Hinterbehandlung (Normbeute 52) und naturnahe Bienenhaltung

  • Hallo zusammen,


    bevor ich mit dem ersten Beitrag starte, möchte ich mich kurz vorstellen. Ich heiße Falk und wohne bei DD. Seit knapp 2 Monaten halte ich 2 Völker (1 Wirtschaftsvolk und 1 Ableger) in Magazinbeuten (je Zarge 11 Rähmchen DNM).


    Ich habe die Möglichkeit bei uns im Ort ein Bienenwagen mit Hinterbehandlungsbeuten (Norm 52) zu übernehmen. Gleichfalls möchte ich ab dem kommenden (Bienen-)Jahr gerne so wesensgerecht und naturnah wie möglich Bienen halten.


    Ganz ehrlich, mir gefallen die alten Beuten sehr und mein Imkerpate ist auch nach wie vor davon begeistert.


    Aber: Ist eine naturnahe Haltung gut möglich? Konkret geht es um Naturbau, keine Mittelwände, überwintern auf eigenem Honig usw. usw.


    Ich freue mich auf Eure Antworten!

    VG,

    DerWiesenimker

  • Hallo Wiesenimker ,


    ich finde die Normbeute auch sehr schön. Habe in diesem Jahr auch drei sehr gut erhaltene erworben, die ich im nächsten Jahr besiedeln möchte. Da ich bisher mit Warrė imkere aber mit Rähmchen und Naturwabenbau, will ich das übernehmen. Im Honigraum werde ich aber MW geben. Ich finde das alte Buch "Der Bienenmuch " sehr interessant für die Betriebsweise HBB.

    Dir viel Erfolg mit dem Bienenwagen.

    Willst du Gottes Wunder sehen, musst du zu den Bienen gehen.

  • Hallo,

    " wesensgerecht und naturnah " ist nicht von der Beutenart abhängig !

    Allerdings solltest du dich VORHER mit der speziellen Betriebsweise dieser Beuten vertraut machen. Sie unterscheidet sich doch deutlich von der Magazinbetriebsweise. (Sonst wirst du nicht all zu viel Freude daran haben.)

    Schau auch mal hier rein "Die Imkerhompage" (klein aber fein).

    Gute Literatur zum Thema findest du auch unter der Imkerliteratur der ehemaligen DDR.

    Dort war diese Beute Standard.

    Siehe : Grete Meyerhoff "Kleine Imkerschule", od. das Lehrbuch "Imkerliche Fachkunde", usw. .


    Gruß Finvara

    Man kann ohne Bienen leben, ... aber es lohnt sich nicht.

  • Hallo Finvara,


    ja, über die Betriebsweise habe ich mich bereits informiert (u.a. auch auf der o.g. sympathischen Website) und denke, dass es passen könnte. Genauere Infos zum "Mehraufwand" in trachtreichen Zeiten bzw. dem nicht erweiterbaren Platz in der Normbeute, bespreche ich noch mit meinem Imkerpaten (bzw. stelle diese Frage gleich mal an Euch :-) ).


    Stimmt, prinzipiell gehe ich auch davon aus, dass es eigtl. egal ist, welche Beutenart man verwendet - aber das ist für mich noch graue Theorie - deshalb frage ich lieber vorher (es geht ja schließlich um Tiere).


    Ich danke Dir für Dein Beitrag!

    Viele Grüße,

    DerWiesenimker.

  • Hallo zusammen,


    am Wochenende habe ich mich an meine Hinterbehandlungsbeuten gemacht und diese zu 4 Etagern ausgebaut.


    Prinzip ist ja klar - den Boden der oberen und den Deckel der unteren Beute aussägen.

    Auf den Bildern sieht man gut, wie ich es gemacht habe - und natürlich auch den zwischen den Beuten entstandenen Raum.


    1.) Anzeichnen:



    2.) Blick vom der oberen hinein



    3.) Bestück mit Testrähmchen



    4.) Ansicht Zwischenraum



    Ich warte jetzt einfach ab und werde dann reagieren und handeln, wenn es mir zu "wild" wird mit dem verbauen der Zwischenräume.


    Ein Erfahrungsbericht wird folgen.

    Viele Grüße,

    DerWiesenimker.

  • Genauso hab ichs auch ... ich habe mir allerdings Leisten geschnitten, diese mit Abstandsbügeln versehen und im unteren Raum auf die Träger gelegt. Da entsteht kein Wildbau, weil die plan mit den Unterschenkeln der "oberen" Rähmchen abschließen. Im Frühjahr (ich überwintere i.d.R. auf 2 Räumen) mal kurz mit dem Stockmeißel lösen, alles gut.

    Die Leisten sind so breit wie die Rähmchen. Man hat nur den Nachteil, daß noch mehr Zeugs rumliegt.


    Freundliche Grüße

    Wolfgang

    Nicht alles was schön ist, kann man für Geld kaufen

  • Hallo,


    danke für die Ideen.

    Drohn55 :

    Kannst Du davon mal ein Bild machen? Ich glaube ich weiß wie du es meinst - aber sehen ist noch mal cooler.


    bienenfred :

    Ja, Hoffmann-Rähmchen sind nur zum Test drin - ich werde normale Rähmchen mit Abstandshaltern verwenden. Die Hoffmann-Rähmchen lagen noch von der Magazinbeute da.


    Danke und viele Grüße,

    DerWiesenimker.

  • Abstandshalter an die obere und untere Rähmchenleiste, also anders als bei Magazinen. Mit seitlichen Abstandshaltern arbeitet es sich bei Hinterbehandlung nicht so gut.

    Ob der direkte Kontakt zwischen Unterleisten oben und Oberleisten unten günstig ist, wage ich zu bezweifeln. Wenn die richtig kitten, wird es dir schwer fallen, die voneinander zu lösen.

    Nach meiner Erinnerung gehen in einen Raum bis zu 13 Waben + 1 Baurahmen hinein. Das ist als Brutraum ausreichend. Außerdem kann man mit dem Fenster exzellente Brutraumanpassung machen. Du hättest dann 3 Räume für Honigwaben zur Verfügung, müsstest dann aber das Absperrgitter über dem untersten Raum einlegen. Wenn du dagegen 2 Räume für den Brutraum verwendest, ist der viel zu groß und der Honigraum zu klein.

    Gruß Ralph

  • Ich hab vor Jahren mal einige Fotos bei Landlive -unter gleichem Nick- eingestellt Evtl. kannst Du dort mal nachschauen - ich weiß aber nicht, ob das als Gast auch funktioniert bzw. die Bilder noch vorhanden sind ...


    VG Wolfgang


    P. S. da ich auch Magazine im Einsatz habe und flexibel bleiben will, setze ich meine Abstandsbügel auf die senkrechten Leisten, jeweils 2 im oberen Drittel rechts und links. Hoffmannrähmchen will ich, vor allem wegen der HBB, nicht

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