Honigwaben lagern

  • Klimatisierung setzt halbwegs geschlossene Räume voraus, den muß man erstmal haben, der Raum kostet Miete bzw Anschaffungskosten, dazu kommen die Stromkosten.

    Hallo,


    das mit dem ausschlecken mache ich nicht mehr. Beim Ernst Wagner habe ich letztens gesehen, dass er die Zargen auf Euro Paletten stapelt (direkt nach den Schleudern), komplett alle Seiten zu.

    So habe ich sie dieses Jahr auch eingelagert. Sonst hatte ich sie immer oben und unten mit Gitter offen(Durchzug).

    Wie sieht das Lager für die geschlossenen Türme aus?


    Bei mir haben sich in den letzten Jahren der offene Carport und ein ehemaliger Getreide-Boden (Nachteil 1 Treppe hoch, 2 Wabenschränke je 120 W) als beste Lagerorte erwiesen- trocken, durchlüftet, kein Frostschutz, früher wurde im Spätsommer geschwefelt, momentan nur noch sortierte Waben-ausgeleckt, unbebrütet, fast ohne Pollen.

    Unsortierte Wabenzargen in unseren geschlossenen Räume - frostsicher, z.T. feucht- haben die Motten 2014&2015 zur Geschichte gemacht- überzählige Waben durch die Völkerreduzierung, die länger als ein Jahr lagerten. Da half das gelegentliche Schwefeln nicht. Das Aufräumen war dann eine große Sauerei, weil auch viele Futterwaben dabei waren.

  • also die geschlossenen Palletten standen direkt in einer großen Lagerhalle. Ob Frostsicher, keine Ahnung. Bei mir sind sie jedenfalls trocken, aber nicht Frostsicher.



    grüße Stefan

  • Hallo,

    bei mir werden die HR auf entsprechenden Paletten wie beim

    Ernst Wagner nach dem schleudern gestapelt und eingelagert.

    Folie unter den Zargen, oben Deckel drauf.

    Es werden ausschließlich unbebrütete Waben eingelagert, der

    Rest geht in die Schmelzwanne.


    LG

    Frank

  • Können die erfahrenen Ausschlecker mal ihre rationellsten Ausschleckmethoden vorstellen?

    Weil ich kenne das so, dass man die Folie ein Stück umschlägt, dann Leerzarge drauf, dann eine Zarge in der maximal 4 Waben auf abstand hängen.

    Wenn ich das mit 30 Honigwaben pro Volk rechne, muss ich da mindestens 8 mal (alle zwei Tage) hin, um eine Material-Abklopfschlacht hinter mich zu bringen.

    Mikrowellen-Essen aus biologischem Anbau lässt uns nur so leise aufstoßen, dass sich niemand belästigt fühlt.


  • ca 40mm Rahmen unter der Platte mit futterloch oder halbe/ganze Leerzarge auf den Zwischenboden oder Folie , 6-7 Waben in 11 Zarge,

    Waben mit Wasser einsprühen, bei kristallinem Futter/Raps tauchen in Wassereimer, sonst riechen die Waben auch leer nach Honig.

    3-4 Zargen drauf auf Völker, die schon TBE hatten oder als Kunstschwärme gebildet wurden, damit die Varroabehandlung nicht verschoben wird oder auf Völker, die noch Bienen für Kunstschwärme liefern können.

    Transparente Platten als Dach habe ich bis jetzt nicht benutzt, stehen für nächstes Jahr bereit.

  • ...

    Transparente Platten als Dach habe ich bis jetzt nicht benutzt, stehen für nächstes Jahr bereit.

    Ich denke, dass ist ein sehr wichtiger Punkt.

    Bei mir auch Folie -> schmaler Spalt, dann Leerzarge und oben drauf 3-4 Halbzagen mit je 7-8 HW.

    Folie und Wandergitter drauf und unter den Deckel eine Leiste, damit Licht rein kann.

    Blechdeckel kann auch noch als Wetterschutz drauf und es kommt trotzdem Licht rein.

    Die transparenten Platten habe ich mir durch meine Folie gespart.

    Vorteil der Ausschleckerrei ist auch, dass die Waben gleich repariert werden.

  • Können die erfahrenen Ausschlecker mal ihre rationellsten Ausschleckmethoden vorstellen?

    Seit Jahren geht es bei mir so: Nach der letzten Honigernte kurz füttern, damit etwas zu futtern in den Kisten ist. Die gestapelten, abgeschleuderten Honigräume kommen wie folgt auf die Völker (Ende Juli, Anfang August) - 1 Zwischenboden, so vorhanden - darauf 3 Honigräume 2/3 DNM oder 2 HR DNM mit je 11 Waben. Alternativ zum Zwischenboden kann man auch die Folie auf dem BR an einer Ecke umschlagen, eine Leerzarge aufsetzen und darüber die 2 bzw. 3 HR. Diese bleiben 3 bis 4 Tage auf den Völkern. Danach tausche ich den Zwischenboden bzw. die Leerzarge und Folie gegen eine Bienenflucht und nach weiteren 1 bis 2 Tagen kann ich die perfekt geputzten, trockenen HR's abnehmen.


    Funktioniert bestens und alles was ohne Pollen ist, geht ins Winterlager.


    Beste Grüße


    Rainer

  • Nach dem Ausschleudern werden diese in einem großen PVC Tank gelagert. Der Tank ist unter dem Hallendach in ca. 2 m Höhe aufgehängt und hat seitlich und oben eine mit einen mottensichern Gitter versehene Lüftung.

    So hatte ich mit der Lagerung noch nie Probleme und das lästige Ausschlecken der Waben entfällt.

  • Hallo, ich weiß, dass Thema ist nun einige Jahre alt :-)


    Genau deshalb würde mich interessieren, welche Erfahrung die Leute haben bzw wie lange die schon ihre honigfeuchten Waben in geschlossenen Türmen lagern . Habt ihr vom Honig Nachteile, wie behauptet, das entmischen oder fängt er das Gähren nach kürzerer Zeit an?


    Hintergrund ist: Mich hat letzte Saison das ausschlecken extrem genervt und hat viel Arbeit verursacht. Hab ca 100 Honigräume und da ist das schon viel Arbeit.


    Ich würde es gerne so machen wie oben gelesen, einfach auf Paletten und alles dicht und trocken lagern. Das aussortieren der Waben mach ich beim letzten schleudern und es kommen so gut wie keine Pollenwaben mit rein. Bebrütete Waben hab ich sowieso nicht (imkere im großem Brutraum).


    Beste Grüße


    Frank

  • Hallo Frank, ich Imkerei ja auf Zander Ganzzargen (ja ich weiß, ich bin kein Gewichtheber, machs aber trotzdem), zum ersten schmelze ich sehr streng ein, das heisst pro Volk bleiben max 10 einwandfreie Waben übrig. Ich lasse die über Absperrgitter ausschlecken, nach 2-3Tagen kommt das Gitter raus und die Bienenflucht rein. Weitere 2-3Tage später entferne ich die bienenfreien, trocken, reparieren Waben und längere sie ein, für mich erste Wahl.

    Hab auch schon mal überlegt einfach honigfeucht einzulagern, aber das pappt mir alles zu sehr.

    Gruß Sascha

  • Ich imkere auch im Honigraum mit DNM 1,0 und im Brutraum 1,5. Bist jetzt fahr ich am besten so und das Gewicht macht mir bisher nichts aus, wird sich aber im alter wahrscheinlich ändern 8o


    Wenns irgendwie möglich ist, will ich von den ausschlecken weg, ohne dass Nachteile vom Honig entstehen, zu dieser Zeit hab ich sowieso genug Arbeit und erst aufräumen um die Zargen noch später drauf zu stellen, hab ich erst recht keine Lust ||


    Deshalb wäre es echt schön Langezeit Erfahrungen von Leuten zu hören, die die Waben honigfeucht und in geschlossenen Zargentürmen lagern, zu hören. Nachteile und Vorteile. Das die Rähmchen arg verpappt sind nach dem letzten schleudern, kann ich nicht behaupten.


    Gruß Frank

  • Hi Moon!


    Honigfeucht einlagern tue ich zwar nicht, aber alle, von denen ich weiß, dass sie das tun, verwenden dazu nur Kühlräume und ziemlich niedrige Temperaturen (teuer!).


    Ich perönlich würde das auch gerne tun, aus den gleichen Gründen wie du (nervige Arbeit sparen), aber ich mache es nicht. Kühlung in diesem Umfang ist mir zu teuer und alles andere für mich inakzeptabel.


    Der Honig zieht ohne starke Kühlung und ohne absolut insektendichte Lagerung zwangsläufig Wasser, Staub, unerwünschtes Kleingetier. Selbst wenn sich die Feuchte noch in Grenzen hält, so zeigen solche Waben nach einiger Zeit doch einen gewissen Geruch, den zumindest ich nicht mit meinem Produkt in Verbindung bringen möchte.

    Natürlich putzen die Bienen das, aber wer gegen Honig aus bebrüteten Waben ist, müsste in meinen Augen zwangsläufig aus den selben Gründen auch gegen 1 Jahr alte, honigfeuchte Waben sein, sofern diese nicht aufwändig gekühlt und trocken gelagert wurden.


    Sicher gibt es dazu aber noch ein Dutzend anderer Meinungen, ich bin gespannt.

  • Deshalb wäre es echt schön Langezeit Erfahrungen von Leuten zu hören, die die Waben honigfeucht und in geschlossenen Zargentürmen lagern, zu hören. Nachteile und Vorteile. Das die Rähmchen arg verpappt sind nach dem letzten schleudern, kann ich nicht behaupten.


    Gruß Frank

    Funktioniert einwandfrei seit beinahe dreißig Jahren. Hat bei den alljährlichen Honiganalysen niemals zu Problemen geführt (sowohl bei den Eigenkontrollprüfungen wie auch bei den amtlichen Probenahmen).


    LG

    Frank