@Bernhard: Plastikmittelwände

  • Moin,

    Kunststoffwaben kommen bei mir nicht in die Beute. Ist für mich absolut no go.


    Ich brauch auch keine "Nordic walking" Stöcke zum Geradeauslaufen.


    Einerseits werden Spurenelemente aus Anfangstreifen hochgerechnet, um gleichzeitig kompletten Kunststoff zu empfehlen.


    Nö, mag ich nicht und mach ich nicht. Bienen sind eine Brücke zur Natur. Wenn das unsere Grossfarmer anders sehen, ok, sollen sie doch.


    Grüße Ralf

  • - da wird sich ein Bioimker besonders schwer tun, aber zur Erinnerung hier geht es nicht um schleuderfeste Honigwaben

    - noch brauchst du die Stöcke nicht, der altersbedingte Verschleiß sorgt für Kompromisse

    - es handelt sich nicht um Spuren, sondern für Bienenbrut giftige Zusätze/Ersatzstoffe, die ihre Wirkung auch bei Verdünnung/Umtragen mit Naturbau behalten- leider stellt man das erst fest, wenn man das Wachs im Brutraum verwendet und sich der Bien schon in der Abwärtsspirale befindet. Da wurde nichts hochgerechnet, sondern sterben festgestellt!


    Den Unterschied zwischen lebensmitteltauglichen und anderen Kunststoffen sollte man schon kennen.

    Das manche momentan lieber lebensmittelechte MW statt "Bienenwachs mit Zertifikat xy" zu kauft, kann man keinem verdenken. Naturbau braucht ein paar Bienen mehr als ein Einwabenbrutableger, die muß man noch haben. Einem sterbenden Bien fehlt diese Kraft.



    Gruß Fred

  • Jetzt spinne ich mal ein Faden !!:/

    Da frage ich mich was währe wenn ein Hersteller das Material Weiterentwickelt hätte???

    Der Imker bräuchte nicht vorwachsen und das Ausgebaute Waben Material einfach durch einfrieren trennbar .Das ist jetzt Utopie ,aber die Materialwissenschaft schläft nicht ,und Technisch

    nach neusten erkenntnisen währe es möglich ,es fehlen nur die Hersteller mit dem Geld!!!

    So jetzt könnt ihr mich schlagen für so eine verrückte frage ???:evil:

    Gruß Georg L.


  • Da frage ich mich was währe wenn ein Hersteller das Material Weiterentwickelt hätte???

    [...]

    In der wesensgemäßen Bienenhaltung, wird vom Wabenbau als dem Skelett des Biens, vergleichbar dem Knochenbau des Menschen gesprochen. Bleibt man in diesem Bild, ist eine Kunststoffmittelwand eine Prothese oder vielleicht ein Gipsverband. Sicherlich kann man an Prothesen optimieren, aber wenn man sie einsetzen muss, ist der Patient bereits chronisch krank.

    Wie ich Bernhard einschätze, setzt er die Kunststoffmittelwände eher wie einen Gipsverband ein. Sie sollen stützen, bis seine Bienen wieder auf eigenen Beinen stehen können.

    Sicherlich ist es gut, in solchen Fällen gute Hilfsmittel zur Hand zu haben, aber als Dauerlösung kommen sie in der Imkerei für mich nicht in Frage.


    Gruß
    Ludger

  • Mag ja alles sein.

    Ich, bzw. meine Bienen haben zur Zeit kein Wachsproblem. Das ist nun mal so.

    Wir hatten ein extrem verspätetes Frühjahr und jetzt im Spätsommer trotzdem viele Milben, aber nun sieht alles gut aus.


    Anstelle von Kunststoffwaben würde ich auf Wildbau setzen. Letztlich macht doch die Dosis das Gift, also muss man für Verdünnung sorgen.

    Wieviel vom Leitstreifen wird denn umgetragen? Es genügt ein Streifen von zwei Zellen Breite- wieviel Prozent der Wachsmenge einer Normalmaß/Kuntzschwabe ist das?

    Vielleicht kann man auch Leitstreifen aus Kunststoff verwenden. Muss man aber wahrscheinlich nicht.


    Und wenn das alles nicht hilft, dann ist eben Ruhe im Kasten.


    Bienen wollen Waben bauen und können das auch ohne Mittelwände. Man muss dann nur streng drauf achten, das die Waben in den Beuten schön senkrecht stehen, sonst treffen sie die untere Rähmchenleiste nicht.


    Und was die eingetragenen Gifte betrifft: Die sammeln sich bestimmt auch in den Kunststoffwaben.


    Grüße Ralf

  • Und was die eingetragenen Gifte betrifft: Die sammeln sich bestimmt auch in den Kunststoffwaben.

    Wie kommst Du zu dieser Annahme ? Kunststoffe sind Polymere, molekular langkettige Gebilde, die miteinander verwoben und ausgehärtet sind. Difussion von Giftstoffen kann nur im gelösten oder gasförmigen Zustand erfolgen. Feststoffdifussion funktioniert m.W. nur in der Schmelze - die Stoffe müssen ja irgendwie von A nach B kommen... Insofern sind Kunststoffe quasi inerte Verbindungen, wenn keine spezifischen Zusätze wie Weichmacher enthalten sind, die dann "ausgasen können".


