Preise für Imkereibedarf!

  • Fuer mich persoenlich ist die Preisentwicklung fuer die Kfz-Hauptuntersuchung ein sehr guter Preisindikator.


    Ansonst gilt fuer alle Statistik der alte Satz mit dem Hasen und den zwei Jaegern: Ein Jaeger schießt rechts vorbei, der andere links. Statistisch ist der Hase nun tot.

  • Vor 40 Jahren hast du für eine Holzzarge 40 DM bezahlt. Allerdings geschliffen und lackiert. Schleudern unter 1000 DM Fehlanzeige. damals wurde nicht in Billigländern produziert.

    Rähmchen ungedrahtet auch um eine DM.

    Remstalimker

  • @Remsi


    Und wieviel hattest du vor 40 Jahren auf dem Lohnzettel ?

    Und was hast du heute auf dem Lohnzettel stehen, falls du sowas noch bekommst ?

  • Zwar ist der Honig nicht im gleichen Maße teurer geworden doch da ich immer noch mit dem Zeug von damals imkere (bis auf die DN-Zargen) hat er inzwischen die Imkerei bezahlt.


    Zudem ist Bienenfutter und Honiglas, so als ständiges "Verbrauchsmittel", für mich eigentlich relevanter...das muss bezahlt werden und da muss man immer ein wachsames Auge haben!


    M.

    Naja, doch, der Honig wurde vor ca. 10 Jahren noch etwa zum halben Preis verkauft wie heute, sowohl im Supermarkt, als auch vom Imker.

    Im Imkereibedarf sehe ich durch gewachsene Nachfrage und größeres Angebot aber auch eher den Trend zu teilweise überraschend günstigen Angeboten. Z.B. bekommt man jetzt das Speedking Entdecklungsmesser als China-Nachbau auf Amaz. für weniger als 20,- ... Ob es was taugt wird sich zeigen.

    Verbrauchsmittel wie Gläser werden aber sicher nicht billiger, da loht sich ggf. sofern genug Platz im Keller ist ein Großeinkauf 8)

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    Wenn man mit der Imkerei klein anfängt und nicht gleich alle Gerätschaften kauft, die so angeboten werden muß das Hobby auch nicht teuer sein. In der Imkerei muß man halt geduldig sein, und wenn man das Wachstum fast ausschließlich mit dem Honigverkauf finanziert wächst man eben sehr langsam. Irgendwann, so meine Hoffnung, wenn man nicht mehr wachsen möchte sollte dann ja auch evtl. ein kleiner Überschuß dabei rauskommen, aber genau das macht die Imkerei auch wieder interessanter als andere Hobbys.

    Hat was von Glücksspiel, nur viel bessere Aussichten auf Erfolg!

  • Moin,

    In einem anderen Leben bin ich Modellbahner. Da gibt es außer Spaß gar nix zu gewinnen.

    Aber der ist unbezahlbar - geht mir bei den Bienen auch so.


    Wer kam eigentlich auf die Idee, dass Hobbyimkerei Geld einbringen soll?


    Grüße Ralf

  • Und wieviel hattest du vor 40 Jahren auf dem Lohnzettel?

    Remsi hat doch deutlich gemacht, dass der Zargenpreis seit 40 Jahren konstant ist und Schleudern preiswerter geworden sind. Wenn dann noch der Lohn gestiegen ist, ist es das nur ein noch besseres Beispiel einer Deflation.

  • Verbrauchsmittel wie Gläser werden aber sicher nicht billiger, da loht sich ggf. sofern genug Platz im Keller ist ein Großeinkauf 8)

    Glasverpackungen sind logistisch gesehen schwere und sperrige Luft, dazu zerbrechlich. Dazu noch in der Produktion energieintensiv. Ich stimme mit dir überein, dass es Sinn macht diese einzulagern, denn die genannten Faktoren sprechen langfristig für weitere Preissteigerung. Zum Glück schimmelt Glas nicht, fault nicht, bleibt optisch ok und behält seine Eigenschaften;)

  • Glasverpackungen sind logistisch gesehen schwere und sperrige Luft,(...) Ich stimme mit dir überein, dass es Sinn macht diese einzulagern,

    Mach vielleicht Deinen Honig lieber alle fünf Jahren fünf Cent teurer, als den ganzen Keller voll mit Gläsern zu stellen?


