@Bernhard: Plastikmittelwände

  • Lieber Leser, wenn Sie es bis hierher geschafft haben, werden Sie vielleicht in sich gehen, kurz resümieren und feststellen:


    Es gibt ein Wachsproblem. Die Qualität von Wachs ist ziemlich undefiniert, es gibt maximal Handelsbeziehungen. Die aber sagen wenig bis nichts über eine Eignung als Mittelwand.


    Es gibt ein seit langem bekanntes Problem mit Paraffin (nicht schön, nicht selten, aber auch nicht letal).


    Es gibt ein modernes Problem mit 'besser gefälschtem' Wachs, wo der Kohlenstoffgehalt durch den Einsatz von Stearin auf < 18% gedrückt wurde, was dann zwar auf dem Papier gut aussieht, aber leider die Bienen umbringt (pures Gold). Markus und einige andere berichteten, es gibt Bilder und Analysen. Der Fall ist einigermaßen klar, nur der Umfang nicht. Wäre von akademischem Interesse.


    Drittens gibt es Wachs mit dem Faktor 'x', der die Bienen umbringt, ggf. ohne je das Haus je verlassen zu haben. Der Fall tritt vielleicht massenweise deutschland- evtl. sogar europaweit auf, aber derweil Betroffene sind zu schüchtern, sich zu melden, weil sie es angeblich nicht richtig erkennen oder so böse zerrupft werden. Bernard ist die löbliche Ausnahme. Es gibt Bilder, Beschreibungen in guter Auflösung, viele viele sensibilisieren Imker, aber keine die sich trauen, sich zu Outen. Sogar anonym < 10.


    Lieber Leser, falls Du zu den Betroffenen gehören solltest (oder das auch nur glaubst, oder in Betracht ziehst!): Bitte: melde Dich!


    Mit einem Fake-Account, wie auch immer: melde Dich. Ich glaube sofort, daß das sein könnte. Ich glaub das die vergiftete Atmosphäre nur den Verursachern in die Hände spielt. Wir brauchen den Ort (weiträumig), den Umfang (Völker; Imker), Möglichkeiten eines Eintrags.


    Bitte.


    Beste Grüße,

    Ralf

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Ja stimmt Kikibee. Ich halte aber Ralfs Zusammenfassung durchaus für eine hilfreiche. Der ein oder andere kann durch diese durchaus dazu gebracht werden, seine eigenen Erfahrungen hier zu schreiben. Mir persönlich geht es nämlich so.

    Ich habe auch Völker mit löchrigem Brutnest. Zur Zeit halte ich aber nicht das Wachs für die Ursache, da mir zu viele Dinge auffallen, die dagegen sprechen. Ich bin also noch in der sensibilisierten Beobachtungsphase. Da gibt es noch nichts zu berichten.

    Es ist zum Beispiel schwer nachzuvollziehen, wenn von zwei Königinnen, die in Völkern direkt nebeneinander stehen, eine ein löchriges und eine ein top Brutnest hinlegt, wenn beide gleichzeitig als Kunstschwarm auf Mittelwände eingeschlagen wurden. Die Mittelwände kamen aus der selben Herkunft. Hier zu testen, zu beobachten, etc. dauert seine Zeit. Und jetzt ist auch nicht unbedingt mehr die Zeit um unnötig die Brutnester aufzureißen. Das ist alles nicht sooo einfach.

    Mit dieser Einstellung dürfte ich nicht ganz alleine da stehen.

  • Ich halte aber Ralfs Zusammenfassung durchaus für eine hilfreiche.

    Sie wäre hilfreich, wenn sie richtig wäre. So handelt es sich um eine verdrehte Darstellung. Dient nicht gerade zur Aufklärung.


    Persönliche Motive (= Befangenheit) werden sogar in trockenen wissenschaftlichen Artikel deklariert. Damit "der Leser" weiß, woran ist.

  • Die letztere Spekulation sollte mittels einer pH-Messung überprüfbar sein. Gibt's dazu Informationen ?

    Hat jemand Daten dazu ?


    - pH-Wert Futtersaft "normal"

    - pH-Wert Futtersaft bei gepanschtem Wachs


    Wenn das FS-Milieu die Säure nicht komplett abpuffert, müsste man Unterschiede messen...


    Beste Grüße


    Rainer

  • Oberflächliche Recherche führt zu oberflächlichen "Zusammenfassungen".


    Ich verstehe deine Motivation nicht.

    Anders gefragt, was bleibt mir/uns denn außer 'oberflächlicher Recherche'? Es gibt Deinen Erfahrungsbericht und den von Markus. Meine Motivation wäre, mehr Erfahrungen zu sammeln, und zu versuchen, ein Muster zu finden. Je mehr Informationen wir sammeln, um so besser. Analysen (auch wenn wir da nichts finden, könnten wir so vielleicht Dinge ausschließen), Erfahrungsberichte von den anderen Betroffenen, all sowas. Scheint mir wichtig. Mehr Infos. Ich mach das auch beruflich, und wenn da draußen ein Damoklesschwert über meiner Imkerei hängt würde ich das gerne besser verstehen. Das zur Motivation.


    Beste Grüße,

    Ralf

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Es ist zum Beispiel schwer nachzuvollziehen, wenn von zwei Königinnen, die in Völkern direkt nebeneinander stehen, eine ein löchriges und eine ein top Brutnest hinlegt, wenn beide gleichzeitig als Kunstschwarm auf Mittelwände eingeschlagen wurden. Die Mittelwände kamen aus der selben Herkunft. Hier zu testen, zu beobachten, etc. dauert seine Zeit.

    Das macht die Sache ja so schwierig - man muss schon sehr genau hinsehen und sich nicht verzetteln.

    Unterschiedliche Verteilung von Gift im Wachs bei einer Charge (gibt es für Imker ja gar nicht!) ist unwahrscheinlich. Jedoch unterschiedliche Sammelziele bei Völkern kann man nicht ausschließen. Die weitere Entwicklung ist sehr interessant - lass' es uns wissen !


    Beste Grüße


    Rainer

  • Es gibt ein modernes Problem mit 'besser gefälschtem' Wachs, wo der Kohlenstoffgehalt durch den Einsatz von Stearin auf < 18% ...

    Der Fall ist einigermaßen klar, nur der Umfang nicht.


    Drittens gibt es Wachs mit dem Faktor 'x', der die Bienen umbringt,

    Gibt es diese Unterscheidung? Zweitens und drittens? Ich bezweifle es.


    Oder ist das Zweite und das Dritte ein und dasselbe?


    Das ist das, was ich bei der versuchten "Zusammenfassung" am Meisten bemängeln muss.

  • Bevor man jemanden hier sagt, er solle die Fresse halten, sollte man in sich gehen!

    Das ist ein sehr schlechter Stil, auch kann dein Gegenüber nichts für Deine Probleme, das ist absolut keine Entschuldigung für einen schlechten Stil.

    1993 und im letzten Jahr hatte ich Lebenskrisen bedingt durch Tod und schwere Krankheiten in meiner Familie, die man nicht mal seinem ärgsten Feind wünscht, aber deswegen lasse ich die Wut nicht an Personen aus, die ich persönlich nicht kenne. Ich musste genauso weiter in meine Arbeit gehen und habe nicht meinen Frust an anderen ausgelassen.

    Mich ärgert soetwas und so halte ich, obwohl ich nicht angesprochen war hier nicht die Fresse.

    Eine Krise berechtigt nicht andere Menschen zu beleidigen.

    Franz Xaver aus Niederbayern

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