Wildbau hinter dem Schied

  • Hallo,

    ich bin kein großer Freund des eingeengten Brutnestes. Bei wenigen Völkern drücke ich auf 8 Waben Dadant. Ein Volk baut hinter dem Schied hartnäckig Wildbau. Wo liegt die Ursache? Kann es ein, dass kleine Wachsreste am Absperrgitter dazu verführen?


    Remstalimker

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol:

  • Hallo,


    schönes Thema!

    Ich glaube es hängt vor allem mit dem Timing beim Schiedsetzen und den Temperaturen (Bodengitter usw.) zusammen.

    - Schied zeitig setzen, nach Reinigungsflug bzw. vor großem Brutnestschgub.

    - sobald die Gefahr des Hungerns vorbei ist (Tracht) keine Waben hinter dem Schied! Nix!

    - Brutnest ist warm (z.B. mit eingelegtem Wärmebrett) und der Raum hinter dem Schied soll "kalt" sein. Im Kalten ketten sich die Bienen gern auf, bauen aber nicht.

    Und wahrscheinlich hängt es auch noch mit der brutnestfernen Honigstapelung zusammen. Wachsreste sind natürlich immer Mist!


    Gruß Jörg

  • Hallo Jörg,

    der Wildbau wurde Schon Anfang Mai aufgeführt und dann nach dem Ausschneiden Anfang Juni noch einmal. Den Bodenschieber habe ich wegen der Honigtrocknung belassen. Hat sich gefühlsmäßig bewährt. Ich habe zu diesem Zeitpunkt keine Schwarmkontrolle gemacht, sondern nur nach Fluglochkontrolle eingegriffen. Jetzt ist ein gewaltiger vollgetragener Wildbau, ca. 6kg Honig, vorhanden. Ich hoffe, dass der Bau die Rückwanderung überlebt. Ich hoffe, dass der edle Seim umgetragen wird, dann kann ich im Spätherbst oder März die Sache bereinigen.

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  • Hallo zusammen,


    Kollege legt (wie von toyotafan mal gezeigt) hinterm Schied Brettchen ein um den Raum nach oben zum ASG dicht zu machen und behauptet, dass er damit keinen Wildbau bekommt.


    Einen Effekt auf die "Wärmeverteilung" kann ich nachvollziehen, in Sachen Wildbau finde ich es schmunzelig.

    Remsi lacht mich eh gleich wieder aus, aber damit es wenigstens mal gesagt wurde... Raum nach oben muss auch frühzeitig da sein.


    Gruß Flo

  • Ich hatte auch zwei dieser Kandidaten.

    Raum war zwar da, aber in Form von aufgesetzten Honigräumen. Die wurden aber nicht wirklich akzeptiert und nach dieser Erfahrung bin ich zum Untersetzen übergegangen. Das scheint mir bei Volltracht besser zu funktionieren.

    Die beiden Wildbauvölker hat das aber nur peripher tangiert. Neben dem Füllen der untergesetzten Honigräume wurde parallel auch wieder Wildbau hinter dem Schied angelegt. Wenn sie erstmal in diesem Modus sind, bekommt man sie da wohl nicht so einfach mehr raus.

    Zuletzt habe ich den Wildbau drin gelassen und hab die Völker auch damit ohne Probleme (ohne Bruch) nach Hause gewandert.

    Gruß Michi ☮ ------------- Spezialisierung ist was für Insekten! :-D

    🖖🏿Dif-tor heh smusma🖖🏿

  • Moin,

    Wenn die Pollenwabe auf der Außenseite bebrütet ist, brauchen die noch ne MW.

    Dann gehgen die auch übers Schied. Nicht jedes Volk lässt sich wehrlos einengen.

    Was findest du in dem Wildbau? Brut? Honig?

    Wenn Brut... Mittelwand

    Wenn Honig ..HR

    geben.

    Meiner bescheidenen Meinung nach , also irgendwo Platzmangel gekoppelt mit Genetik.

    12er DD, und Buckies, gaanz sicher!

    Der Pessimist sieht die Schwierigkeit in jeder Möglichkeit!

    Der Optimist sieht die Möglichkeiten in jeder Schwierigkeit!

    W. Churchill

  • .... Wenn sie erstmal in diesem Modus sind, bekommt man sie da wohl nicht so einfach mehr raus...

    Ja, so ist das leider!

    In den letzten Jahren habe ich solche Kandidaten (vielleicht 10%) zu Ablegern verwurstet. Dieses jahr waren alle ok.


    Remsi, ich glaube bei dir könnte der Wildbau durch die Anti-Wassergehalt-Maßnahmen entstanden sein. HR zu spät/zu wenige und Einschub geschlossen?


    Gruß Jörg

  • Ich bin nahezu überzeugt das die Wassergehaltsgeschichte durch "Zucht" deutlich zu verbessern ist!

    Man muß nur das Refraktometer bei der Zuchtauswahl mit einbeziehen.

    Ich kann das noch nicht beweisen, aber gewisser Erfolg ist diesjahr bei meinen (schon?) messbar.

    Damit mach ich mal weiter.....

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    W. Churchill

  • Hallo, der Honigraum war nicht zu spät. Ende März war er 3/4 voll und Ende April 3/4 leer:). Bitte kein Beileid die Völker waren fit für die Frühtracht.

    Hallo Florian,

    ich möchte nicht noch ein Brettle, den ich müsste dann vorhalten für 1,2 ,3 4 Waben. Da ich mit zwei Schieden arbeite, um das Brutnest in die Mitte zu bekommen, wäre der Brettchenaufwand zu groß. Da wären eher zwei Blindschiede a 70 mm eine Lösung oder großzügig wie ich das bei einem Teil der Völker gemacht habe. Links und rechts zwei Schiede der Wagnerschaumstoffschiede und der Rest bleibt den Bienen. Nicht das Schied macht den Honig, sondern die Tracht und die Stärke des Volkes. Bis jetzt gehe ich auch mit dem Gedanken einfach Mittelwände hinter das Schied zu hängen, dann ist der Wildbau beweglich


    Remstalimker

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  • Kollege legt (wie von toyotafan mal gezeigt) hinterm Schied Brettchen ein um den Raum nach oben zum ASG dicht zu machen und behauptet, dass er damit keinen Wildbau bekommt.

    Ja aber die Bernhardsche Honigautobahn!?


    Ich hatte das Problem, wenn ich die Bodenschieber nicht rechtzeitig rausgenommen habe. Der Wassergehalt ist natürlich ein Punkt. Bei gleichstarken Zandervölkern mit offenem und geschlossen Boden hab ich auch Unterschiede. Genetik hatte ich diesbezüglich noch nicht auf dem Schirm, nur die Volkstärke. Achte ich mal drauf, guter Punkt.


    Beste Grüße,

    Ralf

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife