Herbst 2017

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    Ich glaube du hast das mit den "alle 2 Jahre" etwas falsch verstanden. In dem anderen Jahr wird natürlich auch im Sommer behandelt - nur eben mit AS und co.


    Ich verfahre ähnlich wie Rainer. Eine TBE hat ja nicht nur den Vorteil der Varroareduzierung. Ich nutze die auch zur Wabenhygiene, teilweise Umstellung auf Naturbau und Formatwechsel. Besonders mit Blick auf die Wabenhygiene macht ein zweijähriger Tonus schon Sinn.

  • Ich glaube du hast das mit den "alle 2 Jahre" etwas falsch verstanden. In dem anderen Jahr wird natürlich auch im Sommer behandelt - nur eben mit AS und co.


    Ich verfahre ähnlich wie Rainer. Eine TBE hat ja nicht nur den Vorteil der Varroareduzierung. Ich nutze die auch zur Wabenhygiene, teilweise Umstellung auf Naturbau und Formatwechsel. Besonders mit Blick auf die Wabenhygiene macht ein zweijähriger Tonus schon Sinn.

    Moin,


    nein, ich habe es natürlich nicht falsch verstanden. Ich habe auch geschrieben, "inkl. der üblichen Zwischenbehandlungen." Also AS bei der Sommerbehandlung und OS Winterbehandlung.


    Aber danke trotzdem.

  • Die TBE ist nicht unbedingt eine Materialschlacht. Ich mache das so (DN 1,5):

    1. Alle Waben raus, 4-6 MW rein, Fangwabe mit offener Brut in die Mitte der MW, der ganze Block wird mit einem Schied abgeschlossen. Dahinter bleibt der Raum leer.

    2. Füttern

    3. Nach 3 Tagen hochwirksame Behandlung gegen die Varroa

    4. Nach Verdeckelung Entnahme der Fangwabe.

    5. Nach Belegung der neuen Waben mit Brut: Auffüllen auf 10 Waben mit Leerwaben aus den Brutsammlern.

    Damit werden folglich 4-6 Waben erneuert.


    Im nächsten Jahr versuche ich Folgendes:

    1. Königin --> Scalvini-Käfig

    2. Nach 21 Tagen Entnahme aller Waben, 4-6 MW, Scalvini in die Mitte, Abschluss mit einem Schied, dahinter Leerraum.

    3. Füttern

    4. Nach 3 Tagen hochwirksame Behandlung gegen die Varroa, Königin freilassen (nur wenn guter Ausbau der MW, sonst noch warten), Scalvini raus

    5. Nach Belegung der neuen Waben mit Brut: Auffüllen auf 10 Waben mit den unter 2. entnommenen Waben.


    Gruß Ralph

  • "Also AS bei der Sommerbehandlung und OS Winterbehandlung."


    Moin beeg, es gibt m.E. kein "Schema F" - jeder muss sich für seine Standorte die richtige Vorgehensweise entwickeln. Aus meiner Sicht ist der Standort eines der wichtigsten Kriterien für die Gesundheit der Bienen. Er beeinflusst Nahrungsangebot, klimatische Bedingungen übers Jahr, Bienen- und Milbendichte, toxische externe Einflüsse und die dort übliche imkerliche Praxis, die regional schon unterschiedlich sein kann.


    Ich habe vor einiger Zeit die Varroa-Behandlung komplett auf TBE in Vbdg. mit OXS umgestellt. Auch die "Behandlungen zwischendurch" (Kunstschwärme, Ableger, gefangen Schwärme) werden mit OXS gemacht. Hintergrund waren für mich die Schäden mit AS, was dauerhaft nicht gesund sein kann für den Bien.


    Meine Erfahrung (für diesen Standort und meine Völker) hat mich gelehrt, dass nach dieser Umstellung die Varroalast insgesamt gegenüber vorher deutlich geringer ist (1/10). Wenn nach Blockbehandlungen in Summe weniger als 100 Milben aus den Brutscheunen fallen, ist die Belastung m.E. gering. Dies lässt dann auch zu, dass die im Sommer entnommenen BW komplett für die Neuvolkbildung genutzt werden. Das kann mit Zusetzen einer Königin nach mehrfacher Behandlung und Auslaufen der Brut erfolgen oder man lässt bei guter Genetik nachziehen.


