieder mal in der Politik.

    Ein guter Bekannter betreibt eine Biogasanlage und er wäre willig, aber:

    - Die Abwärme darf er bei seinem Zuschussmodel nicht zur Holztrocknung verwenden. Wäre für mich interessant gewesen.

    - Biogas wäre eine guter Puffer, weil die Motoren leicht zu regeln wären. Wenn ich allerdings in der Anlage bin, läuft die immer auf Volllast.

    - Die Einspeisung von Biogas in das Erdgasnetz wäre nach geringfügiger Aufbereitung des Gases problemlos möglich. Die Gesamtgröße des Netzes wäre ein idealer Speicher. Obwohl bei ihm in erreichbarer Nähe eine Erdgasleitung läuft, darf er nicht.


    Es wäre Potenzial da, kann/will aber nicht genutzt werden.


    Gruß

    Werner

    Id schwäza, schaffa!

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Werner Egger ()

  • ... der Herr Schmidt ist Bundesminister für zwei Ministerien, Landwirtschaft und Verkehr. Dem ist genau nichts passiert. Ist das nicht schön?


    ... der Herr Gabriel hat an sich genau nichts falsch gemacht und wird wohl bald gar nicht mehr wichtig sein und den in AUssicht gestellten Ministerposten auch nicht kriegen. Wie soll man das finden?


    Man dürfte sich eigentlich gar nicht mehr wundern, aber es geht ja mit jeder Runde immer noch eine Stufe "besser".

    ;(:/:rolleyes:

  • Noch ein kleiner Nachtrag aus dem GroKo-Vertragsentwurf (ab Zeile 6561 "Schutz der biologischen Vielfalt"):

    Zitat

    Wir werden das Insektensterben umfassend bekämpfen. Mit einem „Aktionsprogramm Insektenschutz“ wollen wir die Lebensbedingungen für Insekten verbessern. Wir wollen ein wissenschaftliches Monitoringzentrum zur Biodiversität unter Einbeziehung des Bundesumwelt- sowie des Bundeslandwirtschaftsministeriums aufbauen.

    Ich finde auch, dass da schon realtiv viel drinsteht und in einer Deutlichkeit, soweit das eine Koalitionsvereinbarung wohl zulässt. Ja, an diese diversen Punkte werden wir und unsere Vertreter (!) politisch immer wieder erinnern können, sollen und müssen. Immerhin scheint das Thema angekommen ... zum Regieren ist nun genug Platz.


    Gruß, Jörg

    Eine Fischsuppe aus einem Aquarium zu machen, ist leichter als ein Aquarium aus einer Fischsuppe.

  • - Die Abwärme darf er bei seinenm Zuschussmodel nicht zur Holztrocknung verwenden. Wäre für mich interessant gewesen.

    - Biogas wäre eine guter Puffer, weil die Motoren leicht zu regeln wären. Wenn ich allerdings in der Anlage bin, läuft die immer auf Volllast.

    - Die Einspeisung von Biogas in das Erdgasnetz wäre nach geringfügiger Aufbereitung des Gases problemlos möglich. Die Gesamtgröße des Netzes wäre ein idelaer Speicher. Obwohl bei ihm in erreichbarer Nähe eine Erdgasleitung läuft, darf er nicht.

    a) gilt im Großen wie im Kleinen: Das Kohlekraftwerk Hamburg-Moorburg muss seine Abwärme an Elbe und Luft abgeben, weil der Anschluß an die Fernwärme politisch verhindert wird: "schlechte" Kohle für "gute" Fernwärme darf nicht sein!

    b) Das EEG hat alle "Regeln" der Stromproduktion mit Grundlast, Mittellast und Spitzenlast ausgehebelt. Natur-Gas war früher immer teure Spitzenlast und nun soll das teurere Bio-Gas plötzlich Grundlastfähig sein?!?

    c) :thumbup:Gas ist der vernünftigste Energiespeicher in Deutschland. Ich halte Akkutechnologie in Produktion und Entsorgung nicht für besonders ökologisch. Pumpspeichertechnik wird in Deutschland nie reichen und ist politisch benachteiligt. Oder wir machen endlich vernünftige Verträge mit Österreich und Norwegen zur Speicherung unserer Energie. Augenblicklich verdienen die sich dumm und dämlich an der Energiewende.

  • Ich hoffe in 10 Jahren ist die Speichertechnik weiter und die E-Autos preiswerter.

    Da kann ich dann wenigstens mein Auto in der Nacht aufladen und am Tag wieder leerfahren.

    Die Hoffnung stirbt zuletzt:)

    Das hoffe ich bei meiner PV-Anlage auch. Jedoch befürchte ich, dass man bei den da oben einen Weg finden wird, der auch die vielen Anlagenbesitzer zwingt, Fremdstrom und Steuern auf deinen "Autotreibstoff" zu zahlen.

    Interessant wird es allemal, wie man den Strombedarf deckt, wenn so viele E-Autos da da sein sollten wie gewünscht.

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von the czar ()

  • Interessant wird es allemal, wie man den Strombedarf deckt, wenn so viele E-Autos da da sein sollten wie gewünscht.

    Die theoretische Betrachtung, aber praxisnah mit den Transportverlusten über die noch nicht vorhandenennen Netze, würde mich wirklich interessieren. Wo findet man derartige Betrachtungen ?


    Danke für einen Hinweis


    Rainer

  • Selber Danke. Ich will mich ja hier mit keinem streiten. Erst recht nicht wegen diesem Vertrag. Ehrlich gesagt habe ich von einer GroKo auch nichts in Sachen Umweltschutz oder Agrarwende erwartet. Die haben andere Prioritäten: Autoindustrie retten, Braunkohle retten, .... .Seis drum.


    Aber weil Du gefragt hast was ich denn will: Ich hätte mich gefreut, wenn als Staat die Bauern aktiv anhält auf Bioerzeugung umzustellen und sie dabei entsprechend finanziell unterstützt (um z.B. die teilweise langen Umstellungszeiten zu überbrücken, sich Weiterzubilden, in Technik zu investieren, Land zu erwerben o. pachten, ...). Langfristig sollte 100% Biolandwirtschaft das Ziel sein. Damit würde ich unseren Böden, dem Trinkwasser, der Tierwelt und letztlich uns Menschen einiges an Zumutungen ersparen. Gut, wir könnten vielleicht nicht mehr Millionen Schweine oder tausende Tonnen von Michprodukten nach China verkaufen. Aber müssen wir das denn? Braucht das jemand?