Über 75 % Rückgang der Insektenbiomasse in den letzten 27 Jahren in D!

  • Wenn die Kleinkraftwerke genau so sind wie die großen nur in kleiner, dann schon.

    Es gibt aber auch langsam laufende Turbineneinheiten, die einfach unter der Oberfläche in den Fluss gehängt werden. Die häckseln keine Fische, stören die Strömung kaum usw. Der erzeugte Strom ist überschaubar, aber ziemlich gleichmäßig verfügbar. Keine Lösung, aber ein potentieller Baustein, wenn man wirklich nachhaltig was erreichen will. Ein Windpark ist vielleicht regenerativ, aber ökologisch auch nicht unkritisch. Ein Solarpark, ein großes Wasserkraftwerk, eine große Geothemieanlage... alles das hat auch Nachteile. In den meisten Fällen sind die Nachteile aber besser auszugleichen, wenn sie kleinteilig entstehen.

    In der Natur gibt es weder Belohnungen noch Strafen. Es gibt Folgen.
    (Robert Green Ingersoll)

  • Da steckt leider ein Haufen Ideologie drin:

    Schleswig Holstein braucht den Offshore-Wind gar nicht in dem Umfang wie er jetzt schon da ist. Also muss dieser Strom über weite Wege transportiert werden. Deutschland hat eine der stabilsten Stromversorgungen und das Stromnetz ist nicht für viele Kleinerzeuger aber auch Kleinverbraucher gemacht: Wenn ein Tesla an die Schnellladesäule fährt dann ruckt das schon im Netz und wenn zukünftig nach Schichtende alle eAudis, eBMWs und eBenze an die Säule gehen, dann wird es nichts mit der Tagesschau.

    Jetzt noch bitte dein Konzept für dezentrale Speicherung, dann kann man auch über Insellösungen diskutieren.

    Die Netze sind übrigens aufgrund ihrer Monopolstellung vollständig durch die Politik (Bundesnetzagentur) kontrolliert. Erschwerend kommt nur dazu, dass der Großteil des Übertragungsnetzes in ausländischer Investorenhand ist (Holland, Australien, Belgien, Schweiz).

    Da steckt viel Utopie und Vision drin. Ideologie ist nicht meins.

    Wenn ich in 20 Jahren was erreicht haben will, muss ich nicht ein vorhandenes System nach alter Struktur erweitern, sondern die Mittel nutzen, um ein geeignteres System aufzubauen. Jedes Konzept kann nur in Maßen angepasst und optimiert werden. Unser bisheriges Konzept ist für Techniken konzipiert, die in großen Anlagen wirtschaftlicher sind. Der Strom wird zentral erzeugt und dann in die Fläche verteilt.


    Die Lösung für Mobilitätsprobleme wird langfristig nicht sein, dass man neue Autobahnen und mehr Straßen baut, auf denen dann dicke SUVs mit Brennstoffzellen oder Akkuantrieb einzelne Leute transportieren und die Lösung für das Stromproblem wird nicht sein, dass man andere Großkraftwerke baut und mit großen Leitungverlusten den Strom in dicken Kabeln weit transportiert. Ich habe keine Lösungen, aber ich sehe, dass die bisherigen Konzepte auch keine dauerhafte Lösung bringen werden. Wir müssen also andere Lösungen SUCHEN, die dann auch wirklich langfristig Lösungen sind.

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    (Robert Green Ingersoll)

  • So und jetzt geh ich Popcorn machen - ich werde es die nächsten Tage sicher brauchen können

    Bekomme ich was ab?

    Bis dahin ziehe ich erst mal Fausthandschuhe an. (Nein keine Boxhandschuhe)


    Vielleicht wäre es besser den mittlerweile stark angeschwollenen OT-Teil auszugliedern und im neuen Faden zu behandeln? Solch eine Diskussion ist schon mal unter falscher Überschrift untergegangen. Da scheitert die Suchfunktion dann kläglich und es wiederholt sich nur alles.

    Der Neid hängt am Stacheldraht in des Imkers Hosentasche!

  • Ich habe keine Lösungen, aber ich sehe, dass die bisherigen Konzepte auch keine dauerhafte Lösung bringen werden. Wir müssen also andere Lösungen SUCHEN, die dann auch wirklich langfristig Lösungen sind.

