Honigwaben lagern

  • Moin,


    Seit vier Jahren lagere ich meine honigfeuchten Waben nach dem Abschleudern in großen Plastikboxen mit Deckel im Keller. Pollen entferne ich, die Waben sind natürlich unbebrütet. Ich hatte mit diesen Waben noch nie Probleme mit Gärung, Schimmel, Motten usw.


    Die letzte Tracht enthält hier immer Linde, ich hatte irgendwo gelesen, dass dies ein wichtiger Faktor ist.


    Beste Grüße


    Peter

  • Vielen Dank für euere Erfahrungen und Meinungen.


    Es freut mich zu hören das es doch einige gibt die länger Erfahrung damit haben und das ohne Probleme.

    Die letzte Tracht enthält hier immer Linde, ich hatte irgendwo gelesen, dass dies ein wichtiger Faktor ist.


    Beste Grüße


    Peter

    Bei mir selbst ist es eine Mischung aus Wald und Linde die ich zum Schluss ernte. Natürlich sind auch einige Blüten noch dabei, aber vorwiegend doch Linde und Wald.


    Werde es glaube ich dieses Jahr mal so versuchen und in meinen Keller einlagern. Der hat nie mehr als 18 Grad und ist frei von Insekten oder ähnliches. Bauchkribbeln wird aber dennoch bleiben ;)


    Danke für eure Antworten :thumbup:

  • Bei mir werden nur die Honigwaben nach der Heide honigfeucht eingelagert, da zu diesem Zeitpunkt (November) die Völker winterfertig sind. Die Waben lagere ich in meinem Schleuderaum, das ist ein umgebauter bienendichter Bauwagen. Ameisen sind dann auch nicht mehr unterwegs und Wachsmotten ebenfalls nicht. Die Waben werden Anfang April mit der Honigraumerweiterung aufgesetzt. Die honigfeuchten Heidewaben wirken dann als Reizfutter und die Honigräume werden sofort angenommen.

  • Also ich mache Beides. Ein Teil der Waben lasse ich ausschlecken, nur von den 3/4 Völkern bei mir direkt am Haus, die schaffen aber nicht alles sinnvoll und feuchte Waben weg bringen um sie ausschlecken zu lassen ist mir zu aufwändig.

    Also lagere ich einige Waben geputzt, andere nicht geputzt ein. Einen Unterscheid stelle ich im Folgejahr nicht fest.

    Meine Waben stehen in einem insektendichten Holzhaus, die Luftfeuchte dürfte recht gering sein. Wahrscheinlich wird's einen großen Unterschied machen, ob man die feuchten Waben in einem feuchten Keller oder trockenen Raum einlagert.

  • Wichtig bei der Lagerung von Honigfeuchten Waben ist die Luftfeuchtigkeit, die sollte so niedrig sein wie man sie bekommen kann. Notfalls mit einem Luftentfeuchter nachhelfen.

    Mach ich auch so. Nach dem letzten Schleudern bleiben die Zargen im Schleuderraum (gut unterlüftet) und der Trockner läuft 7/24 für satt unter 20% rel. Feuchte. Kein Getier oder Geruch.


    s.

  • hmm! ich wundere mich ein wenig wieviel Arbeit man sich machen kann.

    Ich lagere meine ausgeschleuderten HR Waben (ohne Pollen) in den Honigraumzargen im meinem Imkergeräteschuppen Wachsmotten gehen da nicht bei. (nur wenn pollen/brut da war)

    bisher (11 Jahre) keine Probleme.

    es wird allerdings auch keine Honigwabe älter als 3-4 jahre. da ich einen stehten "wabendurchlauf"

    von oben nach unten habe. in jedem Frühjahr werden 11honigwaben zu Brut(raum)waben und die älteren brutwaben werden eingeschmolzen -->MW gehen bei mir nur in die HR. alles was beim letzten schleudern Pollenflächen hatte wurde im letzten herbst in den oberen brutraum einsortiert. Das ganze ergibt einen guten arbeitsfluss überr jahr und noch besser seit ich im sommer nur mit einem BR (DN1/1) imkere.

