@Bernhard: Plastikmittelwände

  • Hallo Rainer und Leser,

    Danke für deine Erklärung So wie ich das nun sehe ginge es nur in einem Analytik Labor

    um alle Substanzen auszufiltern und das wird teuer.

    Zum zweiten muß man sicher sein das die Wabe 1/3 kontaminiert ist und nur diesen bereich

    untersuchen . Ich denke wenn man noch ein Staatliches Institut (Bienen Institut)oder / und

    eine Behörde(eine Landwirtschaftsbehörde wird wohl zuständig sein?) in die Geschichte einbindet ,könnten die Kosten an Null kommen, die müssten die Ergebnisse aber offen legen.??

    Wenn niemand zahlt heißt es Sponsoren suchen!!Klinken putzen;)

    Das Kontaminierte Material könnten die betreffenden Imker liefern .


    Gruß Georg L.

    Liebe Sonnenblume deine frage kann ich nicht beantworten möge der nächste antworten;(

  • Interessanter Gedanke - woher ? Aus den Behandlungen mit org. Säuren (AS, OXS, MS) ?


    Die "Effekte" sind im Falle der Varroabehandlungen ähnlich - die Larven werden ggf. ausgeräumt und nachdem die Säurebelastung weg ist, wird neu bestiftet, solange die Kö das überlebt. Danach erholt sich das Brutgeschäft ja wieder - das kennen wir ja.


    Woher käme dann die Säure im Futtersaft, ohne Anwesenheit von Varroamitteln ?


    Stearinsäure im Wachs ist eine sehr schwache Säure (pK-Wert mir nicht bekannt) und in Wasser so gut wie nicht löslich. Ich kann mir nur vorstellen, dass eine Lösungsvermittlung von im Wachs enthaltener Stearinsäure über die Spuren der Trennmittel (Genapol ....x), die ja Tensid-artige Eigenschaften aufweisen, erfolgt. Daraus können sich sog. Micellen bilden, das sind im wässrigen Milieu (Futtersaft) enthaltene kleinste Tröpfchen an Stearinsäure.


    Aber das wäre eine erneute Hypothese! - Was spricht dagegen ?


    Rainer

  • Hallo Rainer,

    die frage wo die Säuren gebunden werden und das müsste der offene Honig im Brutbereich sein,

    der Kondensiertes Wasser mit Säuren zieht der dann verfüttert wird oder Pollen mit Honig in der Wabe. Denn

    weiter oben sind warme Temperaturen bzw in der WinterKugel .Und wenn vorher in der Brutwabe das Futter war

    könnte noch ein Niederschlag von der Milchsäure in der Zelle geben ??

    Oder sehe ich das falsch???

    Gruß Georg L.

  • Sollte das Verabbreichen von Säuren in Zusammenhang mit dem "verfälschtem" Wachs stehen, wäre das natürlich der Hammer und würde ein völliges Umdenken bzgl. Vaarroabehandlungen erforderlich machen.

    Wenn dem so wäre. stellt sich die Frage, warum das Problem dann erst jetzt auftritt, wo diese Mittel doch bereits sehr lange angewendet werden.

    Elk

  • Wenn dem so wäre. stellt sich die Frage, warum das Problem dann erst jetzt auftritt, wo diese Mittel doch bereits sehr lange angewendet werden.

    Das würde ich nicht als Ursache werten; denn es ist ja nur vorübergehend. Die Effekte sind aber die gleichen, wenn es um das Ausräumen der Brut geht (zumindest bei Langzeitbehandlung). Das Phänomen tritt aber ohne die Varroabehandlung auf mit ähnlichem Effekt. Die einzige Säure, die dabei präsent ist, ist Stearinsäure im verfälschten Wachs, die zudem noch schwer in Wasser löslich ist. Könnte aber über durch die restlichen Tenside auf den MW in den Futtersaft übergehen.

  • Eben, das ist es nicht, da vorübergehender Effekt. Es muss dauerhaft wirken, wenn's die Larven immer wieder schädigt. Und das kommt aus dem Wachs - Stearinsäure.


    Was mir noch nicht so richtig klar ist: Wie kann eine so schwache Säure derartige Effekte bewirken. Zum Verständnis - Essigsäure, Ameisensäure, Oxalsäure sind alles mittelstarke Säuren (pK-Wert ca. 3 - 4). Stearinsäure ist schwach (pK > 9, je höher, desto schwächer!).

    Da muss m. E. noch eine weitere Wirkkomponente existieren.


    Rainer

  • Wenn es die OX wäre, dann wäre das bei dem Großen Feldversuch mit über 1100 Völker von der Fischermühle aufgefallen. Da wurden Wabenbilder aufgenommen um eventuell Schäden bei offener Brut zu erkennen,

    Es trat aber nicht dieses Brutbild auf.

    Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung, daß etwas anderes wichtiger ist als die Angst.
    (Ambrose Redmoon)

  • Ja DA müsste jetzt mal einer den Drohn fragen :)


    Wieso ist eigentlich Stearinsäure hier das Thema? Das trifft doch nur auf die Fraktion um Markus und das Goldwachs zu. Bernhard und der Faktor 'x' ist doch 'ne gänzlich andere Baustelle, oder Markus? Da spielt Stearin doch keine Rolle?


    Beste Grüße,

    Ralf

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Es ging um das Thema Säure im Futtersaft...

    Damit kann man nicht alles erklären - richtig!


    Aus der bisherigen Diskussion gibt's 2 mögl. Effekte:


    - ein in Spuren vorhandener Giftstoff, der aus dem Wachs kommt und über die Ammenbienen zyklisiert wird und die Larven schädigt;

    - übersäuerter Futtersaft, der Larven schädigt.


    Die letztere Spekulation sollte mittels einer pH-Messung überprüfbar sein. Gibt's dazu Informationen ?


    Beste Grüße


    Rainer

  • Aus der bisherigen Diskussion gibt's 2 mögl. Effekte:


    - ein in Spuren vorhandener Giftstoff, der aus dem Wachs kommt und über die Ammenbienen zyklisiert wird und die Larven schädigt;

    - übersäuerter Futtersaft, der Larven schädigt.

    - Giftstoff aus Wachs schädigt Ammenbienen, wodurch diese fehlerhaft wahllos unverdeckelte (eigentlich gesunde) Brut ausräumen; und später dann selbst vorzeitig zum Sterben den Stock verlassen.

    Eine Fischsuppe aus einem Aquarium zu machen, ist leichter als ein Aquarium aus einer Fischsuppe.

  • - Giftstoff aus Wachs schädigt Ammenbienen, wodurch diese fehlerhaft wahllos unverdeckelte (eigentlich gesunde) Brut ausräumen; und später dann selbst vorzeitig zum Sterben den Stock verlassen.

    Kann man (fast) ausschließen. Die geschädigten Ammenbienen würden damit auch auf neuem Wachs fortfahren. Das widerspricht aber den Beobachtung...

    ...es sei denn die Verhaltensänderung basiert auf einem Hormon oder ähnlichem.

  • Es sei denn, dass sie durch die Vergiftung so kurzlebig sind, dass sie das Bestiften im "Neubau" nicht mehr erleben ...


    Aber vielleicht ist die Idee doch zu abstrus.

    Eine Fischsuppe aus einem Aquarium zu machen, ist leichter als ein Aquarium aus einer Fischsuppe.