jetzt noch Zarge ausfesetzen bei Ableger?

  • Hallo,


    bräuchte mal kurz euren Rat: habe einen Brutableger, der sich in den letzten Wochen sehr stark entwickelt hat (1 Zarge Zander, sitz wirklich sehr voll mit Bienen). Habe den Ableger in den letzten 2 Wochen mit 2 x 5 KG Futter gefüttert, was jeweils innerhalb von etwa 3-4 Tagen weg war. Gerade reingeschaut sehe ich dass die Bienchen jetzt sogar nach oben wild bauen in die aufgesetzte Leerzarge. Frage: soll ich jetzt noch erweitern mit einer Zarge mit Mittelwänden (habe nix anderes). Zarge drauf oder drunter? Muss ich dann etwas umhängen? Oder einfach so lassen? Wollte auch noch eine AS-Behandlung machen.

  • Ausgebaute Waben wären natürlich besser, aber erweitern würde ich schon noch, dünn füttern und die bauen sie noch gut aus!

    Die reinste Form des Wahnsinns ist es, alles beim Alten zu belassen und zu hoffen, dass sich etwas ändert.


    Albert Einstein

  • O. k. danke, Soll ich die Zarge mit Mittelwänden voll machen und dann das Futter oben drauf auf eine Leerzarge, oder lieber schrittweise erweitern und Futter neben die Mittelwände stellen.

  • In der Regel haben die Altvölker nach dem 20. August in der unteren Zarge keine Brut mehr, natürlich gibt es Ausnahmen, aber es ist nicht die Regel. Viele Imker engen deswegen die zweizarger auf eine zusammen, was ich aber nicht mache und auch nicht befürworte würde.

    Die Völker wachsen jetzt nach Sommersonnenwende ( 21.Juni) nicht mehr, gegenteilig sie schrumpfen.

    Ich würde keinesfalls mehr aufsetzen, die sollen jetzt die paar Tausend Winterbienen erzeugen und nicht gestresst werden.

  • Moin, moin!


    Wozu überhaupt 2 Zargen? Mittelwände um diese Zeit, oder auch 6 Wochen vorher, auf ein Volk gesetzt, das eigentlich seinen Bau hat: Da war bei mir noch nie Segen drauf. Und nötig ist es gar nicht.


    Gruß Clas

    "Ach, das Risiko...!" sagte der Bundesbeamte für Risikoabschätzung abschätzig...

  • eine ganze Zarge ausbauen und mit Futter füllen wird die überfordern und den Platz brauchen sie auch nicht, wenn die Nächte kühler werden. Was sollen die jetzt mit einem doppelt so großen Raum, der noch nicht mal möbiliert ist?

    Lass die alten Bienen ruhig vorne abhängen. Den Wildbau abmachen und hinlegen, wird meist schnell geleert, und den Zugang zur Leerzarge verkleinern- ein kleiner Spalt reicht.

    Bei einzargiger Überwinterung sollte man Futter bereit haben, bei milden Winter reicht es sonst im Frühjahr nicht.

    Gruß Fred

  • Widerspruch, Euer Ehren: Plötzlicher Wildbau nach oben ist ein deutliches Zeichen für Platzmangel. Was soll schon passieren, wenn eine Zarge mit MW und Fütterer aufgesetzt wird? Ist das Volk stark und warm genug (aufsteigende Abwärme eines großen Brutnestes; gute Wärmeisolierung über dem Fütterer; Vorteil kleinerer Fütterer in kühlen Herbstnächten : Futtertemperatur = Stockinnentemperatur/bessere Abnahme), dann werden sie die MW zumindest soweit ausbauen, wie es ihnen möglich ist und dort Futter einlagern. Was nicht ausgebaut wird, kann man ggf. später im Oktober/Nov. bzw. bei der Restentmilbung im Dez. immer noch herausnehmen. Das ist m.E. auf jeden Fall besser, als jetzt Brutbereiche mit Futter zu blockieren oder/und gar im Winter/Frühjahr notfüttern zu müssen.

  • Plötzlicher Wildbau nach oben ist ein deutliches Zeichen für Platzmangel

    oder für zuviel Futter auf einmal.

    Wenn ich mit Eimern o.ä. in Leerzargen füttere, kommt es öfter zu etwas Wildbau; auch wenn noch Mittelwände oder Rähmchen mit Anfangsstreifen zur Verfügung stehen. Das ist meines Erachtens völlig normal und bei meinen Dadantvölkern mit Sicherheit kein deutliches Zeichen für Platzmangel.

    Wenn die oben genannte zweimalige Futtergabe von 5kg sich auf fertig invertiertes Futter bezieht, war das vielleicht schon etwas viel in zu kurzer Zeit. Bei Einzargern würde ich etwas dosierter füttern.

    Gruß Michi ☮ ------------- Spezialisierung ist was für Insekten! :-D

  • Wildbau ist nicht gleich Platzmangel.

    10 kg invertiertes Futter sind normalerweise ca. 5 Waben voll Winterfutter.

    ruhrbiene : Hast du die Eigenbevoratung überprüft?

    Ich habe die Hälfte meiner Völker, darunter auch die Ableger, die ich A. Mai erstellt habe nicht mehr auffüttern müssen.

    Stell mal bei dem Volk den Futtervorrat und die Anzahl der Brutwaben fest.

    Falls du vorhast eine Zarge mit MW aufzusetzen dann berichte uns mal bei Gelegenheit.

  • Hallo,

    Die Bienen haben sich bereits für den Winter eingerichtet. Veränderrungen der Beutengröße um diese Jahreszeit wirken sich nach meiner Erfahrung immer negativ aus. ( Das Volk schrumpft noch.)

    Mittelwände sind um diese Jahreszeit ohnehin tabu.


    Gruß Finvara

    Man kann ohne Bienen leben, ... aber es lohnt sich nicht.