Mini Plus zur Völkervermehrung

  • Erst mal vielen Dank, daß Ihr Euch Gedanken macht!

    In beiden Fällen benötigst Du keine Mini-Plus und Co. - Das würde ich nur machen wenn Du planst auch in Zukunft in größerem Umfange zu züchten oder zu vermehren!

    Ist geplant!

    Ich brauche ja sowieso jedes Jahr eine entsprechende Anzahl junger Wirtschaftsköniginnen, die ich auf jeden Fall selbst vermehren will.

    Gutes Zuchtmaterial ist mir sehr wichtig, also muss ich die Zuchtköniginnen auch irgendwo unterbringen.

    Daß es später mal in Richtung richtige Zucht geht, will ich auf keinen Fall ausschließen.


    Irgendwas für die Begattung brauche ich also früher oder später sowieso.

    EWK mag ich nicht.

    Begattungsableger halte ich für den Zweck für überdimensioniert.

    Bleiben also noch Apidea oder Kieler.

    Bei denen seh ich aber, im Vergleich zum MP viele Nachteile und wenig Vorteile (da lass ich mich gerne eines besseren belehren).


    Sieht für mich also so aus, daß ich ums MP früher oder später sowieso nicht herumkommen werde...

    Also warum dann nicht gleich früher und die Synergieeffekte mitnehmen???


    Aber ich würde ein zum Standmaß kompatibles system nehmen, wenn 1/4 Standmaß zu klein ist, nimm 1/2 Standmaß...

    Kompatibel fände ich ja auch toll!

    Aber wie?

    1/4 MN fällt sowieso raus : Das würde Streichholzschachtelformat...^^

    1/2 NM würde von der Fläche eigentlich passen.

    Wäre fast wie MP hochkant.

    :/Stell ich mir nicht optimal vor:

    Extrem hohe, instabile Türme und ungünstige Brutnestform.

    Quergelegt ginge, aber dann müsste ich die Rähmchen, wenn ich sie ins Standmaß hänge die Wabe um 90° drehen.

    Ob den Mädels das fallen würde?

    Mal abgesehen davon, das die MW da auch falsch lägen.


    Orginal MP passt wenigstens von der Höhe in die NM-Flachzargen.

    Zumindest zum Auslaufen lassen der Brut geht das also.


    MP ist also nicht völlig inkompatibel.

    Und ich kann ein bewährtes System 1:1 übernehmen.


    Mach im ersten Jahr aus den vier Völkern halt Deine gewünschten zwanzig und im nächsten Jahr dann hopp hopp.

    Nix zwanzig!

    Wenn schon denn schon:

    Mindestens 25 sollen es werden!:D


    Dafür gäbe es ca. 1000€ Prämie (die natürlich wieder direkt in die Imkerei zurücklaufen würden).

    Für 24 dagegen gibt es keine müde Øre...X/


    Bitte nicht falsch verstehen!

    Mir geht es darum wieder Bienenzu halten und die ungefähre Dimension stand schon lange fest, bevor ich von der Prämie überhaupt gehört hatte.

    Aber wenn es sie schon gibt, würde ich sie natürlich auch gerne mitnehmen...


    Die Völkerzahl mit der Guthschen Methode hinzubekommen traue ich mir (und dem norwegischem Klima) nicht recht zu.

    Wenn sie mir die überwinterungsfähigen MP-Völker anrechen, sollte die Zahl aber zu schaffen sein.


    Wenn´s nicht klappt ist es völlig OK.

    Das ist letztendlich nur ein ehrgeizig gestecktes Ziel, um mich anzuspornen!

    Genau. Paar Zweierböden zu den normalen Zargen und gut isses.

    Ich versteh leider immer noch nicht, warum Du/Ihr mich von den MP abbringen wollt...:/


    Klar, zur reinen Völkervermehrung gibt es andere, vielleicht auch bessere Verfahren.

    Aber auf die will ich nicht völlig verzichten.


    Meine Ableger/Kunstschwärme sollen lediglich von Beginn an mit begatteten Königinnen gebildet werden.

    Die überzähligen Königinnen wären aufgeräumt und können sich nützlich machen.



    Ich freue mich wirklich über jeden gemachten Alternativorschlag und bin auch sehr dankbar für konstruktive Kritik.

    Gerade sie hilft mir das ganze immer wieder kritisch zu hinterfragen und gründlich zu Durchdenken.

    Bisher spricht für mich aber immer noch alles pro MP.

    Welche Nachteile hätte das System für mich?

