Miniplus überwinterungsklar machen?

  • Eine Frage zu Miniplus und Wintervorbereitungen. Meine MP's überwintere ich zwei und dreizargig. Sie sind immer noch am brüten. Meist ca. 3 Waben Brut in der ersten Zarge und 2 Waben in der 2. Zarge. Soll ich die oberen 2 Brutwaben auswechseln mit den Futterwaben von unten, so dass alle Brut unten ist?

    Oder besser so lassen, dann hängen sie in einer vertikalen Wintertraube auf 2 Zargen?

  • Hi Lilie,

    Ich füttere einfach maximal auf und überprüfe sie dann gelegentlich. Etwa Weihnachten und dann monatlich.

    Letztes Jahr sind mir ein paar Minis verhungert, weil sie oben saßen und das Futter unten war.

    Mein Fazit: im Winter nicht nur das Gewicht prüfen, sondern auch mal die untere Zarge checken. Entweder sind Bienen drin, leergefuttert oder voll Futter. Eine Zarge mit Futter würde ich ab Ende des Jahres oben drauf setzen.


    Gruß Jörg

  • Hallo Jürg,

    du schriebst:.."verhungert, weil sie oben sassen." Darum frage ich, soll ich die 2 oberen BW auch nach unten hängen, dann ist alle Brut unten. Und oben nur Futter?

    Lg

    Susanne

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von lilie ()

  • Nee. Ich würde in den Völkern jetzt generell keine Waben mehr umsortieren. Wenn jetzt noch einzelne Waben in der obersten Zarge bebrütet sind, dann erledigt sich das mit der Einfütterung. Du drückst sie mit dem Futter nach unten.

    Im Winter sind die Minis offenbar nicht so beweglich wie größere Völker und deshalb könnten sie bei mir die Vorräte in der unteren Zarge nicht nutzen. Daher würde ich die untere Zarge später im Winter oben aufsetzen.


    Gruß Jörg

  • Hallo!


    Widerspreche dem Jörg nur ungern, aber ich habe gestern die Waben umsortiert. War auch gut so. Die untere von 3 Zargen war leer, gebrütet wurde nur auf der mittleren. Futter war oben. Da diese Waben alle noch relativ gut aussahen, also wenig bebrütet und relativ hell, habe ich diese einfach oben aufgesetzt. Das Problem im Miniplus ist die korrekte und bienengerechte Sortierung der Miniwaben. Da soll eben dann keine unbebrütete mitten im zu erwartenden Brutnest sein. Manche Völkchen - nicht alle - machen einen Umweg bei diesen hellen Waben, die zu nah oder mitten im Brutnest sind. Das ist aber bei Mini schnell passiert. Seitdem ich dies mache ist mir kein Mini mehr trotz vorhandenem Futters verhungert. Und das geht wirklich schnell. Auch habe ich Reserven von Futterwaben in andern Minis und das ist wirklich essentiell. Ist ein Minivolk dann schon mal ganz oben, unmittelbar füttern ist dann das Beste. Da ist es gut Futterwaben in Reserve zu haben. Das flüssige Füttern funktioniert da nicht mehr gut, weil es eben zuwenig Bienen sind. Ist ja nur eine Reserve von Königinnen. Das wärmen des Futters hilft nicht wirklich gut.


    Was ich nicht machen würde ist 6 volle Brutwaben unten rein zu sortieren. Ich sortiere immer: Futterwabe/Pollenwabe links und rechts, dazwischen Brutwaben. Sollte es dann weitere Brutwaben geben? Diese direkt über dem Brutnest in die Mitte. Links und rechts wieder pollenlastige Futterwaben. Und viel Füttern. Aus der Brut drängen, wenn die Bienen reichen (?) und wenn nicht, dann mit Verstand füttern. Die Minis dann im 4er-Block stellen und mit einem Gurt zusammenzurren. Hilft auch bei stärkeren Winterstürmen.


