Bieten Mittelwandumarbeitung bei Ihnen zu Hause an

  • Hallo Heike,

    warum so abfällig? Nun mal auf die ganz Schnelle ein paar Bilder:

    Hier ein Rohling mit ca. 300 gr.




    Der selbe in der Walze


    Das dabei entstehende Wachsband


    Der wärmende Kühlschrank


    Ein Kessel für Kleinmenge


    Der Kessel für größere Mengen


    Entseuchen muss ich bei Eigenwachs unbedingt???

    Wenn ja, auch kein Problem im Sterikessel.

    Und nun kuck ma zu den "großen" mit Ihren >400kg Kesseln,

    wie willst denn da Kleinmengen machen??


    Alles klar? Oder noch Probleme?


    Gruß

    Martin

    Es gibt viel zu tun; packen Wir`s an!

  • Hallo Heike,


    alleine die Anlage erlaubt schon eine andere Verarbeitung.


    Bei den Vollautomatischen Anlagen, die bei den meisten in Betrieb sind,


    hat man von der Walze bis zum Schneiden schon 1 - 3 KG Wachs im Vorlauf.


    Dazu dann noch die Abschnitte, ggf. Reste im Kessel, und schon kommen einige


    Kilo als Rest zusammen.


    Hier wird etwas "umständlicher" gearbeitet indem zuerst Wachsplatten hergestellt werden


    und diese in einem weiteren Schritt dann gewalzt werden. Dadurch hat man kaum Reste


    und kann eben auch Kleinmengen verarbeiten.


    Gruss Joachim

  • Wenn sich Honig wirklich als trennmittel eignet, sollte das eigentlich kein Problem sein. Diesen stark erhitzen, dann dürfte es keine Gesundheitlichen Bedenken geben. Aus der Nutzung zum Nahrungsmittel ist er doch eh raus.

    Bei der zur Bekämpfung der AFB-Sporen üblichen Temperaturen und Zeiten ist es dann aber schon fast Karamell8|. Das klebt so schön an der Walze.

  • ...als Hersteller der Bauton@Serie möchte ich kurz dazu Stellung nehmen.

    Richtig ist, dass durch die Strukturveränderung des Wachses durch das Press-Walzen diese MW etwas flexibler sind.


    Bei den anderen Punkten haben ich andere Erfahrungswerte:

    - die Dicke der MW hängt von der Einstellung an der Presse ab. Per hand gegossene müssen per se nicht dicker sein. Mit unsere rapid-Geometrie lassen sich dünnere MW herstellen als die üblich gekauften

    - die 'Empfindlichkeit' der MW hängt vom Wachs ab z.B. reines Deckelwachs sollte man nicht nehmen und wenn, dann mit etwas Propoils anreichern. Dann werden die MW geschmeidiger.

    - die 'Empfindlichkeit' der MW hängt auch von Umgebungstremperatur ab. Gegossene sind da aber etwas empfindlicher

    - was die Stundenleistung unserer Geräte betrifft, so kommen wir im Schnitt auf 50 MW/std. Das ist kein Imkerlatein

    - was das Scheiden betrifft, so wird es bei einem nachträglichen Zuschneiden auf Wunschgröße - also wenn die MW bereits wieder kalt sind - bei allen MW, egal wo/wie diese hergestellt werden, zu Problemen des Abbruches kommen. Als Tipp kann ich dazu nur sagen, wenn das Schneidemesser heißbiswarm ist, geht das auch bei kalten MW sher gut. Wer ein Entdecklungsmesser sein eigen nennt, sollte mit dem nachträglichen Zuschneiden von MW überhaupt keine Probleme haben.


    Wie gießen und löten sofort unsere MW ein. Das geht hervorrangend und die Presse ist bedeutend schneller als wir die MW überhaupt einlöten können.


    Ansonsten finde ich das Angebot von Martin prima. Sein Angebot auch mal zuschauen zu können, sollte jeder nutzen.


    Jonas

  • Karamelisierter Honig klebt nicht mehr so intensiv bei der trennmittelüblichen Verdünnung mit Wassser. Hauptsächlicher Bestandteil des Trennmittels ist und bleibt Wasser. Honigzusatz hat Butsche bereits nach Test ausgeschlossen. Bleibt nur noch der Zusatz lebensmittelechten Glycerins. Wie sich evtl. Reste davon auswirken, weiß ich nicht, vermute aber: kaum.

