Über 75 % Rückgang der Insektenbiomasse in den letzten 27 Jahren in D!

  • Da ja nun vorzugsweise Erdkabel verlegt werden sollen, heizen wir damit die Wanderstrecke des Beutenkäfers Richtung Norden.

    Bis dahin unterstützen wir den Klimawandel.... - aber halt, es werden ja gerade erst die Netze ausgebaut - im Norden und in der Mitte mit über Land, in Bayern unter der Erde. Das o.g. gilt also erst einmal nur für Bayern...


    Duck & wech


    Rainer

  • Völlig falsch, es gibt nicht überall Erdverlegung. Erdverkabelung ist immer nur möglich im Rahmen der gültigen Gesetzeslage. Und die steht derzeit dieser Form der Leitungsverlegung eher entgegen, denn: „Die Pilotprojekte zur Erdverkabelung waren nur in begrenztem Umfang möglich und wurden durchwegs in anderen Regionen durchgeführt. Die Überlastungsfähigkeit ist bei Erdverlegung geringer und die Zerstörungskraft von Kurzschlüssen wird weniger stark gedämpft, bei Reparaturen braucht man Bagger zum aufreißen und viele Wartungsschächte in die Erde, was das ganze unheimlich verteuert. Ca. 2 km von mir entfernt wird es jetzt ernst mit dem Stromtrassenbau und zwar direkt an Häusern und Höfen. Eine Abordnung hat jetzt Söder bei einer Veranstaltung gestellt und zuvor hatten sie schon den Bundestagsabgeordneten zu einer Ortsbesichtigung eingeladen

    Fazit: Es gibt bei dieser Art von Trassen keine Verlegung in der Erde, das ist meistens nur Geschwätz um einerseits die Betroffenen in Sicherheit zu wiegen und andererseits dann Zwietracht beim Trassenbau zu säen.

    Hier der Artikel der dies bei uns schildert.


    https://www.agrarheute.com/woc…t-starkstrommasten-542365

    Franz Xaver aus Niederbayern

    Dieser Beitrag wurde bereits 3 Mal editiert, zuletzt von honigmayerhofer ()

  • Es gibt bei dieser Art von Trassen keine Verlegung in der Erde, das ist meistens nur Geschwätz um einerseits die Betroffenen in Sicherheit zu wiegen und andererseits dann Zwietracht beim Trassenbau zu säen.

    Hier der Artikel der dies bei uns schildert.


    https://www.agrarheute.com/woc…t-starkstrommasten-542365

    Interessanterweise ein Viehbauer, der sich Erdkabel wünscht. Ich kenne einen Ackerbauern, der über eine Gaspipeline auf seiner Scholle flucht. Nach vielen, vielen Jahren ist dort immer noch kein Normalzustand erreicht.

  • Es gibt bei dieser Art von Trassen keine Verlegung in der Erde,

    Interessanterweise ein Viehbauer, der sich Erdkabel wünscht. Ich kenne einen Ackerbauern, der über eine Gaspipeline auf seiner Scholle flucht. Nach vielen, vielen Jahren ist dort immer noch kein Normalzustand erreicht.

    Würdest du 3 / 60 m hohe Strommasten an und um den Hof einem Erdkabel vorziehen ?

  • Würdest du 3 / 60 m hohe Strommasten an und um den Hof einem Erdkabel vorziehen ?

    Rein optisch sicher nicht. Als Ackerbauer hätte ich was dagegen wenn 2m tief eine Trasse von 10m Breite in meinen Acker gefräst wird, die dann dauerhaft mit 30°C beheizt wird. Die über 20m benötigte Baubreite sind dann auch bei jedem späteren Kabelschaden wieder ruiniert. Erdkabel ist eher so: Aus den Augen aus dem Sinn.

    Schleswig-Holstein hat mit seinen Windparks schon seinen Anteil an der Energiewende eingebracht. Etwas irritiert schauen wir nach Bayern und fragen uns, wie ihr die Abschaltung der Kernkraftwerke ohne Netzausbau überstehen wollt.