    Mit das kostbarste in jeder Imkerei ist was? Platz, Familienfrieden, Gesundheit von Imker und Bienen - und wie oft wird das für drei Cent aufs Spiel gesetzt, weil der Blick vom großen Ganzen weg hin zu gaaaaanz kleine Details geht und da dann so richtig gespart wird. Pro Kilo Futter 2 Cent gespart!!! Und in zwei Wochen 400 Tüten aufgerissen und im Badezimmer alles vollgekrümelt und soweiter. Dafür dann ein Haufen unnützes Geraffel was die Garage blockiert.


    Kenn ich doch alles von mir ^^


    Beste Grüße,

    Ralf

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Und in zwei Wochen 400 Tüten aufgerissen und im Badezimmer alles vollgekrümelt und soweiter. Dafür dann ein Haufen unnützes Geraffel was die Garage blockiert.

    :/Erwischt! Im letzten Jahr fiel mir das gar nicht so auf mit meinen 2,5 Völkern. Aber dieses Jahr, alle paar Tage zum Discounter und 15 Packungen Zucker eingepackt. Man schaue sich nur die Paletten an, da knirscht es schon im Laden an allen Enden und Ecken, das setzt sich zuhause in der Küche fort. Mit dem selber anrühren kommt man sehr schnell an Grenzen!

    Unnützes Geraffel habe ich weniger, aber so viel selten genutztes Geraffel;): Schleuder, Abfüllbehälter, Futterzargen, Varroabehandlungs-Krims-Krams, Sonnenwachsschmelzer.

  • Zitat

    Und wieviel hattest du vor 40 Jahren auf dem Lohnzettel ?

    Und was hast du heute auf dem Lohnzettel stehen, falls du sowas noch bekommst

    Was du nicht alles wissen willst:)


    In meiner Branche 1960 ungefähr 4 DM. Heute dürfte er bei 20 € liegen


    Remstalimker

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol:

  • Ich verstehe schon, dass die Anschaffung einer vernünftigen Grundausstattung zum Imkern für manchen eine erhebliche finanzielle Hürde darstellt. Aber welches andere Hobby bietet denn die Möglichkeit über einen Zeitraum von 4 bis 5 Jahren die Investition wieder einzuspielen. Wenn ich für mein Hobby einen Stundenlohn rechnen muss, dann ist es kein Hobby mehr. Dann ist es ein Nebenerwerb und dann muss ich nach betriebswirtschaftlichen Kriterien arbeiten. Das hat dann mit einem Hobby nur noch wenig zu tun.


    Meine Nachbarn haben 2 Fahrräder gekauft. Für den Preis der Fahrräder könnte man die Grundausstattung einer Hobbyimkerei kaufen.


    Die finanzielle Hürde hat aber wenigstens einen Vorteil. Je größer der Aufwand für eine Sache ist, desto gründlicher wird überlegt und abgewogen ob man damit überhaupt anfängt. Mit der Imkerei fangen leider in den letzten Jahren auch viele an, die sich das nicht gründlich überlegt haben und die nicht bereit sind, die Imkerei mit der notwendigen Konsequenz zu betreiben . Das ist nicht zum Wohle der Bienen und auch nicht zum Wohl des Imkerstandes. Wenn's alles umsonst gäbe, würden noch viel mehr von dieser Sorte anfangen.

    Es ist besser, hohe Grundsätze zu haben, die man befolgt, als noch höhere, die man außer Acht läßt. (Albert Schweizer)

  • Den Beitrag von Friedrich könnte man sich einrahmen und als Bild an die Wand hängen. :thumbup: Leider versprechen halt diverse Angebote einen sehr günstigen, einfachen Einstieg in die Imkerei (bin ja selbst BK-geschädigt), was natürlich sehr verlockend scheint, wenn man sich nicht wirklich viel unter Imkerei vorstellen kann …

    «Wer heute die Dunkle Biene, die Carnica oder die Buckfast will, findet dieselbe Ausgangslange vor: Allein intensives Züchten und gepflegte Belegstationen entscheiden darüber, ob sich die gewünschte Rasse halten, bzw. erhalten lässt. Der Unterlassungsfall nennt sich Swissmix, hat alle erdenklichen Eigenschaften und ist vor dem Anspruch der Biodiversität wertlos» (aus: mellifera.ch-Magazin, April 2018, S. 10).

  • Das ist nicht zum Wohle der Bienen und auch nicht zum Wohl des Imkerstandes. Wenn's alles umsonst gäbe, würden noch viel mehr von dieser Sorte anfangen.

    Das gilt auch für manche Imker, die schon lange und länger dabei sind, nicht nur für Neulinge. Schnorren konsequent unter Vorwänden Völker und Material, um dann nächste Saison erneut oder bei anderen zu schnorren...


    Gruß Andreas