lückenhafte Brutnester in neuen Ablegern - Wachsprobleme?

  • Hallo zusammen,


    bin noch relativ neu im Geschäft. Habe 8 Völker (2 Wirtschaftsvölker, 6 Ableger / neu eingeschlagene Kunstschwärme). Habe an einem meiner Stände 3 Ableger stehen, 2 davon als Einwabenableger (Dadant) aus dem Mai und ein Ableger aus den entnommenen Brutwaben nach TBE aus dem Juli. Alle 3 habe ich mit Milchsäure behandelt und sie haben aktuell keine Milben in der Windel. Die Königinnen sind alle drei am gleichen Stand standbegattet und stammen von derselben Zuchtmutter.

    Habe meine Mittelwände von zwei verschiedenen Lieferanten (beides bekannte deutsche Imkerei-Händler), hatte im Juni irgendwann gewechselt. Habe nun den Eindruck, dass die Brutnester in zwei der drei Ableger (auf den Bildern Ableger 1 und 2) lückenhaft sind, man sieht z.T. viele Pollenzellen dazwischen, und die Brutstadien scheinen wild durcheinander gewürfelt zu sein. Im dritten (TBE-)Ableger ist das nicht so, da sehen die Brutnester vorbildlich aus. Der hat Mittelwände des anderen (früheren) Herstellers, da die Rähmchen fast alle aus den Wirtschaftvölkern stammen.


    Unten ein paar Bilder. Was denkt Ihr, habe ich gepanschtes Wachs? Was mach ich denn dann? Kann ja schlecht jetzt im September nochmals eine Brutentnahme machen, oder? Die Einfütterung läuft gerade.

    Danke für Eure Hilfe!

    Sebastian


    Ableger 1:


    Ableger 2:


    Ableger 3 (TBE):

  • Mein Gott im Himmel wie weit kommt denn jetzt noch die Wachsdiskussion?

    @ Sebastian . Das sind doch tolle Brutwaben - alles normal. Mit was fütterst du jetzt noch ein?

    Das grenzt ja schon an Verfolgungswahn. Ich mache mir zukünftig nicht mehr die Arbeit hier im Wachsskandal intensiv mit zu lesen.

    Bis vor kurzem hatten wir noch interessante Themen was die Imkerei betrifft und was für die Jahreszeit wirklich wichtig wäre und jetzt dreht sich nur noch alles über das Wachs und jeder der eine Lücke zwischen Brutwaben findet, meint schon er hätte verseuchtes Wachs.

    Ich habe mich die letzten Wochen intensiv um die Varroa gekümmert und bin auch jetzt noch dabei und habe noch alle Völker an Bord und das ist das wichtigste und nicht hier Mutmaßungen über angebliche Brutschäden durch gepanschtes Wachs anzustellen, wo ohnehin, falls es so wäre man jetzt keine Gegenmaßnahmen ergreifen könnte. Im Frühjahr wird dann gejammert weil jeder wieder enorme Völkerausfälle und dann sind diesmal nicht die Bauern schuld, sondern der Mittelwändeproduzent, nur nicht der Imker.

    Macht momentan keinen Spaß mehr hier mit zu lesen, obendrein sind hier einige wegen dieser Thematik ständig am Streiten. 😡😡

    Jetzt ist mir wohler!

    Franz Xaver aus Niederbayern

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  • Genau das ist es doch wovor ein paar Leute gewarnt haben...

    Wenn hier ein solches Fass wie der Wachsskandal aufgemacht wird und mächtig Wirbel drum gemacht wird, dann ist es doch klar dass sich viele Leute (vor allem Anfänger) nicht mehr sicher sind..

    Ich selber schaue jetzt schon jedesmal das Brutbild ganz genau an und muss mich dann bremsen weil mir einfällt dass das jetzt sowieso für dieses Jahr schon durch ist das Thema..

  • tpeintne

    Ich habe kurz nach der ABschleuderung M. Juli die Völker auf Weiselrichtigkeit überprüft und seitdem nicht mehr nachgesehen.

    Die Weiselrichtigkeit erkenne ich am Flugloch, beobachte das Volksverhalten, sowie den Polleneintrag, außerdem ist auch eine Bodenwindel wie das Tagebuch eines Bienenvolkes.

    Ich wüsste nicht warum ich jetzt die Brutflächen optisch kontrollierten sollte, da ist mir die Gefahr eines Königinnenverlustes zu groß.

    So Handhabe ich das schon viele, viele Jahre, besonders nachdem ich da Buch vom Heinrich Storch über die Deutung der Fluglochbeobachtung gelesen habe.

    Dieses hochstilisieren einiger Tonnen Wachs begangen von 2 MW Herstellern und verteilt über die ganze EU wird unsere Imkerei nicht zugrunde richten, da gibt es gefährlichere Dinge die unsere Bienen den Garaus machen können, obendrein ermittelt schon die Staatsanwaltschaft.

    Das Problem ist sicherlich zum Abstellen, aber nicht mangelnde Blühflächen, Umweltgifte, Spritzmittel und die Varroa.

    Franz Xaver aus Niederbayern

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