    VG und ein gutes und gesundes neues Jahr

    Martin

  • hallo Brumm&summ

    bei überwiegender frühtracht(+Raps) geht das -->bei heide/tanne wohl eher nicht

    die waben sind ende des 2.Jahres alle noch schön hell. Spät/Waldtracht kommt hier nicht so viel

    im "Normalfall" ist im dritten Jahr eine leichte Tönung zu erkennen dann geht es weiter in den BR

    sobald der neue HR aufgesetzt wird sind die waben spätesten am nächsten morgen blitzblank und repariert.

    übrigens: ich versehe meine Rähmchen ebenfalls mit "baujahr"

    VG

    Martin

  • man sollte keine Energie für Kühlung oder Trocknung verschwenden.

    Trocken im Holzschuppen oder Carport lagern- wenns im Winter durchfriert umso besser.

    Man kann es mit der Waben-Hygiene auch übertreiben. Wenn man genug HR hat, kann man die Schleuderung zeitlich strecken, während die Bienen nach der Frühtracht schon wieder Robinie in ausgebaute HR eintragen.

  • man sollte keine Energie für Kühlung oder Trocknung verschwenden.

    [...]

    Das war mein Stichwort. Hab gerade einen Schreck bekommen: Bei 750W Leistungsaufnahme des Trockners (lt. Datenblatt) und 7/24 Betrieb sind das über 1.000€ an Stromkosten im Jahr. Autsch.


    s.

  • Die Honigwaben lasse ich nach der Schleuderung nicht ausschlecken.... wäre mir zu viel an Arbeit, die sich vermeiden lässt! Die Honigzargen samt Waben werden kaminmäßig übereinander gestapelt... unten lege ich zur Sicherheit immer ein Metallgitter gegen evtl. Mäusefraß ein... oben bleibt der Zargenturm zwecks Durchzug offen (Zugluft hemmt angeblich die Mottenentwicklung). Die Zargentürme werden in einem unterirdischen, kühlen Raum angrenzend an den Schleuderraum gelagert. Bei nicht bebrüteten Waben habe ich überhaupt kein Mottenproblem.. bei bebrüteten Waben kein großes. In extremis habe ich höchstenfalls bei bebrüteten Waben einen leichten Mottenbefall.

    Im Frühjahr helfen mir die honigfeuchten Waben, die Bienen in den Honigraum zu locken... wenn ich die Emsigkeit der Bienen nicht total falsch einschätze, so ist das für die Bienen reinstes "Doping" für die Frühjahrsentwicklung.

  • Also um Motten oder sonstiges Getier mache oder würde ich mir keinen Kopf machen. Da hatte ich, viel Glück und seit Jahren kein Problem.


    Mir selbst macht Angst, dass viele sagen (auch in der Imkerzeitung), dass man ein erhöhtes Risiko hat, das der Honig zu gären beginnt. Soll an den Hefebakterien liegen, die sich vermehren.


    Ich denke mir aber, wenn ich Zargentürme baue, die oben und unten dicht sind, diese im Trockenen Keller aufbewahre, dürfte doch das Risiko gering sein. Hoffe ich zumindest :/

  • Ich bin da altmodisch, wohl weil ich nicht in einem dieser hochmodernen, vollklimatisierten Plushäuser wohne, aber bisher ist meine Erfahrung: Keller und trocken, das geht für mich einfach nicht zusammen ;-)

    In neuen Häusern mag das anders sein, aber du kannst das selber testen:


    Stelle einfach einen Teller mit einem Teelöffel flüssigen Honig darauf offen in den Keller. Beobachte, wie der Honig sich verändert. Wenn er eine Haut bildet und zunehmend trockener wird, ist alles ok. Wenn er dagegen flüssiger wird, ist es zu feucht und das selbe wird mit den Honigresten in deinen Waben passieren.


    Wenn der Honig irgendwann kristallisiert, den Honig essen und einfach neuen, flüssigen Honig auf den Teller geben. So bis zur nächsten Honigernte weiter machen.

    Wenn bis dahin der Honig immer nur ausgetrocknet ist statt flüssiger geworden zu sein, wird es wohl gut ausgehen.


    Wenn nicht, kann es nur funktionieren, wenn die Bienen dann vor dem Neueintrag die Waben samt eventuellen Hefen tatsächlich völlig säubern.

    Offenbar tun sie das, sonst würden nicht so viele Kollegen hier sagen, dass das alles klappt auch ohne Ausschlecken lassen oder Kühlung.