Ableger richtig auffüttern

  • Moin moin,


    bei mir steht nun das erste Mal das Auffüttern meiner Mädels (3 Ableger auf Dadant) für den Winter an. Habe gestern noch mal eine Durchsicht gemacht mit folgendem Ergebnis:

    Futter ist in allen Ablegern vorhanden, auf allen BW sind (m.E.n. ausreichende) Futterkränze vorhanden, dazu jeweils 3-3,5 mehr oder wenig volle FW.

    2 der Ableger sitzen auf insgesamt 10 bzw. 8 Waben, der 8er hat noch eine neue MW bekommen also quasi fast 9.

    Etwas Sorge macht mir der dritte Ableger, der auf nur 6 Waben sitzt. Dieser war von Anfang an der schwächste da er auch als letztes gebildet wurde. Brut und Stifte sind allerdings reichlich vorhanden und die Damen machen auch einen vitalen Eindruck - ich hoffe also da geht noch was bis zum Oktober...


    Nun mache ich mir Gedanken über meine Strategie zum Auffüttern:

    Die beiden stärkeren Ableger würde ich quasi ab sofort mit 15-20 kg Apiinvert auffüttern wollen, in 3-4 Portionen über den Adam-Fütterer.

    Beim schwächeren Ableger wollte ich - um den Bautrieb nicht zu stoppen - vorerst noch mit 1:1 Zuckerlösung weiter füttern und in 1-2 Wochen nochmal prüfen, was sich getan hat. Dann den fehlenden Rest ebenso mit Apiinvert.


    Ist das vom Grundsatz her so in Ordnung?

  • Die beiden stärkeren Ableger würde ich quasi ab sofort mit 15-20 kg Apiinvert auffüttern wollen, in 3-4 Portionen über den Adam-Fütterer.

    Beim schwächeren Ableger wollte ich - um den Bautrieb nicht zu stoppen - vorerst noch mit 1:1 Zuckerlösung weiter füttern und in 1-2 Wochen nochmal prüfen, was sich getan hat. Dann den fehlenden Rest ebenso mit Apiinvert.


    Ist das vom Grundsatz her so in Ordnung?

    Das ist ein wenig zu heavy!!!


    Wo soll soviel Futter eingelagert werden, arbeitest Du mit nem Doppeldecker ?" ;)

    Meines Wissens nach reichen 10Kg Fertigfutter, entsprechend 14l, vollkommen aus für die Überwinterung eines Vollvolks.

    Selbstverständlich ist es individuell ab zu schätzen, also wiegen.

  • Aber ansonsten danke für den Hinweis. Die Strategie mit dem 1:1 bei dem schwächeren Volk und die Gabe in 3-4 Portionen würdest du sonst so mitgehen?

    Die Frage ist, wie sieht das Brutnest aus.

    Wenn überall Stifte und Brut vorhanen sind, wo sollen die noch was bauen?


    Eine frische, schadfreie MW an dritte Stelle geben und dünn füttern. So würde ich es machen, bzw. habe ich gemacht.


    Zumindest hoffe ich, dass die MW schadfrei ist.!!! :(

  • Eine frische, schadfreie MW an dritte Stelle geben und dünn füttern. So würde ich es machen, bzw. habe ich gemacht.


    Zumindest hoffe ich, dass die MW schadfrei ist.!!! :(

    Sie haben noch auf den beiden äußersten MW (also links und rechts vom Brutnest) jeweils 1 Seite Platz zum Bauen. Aber ansonsten war das auch meine Strategie, 1:1 füttern und nach und nach so viele MW zugeben, wie sie noch schaffen. Und das notfalls bis Ende September und dann halt dick auffüttern und das Beste hoffen. :|


    Das mit den schadfreien bzw. kontaminierten MW habe ich auch gerade gelesen bzw. verfolge es - als Anfänger wird einem da richtig mulmig... Werde jedoch nicht in Panik verfallen und erstmal abwarten.

  • Moin in den hohen Norden,

    ich versuche meinen Völkern noch bis Mitte September Platz für maximale Brutflächen zu lassen. Dann erst füttere ich den Rest mit einem Schwapp auf.

    Es gibt auch andere Ansichten dazu, z.B. die Sommerbienen jetzt mit dem Futterinvertieren zu beschäftigen und abzuarbeiten, um die Winterbienen zu schonen...

    Das muss man vielleicht mal selbst austesten und dann entscheiden.


    Gruß Jörg

  • Moin Jörg,


    also im Zweifel fütterst du dann quasi Mitte September 10 oder 15 kg Sirup in einer Portion? Bei selbst gemanschter 1:1 Lösung ist es mir einmal passiert, dass ich zu viel auf Mal gegeben habe und diese anfing zu schimmeln, so dass ich die Futtertasche aus dem Volk nehmen und grundreinigen musste. Schimmelt der fertig gekaufte Sirup nicht?

  • Moin Jörg,


    also im Zweifel fütterst du dann quasi Mitte September 10 oder 15 kg Sirup in einer Portion? Bei selbst gemanschter 1:1 Lösung ist es mir einmal passiert, dass ich zu viel auf Mal gegeben habe und diese anfing zu schimmeln, so dass ich die Futtertasche aus dem Volk nehmen und grundreinigen musste. Schimmelt der fertig gekaufte Sirup nicht?


    Die Kisten müssen gewogen werden, eh Futter gegeben wird, insbesondere im September.


    Es gibt GEgenden, wo noch immer was eingetragen werden kann(wie Senf, JKK), witterrungsabhängig natürlich. Deshalb beobachten, wiegen, entscheiden. Ich kann mir nicht vorstellen, dass dir hier jemand eine Empfehlung abgeben kann.


    Wenn dünn, dann auch in Maßen, nicht alles auf einmal.


    Der fertige schimmelt wahrscheinlich nicht, und der selbst gerührte 3:2 wahrscheinlich auch nicht so schnell, wegen des hohen Zuckergehalts.


    Ich gebe in einem 800ml Glas kopfüber 1:1 oder etwas dünner, was bis zum nächsten Tag komplett weg genascht wird.

  • Ich hebe jedes Volk an und schätze den ungefähren Vorrat.

    Die Hälfte der Völker hatte A. August nach meinen Schätzungen beim Anheben schon den Wintervorrat selbst eingetragen.

    Die anderen bekamen je nach geschätztem Gewicht von 7 - 14 kg Apiinfert. Ich meine festgestellt zu haben, dass ein Einzarger merkt, wenn er kein Futter mehr braucht und sich die erforderlichen Brutzellen freihält.

    Von einer großzügigen Bevorratung bin ich schon lange abgekommen, der größte Futterverbrauch ist ab März, bis dahin reicht mein Winterfutter und bei den heutigen wärmeren Wintern bekommen dann Völker mit wenig Futter, falls erforderlich, Apifonda aufgelegt.

    Natürlich ist im Frühjahr eine oftmalige Kontrolle mittels Anheben erforderlich.

    Dieses schätzen der Vorräte kann man sich sehr gut antrainieren.