Zwischenfrucht

  • Haben sich Jahrtausende die Menschen geirrt?

    Wenn Du so fragst:

    JA!


    Sie wußten es halt nicht besser...


    Aber auch kann man die Pflüge von vor 100 Jahren nicht mit denen von heute vergleichen...

    Mit einem Ochsen oder Pferd hat man nicht vollflächig auf 25-30 cm gewendet...

    Pfluglose Bodenbearbeitung funktioniert nur mit entsprechenden Mittelchen, vor allem Glyposphat.

    Pfluglos ist vor allem ein Anbausystem!

    Nur Pflug mit Grubber oder KSE tauschen funktioniert nicht...

    Vor allem muss man sich intensiv mit der Materie auseinandersetzten.

    Der Pflug liefert dagegen immer stabile Erträge.

    Damit kriegt es halt auch jeder Depp hin...

    (Das ist jetzt in keinster Weise auf Dich bezogen!!!)


    Damit, daß pfluglose Bewirtschaftung i.d.R. nur für konventielle LW geeignet ist, hast Du im Prinzip schon recht.


    Gibt aber auch Ausnahmen:

    Googel mal nach Sepp Braun aus Freising, falls Du ihn noch nicht kennen solltest!


    Der gehört zu ganz wenigen die es schaffen biologisch, pfluglos und erfolgreich zu wirtschaften.

    Glaub er macht das sogar schon seit rund 20 Jahren.

    Aber normal ist das halt leider nicht...

    Im Normalfall kommt ein Biobetrieb nicht um den Pflug herum:

    Aus phytosanitären Gründen und zur Unkrautekämpfung.


    Für das Bodenleben ist klassisches Pflügen trotzdem Gift:

    Das findet sich nämlich nur in den obersten 15cm und wird damit "lebendig Begraben".


    Alternative wäre hierbei der Schälplug, der entsprechend flach Arbeiten kann.

    Die Anschaffung lohnt sich aber wohl nicht für Nebenerwerbler oder gar Hobbybauern.

    Gibt aber auch "normale" Pflüge die auch bei sehr flacher Einstellung noch sauber arbeiten.

    Pflugeinstellung ist eh eine Wissenschaft für sich, die nur wenige beherrschen...

  • Also die Tendenz (auch stark in der biologischen Landwirtschaft) geht eindeutig in Richtung pfluglos!

    Wir haben auch professionelle Bio-Landwirtschaft und wirtschaften fast pfluglos. Sepp Braun (guter Mann) ist KEIN Einzelgänger mehr. Mein Vater schätzt, dass 1/3 der Bio-Landwirte pfluglos arbeitet. Er hat mal in der Redaktion der Fachzeitschrift LOP (Landwirtschaft ohne Pflug) gearbeitet und kann das glaube ich ganz gut einschätzen.


    LG Micha

  • Das interessante bei Sepp Braun ist dass er nicht nur pfluglos wirtschaftet, sondern eben richtig Minimalbodenbearbeitung geht. Wobei er aber wohl nicht auf "Bodenkiller" wie Kreiselegge und sogar Fräse!!! verzichtet.


    Man muß aber auch sehen dass er eben nicht von der Urproduktion lebt...

  • Respekt Werner!

    Ich habe alles verpachtet, einerseits da ich die Maschinen so nicht mehr habe, zweitens mir die Arbeit schon zuviel wäre. Zu meiner Verteidigung muss ich aber sagen, dass ich mit meinem Pächter ein hervorragendes Verhältnis habe, so hat er im letzen Jahr einen großen Acker oberhalb meines Wohnhauses in eine Wiese umgestellt um dir Ackerabschwemmunfe die ich auf meiner Straße und auf meine Streuobstwiese hatte zu verhindern, was auch hervorragend funktioniert. Die nächsten fünf Jahre ist das so, dann muss er wieder auf Acker umstellen, ansonsten würde die EU dies nicht mehr erlauben.

    Die Gülle bringt er meist mit der neuen Methode aus, die diese sofort in den Boden einbringt und mit PSM ist er auch vernünftig, ansonsten würde ich es bei meinen Bienen spüren.

