@Bernhard: Plastikmittelwände

  • Werbung

    ...in den letzten Monaten mit zig Berufsimkern und richtig "großen" Hobbyisten gesprochen, ...

    Glaube es mir oder nicht: Verluste werden totgeschwiegen. Ich weiß nicht warum. Vielleicht darf nicht sein, was nicht sein darf.

  • Gib mal bitte Anleitung:

    Welches Papier?

    Hätte alles da und könnte bis Ende Woche Ergebnisse liefern.

    Bitte genaue Anleitung.

    Danke

    Das pH-Papier ist zu ungenau. Schick mir je 1 bis 2 Proben; ich messe mit pH-Elektrode, die geeicht ist. Es reichen 0.3 ml.

    Adresse per PM...

  • Verluste werden totgeschwiegen, denn die Ursache "steht hinter der Kiste".

    Zu wenig, zu spät, zu viel und falsch gefüttert (Hättest du früher mit Sirup statt Zucker gefüttert, hätten sich die Winterbienen nicht abgearbeitet)

    Zu wenig, zu spät und falsch behandelt (Varroa behandelt wird im Juli - immer - auch wenn die Windel was anderes sagt.)

    Zu spät mit zu wenig Bienen gebildet, zu alte Königin. (Kein Wunder, Ableger bildet man im Mai und eine TBE ist nix anderes. Aus der Brutscheune konnte nix werden.)

    Alles Beispielsätze, die man im Forum finden kann, oder die bei den Versammlungen der Vereine fallen, wenn man seine Verluste kundtut. Im Frühjahr wird dann gekauft...nicht wegen der Verluste, sondern weil man sich vergrößern möchte, Ableger nicht begattet wurden oder man mal die Zwei-Königinnen-Betriebsweisr ausprobieren möchte. Von Verlusten habe ich da nie was gehört als ich verkauft habe.


    Wenn die Völker an Bienenmasse verlieren und man irgendwann vor leeren Kisten steht wird schon irgendwas von oben zutreffen...und irgendwo wird man auch für irgendwas Anzeichen bei der Ursachenforschung finden (erinnert euch mal an das von Bernhard verlinkte Video des Selbstversorger...Bernhard sieht dort scheinbar etwas anderes als andere...der Zerriss war aber da.


    Auf Grund dieser Eigenschaft der Imkerschaft, wird eine Diskussion zu dem Thema nicht nicht möglich sein. 3 Imker 4 Meinungen. Man sieht, was man sehen will auf den Waben und im Volk (Kann nicht mein Schwarm sein, gestern erst alle Zellen gebrochen.)


    So...und jetzt Pause?

  • Hallo Messad,

    wenn ich was unterbunden oder behindert habe so war es nicht gewollt .

    Und ich bin nicht betroffener von dem Skandal meine Wachsmittelwände sind 2-3 Jahre alt

    Messad für eine Vergiftung im großen still sind die Schäden zu gering.

    Gruß Georg L.

    Ich fand deine Idee gut nach Überschneidungen zu suchen. Ich denke aber die naheliegenden Sachen wie Futter oder ähnliches werden Bernhard und McFLy schon abgeglichen haben. Wenn ich das richtig im Kopf habe, sind bei Bernhard auch Völker betroffen gewesen, die nur das gleiche Wachs als gemeinsame Schnittmenge hatten.


    Die Frage, ob die Vergiftungen im großen Stil haben oder nicht, werden wir erst im Frühjahr sehen. Und dann besteht immer noch die Gefahr, dass viele Verluste als Varroa abgetan werden.

  • Bernhard hat größtenteils Deckelwachs und Recyclingwachs aus seiner eigenen Imkerei

    verwendet.

    Es ist bei > 15.000 Waben etwas schwierig zu überblicken, welches Wachs wo reingekommen ist. Ich habe daher etwas gebraucht, um zu recherchieren, welches Wachs woher in die Imkerei gekommen ist.


