Honigwaben lagern

  • Wie war das mit den 1001 Meinungen😂

    Dass das mit der Folie funktionieren soll kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen.

    Ich hab schon so einiges probiert mit vermeintlich hermetischem Abriegeln. Keine einzige Chance. Schon gar nicht mit Folie. Es sind immer irgendwo Eier der Wachsmotten und die finden es super wenn sie in so einem abgeriegelten Refugium ihr Unwesen treiben können. Zudem fängt es recht schnell an gammelig zu werden.

    Das mit dem ausschlecken lassen ist auch so‘n Ding. Zum einen kenne ich noch keine Bienenflucht die annähernd das hält was sie verspricht und zum anderen bekommt man die restlichen Bienen nur sehr schlecht aus den leeren Zellen ausgeblasen oder abgekehrt. Abkehren eh keine gute Idee. Die Bienen sind schneller als Du kehren kannst 😉

    Die stecken komplett in den Zellen und wollen da nicht raus. Die haben auch keinen Bock zur Mama zu gehen. Juckt die nicht. Das ist ein ganz schönes gefrickel die Waben Bienenfrei zu bekommen. Erst recht wenn die anderen Völker am Stand genau darauf warten, dass du die leeren HR abnimmst.

    Am besten mit den paar anhängenden Bienen ins Lager. Die restlichen Bienen sammeln sich dann irgendwann am Fenster und können in die Freiheit entlassen werden.

    Die Beste Erfahrung habe ich damit gemacht die Waben locker luftig in die Zarge zu hängen, Türmchen bauen, Gitter oben und unten und dann raus damit ins Freie. Zum einen verhindern Ameisen, dass sich die Motte hier ungeniert ausbreiten kann und die Temperaturwechsel und Durchzug mögen die auch nicht.

    Oder rase Kühltruhe funktioniert auch.

    Wie gesagt: Alles wo man denkt ist Mottendicht funktioniert nicht. Keine Chance solange die Eier vorher nicht schockgefrostet wurde. Da wird man um eine Erfahrung reicher…

    „Wenn Bienen den Mindestlohn erhalten würden, würde ein Glas Honig mehr als 132.000 Euro kosten „🤔

    2 Mal editiert, zuletzt von Thomasso ()

  • Welcher offizielle Berater empfiehlt honigfeucht einlagern?

    Honigfeuchte Waben, werden von der Wachsmotte gemieden.....So wurde es immer wieder vom Berater erklärt.


    Aber eben. Wie ich heuer erfahren habe, gehören nur noch Mittelwände in den Honigraum........äs ändret geng....u guetet nid.


    Lg Sulz.

  • Sulz nix für ungut. Das halte ich für ein Gerücht. Wie gesagt, habe ich was die Wachsmotte angeht schon einiges durch und habe das Gefühl, dass die nicht sonderlich wählerisch sind. Immerhin befallen die auch Waben in welchen sich noch Honig befindet und fressen sich da durch…

    „Wenn Bienen den Mindestlohn erhalten würden, würde ein Glas Honig mehr als 132.000 Euro kosten „🤔

  • Womit die Frage welcher Berater das empfiehlt immer noch nicht beantwortet ist.

    Das würde mich schon interessieren...

    Darf man das nicht wissen?

    Und von wem hast Du das mit "nur noch Mittelwände in den Honigraum" gehört?

    Das höre ich auch zum ersten mal.

    Man kann ohne Bienen leben, aber wie halt.

  • Ich hab letztes Jahr Futterwaben für zwei Tage eingefroren und dann dick in Frischhaltefolie eingewickelt. Vielleicht war auch das gemeint? (Heute lagere ich die lieber auf Schwächlingen)

  • Vielleicht findest du etwas in dem Archiv der Schweizerischen Bienenzeitung?.....Ich gehe nicht auf die Suche.


    Ich hatte 3 Berater.....Einer ist verstorben, und die anderen sind 80+......


    Wie ich ja schon geschrieben habe:

    Es ist für mich interessant!!!!!


    Lg Sulz.

  • Sulz nix für ungut. Das halte ich für ein Gerücht. Wie gesagt, habe ich was die Wachsmotte angeht schon einiges durch und habe das Gefühl, dass die nicht sonderlich wählerisch sind. Immerhin befallen die auch Waben in welchen sich noch Honig befindet und fressen sich da durch…

    Danke für diese Info


    Ich habe zum Glück keine Erfahrung mit der Wachsmotte....Die kommt in meiner Gegend so gut wie nicht vor.


    Lg Sulz.

