Preise für Imkereibedarf!

  • Es gibt Menschen, die mit der Imkerei ihren Lebensunterhalt verdienen. Da will mir irgendwer erzählen, Imkerei sei ein teures Hobby? Teuer wird es nur bei unverhältnismäßigen Investitionen. Das hat jeder selber in der Hand.

    Habt ihr schon mal ne Lokomotive für eine Modelleisenbahn gekauft? Da wird der Fahrkartenverkauf zur Kostendeckung schon wesentlich schwerer als der Verkauf von Honig in der Imkerei.

  • Ehrlich gesagt ist das beste am Imkereiboom der vergangenen Jahre dass es nun viel mehr Konkurrenz gibt da viel mehr Hersteller. Allein, was es inzwischen an Schleudern gibt - mein lieber Scholli, einfach super! Finde, die sind auch immer besser und durchdachter geworden...vom Design mal ganz zu schweigen. War beim Apisticustag ganz geplättet...


    Kehrseite aber: viele Systembaukästen sind tatsächlich teurer geworden.

    2005 habe ich für den Segeberger Flachboden 14 Euro bezahlt, Bodenschieber 3,70, DN-Zarge 14,90.


    Preis heute beim gleichen Händler 21,50 - 5,40 und 21,25 €

    Also rund 40 bis 50% mehr...allerdings auch in 12 Jahren!


    Zwar ist der Honig nicht im gleichen Maße teurer geworden doch da ich immer noch mit dem Zeug von damals imkere (bis auf die DN-Zargen) hat er inzwischen die Imkerei bezahlt.


    Zudem ist Bienenfutter und Honiglas, so als ständiges "Verbrauchsmittel", für mich eigentlich relevanter...das muss bezahlt werden und da muss man immer ein wachsames Auge haben!


    M.

  • Geringe Inflationsrate? Du musst nicht alles glauben, was sie Dir im Fernsehen erzaehlen.

    Welche seriösen Quellen hast du denn? Die Deutsche Bundesbank (EZB) geht von einem vieljährigen Schnitt unter 2% aus. Natürlich finden sich keine Honigschleudern im statistischen Warenkorb und keine Imkerblusen, aber da war ein preislicher Abwärtstrend durch mehr Marktteilnehmer. Bei rohstoffabhängigen Produkten (MW und Beuten) sieht das oft ganz anders aus.

  • Ich habe mir vieles selbst gebaut und rechtzeitig vor dem Erwerb der Bienen damit angefangen. Bei den Warrėbeuten ist das auch für Ungeübte kein Problem. Im Netz findet man auch viele Anleitungen für Zubehör . Eine Schleuder werde ich mir erst für die nächste Saison kaufen. Bisher gab es nur Tropfhonig. So bin ich mit recht geringen Ausgaben gestartet.

    Willst du Gottes Wunder sehen, musst du zu den Bienen gehen.

  • Ich denke auch, dass vieles selbst gebaut werden kann oder man einige Dinge durchaus gebraucht kaufen kann ohne Angst haben zu müssen, dass es schief geht oder man den Bienen etwas Schlechtes tut.


    Wie gesagt, für den Anfang reicht evtl. eine gute (gebrauchte) Beute aus - eine zweite oder dritte - kann dann nachgebaut werden (sofern Geschick und Werkzeug vorhanden). Beim Anstrich kann gespart werden, da reicht Leinöl o.ä. aus.


    Die Verbrauchsmaterialien kann man evtl. antizyklisch kaufen - sofern man bspw. Zuckerlösung an Stelle von ApiInvert o.ä. verabreichen will.


    Bei den Völkern muss man evtl. ein wenig Geduld haben - entweder auch hier antizyklisch kaufen, Schwärme fangen oder selbst starke Völker teilen.


    Viele Grüße,

    DerWiesenimker.

