Hilferuf aus Kroatien

  • Ich habe keine Erfahrungen mit Amitraz. Es könnte aber sein, dass die 64 Milben noch ein Resultat der Behandlung sind. Bei einem natürlichen Milbentotenfall von 64 M./Tag wäre es ansonsten schon quasi tot...

    Wurde das Amitraz als Streifen eingehängt oder irgendwie verdampft?

    Ganz allgemein kann man davon ausgehen, dass die Wirkung der Behandlungsmittel mindestens einen Brutzyklus lang (21 Tage) Auswirkungen auf die Fallzahlen hat. Danach sollte sich der Milbentotenfall etwa bei < 10/Tag enpendeln.


    Gruß Jörg

  • Ich habe keine Erfahrungen mit Amitraz. Es könnte aber sein, dass die 64 Milben noch ein Resultat der Behandlung sind. Bei einem natürlichen Milbentotenfall von 64 M./Tag wäre es ansonsten schon quasi tot...

    Wurde das Amitraz als Streifen eingehängt oder irgendwie verdampft?

    Ganz allgemein kann man davon ausgehen, dass die Wirkung der Behandlungsmittel mindestens einen Brutzyklus lang (21 Tage) Auswirkungen auf die Fallzahlen hat. Danach sollte sich der Milbentotenfall etwa bei < 10/Tag enpendeln.


    Gruß Jörg

    Die Behandlung war vor 5 Tagen und wurde mit einer art Bunsenbrenner -Verdampfer durchgeführt. Heute war der Imker da und hat die zweite Behandlung mit Amitraz gemacht. Die sauberen Windeln sind drin und werden morgen kontrolliert. Bis die Fallrate pro Tag unter 10 Milben ist, wird die Behandlung mit Amitraz Verdampfung alle 5 Tage wiederholt.

    Der reichliche Polleneintrag ist bei beiden Völkern deutlich beobachtbar und ein gutes Zeichen, deswegen meint er ist es besser mit mit max. 1,5 kg Zucker auf 1 Liter Wasser Mischung zu Füttern.

    Für die Durchsicht hatte er leider keine Zeit, hatt sie mir aber folgendermaßen erklärt:

    Zuerst Waben aus der verlassenen Beute alle sauber putzen, dabei nur die Brut entfernen.

    Bei schönem Wetter die Durchsicht machen und dabei rotes Absperrgitter entfernen. Die gesäuberten Waben alle rein und die mit verdekeltem Honig sollen leicht aufgekratzt werden damit die Bienen es als Futter erkennen. Dabei die Speckwaben an den Rand platzieren.

    Vor dem Zumachen mit Zeitungspapier abdecken, soll im Winter besser als Plastikfolie sein.

    Wandergitter kann, muss aber nicht raus.


    Wenn von Euch niemand einen Einwand hat, würde ich das so vorbereiten und bei schönem Wetter mit Fotodokumentation durchführen.

  • Die 3:2 Mischung von Zucker in Wasser ist die "normale" Mischung für die Einfütterung. Da müssen die Bienen noch selbst invertieren, wenn sie das einlagern. Ist ok, aber leichter einlagern ließe sich bereits invertiertes Futter.


    Das mit den Waben aus dem toten Volk klingt für mich danach, dass du die Futtervorräte dort für die noch vorhandenen Völker verwenden willst. Das ist immer gefährlich, wenn man die Todesursache nicht sicher kennt. Es können auf diese Weise auch Krankheiten mit den Waben ins andere Volk verschleppt werden.


    Ich würde keine Zeitung oben auflegen. Wo die Bienen hinkommen, werden sie diese zerkleinern und die Reste hast du dann in der Beute und vielleicht nächstes Jahr beim Honig entnehmen an den Honigwaben irgendwo dran hängen und später im Honig.

    In der Natur gibt es weder Belohnungen noch Strafen. Es gibt Folgen.
    (Robert Green Ingersoll)

  • Ich finde das klingt nach einem guten Plan!

    Mit dem Imker wirst du sie durchkriegen. Wenn das gesichert ist, dann würde ich mir über das Feintuning Gedanken machen.

    Bei uns hier ist Amitraz nur teilweise zugelassen und mE nicht so toll. Das mit dem füttern, Wandergitter und der eingelegten Zeitung kann bei euch schon Sinn machen.

    Viel Erfolg!

    Gruß Jörg

  • Werde auf jeden Fall schauen wo ich Invertzucker für Bienen kaufen kann.

