Terra Xpress 1.10.2017 18:30 ZDF Entdeckung im Bienenstock

  • Schade um die Zeit die ich für diese Sendung am Fernseher verbracht habe.

    Leider ein typischer TerraXpress Beitrag, Schlecht gemacht und reißerisch präsentiert. Auch in einem solchen Beitrag sollte man die Unterschiede zwischen Mittelwand, Wabe und Brutzellen richtig zuordnen können.

    Die Einstreungen zum Bienendiebstahl und die Unwirksamkeit von GPS-Trackern machte das ganze noch unverständlicher.

    Ich nehme an den imkerlichen Mitwirkenden wurden vor der Ausstrahlung des Beitrages das Ergebnis nicht vorgestellt um wenigstens die gröbsten Fehler auszumerzen.

    Ich befürchte der erhoffte bleibende Information für die Öffentlichkeit wird gleich Null sein.

    Gruß Eisvogel

    Man tut was man kann, hieß es früher. Heute glauben alle sie müssen tun was sie nicht können. P. Sloterdijk

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  • Hallo,

    eben mal nach dem Beitrag gesucht und gefunden. Ist schon so wie oben dargestellt. Fachbegriffe sind eben bei Zeitungen und Funkbeiträgen nahezu Glücksache. Mal ein anderes Beispiel: "Züchter".

    Der Begriff wird fast durchweg für alle Tätigen im Anbau von Pflanzen und der Tierhaltung verwendet. Wer ist Züchter? Wer ist Anbauer oder Halter? Ist doch klar.

    Gruß

    Harald

    Es wird in jedem Jahr Frühling, nur wann?

  • Hallo,


    Vorbereitung auf kommende Woche:


    Denn die Frage jedes zweiten Haustürhonigkunden, wird sich darum drehen:


    Terra Xpress 01.10.2017 18:30 Uhr:


    Plötzlich finden Imker massenweise tote Honigbienenlarven. Diesmal steckt aber weder die Varroamilbe noch sonst ein Parasit dahinter. Schließlich entdecken die Imker, dass giftige Bienenwaben die Ursache sind. "Terra Xpress" zeigt, was es damit auf sich hat.


    Download LINK


    Markus und Markus / Gann und Bärmann ....

    .... ist soweit ich mich erinnern kann, dem Bericht vom SWR aus dem Herbst letzten Jahres (2016) sehr ähnlich ....


    GdBK

    Aus der Übertreibung der Warnungen,
    ist die Unterschätzung der Realität geworden.

  • Naja, ich sehe den TerraX-Beitrag nicht so negativ wie Ihr:


    Auch wenn ich mir natürlich auch imkerlich korrekte Ausdrucksweisen wünschen würde, glaube ich doch, dass das Thema und seine Problematik beim Laien (der sowieso kein Imkerlatein versteht) sehr wohl ankommt.

    Die Nachricht ist ganz simpel: da ist was falsches im Wachs, so dass Bienen sterben, und das ist so schlimm, dass da die Polizei ermittelt. Und außerdem, woanders, werden auch noch Bienen geklaut.


    Ergebnis: eine runde Empörung - "die Bienen sterben doch sowieso schon; jetzt klaut doch noch wer und das Wachs wird auch noch Strolchen verschmutzt ... gut, dass es da noch Imker gibt, die auf die Bienen aufpassen."


    Teifergehendes versteht die Öffentlichkeit kaum und bleibt uns überlassen ... und da ist es ja auch wohl richtig aufgehoben.


    Gruß, iJörg

    Eine Fischsuppe aus einem Aquarium zu machen, ist leichter als ein Aquarium aus einer Fischsuppe.

  • Ja,

    Wenn man das Publikum so einschätzt, dass es von tiefer gehenden Informationen nur verunsichert wird, dann ist das so ok.

    Wenn man nur Halbwahrheiten verbreitet, lernt aber auch keiner was. Unsereins muss sich dann wieder den Mund fusselig reden, um interessierten Mitmenschen zu erklären, was sie eigentlich hätten sehen (und hören) sollen

    Grüße Ralf

  • Schon mal Wahrheiten im TV gehört ? - Der "moderne Mensch" verträgt tiefgreifende, differenzierte Berichterstattung, ggf. mit fachmännischen Begriffen gar nicht mehr: Zu kompliziert, zu verwirrend und zu herausfordernd. Bleiben wir doch an der Oberfläche und vermitteln Eindrücke:

    Es ist 'was falsch mit den Bienen...


    Mehr nicht


    Rainer

  • Danke, Michi, das macht's mehr als deutlich!


    Dennoch, wir müssen uns ja nicht beschweren; denn die mediale Unterstützung, ist im Großen und Ganzen pro Biene.


    Die vermittelten Eindrücke:


    - Bienen sind gut und wichtig.

    - den Bienen geht es schlecht,

    - man weiß aber nicht so genau warum das so ist.

    - es hat etwas mit der Umwelt zu tun

    - in der Stadt ist alles o.k. aber auf dem Lande nicht

    - da gibt es so Milben, die nicht gut sind

    - und jetzt ist noch 'was mit dem Wachs...


    Diese Liste könnte man beliebig fortsetzen, kennt Ihr ja alles. Wir agieren natürlich auch in einer Echokammer und erklären uns die Probleme und natürlich auch die möglichen Lösungen. Der "Otto Normalverbraucher" jedoch, weiß davon halt nix und kann es auch nicht wissen.


    Die Gespräche beim Honigverkauf an der Haustür sind schon wichtig. Und da sollte mindestens eine Botschaft abgesetzt werden: Ohne Imker gäbe es wohl immer weniger gesunde Bienen und damit immer weniger regionalen Honig. Schon jetzt importieren wir über 2/3 des Honigs.


    Darüber kann sich der "Nicht-wissende" ja einmal ein paar Gedanken machen.


    Beste Grüße


    Rainer