    Zur Verdeutlichung: das Bienenwachs schmilzt bei der Verarbeitung zwar nicht vollständig, jedoch ist es "plastisch" infolge der höheren Temperatur, welche die Bienen beim Bauen schaffen. Und das ist ein Zustand zwischen fest und flüssig - da kann schon mal ein (Gift-)Stoff von A nach B diffundieren oder auch umgetragen werden.


    Ich würde keine negativen chemischen Effekte von z.B. sog. lebensmittelechtem Kunststoff erwarten, bestenfalls physikalische Effekte, die ja schon genannt wurden.


    Beste Grüße


    Rainer

  • Guten Morgen Ralf entweder hast Du Bernhards Beiträge nicht gelesen oder scheinbar nicht kapiert.

    Ist ja schön für Dich und Deine Bienen wenn Du Naturbau machen (lassen) kannst. Bernhard hat die Plastemw bestimmt nicht eingesetzt weil er die so toll findet sondern weil es schlicht weg ums ÜBERLEBEN ging ( von seinen Bienen und seiner Existenz).

    Wenn ich dann so Sprüche wie dann ist eben Ruhe im Kasten lese kommt mir echt das Frühstück wieder hoch!

  • Guten Morgen Ralf entweder hast Du Bernhards Beiträge nicht gelesen oder scheinbar nicht kapiert.

    Ist ja schön für Dich und Deine Bienen wenn Du Naturbau machen (lassen) kannst. Bernhard hat die Plastemw bestimmt nicht eingesetzt weil er die so toll findet sondern weil es schlicht weg ums ÜBERLEBEN ging ( von seinen Bienen und seiner Existenz).

    Wenn ich dann so Sprüche wie dann ist eben Ruhe im Kasten lese kommt mir echt das Frühstück wieder hoch!

    Wenn wir jetzt schon soweit sind, dass wir den Bienen die völlig kontraproduktiven Plastik MW statt Naturbau wegen der geringen Menge von Wachspanscherei, was ja zu verurteilen ist, anbieten müssen, um angeblich deren Überleben zu sichern, dann scheint ja PSM wie Weihwasser für unsere Bienen zu sein. So machen wir Imker uns lächerlich!

    Ich denke, dass die Gifte die oftmals mit Varroabehandlungsmethoden oder außen eingebracht werden das größere Problem sind, siehe auch:


    http://www.badische-bauern-zei…-auf-die-qualitaet-achten


    Zu den Giften die wir Imker, laut sich immer wieder kehrenden Aussagen in die Beuten schütten, stellen wir Ihnen zur Honiglagerung auch noch ganzjährig Plastikbecher zur Verfügung.😭

    Warum beißen die Bienen Löcher in die Leerwaben? Bei sehr strengen Wintern müssen sie um die Bienentraube nicht abreißen zu lassen den kürzesten Weg wählen und da können sie sich buchstäblich die "Zähne ausbeißen". Habt ihr die Löcher noch nie bemerkt!

    Wie schon erwähnt - Plastikmittelwände ausprobieren, erst dann kann man sich wirklich ein Urteil erlauben.

    Könnte es eventuell an der Qualität des Frühstücks gelegen haben, dass es nochmal durch den Kopf will? 😊

  • Franz Xaver,


    beziehst du das jetzt auf Bernhard?

    Ich beziehe gar nichts!

    Sieh dir mal das Bild von meinem obigen Link an!

    Typisch für solches verunreinigtes Wachs ist das Abreißen der Mittelwände nach dem Honigeintrag und dann das Auffüllen mit weißen Wachs.

    Ich denke, dass viele Imker meinen verunreinigtes Wachs in den Beuten zu haben, obwohl ein schlechter Wabenausbau auch andere Ursachen haben kann, der Beweis dass viele Imker hier falsche Schlüsse zogen sind einige Bilder die hier vor kurzem eingestellt werden.

    Deshalb aber zu meinen, dass die Plastikmittelwand die Lösung des angeblichen Problem sei finde ich an den Haaren herbei gezogen.

    Wieso sollte ich Bernhard meinen?

  • Ah, ok.

    Bernhard hatte ja ausführlich geschildert, warum er das gemacht hat.

    Ich weiß nicht, ob das alle gelesen habe.

    Viele Grüße aus der Westlausitz


    "Was tausend Wichte sagen, bekommt Gewicht" - Johann Nepomuk Nestroy

  • Danke das war aufschlussreich.

    Hier hat Bernhard selbst geschrieben, dass die Plastikwaben gut ausgebaut und bebrütet werden und nicht nur wie hier vermutet im Honigraum verwendet werden.

    Diskussion zum Thema Aktueller Zwischenstand zum Bienenwachsskandal 2015/2016

    Anscheinend sind seine Bienen wesentlich klüger als die meinen es damals waren.

  • Xaver, Du vergleichst Äpfel mit Birnen. Du redest von Erfahrungen mit der Nordwabe o.ä., das was Bernhard benutzt sind flexible MW aus Plaste wie sie in USA und Kanada eingesetzt werden. Das sind zwei paar Schuhe, obwohl beides aus Plaste. Meins wäre es deshalb auch nicht, aber in der Not frißt der Teufel Fliegen. Insofern würden mich natürlich auch Bernhards Erfahrungen aus erster Hand interessieren. Vielleicht kommt da ja noch was, der wird vielleicht grade den Fokus mehr auf seinen Völker haben anstatt hier. Das ganze Mutmaßen führt nur zu nix.


    Beste Grüße,

    Ralf

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife