Honigwaben lagern

  • Keller- da versteht ja jeder was anderes darunter, aber schon alles eine Etage tiefer zu schleppen...

    wenn die nicht verpackt sind, freuen sich die Ameisen- die kleinen wie die großen finden immer eine Lücke.

    Ich konzentriere das Ausschlecken auf wenige Völker, die keine akute Varroabehandlung benötigen und neben dem Schleuderraum und dem Carport stehen bzw in Berlin nach dem Putzen auf einer Palette am Stand mit Durchlüftung.

  • Wenn die Honigrähmchen ungeputzt offen stehen nehmen sie Feuchtigkeit auf. Honig ist hygroskopisch. Diese dünne Plörre ist stark gärgefährdet. Kann man die Feuchtigkeit fern halten, nimmt das Rähmchenholz noch Wasser auf. Die Rähmchen kleben im Frühjahr nicht mehr.

    Letzteres kann man also durchaus tun.

    Also Folie, Kühlzelle, auch ohne Kühlung. Aber Kellerraum mit 60 %!Luftfeuchtigkeit wäre für mich schon nicht mehr ok.


    Gruss

    Ulrich

  • Danke für Eure Antworten. Ich fasse also zusammen. Honigfeuchte Zargen komplett in Frischhaltefolie einpacken, dabei darauf achten, dass keine Pollen in den Waben sind und das Ganze im Untergeschoss bei ca. 15 Grad Lagertemperatur aufbewahrt, sollte funktionieren. Wenn es keinen Schimmel gibt, sehe ich eigentlich mehr Vor- als Nachteile. Weniger Arbeit und im Frühjahr werden die Honigräume besser angenommen. Ich teile auch die Meinung derjenigen, die der Meinung sind, dass die Honigräume sowieso zuerst einmal von den Bienen herausgeputz werden im Frühjahr nach dem aufsetzen. Und wenn dieses Verfahren auch Berufsimker wie Herr Wagner anwenden, ist das nochmals beruhigend. Ein Berufsimker könnte sich schlechte Qualität nicht leisten.

  • ... Berufsimker werden da manchmal (ich betone manchmal) überschätzt. Aber da muss sich jeder selbst seine Meinung bilden, da bin ich tolerant.


    Grüße

    Roland

  • Honigfeuchte Zargen komplett in Frischhaltefolie einpacken, dabei darauf achten, dass keine Pollen in den Waben sind und das Ganze im Untergeschoss bei ca. 15 Grad Lagertemperatur aufbewahrt, sollte funktionieren.

    Ich würde davon abraten. Wenn die Waben honigfeucht sind, trocknen sie so nicht, das ist ein perfektes Milieu für Schimmel. Wenn die Waben keinen Pollen enthalten, besser zunächst warm, trocken und luftig aufbewahren. Wachsmotten sind auf sauberen Waben (unbebrütet und ohne Pollen) kein Problem.

    Ich würde das aber nur machen, wenn sie halbwegs sauber ausgeschleudert sind.

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)



  • Ich zumindest will nicht, dass mein Frühtrachthonig bereits in den Waben durch Kristalle angeimpft wird!

    Nach meiner bescheidenen Erfahrung kommt es gar nicht soweit. Ich muß zur Salweiden-

    blüte, in der Regel Anfang / Mitte März, den 1. HR Dadant aufsetzen, weil mir sonst das

    Brutnest absäuft. Innerhalb von 5 Minuten ist der HR voll besetzt und alles ist am knuspern,

    leerschlecken, reparieren, ausbauen. Selbst wenn die Weide stark honigt, dient der 1.HR nur als Zwischenspeicher. Von dort aus wird dann wieder zurück getragen in den Brutraum, wo angeregt durch den Pollen- und Nektareintrag der Weiden das Brutnest erstmals richtig expandiert. Da bleibt nichts über, um Kristallisationskeime auszubilden. Bei mir nicht.

    Wenn man so verrückt ist wie ich, kann man das alles nachvollziehen durch Kontrolle der

    Bodeneinlage bzw. wenn man auch mal zu verschiedenen Tages- und Nachtzeiten mit

    dem Stethoskop die Beuten abhört. ;)

    immer wieder bin ich gespannt, was die Bienen anders machen...

  • wenn man, um "Arbeit" zu sparen, den Pollen aus allen Rähmchen rauspuhlt und dann jeden Honigraum ameisendicht mit Frischhaltefolie einwickelt und dafür dann auch ein Gammelrisiko eingeht, anstatt diese wirklich sehr leichten Honigräume mal eben ausschlecken zu lassen bevor man sie irgendwo sauber lagert, hat man jedenfalls einen andere Definition für "Arbeit" als ich.

    Aber wenn es funktioniert ist es ja gut.....

    Am Ende wird alles gut. Und wenn es noch nicht gut ist, dann ist es noch nicht das Ende!


  • Ich zumindest will nicht, dass mein Frühtrachthonig bereits in den Waben durch Kristalle angeimpft wird!

    Nach meiner bescheidenen Erfahrung kommt es gar nicht soweit. Ich muß zur Salweidenblüte, in der Regel Anfang / Mitte März, den 1. HR Dadant aufsetzen, weil mir sonst das Brutnest absäuft. Innerhalb von 5 Minuten ist der HR voll besetzt und alles ist am knuspern

    Also ich habe deutlich mehr als einen HR/Volk - und die kommen auch nicht alle so früh drauf drauf ...

  • Du schweigst Dich über Deine Imkerregion penetrant aus, dann solltest Du das Schweigen auch zum Aufsetzen Deiner Honigzargen praktizieren. Ansonsten irritiert das hier Jungimker, die Dich irrtümlich zum Vorbild auserkoren haben.


    Gruss

    Ulrich

  • Ulrich, der kann doch nicht lesen, was Du schreibst. 😂 Könnte mal jemand, der nicht auf Gouplis Ignorierliste steht, den obigen Beitrag von Immenlos zitieren? Und dann auch gleich noch ät Goupli in den Beitrag schreiben? Dann muss er es doch lesen ... 😂

  • Wir sind Berufsimker und hoffentlich vorbildlich in dem was wir tun. Man kann sicherlich viele Tätigkeiten hinterfragen und so, oder auch anders machen.

    Ja, es ist eine lästige Arbeit, alle Honigräume nochmal raus zu fahren und auf zu setzen.

    Nochmal zu fluchten und wieder ab zu räumen. Aber wenn ich mir vorstelle, alle Honigräume in Plastikfolie zu packen um mir das zu sparen, kann ich die Arbeitsersparnis beim besten Willen nicht erkennen. Mal abgesehen davon, dass sicherlich die meisten im Lager (Keller) sicher nicht die idealen Lagerbedingungen haben. Denn auch so eine rotzdünne Folie ist alles andere als dicht. Über den Winter diffundiert da genügend durch. Die Hefen und Wachsmotten sind vorher schon drin. Der Honig wird sicher nicht gleich gärig sein, aber die Saat ist gelegt, bzw. die Auslöseschwelle höher gesetzt.


    Grüße

    Peter

  • Für mich, ist diese Diskussion in dem Sinne interessant, da mir von der offiziellen Beraterseite her, stets empfohlen wurde, dass man Honigwaben nicht "trocken", also von den Bienen geputzt, sondern eben "honigfeucht" lagern sollte.


    Von den älteren Imkern, wusste ich, dass man früher (also ganz früher) die Honigwaben eben "trocken" gelagert hat.

    Offenbar, war dies aber nicht das beste, oder es gab Probleme damit....????


    Wie mir aber nun zu Ohren gekommen ist, ist eigentlich beides falsch!!!...DENN:


    In den Honigraum, gehören nur Mittelwände.

    Damit würde sich das lagern der Honigwaben erübrigen.


    Wer kann da, in diesem "Dschungel" der Beratung noch zurechtkommen???


    Lg Sulz.

  • Welcher offizielle Berater empfiehlt honigfeucht einlagern? Das kann ich mir nicht vorstellen.

    Unser Berater, Herr Johann Fischer, rät zum ausschlecken und richten lassen.

    Ich sehe keinen Grund das anzuzweifeln.