Schutzmaßnahmen bei der OX-Pfannen-Bedampfung

  • Weniger auslassend zitieren wäre auch möglich, zB den zweiten Absatz derselben Quelle

    Ändert nichts an der Aussage, dass diese Studie ebenfalls den Schutz empfiehlt. Auch wenn anders argumentiert wird, was ich nicht begrüsse.

    Im übrigen bleibts auch dabei: Die Einhaltung von MAK-Werten garantiert keine Unbedenklichkeit auf die Gesundheit. Wie erwähnt, gerade der Umgang mit Spitzenwerten ist mangelhaft. Und beiläufig erwähnt wird das sogar, dass teilweise die Aerosol-Konzentration auf bis zu 4 mg/m3 ansteigt. Auswirkungen auf die Nieren waren ebenfalls nicht Gegenstand der Untersuchung, sondern blindes pochen auf die MAK-Werte...


    Dann wirken manche Berichte gar nicht mehr so skandalös, wild und gefaehrlich

    Da sehe ich eben den Hund begraben... Ihr müsst euch in D dauernd rechtfertigen für die bedenkenlose Anwendung von Oxalsäure, da sie ja scheinbar niemand zum Zulassungsverfahren bringen will...

    Und dabei steigert sich der ein oder andere völlig rein...

    Oxalsäure bleibt Oxalsäure. Sie ist weder wild und gefährlich, wenn die Mittel zur Arbeitssicherheit auch eingehalten werden.

  • Auffällig im Vergleich mit der von Vivajohn zitierten norwegischen Studie von 1985 (hier das PDF) mag vielleicht sein, dass die Eisenbahnarbeiter selbst ohne OX-Exposition insgesamt eine hohe Inzidenz (11,7%) aufwiesen. Wir wissen nicht warum - typisch norwegisch? typisch Eisenbahner?

    Da hab ich auch gestutzt. Allerdings wird erwähnt, dass "Männer mittleren Alters aus skandinavischen Länder" scheinbar eine Inzidenz von 10 - 15% haben, ein oder mehrere Male in ihrem Leben eine Nierenkolik durch Nierensteine zu haben...


    Bei allem Respekt: diese Daten sind eher eine Fallserie, denn eine wirkliche Studie.

    Aber: bessere Publikationen zum Thema, kann ich auch bisher nicht finden.

    Ja, das geht schon in Richtung Fallserie.

    Nach langem Suchen bin mal darüber gestolpert. Mehr hab ich so weit auch nicht gefunden.

  • Vorsicht, Freunde, wissenschaftlich bewegen wir uns im Moment auf dünnem Eis:


    Nochmal zu der zitierten (Doktor?)Arbeit:

    Ich kann leider nicht ersehen, ob diese jemals wissenschaftlich publiziert wurde. Dies hat ja heute deshalb einen gewissen Stellenwert, weil sie dadurch einem Begutachtungsverfahren (Peer Review) unterworfen wird, welches die wissenschaftliche Qualität sichern soll. Das übernehmen entweder die Universitäten (in Form von Dissertations- oder Habilitationsschriften) oder wissenschaftliche Fach-Journale.

    Die Dissertation wurde naturgemäß bereits im Dissertationsverfahren von 2 Fachgutachtern (Prof. Dr.s Dartsch + Schwarz) geprüft und außerdem seit 2004 verschiedentlich "wissenschaftlich" publiziert. Einfache Suchanfragen bei diversen Suchmaschinen liefern sofort und ganz oben entsprechende Ergebnisse

    https://publikationen.uni-tueb…/xmlui/handle/10900/44465

    https://books.google.de/books/…=maTDnQEACAAJ&redir_esc=y

    Das "Eis" scheint mir wissenschaftlich durchaus tragfähig und dick genug...

  • 4mg/cbm ... blindes pochen auf die MAK-Werte...