    Und weil mir das immer sehr viel Arbeit macht, bin ich dazu übergegangen "normale" Minis einfach aufzulösen und im Warmbau in Überwinterungskästen von Wagner zu überwintern. Was mir dabei nicht gefällt ist die fehlende Schichtenbeweglichkeit, weil die untere Zarge fest mit dem Boden verbunden ist. Da muss man dann immer umhängen im Frühjahr, weil die untere Zarge ja leer ist. Ist es dann nicht so warm, dann ist schnell die Brut verkühlt. Auch nicht gut. Daher am besten Schichtenbeweglichkeit auch im Überwinterungsmini. Den Boden kann man ja mit einer Säge beim Schreiner von der Zarge trennen lassen. Dann nimmst Du die ganze Zarge weg im Spätwinter und hast damit eingeengt. Eine Maßnahme die dir deine Bienen mit besserer Frühjahrsentwicklung danken werden. Egal ob nun Mini oder Überwinterungszarge.


    Ab drei Zargen Mini nehme ich lieber Überwinterungszargen. Leere bebrütete Futterwaben rein hinten oben und das Überwinterungsergebnis ist optimal. Dort gehen aber auch schon die hellen Futterwaben. Je weiter hinten und oben, desto heller die Waben bei meinen Minis.

    :u_idea_bulb02:

    Grüße Luffi


    Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer. :u_idea_bulb02:

    (Lucius Annaeus Seneca - römischer Politiker, Dichter und Philosoph - * 4 v.Chr, † 65)

  • Ja. Passt schon.

    Das mit den Minis ist ja gerade die Spielerei, die ich mit meinen WV gern vermeiden möchte. Im Endeffekt möchte man damit seine Reserve Königinnen durch den Winter bekommen und nur das Ergebnis ist da wichtig.

    Gruß Jörg

  • Widerspreche dem Jörg nur ungern, aber ich habe gestern die Waben umsortiert. War auch gut so. Die untere von 3 Zargen war leer, gebrütet wurde nur auf der mittleren. Futter war oben.

    So sehen doch aber die meisten Minis bereits im Juli/August aus.

    Bevor ich im Juli/August/September mit dem Einfüttern der Minis anfange, werden diese jedes Jahr aufs neue erstmal sortiert, damit alles passt. Mur wenige sitzen da wo der Imker es will und bei 80-90% kann ich die unterste Zarge entnehmen um sie dann meist direkt über das Brutnest zu setzen (sofern noch gut). Dann wird direkt gefüttert um das Brutnest auch unten zu halten.

    Bei den 12er Zargen waren die unteren Zargen im Juli auch leer.

    Die Minis richten sich Ihre Behausungen naturnaher ein wie man es von den großen Beuten kennt. Da muss man sich zu Anfang etwas darauf einstellen, aber dann klappt es auch damit.

    Mit dem Futter nach unten drücken klappt hier nicht/nicht mehr und die Königin stellt eher das Legen ein und die Bienen machen alle Zellen voll bevor sie doch in die untere Zarge hinein brüten.

    Gruß Markus


    Ubi apis, ibi salus 
    Wo Bienen sind, dort ist Gesundheit

  • Ja. Passt schon.

    Das mit den Minis ist ja gerade die Spielerei, die ich mit meinen WV gern vermeiden möchte. Im Endeffekt möchte man damit seine Reserve Königinnen durch den Winter bekommen und nur das Ergebnis ist da wichtig.

    Mir zeigt sich immer wieder aufs neue, dass die Minis -auch wenn sie spielerisch wirken- eine Betriebsweise darstellen mit der man auch Völker ohne viel Behandlung gegen die Milbe erhalten kann.

    Durch das Aufteilen in neue Einheiten Ableger oder Begattungseinheiten kommen die verdeckelten Waben aus dem Ursprungsvolk und die Milbe zieht mit aus. Dort dann eine Brutpause und auch später ab August/September geht die Brutnestgröße stark zurück und meist gibt es da schon eine Brutpause.

    Gruß Markus


    Ubi apis, ibi salus 
    Wo Bienen sind, dort ist Gesundheit