  • Sorry, wollte keine "Nord/Süd-Diskussion" über Leitungen anstoßen. Es ist ein Teil des unstrukturierten Vorgehens zur sog. "Energiewende" in dem dann solche Belastungen auftreten - Monokulturen wie z. B. Maiswüsten, Leitungsbau quer durchs Land, fehlende Infrastrukturförderung für lokale E-Mobilität usw.


    Wobei nochmal die Frage zur Energiebilanz einer E-Mobilität inklusive der Energieversorgungsinfrastruktur im Raum steht.


    Nachdenklich


    Rainer

  • In Bayern machen wir dann mehr Biogas-Strom aus Mais. Außerdem sind wir nah an Österreich, die den Spitzenlast-Strom gegen Gebühr abnehmen und im Pumpspeicherwerk einlagern, um ihn dann bei Spitzen-Verbrauch wieder an uns verkaufen... :/


    Das mit der erhöhten Bodentemperatur müsste man eben kreativ und gezielt nutzen. Da kann man dann vielleicht regional irgendwas anbauen, was man sonst aus anderen Klimazonen importieren muss.

    Das mit den Wartungsarbeiten erscheint mit ein eher nachrangiges Problem. So oft muss man wohl nicht aufgraben und bei größeren Arbeiten macht man auch an der Oberfläche alles kaputt, wenn man mit schwerem Gerät zu den Oberlandleitungen muss.


    Trotzdem halte ich die zentrale Stromproduktion und den weiten Transport für regenerative Erzeugung immer noch für einen Irrweg aus der Zeit der Monopole und großen Kraftwerke. Auf jedem Dach Solarzellen kosten keine zusätzliche Fläche, aber der Solarpark schon. Eine kleine Turbine im Bach erfordert keine riesige Staumauer mit allen ökologischen Problemen. Ein kleines Blockraftwerk satt einer normalen Heizung...Viele Kleinerzeuger machen ein System weniger anfällig für Ausfälle und verteilen die Lasten in der Infrastruktur gleichmäßiger in der Fläche. Dezentrale Speicherung zum Kappen von Erzeugungs- und Verbrauchsspitzen) spart Leitungskapazität und schafft nicht wieder neue Riesenprojekte zur Leitung und Speicherung. ABER man müsste die Leitung wieder in Staatshand nehmen, weil man nicht Profit als höchste Priorität setzen darf und man kann als Politiker vielleicht nicht mehr so viele Aufwandsentschädigungen als Aufsichtsrat bei Stromkonzernen abgreifen.

    In der Natur gibt es weder Belohnungen noch Strafen. Es gibt Folgen.
    (Robert Green Ingersoll)

  • Das ist sicher ein ganz vernünftiger Weg, der seit Jahren empfohlen wird. Lokale Erzeugung und lokaler Verbrauch erspart die hohen Transportverluste und errichtet Infrastruktur vor Ort.


    Aber da müsste man die Netze wieder (überteuert) zurückkaufen. Ist in Hamburg übrigens vor Jahren so passiert - war teuer aber ist gut, wenn die Infrastruktur denen gehört, die sie auch nutzen.


    Rainer

  • Hier noch ein Nachtrag, um die Nord-Süd-Diskussion zur Leitungsfrage zu füttern:

    https://www.energieatlas.bayern.de/thema_energie/daten.html

    https://www.umweltbundesamt.de/bild/strommix-in-deutschland


    und falls mit diesen Zahlen jemand noch was zum Rückgang der Insektenbiomasse beitragen will:

    Mit Stromleitungsverlusten, erschlagen vom Windrad.... wird es weniger zu tun haben. Mit totgespritzen Solarparks und landwirtschaftlicher Intensivkultur zur Erzeugung von Biomasse für regenerativer Energie vielleicht eher. Dafür ist zum Ausgleich der Verlust an Vögeln durch Überlandleitung und Propeller zusätzlich auch erhöht.

    So und jetzt geh ich Popcorn machen - ich werde es die nächsten Tage sicher brauchen können :)

    In der Natur gibt es weder Belohnungen noch Strafen. Es gibt Folgen.
    (Robert Green Ingersoll)

  • Eine kleine Turbine im Bach erfordert keine riesige Staumauer mit allen ökologischen Problemen.

