Hoher Futterverbrauch

  • hey,


    in den letzten 12 Tagen haben meine beiden Wirtschaftsvölker knapp 1Kg am Tag verbraucht.

    Die liegen heut beim Gewicht vom 16. August, obwohl ich 11,5 Kg 3:2 Sirup gefüttert habe.

    Das heißt wohl, die haben Brut oder eben einen großen Verbrauch?

    Denn den Winter über geht das ja nicht so weiter.


    (Beides 2zarger ohne Honigraum, einer unten 11,7 oben 8,3 Kg, der andere unten 11 & oben 13,5 Kg).


    Juli

  • Jau, kann ich bestätigen - meine Stockwaage zeigt rund 1,5 kg minus seit dem 15.; praktisch kein Plus auf der Waage. Natürlich haben die Damen noch gut Brut und das zehrt... halte das also durchaus für normal. Die klugen Tierchen wissen, dass sie mit Deinen 11,5 kg 3:2 eh nicht so über den Winter kommen; also wird noch mal in Hoffnung auf irgendeine Trachtquelle in Personal investiert. Also eben "Bee-isch ressources"...


    Ich werde wohl so ab nächste Woche wieder einen Schwung Futter geben; muss aber noch MWs giessen...wie immer von allem zu wenig und auf 8 Rähmchen möchte ich sie alle noch heben.


    M.

  • Wenn von außen nichts reinkommt, ist das kein außergewöhnlich hoher Verbrauch. Ob von außen was reinkommt, kannst nur Du selber beobachten (oder eventuell deine regionalen Imkerkollegen).

    3:2 Sirup gefüttert habe.

    Was hast Du denn da in dem Verhältnis gemischt?

    Ein Bienenschwarm ist keine Naturkatastrophe...

  • moin,

    &Danke!


    @Hymenoptera

    > ... in Hoffnung auf irgendeine Trachtquelle in Personal investiert.

    ah so! Würden Bienen keine so große Volksstärke mehr entwickeln, wenn man ihnen den Honig gelassen hätte bzw. sie genug Futter haben?

    Als Tracht sehe ich hier momentan nur den Jap. Knöterich.



    @Berggeist

    > ... Was hast Du denn da in dem Verhältnis gemischt?

    3 Teile Zucker (normal, weiß), 2 Teile Wasser.



    Ich habe erst "bischen" später nach dem Klau angefangen zu füttern.

    Da kommt gleich nochmal je 5 Kg 3:2 Sirup rein plus gekauften 1 Kg Futterteig - vormittags soll man zwar nicht, aber geht nicht anders.


    "Bemerkenswert" finde ich, dass die beiden Kisten unterschiedlich "aufgestellt" sind: die eine, schwächere lebt "schwerpunktmäßig" unten, die andere oben - also da ist, wie im Lehrbuch, die obere Zarge die schwere: unten leert sie sich zum Spätsommer ja - wobei ich gestern mal kurz 2 Zentralwaben angeschaut habe: die waren mit Nektar gefüllt.

    Irgendwie sind die Bienen immer für eine Überraschung gut..


    Ansonsten hängen bei allen Kästen dicke Bienentrauben in die Bodenzarge.


    Juli

  • Gute Frage - tatsächlich ist mir das bei einem Volk mal "passiert"...totale Brutentnahme gemacht und Volk auf MWs gesetzt. Hatte ihnen dann nur HRs zum Auslecken gegeben und irgendwie verpeilt, anschließend zu füttern...war nach zwei Wochen überrascht, ein riesiges Brutnest zu finden und den Rest praktisch trocken! Ohne einen Futterkranz! War sehr erschrocken und es gab sofort Futter. Aber mir zeigte das auch wie überlebenswillig sie waren und selbst unter dieser Schocksituation nicht etwa auf Sparflamme schalteten, sondern sofort durchstarteten auf Teufel-komm-raus...


    Aber das muss nicht immer so sein und klappen...ev. auch ein gutes Stück Genetik...


    M.

  • Moin

    Das ist tatsächlich etwas, was mir in diesem Jahr hier im Südwesten auch als Besonderheit auffällt: Die Völker haben in den letzten 4 Wochen einen Brutschub hingelegt, als ob es Anfang Mai wäre. Entsprechend Futter muß nachgeschoben werden.

    Grüße an alle


    Michael




    -Das größte Geheimnis ist, ein Genie zu sein, aber niemand außer einem selbst weiß es-

    (Mark Twain) Donald Duck

  • Die klugen Tierchen wissen, dass sie mit Deinen 11,5 kg 3:2 eh nicht so über den Winter kommen; also wird noch mal in Hoffnung auf irgendeine Trachtquelle in Personal investiert.

    Solch vorausschauende Planung bezweifle ich. Meine Bienen sammeln intensiv, sobald sich eine Gelegenheit dafür bietet - ganz egal, wieviel Vorräte sie bereits in der Beute haben. Begrenzender Faktor beim Füttern ist nach meinem Eindruck eher die Temperatur am aufgesetzten Fütterer, korrespondierend mit der Personalstärke und der Brutnestgröße (= zum Fütterer aufsteigende Wärme, v.a. in kühlen Herbstnächten).