    Krankheitsübertragung macht mir schon auch sorgen, aber er meint klarer Fall von Varroa. Ich möchte noch einmal Schildern wie ich es erlebt habe. Wir haben die Bienen Anfang Juli bekommen und seitdem war ich täglich öfters bei den Bienen und habe mich daran erfreut wie sie pausenlos und vollbepackt mit Pollen in die Beute krabbelten. Etwa ab August hab ich dann Hornissen beobachtet die im Halbminutentakt vor die Beute kamen und sich im gezielten Sturzflug Biene für Biene holten. Das Hornissennest ist etwa 120m entfernt in einem alten Apfelbaum gut erreichbar und beobachtbar und ich muss zugeben ich habe mich schon mit einer möglichen Entfernung auseinandergesetzt aber nachdem der Grossteil der Imker versichert, dass Hornissen kein Problem für Bienen sind, hab ich davon Abstand genommen. Dann kam Anfang September eine Schlechtwetterperiode und dabei wurde Plötzlich beim kleinen Volk kein Betrieb mehr festgestellt. beim Öffnen des Deckels konnte ich durch das Wandergitter sogar die Königin erkennen, deutlich durch den leuchtgrünen Punkt, aber keine anderen Bienen. Ich hab das Wandergitter entfernt und sie berührt. Sie ist dann wieder nach unten gekrabbelt und tote Bienen konnte ich auch keine sehen. Da waren wir natürlich schockiert, dass das so schnell gehen kann. Bei der Durchsicht der leeren Beute konnte ich auch einiges an Brut in allen(?) Stadien finden.

    Zeitungspapier hätte ich nur unbedruckt verwendet aber das mit dem Zerkleinern hört sich wirklich nicht gut an.

  • Ich finde das klingt nach einem guten Plan!

    Mit dem Imker wirst du sie durchkriegen. Wenn das gesichert ist, dann würde ich mir über das Feintuning Gedanken machen.

    Bei uns hier ist Amitraz nur teilweise zugelassen und mE nicht so toll. Das mit dem füttern, Wandergitter und der eingelegten Zeitung kann bei euch schon Sinn machen.

    Viel Erfolg!

    Gruß Jörg

    Danke für die beruhigenden Worte.

    ameisensäure 85% hab ich schon da und wäre mir auch lieber gewesen.

    Aber es geht erstmal ums überleben.

  • Das Plättchen war grün und nicht vielleicht gelb? Schau nach wie es bei den beiden verbliebenen Völkern aussieht. Grün wäre in meinen Augen ein Frechheit gegenüber einem Anfänger. Dann würde ich die Verkäuferin versuchen ausfindig zu machen. Davon kommt dann zwar weder das Geld, noch das Volk zurück, aber man könnte sie wenigstens mal ordentlich ausschimpfen. Grün wäre (bei korrekter Zeichnung) eine dreijährige Königin, bei der leicht mal was schief gehen kann, auch ohne Varroaeinfluss.

  • Naja, die leuchtenden gelben sehen schon leicht grünlich aus.;)

    Meinst du nicht, dass sich die Bienen dann eine neue gemacht hätten, wenn die Alte schlecht ist.

    Es soll ja auch Imker geben, die jedes Jahr die gleiche Farbe nehmen, weil sie die am Besten erkennen.

    Viele Grüße aus der Westlausitz


    "Was tausend Wichte sagen, bekommt Gewicht" - Johann Nepomuk Nestroy

  • Es soll ja auch Imker geben, die jedes Jahr die gleiche Farbe nehmen, weil sie die am Besten erkennen.

    Soll nicht nur, sondern gibt es definitiv. Oder es wird der Stift oder das Plättchen zum Zeichnen genommen, den/das man gerade so in der Unordnung findet nach dem Motto "Hauptsache gezeichnet, das Jahr schreib ich auf den Deckel". Kenne da auch so einen Kandidaten.

    Gruß Michi ☮ ------------- Spezialisierung ist was für Insekten! :-D

    🖖🏿Dif-tor heh smusma🖖🏿

  • Das Plättchen war grün und nicht vielleicht gelb? Schau nach wie es bei den beiden verbliebenen Völkern aussieht. Grün wäre in meinen Augen ein Frechheit gegenüber einem Anfänger. Dann würde ich die Verkäuferin versuchen ausfindig zu machen. Davon kommt dann zwar weder das Geld, noch das Volk zurück, aber man könnte sie wenigstens mal ordentlich ausschimpfen. Grün wäre (bei korrekter Zeichnung) eine dreijährige Königin, bei der leicht mal was schief gehen kann, auch ohne Varroaeinfluss.

    Das Plättchen war leuchtgrün. Als wir die Bienen bekommen haben, hat sie uns alle Königinnen gezeigt und die waren alle leuchtgrün markiert, soweit ich mich erinnern kann.