    Die Dissertation von Dr. Saskia Schneider befaßte sich u.a. mit subletalen Auswirkungen auf erwachsene Bienen von reiner Glycerinlösung (45%) im Vergleich zu Oxalsäure in Zucker- bzw. Glycerinlösungen:

    http://www.diss.fu-berlin.de/d…chneider_Saskia.diss..pdf

    Die Auswirkungen auf Brut wurde in der Dissertation nicht untersucht.

    Ich vermute, daß Butsches Maschine mit niedrigeren Konzentrationen an Glycerin betrieben wird und daß etwaige Restmengen auf den MW auch wesentlich geringer sind als in den Entmilbungsversuchen von Dr. Saskia Schneider. Mglw. spült Butsche die MW nach der Prägung und vor dem Trocknen sogar noch einmal mit klarem Wasser nach. Über all dies kann nur er Auskunft geben.

  • Haua,

    jetzt gehts wirklich ums Eingemachte.

    Als ich Ende letzten Jahres die Walze gekauft habe, war ein 5 Liter Kanister mit dem Glycerin vom Vorbesitzer dabei.

    Zuhause aufgebaut habe ich dann 1 Schraubkappe (10-20 ml) zum Wasser (10 Liter) und Honig gegeben und gut wars.

    Jetzt ebenfalls wieder, aber ohne Honig und es läuft.

    Ob das jetzt hoch dosiert ist, weiß ich nicht, ich kenns nicht anders

    Gruß

    Martin

    Es gibt viel zu tun; packen Wir`s an!

  • Hallo Leute,

    Macht mir bitte einen gefallen.

    Freut euch doch auch mal darüber, das es jemand wie Martin gibt, der uns die Möglichkeit eröffnet kleinste Wachsmengen umzuarbeiten.

    Sogar zuschauen ist möglich (wie Martin geschrieben hat).

    Besser geht es doch Nicht, wenn wenig vertrauen zu den umarbeiten besteht.

    Bitte nicht wieder alles zerreden.

    Wenn ich das gewusst hätte hätte ich nicht mein Wachs (So 1,5kg) nicht zu Kerzen vergossen, sondern Martin geschickt. Nun ist es zu spät. Mal abwarten wie es dieses Jahr wird.

    Mit sonnigen grüssen Michael

  • ...habe ich dann 1 Schraubkappe (10-20 ml) zum Wasser (10 Liter) und Honig gegeben und gut...

    0,2% - da würde ich mich mal zurücklehnen. Wenn's ein Tensid wäre wie z. B. Serdox, das ja offensichtlich schon länger breit zur Anwendung kommt, müsste man darüber reden.


    Aber Glycerin als physiologisch in nahezu jedem Organismus vorkommender Stoff kann man wohl vergessen: LD50 Maus ca. 4 g/kg


    Meine Meinung


    Rainer

  • 10ml G auf 10 l H2O => 0,1%.


    Frau Dr. Schneider experimentierte mit 45%igem G-Anteil in H2O und stellte - wenn überhaupt - vergleichsweise schwache Nebenwirkungen auf adulte Bienen fest, die überdies relativ rasch abklangen.


    In Bezug auf Brut wären Untersuchungen - und sei es nur zur Absicherung der neuen Trennmittelmischung - interessant. Mglw. ließe sich das ja in ohnehin laufende Versuchsreihen einbauen, die sich mit der Wirkung der nachweislich problematischen Tenside auf Brut beschäftigen -> könnte da Markus Gann vermitteln? Oder ein Fachkundiger den Schnelltest an bacillus cereus (Schnelltest, der vom belgischen LW-Ministerium Dr. Wim Reybroeck am Anfang des Wachsskandals eingesetzt wurde) durchführen?

  • Bitte nicht mißverstehen: Ich möchte die sehr zu begrüßende Initiative von Martin/Butsche nicht zerreden, keinesfalls Mißtrauen aussprechen, sondern auf mögliche Kundenfragen bzw. Absicherungsmöglichkeiten hinweisen. Vielleicht ist mein Fragen auch übertrieben, ich bin ja kein Biologe.