    Dahin zu kommt, dass die Schäden schon länger da sind, als mir zuerst bewusst war, seit Sommer 2015. Ich konnte anhand von vielen Photos, die ich von "Problemvölkern" damals gemacht habe, rückwirkend die Schadbilder erkennen.


    Es war daher nicht Deckelwachs und Recyclingwachs, sondern eine ganze Charge Biomittelwände, die ich 2015 gekauft habe. Das daraus gewonnene Recyclingwachs brachte es dann in die ganze Breite der Imkerei.


    Das Deckelwachs war eventuell nur betroffen und in Verdacht geraten, weil das Schadbild auf gesunde Waben überspringen kann.


    Alle Betroffenen die ich kenne (ja, es sind wesentlich mehr als wir zwei) ist gemein, dass sie Wachs entweder zugekauft oder umarbeiten haben lassen. Andersrum kenne ich keine Fälle mit Schäden, die ihr eigenes Wachs selbst umgearbeitet haben.


    Das ist aber auch die einzige Gemeinsamkeit, die wir bisher gefunden haben.

  • Hallo Massad,

    womöglich wird das so sein das da noch was drin ist, was beim Waschen mit

    Wasser oder beim Trennmittel (Mittelwand)als Zusatz war.

    Wie du es sagst ,da viele erst neu begonnen haben erkennen die den schaden nicht und es wird als Varroa bezeichnet.

    In Ostdeutschland hatten wir dieses Jahr schon zu viel gemeldete Varroa Schäden

    Wer weiss wie viele waren vom Wachs betroffen?

    Gruß Georg L.

  • Dass die Schäden schon länger da sind, kann man sich vorstellen, wenn man den Wabenkreislauf betrachtet: aus Futterwaben werden im Ableger Brutwaben oder im Volk selbst bei 2-Zargenbetrieb. Und schon ist ggf. ein Jahr später usw.


    Die Gemeinsamkeit - Zukauf von Wachs ohne Analyse und überwachtem Prozess - zeigt ja den Problemursprung. Das Schlimme ist aber, dass wir nur sehr wenig wissen. Vielleicht kommt ja bei der pH-Wertmessung was heraus.


    Beste Grüße


    Rainer

  • Hallo BernhardHeuvel,

    Danke für deine aussage dadurch geht die ganze Geschichte zum Wachs Umarbeiten

    ,aber wie kann das gehen???

    Bei einer Vergiftung müsste mehr gift im spiel sein was nach unseren Erkenntnissen nicht in die Richtung geht !! Oder gibt es giftige keime Pilze? Könnte es eine Viruserkrankung sein????

    Jetzt spinn ich mal, in denn Firmen die das wachs Prägen -Rollen wie werden die Walzen gereinigt?wie wird das wachs abgekühlt sind da keime? Wie wird das wachs nach dem entseuchen gelagert ?

    Was hält sich bei ~80° Grad ? 90% der Viren gehen kaputt, AFB ist es nicht da würde sie ausbrechen in denn beuten !! Aber vielleicht ein Darmparasit?Giftige Sporren,Pilze suchen??

    oder fällt euch was ein??

    Jetzt schalte ich mal ab!!

    Gruß Georg L.:sleeping:

  • Hallo,

    wenn Schäden wie beschrieben in großen Imkereien auftreten und der Verdacht auf das Wachs fällt, dann wäre es doch richtig gewesen mit Probevölkern der sache etwas näher zu kommen.

    Ein oder mehr Völker in (neue) Zargen abkehren und ohne jegliche Wachshilfen Naturbau machen lassen. Ansonsten wie gehabt mit den Völkern arbeiten.

    Wäre mein Vorschlag!

    Gruß

    Harald

    Es wird in jedem Jahr Frühling, nur wann?

  • Ich habe es zwar im Forum vor einiger Zeit schon einmal geschrieben, aber offensichtlich haben es nicht alle User mitbekommen oder es ist in der Zwischenzeit in Vergessenheit geraten?


