Wildbau hinter dem Schied

  • Nachtrag:

    Dies Volk war das ertragreichste am Stand 95 kg. Hinter dem Schied sind die Waben immer noch voll. Ob solch ein Volk Gammelwaben hat, glaube ich nicht. Ich will aber das Wachsproblem nicht beschönigen.


    Ich werde im Brutraum bis März keine Eingriffe machen und hoffe, dass das Futter dann umgetragen ist.


    Besetzte bei der Winterbehandlung 11 Gassen, brütete Mitte April auf 8 Waben. Insgesamt wurden es mit 2 Brutwaben geschröpft. Für meine Verhältnisse ein Supervolk.


    Wer schreibt weiß mehr.


    Remstalimker

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol:

  • Mensch Remsi!


    Das nenne ich doch Mal ein Prachtvolk!😘

    Deine Remstalmischung?🤔

    Grüße Luffi


    Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer. :u_idea_bulb02:

    (Lucius Annaeus Seneca - römischer Politiker, Dichter und Philosoph - * 4 v.Chr, † 65)

  • Ich beziehe mich auf den Beitrag Dadant : Wann engt ihr das Brutnest ein? von beemax.

    Hallo Rainer, dass du mit der Segeberger Styropor 1,5 ohne Wildbau hinter dem Schied klarkommst und ich nicht, das muss Ursachen haben. Ich will versuchen, das zu klären und benenne deshalb einmal die diesbezüglichen Grunddaten meiner Betriebsweise.

    • Volksstärke: Nur starke Völker bauen hinter dem Schied, schwächere nicht.
    • Brutentnahme: Ich entnehme in der Trachtzeit keine Brut um die Völker in maximal möglicher Stärke durch die Tracht zu führen.
    • Honigraum: Ich setze den Honigraum mit Beginn der Weidentracht auf. Die unterste Honigraumzarge enthält nur voll ausgebaute Waben. Der Honigraum wird sofort angenommen.
    • Brutraumerweiterung: Ich erweitere nur mit Leerwaben, nicht mit Mittelwänden.
    • Baurahmen: Ich verwende keinen.
    • Bautätigkeit im Honigraum: Anfangsstreifen, Naturbau. Mit Gabe des Honigraums beginnen die meisten Völker oben zu bauen.
    • Trachtverlauf: Viel Obst und Raps, danach kurze Zwischentracht Robinie überlappend mit Raps, abschließend Linde.
    • Wanderungen: Keine, nur lokaler Stand.
    • Erträge: Durchschnittlich 70kg/Volk, schwache Völker ca. 30kg, Spitzenvölker über 100kg. Diese errichten den stärksten Wildbau.

    Bitte vergleiche mit deiner Betriebsweise, vielleicht ergibt sich daraus die Ursache für die unterschiedlichen Beobachtungen.


    Gruß Ralph

  • Ralph @Kleingartrndrohn, Deine Aufzählung entspricht auch meiner Arbeitsweise, bis auf


    - Trachtverlauf: hier kaum Obst und nahezu kein Raps, dafür von der Weide, wilde Mirabelle, Schlehen, Ahorn aller Art, einige Kastanien bis hin zu Akazien im Juni; dann Trachtlücke und danach Linden, Sommerblüten, manchmal Honigtautracht.


    - Erträge passen zu dem, was Du beschreibst. Aber - die stärksten Völker mit Spitzenerträgen bauen nicht hinter dem Schied.


    Ich schicke mal Bilder - sind leider zu groß; muss ich erst reduzieren...


    Und - bei mir Kaltbau!


    Beste Grüße


    Rainer

  • Hallo Ralpf

    Hab auch mehr als 20 Völker in Segeberger 1,5 und kann den Wildbau hintern Schied auch nicht bestätigen, egal ob Warm oder Kaltbau. So nun zum Vergleich

    1. Kenn ich so nicht (zum Glück)

    2.wie ich auch

    3.wie ich auch

    4. Brutraumerweiterung mit vollen (fast vollen) verdeckelten hellen Futterwaben sehr bei Zeiten, dann Finger weg. 5. früher immer in den letzten 2 Jahren nicht mehr da ich diagonal geteilte MW nach Trachtende gebe.

    6. Ich gebe nur MW im Honigraum als 2. bzw. 3. je nach Trachtlage manchmal auch gemischt mit ausgebauten.

    7. im Trachtverlauf fehlt bei mir die Robinie

    8.Auch nur lokale Stände


    MfG Frank

  • Hier noch die versprochenen Bilder zur vergangenen Saison. Die Aufnahmen stammen aus dem Mai. Die Türme sind als Ausnahme für die optimale letztjährige Situation einzuordnen. Normalerweise reichen hier 3 HR DN2/3, auch schon mal 4.


    Das Brutnest inkl. Drohnenrahmen saß bei diesem Volk auf 7 Waben DN1,5. Diese Königin versteht es, ein so großes Brutnest komplett zu bestiften.


    Beste Grüße


    Rainer

  • Die schwächeren Völker kommen auf 4 Halbzargen im Honigraum, die Stärkeren auf 7, also auch ziemlich ähnlich. Durch die Naturbauweise hängen die Bautrauben im Honigraum, unten eigentlich nicht.

    Die meisten Völker werden im Warmbau betrieben, mit dem Leerraum vorn, ist aber egal, ob vorn oder hinten. Ein Volk wurde im Kaltbau betrieben, die waren mit der Ausführung von Wildbau extrem.

    Vielleicht ist die starke Frühtracht der Auslöser, starke Frühtracht finde ich aber eher gut, da der cremige Frühtrachthonig gefragt ist. Vielleicht ist es aber auch die Genetik.

    Gruß Ralph

  • ...

    Hallo Rainer, dass du mit der Segeberger Styropor 1,5 ohne Wildbau hinter dem Schied klarkommst und ich nicht, das muss Ursachen haben. ...

    Ich habe ja keine Ahnung :/ von dem eingeengtem Brutraum. Aber ich habe mir gerade den Vortrag von Bernhard Heuvel angesehen. Bei 1:13:30 kommt die Frage zum Wildbau hinter dem Schied. Vielleicht hilft dir die Antwort von Bernhard auf diese Frage weiter.

    3 Völker, Langstroth Flachzarge / 8 Frame, Honigraum FlowHive

  • Ich denke, dass Wachsreste am Absperrgitter als Ansatz zum Wildbau führen.

    Remstalimker

    Es mag sein, dass dort bevorzugt angebaut wird - es dürfte aber nicht die Ursache sein. Ich habe immer Wachsreste am ASG und dennoch immer nur dann Wildbau, wenn bei guter Tracht der Platz im HR fehlt. Schafft man diesen dort, ist das Thema erledigt. Gilt alles nur für meine Bienen, meine Kisten in dieser Gegend.

  • Den Bautrieb mit dem Honigraum lenken. Das Funktioniert selbst wenn man unten nicht so eng führt wie Bernhard.

    Der erste Impuls ist wichtig, wenn unten angefangen wird biste zu spät.


    Gilt alles nur für meine Bienen, meine Kisten in dieser Gegend.

    Hänge ich mich dran :thumbup:


    Gruß Chris