Wann honigt Springkraut ?

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    Springkraut wächst bei uns schon über 50 Jahre, dann braucht man es ja nicht mehr bekämpfen... :-)


    beemax: Verunkrautung - Mais, der hat alle bei uns länger lebenden Pflanzen verdrängt und ist überall im Übermaß zu sehen, Wo der gewachsen ist, wächst auch Jahr lang keine andere Pflanze mehr. - Oooopps - Mais ist ja nicht als Unkraut eingestuft, sorry da hab ich wohl etwas verwechselt ;-)

  • Hallo,

    Oooopps - Mais ist ja nicht als Unkraut eingestuft, sorry da hab ich wohl etwas verwechselt ;-)


    Noch garnicht so lange her, da haben sie unweit von uns die Maispflanzen auf den Feldern auch ausgerupft.


    Da war sogar temporär sogar "Polizeischutz" an den Feldern".


    War damals gentechnischer angepasster BT-Mais !


    Merke:

    Springkraut solltst Du,

    Mais darfst Du nicht,

    ausreisen !


    GdBK

    Aus der Übertreibung der Warnungen,
    ist die Unterschätzung der Realität geworden.

  • Überlege mir gerade eine mehrjährige Blühmischung zusammenzustellen.

    Das letzte mal hat das nur im ersten Jahr sehr gut gefunzt, im zweiten einigermaßen und danach eigentlich fast nur noch Brennesseln...

    Jetzt ein paar mal einjährige Sachen gemacht. Nun sind Disteln dominant. Wurzeln sind wie ein Korbgeflecht im Boden. Bodenbearbeitung macht da richtig '"Spaß"...

    Naja, zumindest sind die Disteln auch was für die Bienen.

    Denke daher auch an "durchsetzungsstärkere" Komponenten. Aber wirkliche Idee hab ich noch keine. Da wird selbst das Springkraut kaum eine Chance haben, da nicht der passende Boden und das Zeug zu spät in Wallung kommt.

    Also so problematisch kann das Springkraut garnicht sein.

    Und ob man die Welt rettet indem man das ausreißt...? Dann doch lieber Frösche über die Straße tragen...!

  • Moinsen zusammen!


    @ hornet:

    Wie sähe denn konkret der von dir genannte "gangbare Mittelweg" aus?

    Den kann ich tatsächlich nicht konkret benennen. Nichts desto trotz bin ich der Überzeugung, dass Extreme in dieser Sache langfristig und "global" nicht weiter- bzw. zum wie auch immer definierten Ziel führen.

    Man kann nicht alle Neobiota (=Neozooen und Neophyten und Neomyceten) gleich behandeln.

    Ganz klar!

    Interessante Kategorisierung. Könntest du da evtl. mal je ein konretes Beispiel aufzeigen? Fänd ich spannend, einfach mal um zu sehen wie da deine Sicht ist.


    Ich finde, je mehr ich mich in`s Thema reindenke, dass

    es ist sehr verwirrend und kompliziert

    den Nagel auf den Kopf trifft.


    Und das beemax`

    Wie ist "heimisch" definiert ? Was passiert, wenn sich die Verhältnisse klimatisch ändern, so wie vor langer Zeit ? Da wandern Pflanzen ein, die sich am besten adaptieren können.


    Der übertriebene "Konservatismus", dass alles so bleiben muss wie Menschlein es in seiner sehr überschaubaren Zeit kennt, relativiert das Urteilsvermögen zu Starrsinn

    ein ganz hervorragender Ansatz ist, mal aus dieser Warte über die Neophyten und -zoen nachzudenken.


    Allerdings bin ich der Meinung, dass die "Bereicherung" von Flora und Fauna nicht durch

    Weniger Billigimporte von Pflanzen.

    und / oder Tieren zu stoppen ist, sondern dies theoretisch (Achtung, man könnte in`s Philosophieren abgleiten!:wink:) nur durch ein Nicht-Zustandekommen-Lassen der (Human-)Globalisierung möglich gewesen wäre. Was allerdings bereits mit der Entdeckung des amerikanischen Kontinents vorbei war, die wiederum ... vor längerer Zeit stattfand.