    Aber bitte zackig: denn nach dem Ausstieg aus der Kernenergie ist das nächste Etappenziel der Kohleausstieg und das alles ohne Konzept für den Ersatz:

    • Laufwasser ist weitestgehend ausgeschöpft
    • Stau- oder Pumpspeicherbecken sind schwer durchzusetzen und regional begrenzt
    • Photovoltaik liefert nur in einem engen Zeitfenster einen Beitrag
    • daraus resultierend: Speichertechnologien, dazu noch bezahlbar und ökologisch vertretbar(!) sind nicht in Sicht
    • Wind an Land ist ebenfalls weitestgehend erschöpft
    • Biomasse -damit bleiben wir hier im Imkerforum dann auch on-topic- kann auch nicht endlos ausgebaut werden.


    Nach der von dir zitierten Strommix-Karte werden derzeit 11% des bayerischen Stroms durch Biomasse erzeugt, um also die bayerischen Kernkraftwerke zu ersetzen muss die Maisfläche vervierfacht werden. Der BUND hat schon vor Jahren die Vermaisung in Schleswig-Holstein angeprangert (50% der Gemeindeflächen; 70% der Ackerflächen!). Biomasse erzeugt in einer Industrienation angewendet Monokulturen und Monokulturen brauchen Glyphosat, Neonics, ... . Und Mais braucht keine Bienen.

  • den mittlerweile stark angeschwollenen OT-Teil auszugliedern und im neuen Faden zu behandeln? Solch eine Diskussion ist schon mal unter falscher Überschrift untergegangen. Da scheitert die Suchfunktion dann kläglich und es wiederholt sich nur alles.

    1. Energiewende braucht derzeit Biomasse (als einzig steuerbare erneuerbare Quelle
    2. Industrienation braucht viel Biomasse
    3. Viel Biomasse führt zu Maiswüsten oder andere Monokulturen
    4. Monokulturen sind anfällig und brauchen Spritzmittel
    5. Spritzen tötet Insekten

    Deswegen sind Energiefragen im Imkerforum überhaupt nicht o.T.

  • Man kann auch andere Dinge in die Biogasanlage füllen. Wegen der Ausbeute pro Hektar ist derzeit angeblich Mais am attraktivsten. Es wird aber noch viel Biomasse einfach so kompostiert und dafür Mais extra angebaut. Dafür gibts dann Fördergelder...


    Wir füllen E10 ins Auto, um den CO2-Spiegel dadurch zu senken, statt sparsamere Autos zu fahren...

    Es ist einfach lächerlich, dass hier jeden Morgen Stau mit den dicken SUVs vor dem Kindergarten und der Grundschule ist, weil individuelle Mobilität ja nicht so teuer sein darf und Sprit immer noch zu billig ist, wenn Verbrauch keine wichtige Größe ist. Den Diesel hat man lange auf diese Weise gefördert. Man muss ja schließlich 50km von München weg ins Grüne ziehen können und pendeln. Da sind nämlich die Mieten billiger und die Kosten für die individuelle Mobilität und die Umwelt trägt die Allgemeinheit, aber der ÖPNV soll möglichst ohne Zuschüsse auskommen. Der Strom für alte Kühlanlagen beim Großverbraucher wird begünstigt, aber der der sparsamste Haushalt zahlt alle Zuschläge. Für Massentierhaltungsfleisch mit Importfutter gibts Exportprämien....


    Alles das hat immer die gleiche Ursache. Wir wollen ein Problem damit lösen, dass wir ein altes Konzept verwenden und versuchen an neue Herausforderungen anzupassen, statt ein neues Konzept zu entwickeln. Wir binden Kräfte und Geld, um den Untergang zu verzögern und dann jammern wir, dass alles so teuer ist und nix neues entsteht. Die Probleme mit der Energiewende haben wir doch genau deshalb, weil wir über Jahrzehnte Kohle und Atomenergie mit viel Steuergeld gefördert haben und so alle Alternativen unwirtschaftlich gewesen sind. Da entwickelt man keine Alternative

    In der Natur gibt es weder Belohnungen noch Strafen. Es gibt Folgen.
    (Robert Green Ingersoll)

  • Hallo alle,

    ich schließe mich Amape da weitgehend an. Als Bertha Benz 1888 ihre berühmete erste Überlandfahrt machte, tankte sie in einer Apotheke Waschbenzin nach.