    Auch ich bin betroffen.


    Ich habe im letzten Jahr die Völkerzahl mehr als verdoppelt und mußte MW zukaufen. Bzw. habe ich mein ausgeschmolzenes Wachs bei einem Händler/Umarbeiter abgegeben und im Austausch MW (NICHT aus meinem Wachs) erhalten.

    Ableger und Schwärme, denen ich diese MW gegeben habe, entwickelten sich schlecht, bzw. garnicht weiter.

    Es waren seltsame Brutbilder zu sehen, auf die ich mir im letzten Sommer zunächst keinen Reim machen konnte.

    Erst als ich entsprechende Fotos von anderen Fällen sah, dämmerte mir, daß ich womöglich ein Wachsproblem haben könnte.

    Die Ableger und Schwärme nahmen kaum Futter ab und wurden immer schwächer.

    Einige schafften es nichtmal bis zum Winter, andere überlebten den Winter nicht.


    Insgesamt habe ich dadurch 37 Völker verloren, beim Abräumen im Frühjahr fand ich in ALLEN toten Völkern Waben mit dem bereits mehrfach beschriebenen Schadbild.

    Die zugekauften MW ließ ich analysieren und bekam das Ergebnis, daß es sich nicht um MW aus reinem Bienenwachs handelte.

    In meinem Fall wurde vom Labor eine Beimischung von Paraffin vermutet.

    Allerdings in einer Menge, die allein nicht für das Völkersterben verantwortlich sein konnte. Besagter Händler arbeitet nach eigenen Aussagen mit einer Anlage, bei der Serdox als Trennmittel verwendet wird.


    Auffällig war auch, daß es Schwärme gab, die die MW weitgehend ignoriert und bei der Auffütterung in einer aufgesetzten Leerzarge wild gebaut haben. Auch dieser Wildbau zeigte das typische "Wolkenmuster" und die Schwärme überlebten den Winter nicht.


    Ob nun dieser Wildbau von den MW "angesteckt" wurde oder ob es doch noch einen bisher unbekannten Faktor (Eintrag von außen?) gibt, der vielleicht in Kombination mit gepanschtem Wachs und/oder Serdox für das Sterben der Völker verantwortlich ist, ist bekanntlich immer noch nicht abschließend geklärt.


    Auch ich würde es sehr begrüßen, wenn sich mehr Betroffene zu Wort melden würden, weiß allerdings auch aus eigener Erfahrung, wie mit diesen Betroffenen umgegangen wird.


    Das geht tatsächlich von "die Varroa war´s" über "zu blöd zum imkern" und "auf die Tränendrüse drücken/Mitleid heischen wollen" bis hin zu massiven Anfeindungen und Androhung rechtlicher Schritte, weil ich den Namen des Händlers in FB öffentlich genannt habe, was übrigens immer noch nachzulesen ist.

    Die Androhung rechtlicher Schritte gegen mich blieb bisher eine Androhung und wurde nie in die Tat umgesetzt.

    Und selbst wenn diese Androhung in die Tat umgesetzt würde, bliebe ich bei meiner Aussage, denn im Ernstfall kann ich beweisen, welche MW ich wo gekauft habe.


    Der Händler zeigte im Gespräch keine Kooperationsbereitschaft, daraufhin habe ich Anzeige gegen ihn erstattet.

    Die Ermittlungen wurden nach einigen Wochen eingestellt, weil keine Betrugsabsicht nachgewiesen werden konnte.


    Vor diesem Hintergrund wundert es mich nicht, daß Betroffene, die erkannt haben ein Wachsproblem zu haben, sich nicht trauen an die Öffentlichkeit zu gehen.


    Anderen wiederum mag überhaupt nicht bewußt sein, warum ihre Völker sterben und wieder andere fürchten um den Ruf des Honigs oder um ihre Bio-Zertifizierung.


