Jetzt noch Mini Plus besiedeln?

  • Ich glaube, ich habe sie überwinterungsfähig bekommen.


    Nachdem ich noch einmal einen Schwung Stockbienen abgefegt und dem Volk aufgesetzt habe, haben sie nun ein stabiles Brutnest auf drei Waben und darüber fast zwei Etagen voll Futter, da fehlen noch 1,5 Rähmchen zur Perfektion. Also reichlich Futter überm Kopf. Mit den warmen Tagen vor der Brust bin ich letzte Woche noch mal all-in gegangen und habe statt invertiertem Futter eine Rutsche Zuckerwasser aufgesetzt. Sie haben es aufgenommen und noch einmal kräftig gebaut. Mittlerweile habe die die Mädels quasi dressiert - sie lecken den Fütterer aus und warten im Dom auf Nachschub :) Ich kann sie allerdings auch mindestens 2x am Tag sichten, also kann ich Futtergabe und Ausschleckmöglichkeit quasi stundengenau timen. Hygiene ist mir da wichtig. Zwischendurch habe ich das Beuteholz und das Wachs von innen durch OS-Dämpfe aufgehellt.


    So ein später Starttermin ist schon eine Herausforderung. Bis jetzt läuft es aber meiner Meinung nach noch gut. Das Wetter hat mitgespielt. Alles weitere zeigt sich im März.


    Danke für eure Einschätzungen!


    Grüße

    Holger

  • was daraus wurde:


    Im Februar (es war sehr warm) habe ich bei einer völlig überflüssigen Neugiersdurchsicht die Königin gekillt. Wie genau, das weiß ich nicht, aber sie lag vor dem Flugloch irgendwann. Ich habe mir einen angebotenen Ableger besorgt (der Verkäufer war auch etwas verwundert, dass ich den tatsächlich im Februar schon abholen wollte) und habe den dort reingefegt. Hat funktioniert. Mit Ablegerbildung und Wabenentnahme für die am Stand ausgeguckte Nachzuchtkönigin, die dort ihr reduziertes Pensum absolviert, laufen jetzt drei etablierte Einheiten Mini hier so mit.


    Was schön war: Beim Besuch der Kita meines Jüngsten konnten die Kinder bei Volltracht ein richtiges Volk mit allem Zipp und Zapp begucken, also Honigrähmchen mit ein paar Bienen drauf, Brut und Maden (ein Besenstrich und so ein Minirähmchen ist leer) beäugen und sogar eine Königin leicht finden - die Rähmchengröße ist echt dafür toll. Honig probieren ist immer toll, und dem Imker tut eine von 10 Kindern mit Eisstielen zerfetztes Honigrähmchen aus nem Mini auch nicht so wirklich weh :)


    Morgen müssen die Einheiten dann produktiv ran, es werden Brutableger am Stand gebildet und mit Krabbelzellen aus dem Brutkasten bestückt. Da schlüpfen dann die Damen, und gut eingefahrene Kistchen mit ordentlich Ammenbienen sind hoffentlich etwas, was auch Bruder Adam gefallen hätte für den Schlupf der Königinnen. :) Für Jungs ist gesorgt, Drohenschneiden war noch nie mein Hobby, und die ordentlichen Völker haben schöne Rahmen bekommen. Schaun mer mal :)


    Grüße

    Holger

  • Hi Holger

    update: Ich bin es angegangen :) Leider etwas später.


    Am letzten Samstag (2.9.) hat mein ehemaliger Pate mir eine einjährige Königin spendiert und von drei Brutwaben DNM die Bienen dazu gefegt.

    Stehe gerade vor derselben Aufgabe, aber mit frisch begatteten Königinnen. Wie herum hast Du es gemacht? Ich würde die Wabe vom EWK mit der Königin und dem Minivölkchen in die MiniPlus umsetzen wollen und dann Bienen von Brutwaben zugeben. Ist das so okay?

  • also mehrere?


    Ich würde vermutlich die benötigte Menge Bienen von den Vollvölkern zusammenfegen, diese dann im Sprühverfahren mit Oxalsäure behandeln, auf die Minis verteilen (vermutlich sind sie dann 45-60 Minuten aus den Völkern heraus gewesen) und dann die EWK-Waben einhängen. Passen die denn da genau rein? Dann nach vorne setzen.


    Grüße

    Holger

  • Ich würde (vermutlich) noch drei, vier Wochen warten, und die EKW Wabe dann mit einem schönen Tupfer Bauschaum oder Montagekleber seitlich an die Zargenwand kleben, das paßt immer. Einen kühlen Tag aussuchen, denn leichter Nieselregen macht ein Vornässen der Wabe überflüssig! Die zusammengefegten Bienen solange in einem Eimer Säure nach Wahl einweichen lassen, Vorteil, die Königin muß man bei diesem Verfahren nicht suchen!

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Die Königinnen vom 24.Dezember sind die Besten. Da konnte sich das Volk,ohne Ablenkung von Pollen und Nektar, um die Pflege derselbigen kümmern.

    Wer bis jetzt nicht in die Hufe gekommen ist, den bestrafen die Bienen.


    Gruss

    Ulrich

  • Na ja,

    man könnte auch normal antworten, es sind nicht alle von Geburt an hoch begabte Imker.

    Und denen kann man auch helfen, wenn man will.

    Und warum sollte ein Überwintern auf 1-2 Minizargen nicht funktionieren?

    Kopfschüttel

    Es gibt viel zu tun; packen Wir`s an!

  • Und warum sollte ein Überwintern auf 1-2 Minizargen nicht funktionieren?

    Nimm lieber 3 bis 4 Minipluszargen - dann hat genügend Futter Platz und es bleibt noch Raum für Brut... ;-) :-) - dann denke noch darn diese in Gruppen aufzustellen wo sie sich gegenseitig wärmen können...

  • Weil 1-2 Minizargen ein armseliger Haufen ist?


    Ich kann's schon verstehen, wenn da jemand jetzt noch Kunstschwärmchenbastelbestrebungen ersinnt und die so hinschreibt als hätten wir Juni.

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Hallo Franz,

    das ist schon klar. In der Regel werden die auch so überwintert und dann auf 6 Zargen geführt.

    Schröpfen, WV verstärken, Trachten mitnehmen. Und das alles geht ohne Kran, 2. Mann, Bandscheibenersatz...

    Vermarktung des bischens Honig als Press-Scheibenhonig und schwupps paßt auch die Kasse☺

    Gruß

    Butsche

    Es gibt viel zu tun; packen Wir`s an!

  • Ja nun, ich weiß doch auch nicht, warum man da im September mit EWK und jüngst begatteten Damen noch neu aufbauen will, aber statt "nagel im Hühnerstall kniehoch an die Wand, hat den besten Effekt" beschriebe ich dann halt lieber, wie ich es nun machen würde, sollte ich in so eine Situation kommen. Ob es klappt, das sei dahin gestellt. *schulterzuck*


    Grüße

    Holger