    Welche Vorteile hätte ich, wenn ich auf MP verzichte und nur nach Guth arbeiten würde?


    Kann ja gut sein, daß ich, in meiner Begeisterung, irgend ein entscheidendes Detail übersehe...


    Viele Grüße,

    Fjordimker

  • Hallo Fjordimker !


    Irgendwie kann ich mich des Eindrucks nicht erwehren, dass du eigentlich nicht Rat suchst, sondern dir nur deinen bereits vorgefertigten Beschluss im nachhinein bestätigen lassen willst?


    Wie gesagt, das ist mein persönlicher Eindruck und es könnte durchaus auch anders sein...

    :eek:

    Grüße Luffi


    Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer. :u_idea_bulb02:

    (Lucius Annaeus Seneca - römischer Politiker, Dichter und Philosoph - * 4 v.Chr, † 65)

  • Hallo,


    niemand möchte Dich von Mini-Plus & Co. abbringen, aber wenn Du nächstes Jahr von 4 auf 25 kommen möchtest dann schaffst Du das über diesen Umweg noch unwahrscheinlicher als ohne. Da Du für Mini-Plus & Co zusätzlich Bienenmasse benötigen würdest.

    Ein anderer Gedanke war das Mini-Plus & Co für nur ein Jahr zum vermehren zu umständlich ist. Du hast ja jetzt uns mitgeteilt das Deine Pläne durchaus vorsehen in die Königinnenvermehrung einzusteigen und Du diese Investition für mehrere Jahre verwenden möchtest, das ist OK!


    Nach Deiner Erfahrung von diesem Jahr kann ich verstehen das Du keine klassischen Brutableger mehr bilden möchtest, daher mein Hinweis schlupfreife Weiselzellen in diese einzuweiseln. Dann müsstest Du zwei Wochen weniger warten um das Ergebnis zu sehen.


    Was habe ich mit kompatibel gemeint, leider kenn ich nicht die Maße Deiner Rähmchen und Zargen - aber prinzipiell sehe ich zwei Möglichkeiten:


    Zur ersten Möglichkeit, hier ein Link auf eine Zarge für Standmaß und für halbes Standmaß vertikal geteilt: https://www.imkertechnik-wagne…s-mod-ueberwinterung.html Diese Zarge ist zwar für Dadant, aber die Idee zählt. Da kannst Du in Längsrichtung Deine Standardwaben einhängen und diesen als Ablegerkasten verwenden, und in Querrichtung Halbrähmchen (vertikal geteilt) im Standardmaß:

    • Zur Begattung kannst Du diese Zarge noch in zwei Teile unterteilen bei zweigeteilten Boden mit Flugrichting in zwei Richtungen, dann kannst Du Begattungseinheiten mit 3 oder 4 Halbrähmchen bilden, wobei die Rähmchen noch groß genug sind um die Legefähigkeit beurteilen zu können.
    • Zur Überwinterung kannst Du eine Königin rausnehmen und die beiden Hälften wieder vereinigen und evtl. noch eine Zarge aufsetzen, dann kannst Du eine Königin überwintern.
    • Du kannst auch zwei dieser Zargen zusammenstellen und bei entsprechender Bodengestaltung Viererblöcke bilden mit Flugrichtung in 4 Richtungen.

      Für mich eine sehr flexible Idee...

    Zur zweiten Möglichkeit: Du könntest in Standardmaß Flachzargen arbeiten, praktisch Halbrähmchen horizontal geteilt, diese könnten zur Begattung wiederum zweigeteilt werden, bei entsprechenden Zweierboden. Diese sind in der Regel weniger gut geeignet um in diesen Zweiereinheiten die Legefähigkeit beurteilen zu können, da die Wabenfläche zu niedrig sein könnte.

    • Nach der Begattung kannst Du wieder beide Teile vereinigen (dabei die bessere Königin behalten) und eine Normalzarge mit MWs aufsetzen um ein Vollvolk zu erhalten.
    • Nach der Einweiselung der Königin in Vollvölker kannst Du auch 3 oder 4 dieser Flachzargen vereinigen, eine Königin drinnen lassen und im nächsten Jahr wieder für die Königinvermehrung verwenden.

    Im ersten Fall kannst Du mit zweier- und Viererblöcken zur Begattung arbeiten bei entsprechender Bodengestaltung, was einen besseren Wärmehaushalt gewährleistet.


    Zwei Einheiten getrennt in einer Zarge zum Begatten zu haben, gibt Flexibilität nach der Begattung und mach das evtl. notwendige Vereinigen sehr einfach.