    Wieviel Atemzüge würde ein erwachsener Durchschnittsimker benötigen, um 25 mg OX, resp. mehr als 8 cbm Luft bei unterstellter OX-Konzentration von 4 mg/cbm bzw. 25 cbm Luft (bei 1 mg/cbm) einzuatmen? Ist eine solche Einatem-Leistung mit dieser OX-Konzentration physiologisch unter imkerlichen Bedingungen denkbar?

    Allgemein wird angenommen, daß ein Mensch pro Atemzug ca. 500 ... 700 ml Luft einatmet, also ein Atemzugvolumen von nicht einmal 1l Luft hat - was einem Tausendstel von 1 cbm entspricht. Wer einmal Luftballons aufblies, hat eine Vorstellung davon, wie wenig das ist. Bedampfende Imker ohne Atemschutz habe ich schon husten sehen, wenn sie sich zur OX-Wolke hinabbeugten und einen Teil-Atemzug einnahmen. Die haben sich dann aber unverzüglich aus dem Gefahrenbereich entfernt und weder einen, noch 8 oder gar 25 cbm versucht einzuatmen.

    Dieser Beitrag wurde bereits 2 Mal editiert, zuletzt von ribes ()

  • zu MAK-Werten allgemein.

    Ich war vor einiger Zeit für eine Lackieranlage zuständig. Die hatte einen leistungsstarken Abzug und eine Heizung für die Zuluft. Diese Zuluftheizung musste nach Vorschrift jährlich abgenommen werden bezüglich der zulässigen MAK Werte. Das Gebäude mit der Lackieranlage stand an einer (Neben)Straße. Regelmäßig waren die Werte zu hoch. Aber nicht von der Anlage sondern von der Luft der Straße. Der Techniker machte eine Messung im Freien, vor dem Gebäude und rechnete die gemessenen Werte von den innen gemessenen ab. Dann war die Sache in Ordnung. Hat jetzt nichts mit Oxalsäure zu tun, ergibt aber ein Bild zu MAK-Werten.

    Gruß Bernd http://www.hommel-blechtechnik.de

    "Das ist der ganze Jammer: Die Dummen sind so sicher und die Gescheiten so voller Zweifel."

    (Bertrand Russel, englischer Philosoph und Mathematiker 1872 - 1970, Nobelpreis für Literatur 1950)

  • Das hat aber jetzt nicht mit den Werten an sich zu tun, sondern mit der Schummelei.

    Das erinert ja schon an den Abgasskandal. Wenn innen die Werte zu hoch sind, ziehen wir einfach mal die von außen ab.

    Kann man nur mit dem Kopf schütteln.

  • Das hat aber jetzt nicht mit den Werten an sich zu tun, sondern mit der Schummelei.

    Das erinert ja schon an den Abgasskandal. Wenn innen die Werte zu hoch sind, ziehen wir einfach mal die von außen ab.

    Kann man nur mit dem Kopf schütteln.

    Das war keine Schummelei. Da war zu ermitteln ob die Heizung mit den CO Werten im Limit bleibt. Und das Verfahren war zulässig. Der Techniker war ein offizieller Gutachter.

    Ich beende diese Geschichte hiermit, will nicht das Thema zerschießen.

    Gruß Bernd http://www.hommel-blechtechnik.de

    "Das ist der ganze Jammer: Die Dummen sind so sicher und die Gescheiten so voller Zweifel."

    (Bertrand Russel, englischer Philosoph und Mathematiker 1872 - 1970, Nobelpreis für Literatur 1950)

  • Wie darf man das Beraten zum Nichteinhalten von Sicherheitsempfehlungen als würdige Weitergabe von "Erfahrungen" verstehen? ;)
    Ich hab ja nichts gegen Erfahrungsaustausch im Bereich der Anwendung von Oxalsäure.

    Mein Fehler!

    Hab zu flüchtig gelesen und angenommen Du möchtest gar keine Diskusion.

    Sorry