  • Tja, aber mit Selberbauen etc. spart man am Ende dann eben doch nicht so wahnsinnig viel. Die hohen Anfangsinvestitionen lassen sich nicht leugnen, man kann sie nur etwas «frisieren». Klar, eine selbst gebauten Beute kostet vielleicht tatsächlich nur halb so viel wie eine fertig gekaufte, aber selbst wenn man das super hinkriegt, ist das nur ein Bruchteil dessen, was man zuerst einmal alles anschaffen muss. Die Rähmchen können einen fertig machen, von der Schleuder reden wir noch gar nicht, auch nicht von den Mittelwänden, den Bienen und dem Zucker bzw. Futter. Ich selbst versuche, so schmal wie möglich zu fahren, aber die Investitionskosten türmen sich schon ziemlich rasch …

  • Ja, du hast im Grunde Recht. Mit selber bauen frisiert man letztendlich nur - der ganze nicht selbst baubare Kleinkram kostet halt auch gut Geld (hier mal 40,- für ein Schutzanzug, hier mal 30,- für ein Smoker, dort mal 35,- für Rähmchen usw. usf.).


    Wahrscheinlich und natürlich rechnet man sich das auch ein wenig schön mit dem selbst bauen - ich habe die Ausgaben jedoch gut verdrängt und freue mich einfach über das Hobby.


    Viele Grüße,

    DerWiesenimker.

  • Wenn Völkerzahl und Ausstattung in einem angemessenen Verhältnis stehen, ist das Hobby schon kostendeckend.

    ... mit Verlaub, das halte ich für ein Gerücht. Es gibt genügend Modellrechnungen und auch meine eigenen Aufrechnungen der letzten 20 Jahren zeigen, dass man im Hobbybereich nicht kostendeckend arbeitet.

  • Geringe Inflationsrate? Du musst nicht alles glauben, was sie Dir im Fernsehen erzaehlen.

    Welche seriösen Quellen hast du denn? Die Deutsche Bundesbank (EZB) geht von einem vieljährigen Schnitt unter 2% aus.

    Ist die EZB inzwischen wirklich noch eine seriöse Quelle? Man braucht nur mal die Preisentwicklung bei Baumaterial im letzten Jahr betrachten und weiß, dass das mit der Inflationsrate unter 2% nicht stimmen kann.

  • ... mit Verlaub, das halte ich für ein Gerücht. Es gibt genügend Modellrechnungen und auch meine eigenen Aufrechnungen der letzten 20 Jahren zeigen, dass man im Hobbybereich nicht kostendeckend arbeitet.

    Hängt natürlich von den Variablen ab (vor allem Honigertrag pro Volk und Honigpreis).

    Den kalkulatorischen Unternehmerlohn muss man bei einem Hobby natürlich aus der Rechnung herauslassen.


    Wolfgang

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • Ich habe die Hälfte meiner ersten Anschaffungskosten zurück erstattet bekommen. War eine super finanzielle Starthilfe. Fördermittel für Neu Imker. Bedingung Standort der Bienen darf nur in Berlin, Brandenburg sein. Man ist verpflichtet 5"Jahre ununterbrochen Bienen Haltung zu betreiben. Also das sollte man doch nutzen.

    Generell habe ich festgestellt das die Preise für Beuten und jegliches Zubehör leicht angestiegen ist. Meine Beuten sind z.b um 5 Euro Teurer geworden. Aber auch Kleinvieh macht Mist. Aber bei den Zuwachs kein Wunder,dass die Preise steigen.

  • Ist die EZB inzwischen wirklich noch eine seriöse Quelle? Man braucht nur mal die Preisentwicklung bei Baumaterial im letzten Jahr betrachten und weiß, dass das mit der Inflationsrate unter 2% nicht stimmen kann.

    Dann auch dann dich die Aufforderung, eine seriösere Quelle als die EZB oder das statistische Bundesamt zu nennen. Baumaterialien fließen übrigens nur zu einem geringen Teil in den Verbraucherpreisindex (über den statistischen Warenkorb) ein. Da gibt es einen eigenen Index. Aber die Preise der Baumaterialien sind ebenfalls nur moderat gestiegen, nur vielleicht nicht in deinem bevorzugten sächsischen Baumarkt.

  • Naja, kostendeckend...


    ich habe dieses Jahr von vier nicht ganz starken Völkern insgesamt 140kg Honig geerntet.

    Der wird glasweise vermarktet. Da kommt man schon irgendwann auf seine Kosten.

    Ich hatte auch nicht das Gefühl, dass diese Ernte jetzt außergewöhnlich gut war, sondern rechne durchaus damit, dass sich das wiederholen wird.


    Hans

    Die Glücklichen sind neugierig. (F. W. Nietzsche)