    Gerade diese Minikraftwerke sind für die Fließgewässer der ökologische Super-GAU!


    Die Strommenge die diese Kleinstkraftwerke produzieren ist verschwindend gering, aber der Schaden der sie dem Gewässersystem zufügen gigantisch.

    Nur sieht das der Laie nicht, weil ja über der Wasseroberfläche alles so romantisch aussieht und die Vöglein singen...


    Ganz ohne Aufstauen geht es nämlich nicht.


    So werden die wichtigen Wandermöglichkeiten zu den Laichplätzen werden verbaut (die Alibi-Fischtreppen sind in aller Regel wirkungslos) und die Turbinen häckseln alles was durchkommt.

    Das ist einer der Hauptgründe, warum z.B. der Aal am Austerben ist.


    Es gibt kein Geschiebe (das Abwärtswandern des Kieses mit der Strömung) mehr.

    Damit fehlt die wichtige Umschichtung und Auflockerung der Kiesbänke.

    Der sich absetztende Schlamm wird nicht mehr ausgewaschen und sie verdichten sich.

    Kieslaicher haben keine Chance mehr, dort ihre Laichgruben einzuschlagen und falls sie es doch schaffen kommt die Brut nicht hoch.

    In ganzen Gewässerregionen sind ihre Leitfische (Bachforelle, Äsche, Barbe; Huchen, Nase uvm.) kaum noch in der Lage natürliche Bestände zu erhalten und existieren meist nur noch durch Besatzmaßnahmen.


    Leider haben Fische eine noch schlechtere Lobby als Inseketen.

    Ganz zu schweigen von den im Wasser leben Kleintieren

  • Aber da müsste man die Netze wieder (überteuert) zurückkaufen. Ist in Hamburg übrigens vor Jahren so passiert - war teuer aber ist gut, wenn die Infrastruktur denen gehört, die sie auch nutzen.

    Dir ist schon klar, dass die Stadt Hamburg keinen wirklichen Gestaltungsspielraum gewonnen hat, da Übertragungsnetz und Stromverteilnetze alleine durch Vorgaben die Bundesnetzagentur gesteuert werden, weil es immer noch Monopole sind.

  • den weiten Transport für regenerative Erzeugung [...] Viele Kleinerzeuger machen ein System weniger anfällig für Ausfälle und verteilen die Lasten in der Infrastruktur gleichmäßiger in der Fläche. Dezentrale Speicherung zum Kappen von Erzeugungs- und Verbrauchsspitzen) spart Leitungskapazität und schafft nicht wieder neue Riesenprojekte zur Leitung und Speicherung. ABER man müsste die Leitung wieder in Staatshand nehmen, weil man nicht Profit als höchste Priorität setzen darf und man kann als Politiker vielleicht nicht mehr so viele Aufwandsentschädigungen als Aufsichtsrat bei Stromkonzernen abgreifen.

    Da steckt leider ein Haufen Ideologie drin:

    Schleswig Holstein braucht den Offshore-Wind gar nicht in dem Umfang wie er jetzt schon da ist. Also muss dieser Strom über weite Wege transportiert werden. Deutschland hat eine der stabilsten Stromversorgungen und das Stromnetz ist nicht für viele Kleinerzeuger aber auch Kleinverbraucher gemacht: Wenn ein Tesla an die Schnellladesäule fährt dann ruckt das schon im Netz und wenn zukünftig nach Schichtende alle eAudis, eBMWs und eBenze an die Säule gehen, dann wird es nichts mit der Tagesschau.

    Jetzt noch bitte dein Konzept für dezentrale Speicherung, dann kann man auch über Insellösungen diskutieren.

    Die Netze sind übrigens aufgrund ihrer Monopolstellung vollständig durch die Politik (Bundesnetzagentur) kontrolliert. Erschwerend kommt nur dazu, dass der Großteil des Übertragungsnetzes in ausländischer Investorenhand ist (Holland, Australien, Belgien, Schweiz).