    All diese Befürchtungen spielen jedoch jenen Umarbeitern und Händlern in die Hände, die einfach weitermachen wie eh und je und dies sogar dürfen ohne Schadenersatzforderungen befürchten zu müssen, weil es keine gesetzliche Definition gibt, was "Bienenwachs" eigentlich ist.


    Wir brauchen also gleich mehrere Dinge:

    Eine gesetzliche Definition von Bienenwachs.

    Weitere Ursachenforschung.

    ImkerInnen, die sich nicht einschüchtern lassen.


    Und das Bewußtsein, daß die eingeschmolzenen Waben toter Völker durch Eintausch gegen neue MW das Problem flächendeckend verteilen werden.

    Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung, daß etwas anderes wichtiger ist als die Angst.
    (Ambrose Redmoon)

  • Lieber Harald ,

    Bei 300 Völker bei groß Imkern und ~ 20-30% Masseverlust an Bienen .

    Dann noch Ernteeinbusen und zum ende des Jahres steht so manches Volk auf der Kippe ???

    Und das nur wegen Wachs !!

    Ich hoffe du mußt nie ohne Wachs eine Kiste starten,dann werden dir deine Dammen ein schönen

    Wildbau hinlegen da musst du nicht ein Rähmchen ziehen nein, alle.;-)))

    Und was machst du wenn nach dem ersten Jahr wieder Sporen oder Pilze an so mancher Wabe dran sind, wo deine Völker eingehen oder sehr leiden?

    Das ist sowie ein Wasserfleck an der wand macht nichts PVC Tapete drauf und darunter schimmelt es ,und man wird Krank, man feilt an der Optic .so geht es unsern Bienen!

    Gruß Georg L.

  • Hallo Georg,

    mir ging es nur um den Test ob es wirklich das Wachs ist. Dann ist es doch egal ob da Wirrbau entsteht oder nicht. Sicher ist die Qualität des Brutbildes und des Wabenbildes auch dann bewertbar.

    Ob nun wirklich Wirrbau entsteht oder nicht ist nicht bewiesen. In den Jahren 2016 und in diesem habe ich Ableger ohne behandelte Rähmchen ausgestattet und es sind KEINE Waben zusammen- oder über die Gassen gebaut worden. Ich habe eben artige Mädels^^!

    Versuch macht ...!

    Gruß

    Harald

    Es wird in jedem Jahr Frühling, nur wann?

  • Was mich beschäftigt, das "wolkige" Bild der Waben: Ensteht das durch Propolis? Oder weil gewisse Zellen mehrfacher belegt und wieder ausgeräumt werden als andere?


    Ein anderer Gedanke: Die Tatsache, dass die Gegeseite einer befallenen Wabe eine gute alte Wabe "ansteckt", zeigt dass es Ausdünstungen sein MÜSSEN!?!


    PSM Eintrag o.ä. (welches die Bienen für sich alleine verkraften, da auf den alten Waben das Brutbild gut ist) der auf Stearin trifft, kann eine chem. Reaktion verursachen, so dass es hochgiftig ist und ausdünstet.

  • Hallo Sonnenblume 44,

    Ich habe mir noch mal zeit genommen .Deine Beschreibung ist richtig beängstigend!!

    Ich Danke dir für deine ehrliche Aussage .So wie ich das sehe könnte in der Flüssigkeit

    3 dinge zum tragen Kommen ein Darm Virus,Pilze oder Sporen wobei die Pilze eine hoche Luftfeuchte brauchen das währe dann nach ablegen im Lager ,lagern oder in der Beute.

    Dann stellen sich mir fragen, wie lange sind die Trennmittel haltbar? Wie lange sind diese antiseptisch und wie lange bleibt die Flüssigkeit in der Wanne oder wird nur nachgefüllt?

    dann könnten Sporen übertragen werden. aber ich will nicht zuviel Hoffnung machen

    Und nochmals vielen dank für dein Bericht Sonnenblume44

    Gruß Georg L.