@Bernhard: Plastikmittelwände

  • Kann es sein das Ihr Euch hier zu sehr auf das Wachs konzentriert?

    Ich kann mich erinnern, daß im letzten Jahr bzw. Anfang dieses Jahres sehr viel von der Kirschfruchtfliege zu lesen war.
    Auch hier im Forum...
    Was ist, wenn es dieser Pilz Beauveria bassiana ist?
    Hier kann dazu nachgelesen werden:
    https://www.oekolandbau.de/erz…gegen-kirschfruchtfliege/

    Und hier

    http://bvl.bund.de/SharedDocs/…_blob=publicationFile&v=2

    steht u.a.

    Zitat



    Dabei sah die European Food Safety Autho-rity (EFSA) die bisher vorgelegten Unterlagen nicht alsausreichend an, um ausschließen zu können, dass B. bassiana Bienenbrut infizieren kann [9].




    Also ausgeschlossen ist das nicht, das da, falls es angewendet wurde, etwas in die Völker gekommen ist. Unter UV Strahlung halten sich die Pilze nicht lange und es muß wiederholt gespritzt werden.

    Im Bienenvolk ohne UV-Licht dagegen....

  • Also ausgeschlossen ist das nicht, das da, falls es angewendet wurde, etwas in die Völker gekommen ist. Unter UV Strahlung halten sich die Pilze nicht lange und es muß wiederholt gespritzt werden.

    Hartmut meine Bienenstände sind verteilt. Einer mitten im Kirschgebiet, die anderen an Streuobstwiesen, am Wald und in Gebieten ohne jegliche landwirtschaftliche Nutzung -da gibt es auch keine Kirschen.

    Bisher hab ich keine Völker zusammen gewürfelt oder mit Wabenmaterial aus Völkern anderer Stände ergänzt.

    2015 brachten die Bienen an einem Stand leicht roten Nektar, in 2016 an einem anderen Stand mit 5 Völkern wurde vermutlich Zwetschgensaft gebracht.

    Schadbilder waren an allen Standorten gleich vorhanden.

    Hab noch ausgelötete MW die aus HR stammen die in 2016 eingelötet wurden und das ganze Jahr in der Garage bleiben durften. Mit solch einem Rähmchen inkl MW wurde dieses Jahr im Mai der Dreh fürs ZDF vorgenommen.

    Es geht also ganz einfach, man nehme ein gesundes Volk ohne sichtbare Schadbilder und hänge so eine Mittelwand ins Brutnest. Nach ca. 12-14 Tagen sollte die erste Brut verdeckelt sein und man sieht es direkt. Das Ausräumverhalten zeigt sich aber auch bereits schon früher und war bereits am 1. Drehtag erkennbar. Da waren die Larven bereits ausgeräumt und 2 Tage später beim nächsten Dreh sah man es auch an den verdeckelten Zellen.


    Somit gilt für das Stearinwachs:

    MW rein = Schadbild da

    Gruß Markus


    Ubi apis, ibi salus 
    Wo Bienen sind, dort ist Gesundheit

  • Kann es sein das Ihr Euch hier zu sehr auf das Wachs konzentriert?


    Was ist, wenn es dieser Pilz Beauveria bassiana ist?

    Zu a) Das Wachs ist das Erscheinungsmedium.


    Zu b) Ja, war schon in Überlegung. (Und schlummert noch im Hinterkopf für Ursache von Völkerverluste)

    Frage: Wie erklärt sich dann das mit dem wolkigen Brutnest und warum sind nur Imkereien betroffen die ihr Wachs aus den Händen gegeben haben?

    Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung, daß etwas anderes wichtiger ist als die Angst.
    (Ambrose Redmoon)

  • Ich frage euch mal warum wird meine Vermutung wegefegt das es Sporen sein könnten ?

    Weil Sporen zu einer Krankheit gehören würden und Krankheiten bringen körperliche Symptome mit sich. Sackvirus macht Säcke, Varroa macht verkürzte Hinterleiber, usw. usf.


    Also körperliche Veränderungen. Die fehlen hier aber völlig. Jede Krankheit hat Symptome.


    Außerdem würde bei einer Krankheit der gesamte Bienenstand befallen und nicht nur die Völker mit den schädigenden Mittelwänden. Hier stehen aber gesunde Völker auf uralten schwarzen Waben neben geschädigten Völkern auf neuen aber giftigen Waben.

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  • ...

    Also eine neue Karte ist schnell erstellt. Nur welche Kriterien legt man dann für einen Eintrag zugrunde oder gibt man die Karte direkt frei zum selbst eintragen?

    Um es übersichtlich und sachlich neutral zu halten, wäre es für den Anfang evtl. sinnvoll, unterschiedliche Gruppen von Markierungen anzubieten, die man mit einer Legende (gesammelte Bilder von echten und vermuteten Schäden) erläutert. Z.B. so wie die aus dem ersten großen Wabenfoto-thread.