    Will sagen, wir wachen nicht morgen Früh auf und auf Deutschlands Straßen fahren plötzlich 25 Millionen eAutos. Das dauert ja noch etwas. Und eine neue Technologie bringt zwangsläufig neue Lösungen hervor, da mache ich mir gar keinen Kopf drüber. So wie vor 100 Jahren ein Tankstellennetz erschaffen wurde, werden wir irgendwann eine Technologie zur E-Mobilitätsversorgung bekommen, da bin ich mir sicher.

    Oder wer hätte 1990 gedacht, daß es ein Netz von Funkmasten geben würde, die uns die Kommunikation ermöglicht, ohne die wir heute kaum noch glauben, leben zu können?

    Grüße an alle


    Michael




    -Das größte Geheimnis ist, ein Genie zu sein, aber niemand außer einem selbst weiß es-

    (Mark Twain) Donald Duck

  • Imker2016 , da bin ich voll bei Deiner Kritik: es gibt kein Konzept uns das ist ja der Aufreger!


    Ohne Konzeptänderungen wird's nicht gehen. Das gilt für Dezentralisierung von Erzeugung und Verbrauch, für eine effiziente Einsparung und Nutzung von Energien aller Art. Und die Speicherung dürfte zur Gretchenfrage werden. Da sind aber die Optionen noch sehr limitiert.


    Was aber fehlt, ist ein praktischer Wille, die Dinge zu ändern und die finanzielle Unterstützung dieser Veränderungen. Die genannte BNA spielt da eine ganz zentrale Rolle.


    Und am Ende haben wir u.a. die Monokulturen mit Feigenblatt Blühstreifchen.


    Die neue Regierungschefin ist Physikerin. Der 2. Hauptsatz der Thermodynamik sollte ihr geläufig sein. Und den kann man nicht überlisten.

  • Die Probleme mit der Energiewende haben wir doch genau deshalb, weil wir über Jahrzehnte Kohle und Atomenergie mit viel Steuergeld gefördert haben und so alle Alternativen unwirtschaftlich gewesen sind. Da entwickelt man keine Alternative

    Um jetzt den Fehler mit Biogas, Wind und Photovoltaik zu wiederholen.

  • So wie vor 100 Jahren ein Tankstellennetz erschaffen wurde, werden wir irgendwann eine Technologie zur E-Mobilitätsversorgung bekommen, da bin ich mir sicher.

    Weil man sich schon jetzt Gedanken macht die Ladesäulen runterzuregeln, ehe diese nur annähernd ausgelastet sind, aus Angst vor Netzausfällen.

    Oder wer hätte 1990 gedacht, daß es ein Netz von Funkmasten geben würde, die uns die Kommunikation ermöglicht, ohne die wir heute kaum noch glauben, leben zu können?

    Weil Nachrichtentechnik eben was anderes als Energietechnik ist. Die Investionszeiträume dort messen sich in Jahrzehnten: Es muss gebuddelt werden, man braucht viel Material, man muss fremde Grundstücke unter- oder überqueren.


    Tick, tack, Tick, tack ... das letzte Kernkraftwerk geht vom Netz ... tick ,tack, tick, tack Kohle ist auch weg. Die verbliebene Kernenergie plus Braunkohle sind momentan 30%, Steinkohle wären noch mal 20%. Fragen überall: Produktion, Netze, Speicher?

    Dein Optimismus in Ehren ("da bin ich mir sicher"), aber wie begründest du ihn.

  • Imker2016 meld dich doch mal bei der neu zu bildenden Bundesregierung. Die suchen noch krampfhaft ein Endlager für den Atommüll. Dein Garten bietet sich doch an, bei der Einstellung des Besitzers.

    Den Rest kommentiere ich nicht mehr. Es bringt eh nichts. Gut dass ich eh schon wenig Haare habe.

    Viel Erfolg Amape. Deinem Einsatz gebührt alle Ehre.

    Am 4. Mai ist Energiewendefeiertag.

    Der Neid hängt am Stacheldraht in des Imkers Hosentasche!

  • Zurück zu den nichtmehr vorhandenen Insekten!