    Die Idee dieser Varianten ist die Wirtschaftsvölker durch die Vermehrung nicht zu belasten und zu beeinflussen. In beiden Fällen würdest Du eine Imkerei in einer Imkerei aufbauen und Königinnen in diesen Magazinen zu überwintern, genauso wie beim klassischen Mini-Plus & Co...


    Beide Betriebsweisen sind in Büchern beschrieben, die erste findest Du in Büchern von Bruder Adam, Die zweite weis ich nicht mehr genau, da gab es mal ein Buch mit "imkern in Flachzargen" wo dies beschrieben war oder bei Eric Osterlund aus Schweden, der hat auch Veröffentlichungen gemacht mit Hinweisen darauf - aber er hat meines Wissens dies nie genau und ausführlich beschrieben.


    Ich hoffe diese Hinweise helfen Dir weiter...


    Gruß

    Franz

    Dieser Beitrag wurde bereits 3 Mal editiert, zuletzt von FranzXR ()

  • Kann man so sehen.

    Auf der anderen Seite:

    Wenn ich ein bestimmtes Vorhaben praktizeren möchte, es aber vorher zur Diskussion stelle, um mögliche Schwachpunkte zu finden, ist das doch legitim.

    Zudem könnte das Züchten von Königinnen in dieser offensichtlich bienenarmen Gegend eine fruchtbare Tätigkeit sein.

    Elk

  • Ich will Dich nicht von irgendwas 'abbringen', ich hab nur Deine Frage beantwortet. Du willst schnell viele Völker und wolltest wissen, wie. Hab ich Dir geschrieben. Dann wolltest Du wissen, ob besser mit MiniPlus. Nein, hab ich geschrieben (mein ich immernoch). Und ich hab beides, Völker und MiniPlus.


    Die Fragen zu den vermurksten Völkern Deines Kollegen lassen nur auch nicht den Schluß zu, das Du das aus der Hüfte erledigen wirst. Ich würde an Deiner Stelle das ganze was kleiner ansetzen. Aus vier Völkern ohne jede etablierte Infrastruktur, Erfahrung, Trachtkenntnisse, Backups, etc in Norwegen 25 überwinterungsfähige Einheiten erstellen zu wollen ist in meinen Augen eh Quatsch. Da kommt es auf ein paar MiniPlus echt nicht an.


    Also mach was Du meinst.


    Beste Grüße,

    Ralf

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Mir wurden letztes Jahr meine Minis gestohlen, deshalb habe ich letztes Jahr aus meinen Dadantvölkern 23 legende MiniPlus gemacht. Dazu wurde einem Volk Mitte April die ganze Brut entnommen und aus den restlichen 4 jeweils die Hälfte. Daraus wurde 2 Sammelbrutableger erstellt.

    In diesem wurden die Königinnen gezogen und anschließend wurden die Sammelbrutableger zu MiniPlus Kunstschwärme verarbeitet. Zusätzlich wurde jenes Volk, dem ich die ganze Brut entnommen habe, ebenfalls zu Kunstschwärme aufgelöst.

    Also es geht.

    Wenn du Im Frühjahr die ganze Brut aus deinen Völkern entnimmst und für Kunstschwärme verwendest, kannst du im Sommer sogar noch etwas Honig ernten. Schwärme gibt es so auch kaum.

  • Erst mal Danke an alle für Eure Antworten.

    Daß dieser Eindruck entstehen kann, verstehe ich durchaus.

    Aber so sehe es nicht.

    Kann man so sehen.

    Auf der anderen Seite:

    Wenn ich ein bestimmtes Vorhaben praktizeren möchte, es aber vorher zur Diskussion stelle, um mögliche Schwachpunkte zu finden, ist das doch legitim.

    Das trifft es sehr gut!:thumbup:


    Nachdem ich viel über die MP gelesen hatte, kam mir diese Idee und ich hab den Thread aufgemacht.

    Es kamen einige sehr interessante Vorschläge und Anregungen, die ich ja auch gerne angenommen habe, oder ich habe ausführlich erläutert, warum sie, auf meine spezielle Situation bezogen, keine Vorteile bringen zu scheinen.


    Das ich das klassische Vermehrungsverfahren, so wie rase es vorgeschlagen hat anwenden möchte, und das MP nur als Ergänzung betreiben will hab ich auch mehrfach geschrieben.