    Obendrein bekomme ich von ihm immer Hilfe, sei es mit dem Rückewagen das Brennholz aus meinem Wald holen und viele andere Sach und Dienstleistungen, nebst einem guten Pachtzins.

    Hätte ich diesen vernünftigen Pächter, der zugleich mein Nachbar ist nicht, dann würde ich auch selbst bewirtschaften. Mein Traum wäre allerdings Rotwildhaltung, aber dazu bin ich schon zu alt 😒

  • Beekloppter: "Geht das in die Richtung der Queckenvermehrungsgeräte?"

    Zerteilen führt in dem Falle zu Vermehrung. Aber auch Bodenlebewesen werden durch schnelllaufende Werkzeuge oder Schneiden "zerkleinert".

    Bei vielen solcher Arbeitsweisen ohne Pflug wird aber auch nicht ganzflächig gearbeitet. Es werden nur die schmalen Saatstreifen bearbeitet um ein Saatbett zu bereiten.

    Sage einer was das Beste ist!

    Gruß

    Harald

    Es wird in jedem Jahr Frühling, nur wann?

  • Mal noch ne Frage im Anhang ! Also langsam spriest die Blüh Mischung /Zwichenfrucht , aber ob sie ausreichend weiter wachsen wird bei dem Wetter, weiß ich nicht. Heute früh seh ich, dass diese Flächen jetzt gespritzt werden. Dachte das der Zwichenfrucht Anbau zum Mulchen für die nächste Aussat dient. Wie hier schon beschrieben! Spritzen die eventuell die Gerste tot weil diese jetzt wieder hochkommt?(war vorher drauf). Ist das überhaupt legitim? Da ja totspritzen nur direkt vor der neuen Aussaat auf solche Flächen erlaubt ist .

  • Mal noch ne Frage im Anhang ! Also langsam spriest die Blüh Mischung /Zwichenfrucht , aber ob sie ausreichend weiter wachsen wird bei dem Wetter, weiß ich nicht. Heute früh seh ich, dass diese Flächen jetzt gespritzt werden. Dachte das der Zwichenfrucht Anbau zum Mulchen für die nächste Aussat dient. Wie hier schon beschrieben! Spritzen die eventuell die Gerste tot weil diese jetzt wieder hochkommt?(war vorher drauf). Ist das überhaupt legitim? Da ja totspritzen nur direkt vor der neuen Aussaat auf solche Flächen erlaubt ist .

    Totspritzen würde ich jetzt nicht vermuten, da das Ausfallgetreide normal kein Problem darstellt für die nächste Frucht.

    Möglich ist dass ein bisschen Flüssigdünger ausgebracht wird, damit die Zwischenfrucht doch noch ein bisschen zulegt...

    Bist du sicher, dass es sich um eine Zwischenfrucht handelt, und nicht um Raps?

    Raps wird zZ bei uns "zurückgespritzt" damit er nicht zu groß wird vorm Winter und diesen gut übersteht.

  • Mal noch ne Frage im Anhang ! Also langsam spriest die Blüh Mischung /Zwichenfrucht , aber ob sie ausreichend weiter wachsen wird bei dem Wetter, weiß ich nicht. Heute früh seh ich, dass diese Flächen jetzt gespritzt werden. Dachte das der Zwichenfrucht Anbau zum Mulchen für die nächste Aussat dient. Wie hier schon beschrieben! Spritzen die eventuell die Gerste tot weil diese jetzt wieder hochkommt?(war vorher drauf). Ist das überhaupt legitim? Da ja totspritzen nur direkt vor der neuen Aussaat auf solche Flächen erlaubt ist .

    Totspritzen würde ich jetzt nicht vermuten, da das Ausfallgetreide normal kein Problem darstellt für die nächste Frucht.

    Möglich ist dass ein bisschen Flüssigdünger ausgebracht wird, damit die Zwischenfrucht doch noch ein bisschen zulegt...

    Bist du sicher, dass es sich um eine Zwischenfrucht handelt, und nicht um Raps?

    Raps wird zZ bei uns "zurückgespritzt" damit er nicht zu groß wird vorm Winter und diesen gut übersteht.

    Booohaaarrr!

    Mensch tp...irgendwas..!

    Das is eindeutig!

    Wiesen so Spekulationen obwohl Du keinen Plan hast!?!