    Mglw. ließe bei entsprechenden Ergebnissen sogar der Maschinenhersteller von seinen bisher ehernen Vorgaben zur Nutzung eines Tensidzusatzes im Trennmittelwasser ab, schwenkte gar die ganze Branche um? Man bräuchte doch nur an die Versuchsreihen von Dr. Wim Reybroeck anzuknüpfen?!


    p.s.: Wenn es keine Wissenschaftler geben sollte, die das prüfen -> Wer von den mit Butsches MW arbeitenden Imkern wäre bereit, in der Saison ProbeMW (unterteilt in entsprechende Sektionen) zu überwachen und einen Bericht zusammenzustellen? Eine solche Zuarbeit hätte Butsche verdient, meine ich.

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  • Nach einer kurzen Leserunde über den Lebensstoff Glycerin (seit der Weinpanscherei hatte das so ein Negativimage bei mir) scheint mir dessen Wirkung dem der Tenside entgegengesetzt zu sein: Tenside sollen die Oberflächenspannung/Viskosität des Wassers herabsetzen. Glycerin setzt sie herauf. Seine Viskosität liegt bei 1.480 mPa*s, also grob in der Mitte zwischen Olivenöl (100) und Honig (10.000); Wasser dagegen bei 1 (je bei 20 Grad).

    Meine Thesen: a) Etwaige Glycerin-Wassserreste müßten sich mit purem Wasser leicht abwaschen lassen (Unterkriecheffekt wegen besserer Viskosität des Waschwassers)

    b) Der Einsatz bei MW-Maschinen mit Flüssigwachsverarbeitung wird damit fraglich (Unterkriechen des Trennmittelfilms in die Zellbodenprägung durch das ggf. dünnflüssigere Wachs).

  • ...wir sind gerade in der Anfangsphase bzw. machen gerade Versuche mit einer Walztechnik aus einem speziellem Silikon, dabei ist uns die Idee gekommen - obwohl das heiße Wachs viel, viel weniger an diesem Material haftet als vergeleichsweise auf Metall - es mit einfacher Pressluft zu versuchen.

    Für Martin/Butsche die Anregung, was würde bei Dir bei Deinen Press-Metallwalzen passiere , wenn Du Pressluft einsetzten würdest um nur in den Spalt zwischen MW und Walze, den herauslaufenden MW-Strang von Deiner Walze zu trennen?


    Jonas

    Dieser Beitrag wurde bereits 2 Mal editiert, zuletzt von jonas () aus folgendem Grund: tippfehler, Satzergänzung

  • Glycerin wurde bereits mit Oxalsäure langfristig in brütenden Völkern eingesetzt und untersucht, in Deutschland u.a. von Simon Hummel und Dr. L. ("Osinal"), in den USA von Randy Oliver (Link). Eine bienen-/brut-schädigende Wirkung habe ich in den Publikationen nicht gefunden.

  • Diese Untersuchungsergebnisse Hummel, Dr. Liebig, R. Oliver sind keinesfalls auf den hier diskutierten Fall anwendbar - wegen der verwendeten Substanzen und wegen des Untersuchungsgegenstandes (Milbenreduktion mit OX).

    Außerdem:

    Ich habe bisher nicht gefunden, ob überhaupt Wirkungen auf die Brut untersucht wurden. Bisher sind mir nur exakte Untersuchungen der erwachsenen Bienen, Mortalitätsabschätzungen durch Bestandsschätzungen (adulter Bienen) und Mortalitätsratenabschätzungen von Milben bekannt. Kennst Du Quellen, die sich auf Untersuchung der Auswirkungen auf Bienenbrut (letal, subletal) beziehen?


    Unabhängig davon sind die Auswirkungen von Oxalsäure in H2O/45% Glycerin zu unterscheiden von Auswirkungen von H2O/0,1 ... 0,2% Glycerin bzw. etwaigen Resten davon auf MW.


    Allerdings soll Glycerin nicht bzw. nicht so gut wie Wasser verdunsten -> bliebe also beim Trocknen der MW zurück.