    Grübelnde Grüße

    Patrick

    Et kütt wie et kütt und et hätt noch immer jut jejange!

  • Interessante Kategorisierung. Könntest du da evtl. mal je ein konretes Beispiel aufzeigen? Fänd ich spannend, einfach mal um zu sehen wie da deine Sicht ist.


    Ich finde, je mehr ich mich in`s Thema reindenke, dass

    es ist sehr verwirrend und kompliziert

    den Nagel auf den Kopf trifft

    Einfach ist das Thema tatsächlich nicht, eindeutig auch nicht, denn es ist durchaus sehr umstritten und es gibt viele verschiedene Einschätzungen, je nachdem, von wem sie gemacht werden.


    Es gibt auch unterschiedliche Bewertung der Schädlichkeit je nach Region oder Blickwinkel (Gesundheit, Artenschutz, wirtschaftliche Schädlichkeit etc.) - daher ist es auch gar nicht so einfach, konkrete Beispiele zu bringen.


    So ist z.B. die Tigermücke z.B. für die menschliche Gesundheit sehr gefährlich, ansonsten aber eigentlich harmlos.

    Der asiatische Marienkäfer ist für den Menschen harmlos, nicht aber für die heimischen Marienkäfer. Katzen sind auf isolierten Inseln eine Katastrophe für die dort seit Jahrmillionien isoliert entstandenen Arten, bei uns sind sie ein Haustier...

    Einige Arten sind nur wirtschaftlich schädlich, nicht aber ökologisch...

    Robinien sind bei uns toll, woanders ein böser Eindringling, ähnliches gilt für die Amerikanische Traubenkirsche.

    Kaninchen werden bei uns auch ganz anders bewertet als in Australien.


    usw.


    Was ist also harmlos, was schädlich? Wann? Wo? Für wen?


    Allgemeine Übereinstimmung besteht darin, dass die allermeisten Neobiota harmlos sind. Die Zahlen varriieren leicht, aber wer nach Neobiota sucht und kurz querliest, kommt immer wieder auf Angaben wie +-N Arten in Region X sind Neobiota, nur 10% davon mit negativen Auswirkungen, nur 1% wirklich gravierend.


    Statt einem Beispiel kann man also schon mal ganz offiziell grob 90% der Neobiota in meine Kategorie 1 stecken.


    Kategorie 2 oder auch 3 wären für mich z.b. das Springkraut, zumindest in den Gebieten Deutschlands, die ich bisher kennengelernt habe. Erst recht, seit es meiner (regionalen!) Beobachtung nach seit einigen Jahren sogar wieder stark abnimmt.

    Es tritt doch wirklich erst massiv in Erscheinung, wenn bei uns die Vegetation schon mit dem Wiederabbauen anfängt. Es fällt halt auf, weil groß und bunt.


    Wirklich extreme, dichte Bestände hat es bei uns aber nur da, wo durch Überdüngung und Störung sowieso schon alles "hin" ist und ohne Springkraut ebenso dichte, monotone Brennesselbestände stehen würden - etwa von Gülle überflutete nasse Gräben zwischen Intensivwiesen oder -ackerland. Brennessel gibt es nach wie vor massenhaft, also wo ist das Problem?

    Eben.

    Nicht beim Springkraut, sondern bei der Bewirtschaftung der angrenzenden Flächen.


    Kategorie 4 gibt's meiner Meinung nach in Deutschland nicht. Am ehesten in aquatischen Lebensräumen (irgendwelche Krabben, Krebse etc.), aber da kenne ich mich nicht aus. Man könnte das Kaninchen in Australien darin unterbringen.