    Aus diesen Beobachtungen habe ich gefolgert, dass eine TBE bei ca. 50 % des Bestandes machbar ist. Bisher hat es auch gut funktioniert. Die Völker aus den Brutscheunen sind die Kandidaten für die TBE im nächsten Jahr wie auch die Ableger.


    Wenn andere Imker andere Erfahrungen gemacht haben, wird das so sein. Das o.g. gilt nur für meinen Standort und meine Bienen - kann nicht verallgemeinert werden.


    Beste Grüße


    Rainer

  • Reicht es denn, wenn "nur" alle zwei Jahre eine TBE je Volk vollzogen wird?

    ... es kommt doch immer drauf an, wieviele Milben in den Völkern zum entsprechenden Zeitpunkt vorhanden sind.

    Erst abschätzen (zählen durch entsprechende Methoden - Windeln, Puderzuckermethsde u.ä.) und danach das Behandlungskonzept ausrichten.

    Die "Milbenjahre" sind nunmal sehr verschieden....

    "Moral ohne Sachverstand ist naiv und manchmal gefährlich."

  • Ich habe für nächstes Jahr die TBE auch vor.

    Nachdem ich viel darüber gelesen habe, eigentlich eine saubere Sache. Materialschlacht hält sich bei meinen paar Völkchen noch in Grenzen.

    Ich hatte meinen Ableger dieses Jahr mit MS behandelt und muss auch sagen, dass sie nicht überzeugend wirkte.

    Ich werde mich im neuen Jahr auf TBE und OX konzentrieren um den Varroen an den Kragen zu gehen.

    Hoffe, sie kommen alle drei gut über den Winter.

  • Reicht es denn, wenn "nur" alle zwei Jahre eine TBE je Volk vollzogen wird?

    ... es kommt doch immer drauf an, wieviele Milben in den Völkern zum entsprechenden Zeitpunkt vorhanden sind.

    Erst abschätzen (zählen durch entsprechende Methoden - Windeln, Puderzuckermethsde u.ä.) und danach das Behandlungskonzept ausrichten.

    Die "Milbenjahre" sind nunmal sehr verschieden....

    Für mich steht fest:


    Nach überstandenem Winter und Frühjahrsdurchlenzung wird es zu gegebener Zeit, nach dem Raps, TBE geben.


    Da mein Verdampfer noch immer sein "dichtes" Dasein fristet, werde ich in den kommenden Tagen die OS träufeln.

  • Nach überstandenem Winter und Frühjahrsdurchlenzung wird es zu gegebener Zeit, nach dem Raps, TBE geben.

    Bringst Dich dann damit halt um die Möglichkeit, im brutfreien Zustand zu behandeln. Oder Du verzichtest auf die Sommertracht.


    Pseudoesoterische Grüße,

    Ralf

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Für mich steht fest:


    Nach überstandenem Winter und Frühjahrsdurchlenzung wird es zu gegebener Zeit, nach dem Raps, TBE geben..

    ... so zeitig? Ist da die Milbenlast bereits zu hoch? I.d.R. mache ich TBE erst im Juli.

    "Moral ohne Sachverstand ist naiv und manchmal gefährlich."

  • Bringst Dich dann damit halt um die Möglichkeit, im brutfreien Zustand zu behandeln. Oder Du verzichtest auf die Sommertracht.

    Ich verstehe nicht, wieso TBE refelexhaft immer wieder mit TAM in Verbindung gebracht wird. Dabei gibt es längst ausgereifte Konzepte ohne TAM (PDF in #1):

    TBE mit weiselrichtigem Brutsammler

    Verzichtet man auf TAM, muß man nicht auf die Sommertracht verzichten. Spezielle örtliche Trachtverhältnisse könnten ganz nüchtern und ohne jede Esoterik bspw. eine TBE in der Rapstracht sogar nahelegen (incl. Ertragssteigerung im Raps), würden Schwarmgedanken verhindern, die demografische Entwicklungs"delle" in der trachtarmen nach-Raps-Periode nutzen, um eine milbenarme, gesunde Belegschaft für die spätere Sommertracht zu bekommen. Warum nicht?

    Beginnt man die TBE ca. 2 Wochen vor Trachtende, führt das sogar zu einer Ertragssteigerung:

    http://www.imkerverein-heidelb…lliferaaufdieLeistung.pdf