Tote Bienen nach Milchsäurebehandlung

  • Hallo aus BW,

    da meine "saustarker" Ableger noch zu viele Varroen hat ,habe ich gestern noch eine Milchsäurebehandlung 15% durchgeführt,um wenigstens die aufsitzenden Bienen von ihren Qualen zu befreien.(Temp. für AS zu kalt und Oxals.zu warm)

    Heute habe ich viele tote Bienen am Flugloch und im Beuteboden gefunden!! Jetzt frage ich mich was habe ich falsch gemacht???

    Zur Info :Temp 13°,offener Boden,kleines Flugloch,

    Ich war der Meinung Milchsäure hat keine oder nur geringe Auswirkungen auf die Bienen,weit gefehlt.Solltet ihr noch Angaben brauchen meldet euch.Ich weiß man kann manchmal schlecht aus der Glaskugel lesen.

    Etwas säuerliche Grüße aus Remseck

    H.

  • Hallo, mit meiner Sprühflasche 8-10 Hübe ergeben ca 8-10 ml pro Wabengasse.Vorgabe laut Bedienungsanleitung des MS-Herstellers 8ml.Ganz genau habe ich das natürlich nicht abgemessen.

    Die Belastung war 13V/Tag,für mich zu viel!! Wenn ich aber jetzt das Ergebnis anschaue ,hätte ich lieber die Finger davon gelassen.

  • Hm, die Varianz der Sprühflasche ist größer als man so denkt. Vorher ausprobieren hilft.


    Schau mal z.B. hier: "Dosierung maximal 8 ml je bienenbesetzter Wabenseite (DN-/Zandermaß)"


    Anyways, jetzt sind sie echt erstmal ausreichend behandelt ...


    Gruß, Jörg

    Eine Fischsuppe aus einem Aquarium zu machen, ist leichter als ein Aquarium aus einer Fischsuppe.

  • OK sieht so aus als habe ich zu viel reingehauen.

    @ iWei. Meine Sprühflasche bringt egal wie der Sprühkopf eingestellt ist,die gleiche Menge an Flüssigkeit,das habe ich gerade ausprobiert.Die Temperatur habe ich jetzt dabei nicht beachtet.

    Danke für eure Antworten....das nächste mal lieber weniger und dafür vielleicht wiederholen.

    Gruß H.

  • Hallo, mit meiner Sprühflasche 8-10 Hübe ergeben ca 8-10 ml pro Wabengasse.

    Was heißt pro Wabengasse? Einfach oben reingesprüht, so wie Oxalsäure geträufelt? Oder Waben gezogen und aus ca. 30-40 cm Abstand großflächig fein eingenebelt?

    Mein 0815-Sprühkopf aus dem Imkereibedarf fördert 1,25 ml pro Hub. Pro Zander-1,5-Wabenseite verteile ich vier bis fünf Hübe, wenn alles voll besetzt ist. Wo keine sitzt, wird auch nicht hingesprüht. Wenn die Kanten voll besetzt sind, gibt es auch nochmal etwas Sprühnebel auf die Schmalseiten. Das meiste geht dann allerdings daneben.

  • Sorry...ich meinte pro Wabenseite .Waben gezogen und aus 30-40 cm besprüht.

    Beim Messen mit der Feinwaage habe ich 8 Hübe in ein Schnapsglas gegeben und danach gewogen.

    Ergebnis= 8 Gramm (Voraussetzung für die Säure 1000ml ergeben 1000gr)

    Ich denke da liege ich nicht so ganz falsch.

    Scharfes badenser Auge

    Gruß H

  • die Sprüher haben bzgl der Tröpfchengröße sehr große Unterschiede. Die Bienen sollten nur einen leichten Grauschleier, aber auf keinen Fall genässt-schwarz aussehen.

    Andererseits lassen tote Bienen/ausgeräumte Brut auch darauf schließen, das die Konzentration nicht zu gering war. Ein schmaler Grat beim Giften.

    Ich habe dies Jahr mit Oxalsäure 3% gesprüht- 2x ohne besonderen Schutz gemacht- nur Wabe an Zange+Latexhandschuh- die Belästigung durch den feinen Sprühnebel war stärker als beim Bedampfen. Seit dem lasse ich meine Vollmaske im Auto... auch wenn ich keine Vollreinigung ala Katastrophenschutz mache.

  • Hallo Heense!


    Ich habe da einen ganz anderen Verdacht.

    Könnte es sein, dass das Volk aufgrund der starken Varroabelastung und der Milchsäurebehandlung nicht mehr genügen Abwehrkräfte hat und von anderen Bienen beraubt wird?


    MfG

    Honigmaul

  • die Sprüher haben bzgl der Tröpfchengröße sehr große Unterschiede. Die Bienen sollten nur einen leichten Grauschleier, aber auf keinen Fall genässt-schwarz aussehen.

    Genau das war auch bei mir Ursache für Massensterben: Obwohl die Dosierung rein quantitativ stimmte (s. unten), waren die einzelnen Tröpfchen des Sprühnebels zu groß. Dabei spielt sowohl der Sprühkopf, seine Düseneinstellung, aber auch die Geschwindigkeit der Pumpbewegung eine Rolle (deshalb empfiehlt Serumwerk Bernburg auch eine Zeit: 6 sec./Wabenseite). Gefahr besteht auch, wenn die Arme mit der Zeit immer kürzer werden und der Sprüher nach einer gewissen Ermüdung zu nahe an die Waben kommt. Dann ist offenbar der Sprühnebel so stark bzw. die Tröpfchen so groß, daß die Bienen bis auf die "Haut" (Cutikula) durchnäßt werden. Ihnen fallen dann die Haare aus, sie werden schwarz. Das kann man an den Toten sehen.

    Selbst bei Brutfreiheit und bei richtiger Anwendung hat MS aber einen Wirkungsgrad (nur) von 60% (deshalb Wiederholung im Wochenabstand unverzichtbar), OX dagegen selbst im Sprühverfahren von 95%.

    https://www.bee-social.org/doc…22-455e-b21e-59a3909bca7f


    Leider hat sich wohl im oben verlinkten PDF eine überhöhte Dosierung eingeschlichen. Der Hersteller Andermatt empfiehlt nur 5 - 6 ml/Wabenseite, die Fachinformation vom Serumwerk Bernburg sieht allerdings die höhere Dosis von 8 ml/Wabenseite vor:

    https://www.biovet.ch/de_bv/bi…saure-15-zum-spruhen.html

    http://www.serumwerk.com/wp-co…09-Biene-Imker-Varroa.pdf


    Für OX-Sprühung sind allerdings nur 2 - 4 ml/Wabenseite empfohlen (= 2 - 3 Pumpstöße) - die Gefahr der Durchnässung der Bienen m.E. dadurch geringer:

    https://www.andermatt-biovet.d…andlung-gegen-varroa.html