    Ich halte es jedenfalls damit:


    1) In der Regel kann man bei den problematischere Arten als Einzelner eh nichts ändern, denn sie sind ja invasiv. Und auch übergeordnet, z.B. über behördlich konzertierte Aktionen hat man bisher entweder nicht viel erreicht, oder den Teufel mit dem Beelzelbub ausgetrieben, weil man z.B. Gegenspieler nachgeholt hat, die dann ihrerseits zu schlimmen Neobiota geworden sind, z.B. Katzen auf Inseln oder diese Kröte in Australien.


    2) es wird nur selten so heiß gegessen, wie gekocht. Nach einiger Zeit sieht es meist gar nicht soo schlimm aus, wie in der Anfangshysterie gedacht.

    Ja, es gibt sogar viele ehemalige Neobiota, die heute in den Roten Listen stehen, also vom Saulus zum Paulus geworden sind, man denke an selten gewordene Ackerunkräuter wie Kornrade.


    3) wenn einer das Springkraut auf seinem Grundstück nicht haben will und bekämpft, warum nicht? Wenn aber selbsternannte Blockwarte in der Gegend rumlaufen und auf fremden Grundstücken systematisch herumrupfen, dann finde ich das mindestens bedenklich, um nicht zu sagen unverschämt.

    Mich würde es jedenfalls sehr ärgern, wenn das jemand auf meinen Flächen machen würde.

    Wenn man das machen will, dann wenigstens öffentlich organisiert und gedeckt, z.B. über die Unteren Naturschutzbehörden.

    Gruß

    hornet

  • Wenn aber selbsternannte Blockwarte in der Gegend rumlaufen und auf fremden Grundstücken systematisch herumrupfen, dann finde ich das mindestens bedenklich, um nicht zu sagen unverschämt.

    Die könnten sich doch umpolen, auf Jakobskreuzkraut und Ambrosia!

    Ich weiß, dass ich nicht weiß. (Sokrates)

  • Nenn' mal ein Beispiel zur "Verunkrautung"...

    Wie schon geschrieben: Sendung auf Phönix zum Bienesterben - JKK.

    Aktuell habe ich hier Flächen, die durch einen Bearbeiungsfehler einen nahezu 100%igen Ampferbestand haben. Ich weiß, hat nichts mit Springkraut und nichts mit Honig zutun. Aber die Fläche ist verunkrautet.Eine Lösung gibt es bisher nicht, eine chemische schließt sich von selbst aus. Andere könnten sein: 10 bis 20 x mähen oder 5 bis 10 x pflügen und die Wurzelstöcke mit dem Grubber an die Oberfläche holen. Was wird entscheiden die, die für die Fläche schon viel Geld ausgegeben haben.

    Gruß

    Harald

    Es wird in jedem Jahr Frühling, nur wann?

  • Ziegen sollen dem auch den Garaus machen ...


    Aber mich würde mal interessieren, wie der Bearbeitungsfehler aussah ... Überweidung?


    Gruß

    Marion

    Gruß Marion


    Gärtnerin mit Hang(garten) zur Selbstversorgung, Informatikerin, neugieriges Gscheidhaferl - 123viele.de

  • ich suche aber den Link zu diesem Beispiel im Fernsehen nicht raus. Achso, ist ja kein Neuer.

    Als Imker hast Du sicher schon Felder gesehen, die von der Straße her 10 bis 20 Meter breit von dem Tropischen Hakenschötchen völlig überwuchert sind. Trotz Totalherbizideinsatz. Es sind in der Mehrzahl Äcker konventionell wirtschaftender Landwirtschaftsbetriebe.

    Eben nichtnur sehen was nicht wächst, sondern auch das was wächst!

    Und ich bin kein selbsternannter Umweltfutzi, und auch kein Block...!

    Die von mir gehaltenen Bienen sehe ich als Teil der Flur, in der sie leben und nicht die Flur als Mittel zum Imkern.

    Gruß

    Harald

    Es wird in jedem Jahr Frühling, nur wann?