Welches Wasser benutzt Ihr zum Wachsklären ?

  • Hi


    mich würde mal interessieren was Ihr für Wasser zum Wachsklären nutzt. Habe mal Hahnwasser versucht aber da wurde der Wachs grau !

    Ich nutze bei meinem Bottich Wasser aus einem Bach um die Rahmen einzuschmelzen.


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    Bei der Feinklärung mit einem Dampfentsafter nutze ich dann Destilliertes Wasser und der Wachs wird schön hell gelb wie er eigendlich sein soll. Wenn ich mir dann Bilder von Wachsangeboten ansehe sind viele Wachsbarren sehr grau darauf.


    Gibt es da wirklich Unterschiede was man benutzt ?


    Gruß Rolf

  • Hallo Rolfy!


    Grau oder nicht grau hat eher was mit den verwendeten Schmelzgefäßen zu tun. Wenn das Wachs auffallend gelb ist, dann kann auch daran manipuliert worden sein. Z.B. Aufhellung mit Säuren, was aber nicht heißen sollte, dass das von vorn herein schlecht ist, denn verseiftes Wachs kann man auf diese Weise wieder vom Kalk befreien.


    MfG

    Honigmaul

  • Ich benutze einfach unser Brunnenwasser (Gartenschlauch) und kann keine Unterschiede zum gelegentlich benutzen Regenwasser sehen. Und wenn das Wachs eher grau wäre, dann wäre das kein Problem für mich...


    Gruß Jörg

  • Bei uns ist Leitungs- und Brunnenwasser sehr hart (Härtebereich 4), frag doch mal beim Wasserwerk nach oder teste selbst (Aquarienbedarf) wie das bei euch ist.


    Zum Wachsklären gebe ich ca 1 bis 2 g Zitronensäure dazu und bekomme schönes, gelbes Wachs. Nach längerer Lagerzeit läuft es aber auch wieder an - was eigentlich ein Qualitätsmerkmal für echtes Bienenwachs ist.


    Gruß

    Marion


    PS Übrigens "das Wachs" ...

    Gärtnerin mit Hang(garten) zur Selbstversorgung, Informatikerin, neugieriges Gscheidhaferl - 123viele.de

  • Moin,

    Ich nehm "Abwasser" der Brennwertheizung oder das, was der Luftentfeuchter als Kondensat abgibt.

    Kalk sollte in beiden Fällen nicht drin sein. Rückstände oder Verfärbung habe ich nicht beobachtet.

    Grüße Ralf

  • 8) gut "das Wachs"


    Habe einen Umarbeiter gefunden der ab 5 kg zu 4.50 Euro/kg mir Mittelwände herstellt und ich möchte vermeiden das mein Wachs nicht angenommen wird wenn es zu grau ist.


    Werde ab Frühjahr mit eigenem Wachskreislaufen starten wenn neue Mittelwände notwendig sind, ist immer gescheidert weil die meisten Umarbeiter erst ab 50 kg umarbeiten.


    Gruß Rolf

  • Trocknerwasser finde ich eklig, das riecht doch schon nach Waschmittel.


    Zum Auskochen oder Schmelzen im Topf nehme ich entweder Regentonnenwasser (wenn nicht zu viel drin herumschwimmt) oder unser ziemlich kalkhaltiges Leitungswasser, das ich mit einem halben Teelöffel Zitronensäure neutralisiere. Andere Säuren (z.B. OS) gehen auch, aber Zitronensäure habe ich eh dastehen. Wenn ich sehe, dass das Wachs im Topf anfängt, grau und grisselig zu werden, gebe ich nochmal etwas Zitronensäure dazu, das geht gut. Die Zitronensäure ist sehr gut wasser- und nicht fettlöslich, im Wachs bleibt also nichts davon.


    Beim Verwenden eines Dampferzeugers (zB zum Tapetenablösen) hat man ein anderes Problem: Der daraus hervortretende Dampf ist zwar kalkfrei und das Wachs wird schön gelb, aber die Kalkreste bleiben im Verdampfer und machen diesen ggf. kaputt, wenn man ihn nicht reinigen kann. Da nützt es auch nichts, zum Verdampfen noch Säure in den Vorratsbehälter zu schütten, denn die Rückstände bleiben ja trotzdem drin! Hier nehme ich also destilliertes Wasser. Das Verdampfergefäß könnte man zwar auch entkalken (d.h. Entkalkerbrühe hinterher auch rausschütten!), aber wenn schwerlösliche Beläge nicht weggehen, kann man die Reste nicht eben mal mit dem Schwamm wegschrubben.


    Beim klassischen Dampfentsafter kann man dagegen ebenfalls die Leitungswasser(+ggf. Zitronensäure)-Variante wählen, weil man den Topf ja danach ausleert und zur Not richtig reinigen kann. Ist wie Eierkochen.


    Wachsblöcke, die lange an der Luft herumstanden, werden bei mir auch immer ein bisschen trübe auf der Oberfläche, vor allem die Fingerspuren fallen auf, auf Fotos sieht das dann möglicherweise noch schlimmer aus.


    Alle dafür verwendeten Gefäße und Utensilien sind aus Edelstahl oder Plastik.

    With lots of room for improvement.

  • Beim Verwenden eines Dampferzeugers (zB zum Tapetenablösen) hat man ein anderes Problem: Der daraus hervortretende Dampf ist zwar kalkfrei und das Wachs wird schön gelb, aber die Kalkreste bleiben im Verdampfer und machen diesen ggf. kaputt, wenn man ihn nicht reinigen kann.

    Da mache ich mir bei einem Gerät für unter 19 € weniger Gedanken...