Honigwaben lagern

  • Wenn wir die Honigräume abgeräumt haben, dann stehen die momentan auf geschlossenen Böden, auf Paletten. Dann kommen im Lager die geschlossenen Deckel runter und für ein paar Tage die Bienenfluchten umgedreht auf die Stapel. Dann hat man wirklich nur ganz vereinzelt Bienen im Schleuderraum und auch in den Leerwaben ist von den zurück gebliebenen dann nicht im kommenden Frühjahr alles voll gesch.....

  • black.peterle.


    Solange sich keine Wachsmottenlarven in meinem Wabenschrank befinden....Auch nicht in den schwarzen Brutwaben, kann es von mir aus ein Gerücht sein.

    Wenn das wirklich so wäre, dann wäre in Eurer Gegend der Bienenseuchen Hotspot Nr.1

    Nur hier, hätte ich nun gerne gewusst, in welchem Zusammenhang, die Wachsmotte zu einem Bienenseuchen Hotspot steht?


    Lg Sulz.

  • Patrick Johannes das mit dem draußen lagern und den Spurbienen dachte ich mir auch. Ist aber nicht so. Die müssen natürlich trocken sein. Wenn da was runter tropft schon wieder schwierig. Unten und oben ein Gitterboden und oben noch Blechdeckel dann passt das.

    „Wenn Bienen den Mindestlohn erhalten würden, würde ein Glas Honig mehr als 132.000 Euro kosten „🤔

  • Na ja, nachdem die Aufgabe der Wachsmotte ist, altes Wabenmaterial zu entsorgen, bleibt in der freien Natur nichts übrig was Krankheitserreger am Leben hält. Da die Wachsmotten im Stock, nachdem der wilde Schwarm den Varroa Tod gestorben ist, alles platt machen und verstoffwechseln. Man kann es kaum glauben, aber die Bienen sind nach wie vor Wildtiere und der Wachsmottenbefall im Lager ist nur ein (für den Imker unerwünschter) Nebeneffekt.

    Würden die Wachsmotten das nicht machen, wäre jeder verendete Schwarm in einem hohlen Baum oder Hohlraum ein potentieller Faulbrut- und sonstiger Krankheitsmultiplikator.

    Das würde ich einen Bienenseuchen Hotspot nennen. Das fiese wäre, dass man als Mensch gar nicht darauf käme, wo denn die Erreger alle herkommen im Umkreis.

    Da die Wachsmotte immer während des Betriebs schon mit an Bord ist, ist das von der Natur schon ganz tricky eingerichtet, dass die Revision der Behausung sofort stattfindet, nachdem die Bienen sich ausgemietet haben.

    Imker Grundkurs, dritte Stunde oder so...

    Oder siehst Du das anders?

  • black.peterle


    So könnte ich mir das auch vorstellen.


    In der Theorie, klingt dies Logisch. Trifft dies aber auch auf die Praxis zu?

    Für die Entwicklung, benötigt die Wachsmotte eine Mindesttemperatur...14 Grad?


    In meiner Gegend, ist es sogar im Hochsommer zu "kalt", dass sich die Wachsmotte entwickeln kann.....Das ist erwiesen, und braucht nicht diskutiert werden. Auch bebrütete Waben, bleiben über Jahre erhalten, und intakt.


    Ich stelle mir dabei schon die Frage, in welchen Gegenden schon im März/April die Temperatur für die Entwicklung der Wachsmotte ausreichend ist?


    In der Gedanklichen Grundlage, gehe ich davon aus, dass ein Wildvolk im Winter stirbt, und ab Mai dieser Hohlraum von einem Schwarm neu besiedelt wird.


    Vielleicht kann da mir jemand zur Klarheit verhelfen.....Ab wann, wird bei euch die Wachsmotte im Frühjahr aktiv?


    Lg Sulz.

  • Im März/April habe ich normalerweise hier im sehr warmen Südhessen noch keine ernsthaften Wachsmottenprobleme, wenn ich Waben bei Außentemperatur lagere. Das geht je nach Wetter Ende April bis Anfang Mai los.

    Hoffentlich ein wieder normales IFT am 11-13.3.2022 im Jagdhof Kleinheiligkreuz bei Fulda.

  • Wenn denn jemand wüsste in welcher Gegend Du Imkerst, dann könnte man darauf zugeschnittene Tipps geben. In der Praxis funktioniert das schon sehr sehr lange.

    Mal abgesehen davon, da wo es Bienen gibt, gibt es auch Wachsmotten. Auch in wirklich kalten Gegenden. Da sind die Temperaturen bei Dir, egal wo in Deutschland, sicher nichts was die Wachsmotte daran hindert aufzuräumen.


    Grüße

    Peter

    Man kann ohne Bienen leben, aber wie halt.

  • Soweit ich weiß, finden sich Sporen von FB in der Made, wenn sie in einem daran zugrunde gegangenen Volk aktiv wurde. Entwickelt sie sich zur Motte, sind auch bei ihr noch Sporen im Gedärm zu finden. Es scheint ein Übertragungsweg zu sein

    Ich wurde gut erzogen. Keine Ahnung, was dann passiert ist...

  • Im März/April habe ich normalerweise hier im sehr warmen Südhessen noch keine ernsthaften Wachsmottenprobleme, wenn ich Waben bei Außentemperatur lagere. Das geht je nach Wetter Ende April bis Anfang Mai los.

    Danke für diese Information, welche mir doch in gewisser Weise bestätigt, was ich schon vermutet habe.


    Lg Sulz.

  • Hallo @ Sulz,

    bei mir hier im Rheintal ist es ähnlich wie bei Kikibee , dieses Jahr jedoch durch den ungewohnt kalten Mai gab es erst kleinere Probleme ab Mitte / Ende Juni.


    Zitat aus Wikipedia „Wachsmotte“

    <Zudem ist eine Mindesttemperatur von 14 °C zur Entwicklung der Larven erforderlich, weshalb eine Bekämpfung durch den Imker nur in der warmen Jahreszeit notwendig ist. Durch den Kot der Wachsmotten können Krankheiten, z. B. die Europäische Faulbrut von einem kranken auf ein gesundes Bienenvolk übertragen werden. Allerdings sind in einem solchen Fall andere Übertragungswege, wie Räuberei und Wabentausch durch den Imker selbst weitaus wahrscheinlicher.

    .

    Die Wachsmotten zerstören den Wabenbau von alten, verlassenen oder abgestorbenen Bienennestern so nachhaltig, dass wieder Platz für eine neue Besiedlung durch die Bienen vorhanden ist. Durch diesen hygienischen Effekt werden auch Krankheiten, beispielsweise die Amerikanische Faulbrut in ihrer Verbreitung behindert. >

    ;)

    immer wieder bin ich gespannt, was die Bienen anders machen...

    Einmal editiert, zuletzt von Auenbiene ()

  • Es gibt nicht nur eine Wachsmottenart und in einem lebenden Stock ist es auch immer warm genug.

    Abgesehen davon: In einem Gebiet, dass dauerhaft keine 14 °C erreicht, lassen sich meines Erachtens keine Bienen halten.