    Es ist nicht allein die Biogaserzeugung aus auf landwirtschaftlich genutzten Flächen, die die Insekten vernichtet. Es ist vielmehr der Schwund an Blühpflanzen. Die Gründe sind so vielfältig wie die Pflanzen, die es betrifft. Der größte Teil der Insekten sind Nahrungsspezialisten. Wenn die wenigen Pflanzenarten nicht da sind dann gibts auch nichts zu fressen. Also aus und vorbei!!!!

    Nun kann jeder sehen wie er das wieder in Ordnung bringt! Ein erster Schritt: Das "Futter" verweigern.

    Ich weiß...:(

    Gruß

    Harald

  • Die suchen noch krampfhaft ein Endlager für den Atommüll. Dein Garten bietet sich doch an, bei der Einstellung des Besitzers.

    Wenn die Argumente ausgehen muss es Polemik sein!

    Wozu ich stehe:

    • Es ist auf der Produktionsseite schon schwierig genug den Wegfall der Kernkraft zu kompensieren.
    • Um das Problem noch zu steigern geht man nun noch an die Kohle.
    • Die Übertragungsnetze Nord-Süd sind nicht in der Lage den Windstrom ausreichend zu transportieren
    • Die Verteilnetze in euren Dörfern und Städten sind nicht gebaut, um haufenweise BHKWs und Tesla-Ladesäulen zu bedienen
    • ES gibt keine geeignete Speichertechnologie
  • Ok, also wenn man die Dinge mal einzeln angeht:

    • Ja, man muss sich anstrengen, um die Kernkraft zu ersetzen. Aber die Lösung kann ja nicht sein, dass man sagt: Das wird schwer, also beginnen wir mal am St. Nimmerleinstag einen Plan zu machen, wann und wie man das macht. Die Vergangenheit hat bei allen anderen großen Umstellungen gezeigt, dass immer dann geplant und Lösungen gefunden werden, wenn man eine Frist setzt. Vielleicht waren es nicht immer die besten Lösungen, aber zumindest nicht ein ewiges "weiter so".
    • Kohle ist ein ähnliches Problem. Sollte man übrigens die Kohle mit Windstrom ersetzen wollen, müsste man auch
    • den Windstrom von der Küste nur durch halb Deutschland transportieren, was die Leitungsproblematik verringert. Vielleicht könnte man ja in Bayern ja auch noch was nachlegen, was nicht aus Biogas kommt. In jedem Dorf gibts massenweise Gewerbegebietsflächen mit Dächern, wir haben auch windreiche Stellen, jede Menge Bäche und Flüsse an den Bergen...
    • Ja, man wird die Dorfnetze ertüchtigen müssen, aber das muss man immer - egal aus welcher Quelle der Strom für die Ladesäule kommt. Wenn der Strom aber vom Dach nebenan kommt, ist die Leitungssstrecke viel kleiner
    • Wenn das Auto tagsüber und nachts am jeweiligen Parkplatz an der Ladesäule hängt, während man es nicht nutzt und man intelligente Ladetechniken wählt, die die Netzauslastung und Verfügbarkeiten berücksichtigen, könnten die vielen mobilen Akkus auch ein Teil der Speichertechnologie sein.


    Der entscheidende Punkt ist doch: Wollen wir ganz persönlich ein Teil zur Lösung beitragen. Sind wir bereit auch einmal ein paar Euro für dieses Ziel in die Hand zu nehmen. Sind wir bereit auch einmal ein paar Stunden pro Jahr zu investieren. Sind wir also bereit Vorbild zu sein und im Kleinen zu verbessern oder warten wir auf die großen Lösungen der anderen und jammern. Jeder von uns kann doch in seinem Garten die Artenvielfalt fördern, auf Gift verzichten...und Freunde/Nachbarn davon überzeugen.

    Jeder kann mit seinem Einkaufs- und Freizeitverhalten Einfluss nehmen. Aber lest doch beispielsweise mal den Beitrag mit "Welches Auto für die Imkerei" und dann reden wir nochmal drüber, was wir dazu betragen und was wir von anderen fordern.

    In der Natur gibt es weder Belohnungen noch Strafen. Es gibt Folgen.
    (Robert Green Ingersoll)