  • Logisch, das passt zum Grundkurs. Woher sollen Anfänger auch ausgebaute Waben haben. Wer sich im ersten Jahr einigermassen clever verhält, hat im 2 ten Jahr nicht nur Rähmchen mit Mittelwänden.


    Gruss

    Ulrich

  • Vielleicht ging es darum, im Honigraum keine (ehemals) bebrüteten Waben zu verwenden.

    Wachsmotten sind kein Problem, wenn die Honigraumzargen winters gelegentlich mal durchfrieren und es lange genug kalt ist.

    Coronataugliches Freiluft-Imkerforumstreffen am 3.-5.9.2021 in Bad Karlshafen an der Weser.

  • Das halte ich wiederum für ein Gerücht.

    Eine der wenigen Arten, um die wir uns keine Sorgen machen müssen,

    ist mit Sicherheit die Wachsmotte.

    Wenn das wirklich so wäre, dann wäre in Eurer Gegend der Bienenseuchen Hotspot Nr.1

    Das spricht eher für Pollen- und Brutfreie Honigwaben, als für eine Abwesenheit der Wachsmotte.


    Grüße

    Peter

  • Guten Morgen zusammen!


    Ich finde die folgenden Zeilen derart erfrischend realitätsnah, daher wollte ich sie gerne noch einmal gelesen wissen:

    Es sind immer irgendwo Eier der Wachsmotten und die finden es super wenn sie in so einem abgeriegelten Refugium ihr Unwesen treiben können.

    Denn: Es ist so!

    Ich lagere meine HR-Waben seit Jahren ausgeschleckt und somit trocken ein und habe dennoch immer wieder die Motten gekriegt - im Wortsinne. :wink:


    Das mit dem ausschlecken lassen ist auch so‘n Ding. Zum einen kenne ich noch keine Bienenflucht die annähernd das hält was sie verspricht und zum anderen bekommt man die restlichen Bienen nur sehr schlecht aus den leeren Zellen ausgeblasen oder abgekehrt. Abkehren eh keine gute Idee. Die Bienen sind schneller als Du kehren kannst 😉

    Die stecken komplett in den Zellen und wollen da nicht raus. Die haben auch keinen Bock zur Mama zu gehen. Juckt die nicht. Das ist ein ganz schönes gefrickel die Waben Bienenfrei zu bekommen. Erst recht wenn die anderen Völker am Stand genau darauf warten, dass du die leeren HR abnimmst.

    Am besten mit den paar anhängenden Bienen ins Lager.

    EIn langes Zitat, aber ein weiteres vom Thomasso, welches 1:1 und absolut meinen Erfahrungen entspricht. Einfach schön!

    Und genau so mache ich es auch: Wer nach dem Ausschlecken und 2,3, 4 Tagen über der Bienenflucht immer noch partout mit in`s Lager will, der möge dies tun. Mit allen Konsequenzen. :wink:


    Mein Vorgehen bei / nach der letzten Honigernte:

    - HR abends wieder aufsetzen zum Ausschlecken und Reparieren

    - 2, 3 Tage später Bienenfluchten einlegen

    - 2, 3, 4 Tage (weil wegen zu vielen Restbienen) später HR runter und so wie sie sind ins Lager räumen

    - Unter den Zargenstapel einen Deckel, obenauf einen Deckel -> ich verwende Segeberger Deckel mit Futterloch

    - Oben auf den Zargenstapel 3 Honigglasdeckel aus Plaste, Ameisensäure / Essigsäure rein und ggfs. nach ~ 8 Wochen nochmal nachdosieren.

    Auf diese Weise habe ich, wenn überhaupt, nur noch marginale Ansätze von Wachsmottenfraß, welcher aber auch für mein perfektionistisches Dafürhalten zu vernachlässigen ist.

    Im Frühjahr ein paar Tage vor dem Aufsetzen lüften lassen und gut ist`s.


    Die Möglichkeit des Zargenstapel-Durchzuges und fliegengitterabgedichtetes Aufstellen draußen habe ich nicht, frage mich in dem Kontext aber auch immer wieder, ob dann nicht ... Milliarden :wink: Spürbienen für Wochen um diese wohlduftenden Zargenstapel schwirren?!


    Schöne Grüße

    Patrick

    Et kütt wie et kütt und et hätt noch immer jut jejange!

  • Wir kennen auf Bienenständen ab 1500m üM das Problem mit der Wachsmotte nicht. Ob die zunehmende überdurchschnittliche Erwärmung in den Alpen das in absehbarer Zeit ändert....

    Dunkle Biene Mellifera Schutzgebiet Glarnerland (CH)

    CH Hinterbehandler im Bienenhaus