Apidea-Begattungskästchen, funzen die wirklich so schlecht?

  • Guten Morgen!

    In 2016 habe ich mit Königinnenvermehrung in hölzernen Nachbauten der Apidea-Begattungskästchen angefangen (eine Kelle Buckfast, festes Futter, schlupfreife Weiselzelle). Es gab Probleme und deswegen habe ich 2017 mit dem Original einen neuen Versuch gestartet.

    Es gab die gleichen Probleme nochmal: Königin verirrt sich immer wieder in den Futterraum, das Schwärmchen zieht komplett aus und ward nicht mehr gesehen oder zieht augenscheinlich in die Nachbarkiste, Rähmchen werden kaum oder garnicht ausgebaut, usw. .

    Das Ganze war ein einziger Mißerfolg!

    In Begattungskästen mit 2-4 DN-Waben habe ich übrigens vollen Erfolg gehabt.

    Gibt es irgendwelche Tricks, die man wissen und anwenden muß oder habe ich vielleicht ganz grundlegende Fehler gemacht?

    Ich bin etwas sehr ratlos und hoffe auf Vorschläge!

    Klaus

    "Die Welt wird gesteuert von den Interessen des Kapitals." Heiner Geißler (CDU-Politiker) t2017.

  • Hallo empetrum,


    klingt genau wie in meinen Anfangszeiten.

    Da lief Anfangs auch vieles schief, aber mit etwas Übung kamen dann die Ergebnisse.

    Das Kästchen ist sicher nicht das Optimum, aber immerhin schon über 20 Jahre auf dem Markt, und das wäre es nicht, wenn es nichts taugte.

    Da fällt mir eben auf:

    Mit schlupfreifen Zellen hatte ich auch nie Erfolg! Die beigegebenen Bienen haben rgendwie keine Bindung zu der Zelle und ziehen aus.

    Erst als ich unbegattete Königinnen verwendet habe, blieben die Bienen bei ihrer zukünftigen Chefin. Frag mich bitte nicht, warum. War so. Versuchs mal.

    Grüße an alle


    Michael




    -Das größte Geheimnis ist, ein Genie zu sein, aber niemand außer einem selbst weiß es-

    (Mark Twain) Donald Duck

  • Bei mir hat es diesen Sommer bestens geklappt: Bienen am einen Stand geholt, ins Kästchen und am geplanten Ort (ausserhalb des Flugradius) aufgestellt und dann abends je eine schlupfreife Zelle dazu. Alle vier waren super und haben sich gut entwickelt.

    Aber manchmal klappt etwas und man weis nicht warum und umgekehrt dasselbe.

  • Es gab die gleichen Probleme nochmal: Königin verirrt sich immer wieder in den Futterraum, das Schwärmchen zieht komplett aus und ward nicht mehr gesehen oder zieht augenscheinlich in die Nachbarkiste, Rähmchen werden kaum oder garnicht ausgebaut, usw. .

    Das Ganze war ein einziger Mißerfolg!

    Wie soll die Königin da in den Futterraum kommen, dort befindet sich ein Absperrgitter bei dem die Königin nicht durch kommt.


    Schlupfreife Zellen würde ich gezielt nur einer Einheit geben, die bereits erfolgreich eine Königin hatte bzw. zusammen gewachsen ist. Ansonsten würde ich Apideas bzw. solche KS Einheiten nur mit geschlüpfter Königin erstellen und dann zwingend die Kellerhaft einhalten. Danach an einen anderen Platz verbringen, sonst ziehen die auch wieder aus.

    Gruß Markus


    Ubi apis, ibi salus 
    Wo Bienen sind, dort ist Gesundheit

  • Hallo Epentrum

    Die Apideas funktionieren bei mir sehr gut mit den schlupfreifen Weiselzellen. Wichtig ist die Kellerhaft von 3 Tagen, damit das Völklein eine Einheit bilden kann, sonst zieht die Hälfte wieder aus. Und wie McFly schon sagte, Absperrgitter zum Futterraum einsetzen, dann kann die Königin nicht durch. Den Vorteil sehe ich bei den Apideas, dass man nur wenig Bienen (Suppenkelle ca. 100gr. ) braucht als z.Bsp. Miniplus. Nachteil: Lange kann man das Völklein nicht da drinnen lassen. Gibt natürlich Aufsätze usw. aber kostet alles..


    Gruss

    Thomas

  • Apideas sind super. Funktioniert bei mir auch ohne Kellerhaft (sogar besser). Ich setze frisch geschlüpfte Königinnen zu. Kelle Bienen, 2-3 Stunden warten. Königin zusetzen. 2-3 Nächte verschlossen am Platz (der im Schatten liegen sollte) stehen lassen.

  • Hallo,

    klar, ... Kellerhaft bedeutet ja nur das sie nicht fliegen dürfen. Ob sie nun im kühlen Keller stehen od. im kühlen Schatten ist egal. Wichtig ist nur das sie wirklich die Zeit bekommen eine Einheit, ein Völkchen , zu werden bevor sie fliegen.

    Wir machen es so das wir mehrere Kisten Bienenmaterial abfegen. Diese kommen für eine Nacht in einen dunklen Raum. Am nächsten Tag bekommt jedes Apidea eine ordntliche Kelle ( ca 100g ) angefeuchtete Bienen und im gleichen Arbeitsgang wird die frischgeschlüpfte u. gezeichnete Königin mit reingeworfen.

    ( Macht sich am besten zu zweit. Je 20-30 Stck hinstellen, einer füllt, einer schmeißt die Königin rein. Boden zu ... und fertig.)

    Danach für drei Tage ins dunkle .


    Gruß Finvara

    Man kann ohne Bienen leben, ... aber es lohnt sich nicht.