    Öffentlich keine Namen, nur Orte mit Bildern (sollte Bedingung für Einträge sein: ohne Wabenfoto kein Eintrag, ggf. manuelle Freischaltung aus Warteschlange!), Einträge aber nur mit hinterlegten Echtnamen. Da ja niemand weiß, was da passiert ist und noch passieren wird, die interessierte Imkerschaft wachsamer geworden ist, sollte das mit Einträgen anhand der Bildbeispiele Hand in Hand gehen.


    Tricky wird es aber dann, wenn die vermutete Schadursache zugeordnet werden soll. Das wäre eher eine Aufgabe für eine spätere Auswertung. Es gibt solche Karten, in denen man auch Bilder im Markermenü anhängen kann. Man sieht zuerst nur den Ort, klickt man drauf, können ggf. Bilder dazu angesehen werden. Ich weiß, dass es solche Karten gibt, kann aber nichts zum Umfang der DB-Programmierung und zu evtl. anfallenden Kosten sagen. Vllt. hilft es als Idee weiter.


    Gruß Andreas

  • Kann es sein das Ihr Euch hier zu sehr auf das Wachs konzentriert?



    Ich glaube nicht.


    Ergänzend zu meiner Beschreibung möchte ich noch hinzufügen:


    Von meinen Völkern haben nur die überlebt, die im letzten Jahr keinerlei neue MW bekommen haben.


    Somit kann nicht nur ein Eintrag von außen verantwortlich sein, denn dann hätte es die Völker ohne neue MW auch treffen müssen.


    Alle standen am selben Standort. In meiner Umgebung wird extrem viel Mais und immer mehr Obst angebaut.


    Wäre ein Eintrag von außen allein verantwortlich, hätte es auch die alten Völker ohne neue MW treffen müssen.

    Selbst wenn man berücksichtigt, daß nicht alle Völker dieselben Trachten anfliegen, so müßten zumindest einige der Altvölker Schäden zeigen, was aber nicht der Fall ist.

    Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung, daß etwas anderes wichtiger ist als die Angst.
    (Ambrose Redmoon)

  • Das ist die eine ganz besondere Form von Botulismus, die nur auf neue Waben ansteckend wirkt, nicht aber auf Altwaben. Deswegen das Schweigen...

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Hallo Hartmud,

    Ich sehe das die Hersteller, Händler als Drehkreuz hier im spiel sind ,da Sporen Hartnäckig sind und durch Luft und Kontakt Übertragen werden.

    Und sehr Aggressiv sein können ( z.b. Milzbranderreger wurden im 2 Weltkrieg entwickelt und durch Sporen Verbreitet, damit man sieht wie komplex es ist) Ich gehe davon aus ,das alles unter einer Belastungsgrenze bei der Produktion ist aber durch die Feuchte und die Wärme in der Beute ,vielleicht durch die Biene selber weil sie es aufnimmt am wachsen ist und sie es verteilt und mit Propolis es Teiweise eindämmt .

    Frage welche Sporen wandel zum Pilz ,nehmen Viren in sich auf die Substanzen aufnehmen und scheiden gift aus ? Vielleicht noch ein wirt die Biene?

    jetzt müsste ein Chemiker und oder Microbiologe mir mal helfen oder darüber nachdenken ?

    Gruß Georg L.

  • georg  

    Das paßt nicht zu der Beschreibung das es erst los geht wenn eine Mittelwand in die Völker kommt.
    Wenn ich einen Wunsch frei habe, bitte lese Deine Beiträge vor der Veröffentlichung, bzgl. Kommasetzung und Klein- Großschreibung, noch einmal durch. Das geht auch mit mobilen Geräten besser.

    Danke und beste Grüße

    Hartmut

  • Alle Spekulationen und Überlegungen hier werden uns nicht viel weiter bringen. So lange wir nicht höhere Fallzahlen bekommen, drehen wir uns im Kreis.

    Grüße an alle


    Michael




    -Das größte Geheimnis ist, ein Genie zu sein, aber niemand außer einem selbst weiß es-

    (Mark Twain) Donald Duck

  • Für mich ist es logisch, dass der toxische Faktor "x" aus dem Wachs kommt. Verteilung auf Altwaben findet nicht statt, weil dort nicht gebaut wird. Mehrere Nymphenhäutchen übereinander bilden auch einen adsorptiven Puffer.


    Externer Eintrag wäre flächendeckend im BN sichtbar; kann nur additiv wirken, nicht ursächlich.


    Ist Stearinsäure vorhanden, gibt es eine ein-eindeutige toxische Wirkung, wie die Versuche aus Belgien zeigen. Es stellt sich die Frage der Rolle von Trennmittel bzw. weiterer unbekannter Faktoren aus dem gepanschtem Wachs.


    Bakterielle, virale oder Einflüsse aus Pilzen würden auch flächendeckend im BN auftauchen. Physiologisch aktiv sind Mikroorganismen nur im wässrig. Milieu, nicht in Wachs. Hier kämen ausschließlich Dauerformen (Sporen) als Auslöser infrage, die im Wachs schlummern. Das haben die Bienen aber schon seit 30 Mio. Jahren bewältigt.


    Wir dürfen uns nicht verzetteln !


    Rainer