    Ich sehe es halt nach wie vor so, daß mir das MP, vom zusätzlichen Aufwand abgesehen,

    mehr Vor- als Nachteile bringt.


    Warum das MP sich nachteilig auswirken sollte, hat mir noch niemand erläutert...

    niemand möchte Dich von Mini-Plus & Co. abbringen, aber wenn Du nächstes Jahr von 4 auf 25 kommen möchtest dann schaffst Du das über diesen Umweg noch unwahrscheinlicher als ohne. Da Du für Mini-Plus & Co zusätzlich Bienenmasse benötigen würdest.

    OK.


    Das ist eine gute Begründung!

    Nur verstehe ich sie leider nicht ganz:

    Es wäre doch nur so, daß ich die vorhandene Bienenmasse anders verteilt hätte.


    Die Minis wären die Begattungsableger.

    Beim Ableger im Standmaß hätte ich mehr Bienen, die 2-3 Wochen nur Däumchen drehen.

    So zögen sie mir derweil aber in einen weiselrichtigen Volk Brut auf.

    Bzw. ich hätte, bei gleicher Bienenmasse, früher mehr Königinnen, die, bis in den anderen Völkern genug Masse für den nächsten Ableger/KS gewachsen ist, in den MP schon produktiv sind.


    Somit sollten die vorhandenen Bienen doch eigentlich effektiver arbeiten.


    Vielleicht hab ich da ja irgendwo einen Denkfehler!


    Nur seh ich ihn leider nicht...

    wenn Ihr öffnet mir bitte die Augen!

    Ich will Dich nicht von irgendwas 'abbringen', ich hab nur Deine Frage beantwortet. Du willst schnell viele Völker und wolltest wissen, wie. Hab ich Dir geschrieben. Dann wolltest Du wissen, ob besser mit MiniPlus. Nein, hab ich geschrieben (mein ich immernoch). Und ich hab beides, Völker und MiniPlus.

    Ja, Du hast mir Guth und Doppelböden im Standmass empfohlen.

    Daß Du erfolgreich mit MP arbeitest ist mir bekannt.

    Auch Deine Meinung, daß ICH vom MP die Finger lassen soll ist angekommen.


    Begründung wäre halt schön...


    Die Fragen zu den vermurksten Völkern Deines Kollegen lassen nur auch nicht den Schluß zu, das Du das aus der Hüfte erledigen wirst. Ich würde an Deiner Stelle das ganze was kleiner ansetzen. Aus vier Völkern ohne jede etablierte Infrastruktur, Erfahrung, Trachtkenntnisse, Backups, etc in Norwegen 25 überwinterungsfähige Einheiten erstellen zu wollen ist in meinen Augen eh Quatsch. Da kommt es auf ein paar MiniPlus echt nicht an.


    Also mach was Du meinst.

    Das ist dann wohl die Begründung... :(

    OK, das war mir seit Deinem aller ersten Statement schon bewußt.


    Muss ich mit leben.


    Wie wenn man beim Bergwandern nach dem Weg zum gipfel fragt und zur Gondel geschickt wird...

    Der Weg ist aber das Ziel! (Fünfer ins Phrasenschwein)


    Bin im Leben schon oft Wege gegeangen, die andere für Quatsch hielten.

    Und trotzdem meistens am Ziel angekommen.

    Ich hab auch meine Gründe, warum ich das Projekt so schnell durchziehen will.

    Und ganz ohne Bienenerfahrung bin ich ja auch nicht.


    Aber darüber zu diskutieren fehlen mir gerade Zeit und Muße.

    Egal wie, aber mach es!

    Danke!

    Das werde ich!



    Grüße,

    Fjordimker


    @FranzXR & nickerlbien

    Ein extra Danke zu den fachlichen Beiträgen.

    Anwort darauf wird nachgereicht...

  • Auch Deine Meinung, daß ICH vom MP die Finger lassen soll ist angekommen.


    Begründung wäre halt schön...

    Minis auf 1-2 Zargen aufzubauen und dann mit 3-4 einzuwintern ist keine Kunst. Das bekommt jeder hin!

    Aber spätestens nächstes Jahr musst du handeln. Entweder direkt im Frühjahr umsetzen auf deine normale Beute oder du wirst irre.

    25 Minis mit 8-10 Zargen im Mai sind eine Hausnummer die man stemmen muss. Ganz ehrlich, ich seh lieber in 5h 3 Stände mit zusammen 50 Völkern durch als 25 Minis für die man fast die gleiche Zeit benötigt wie für 50 Völker inkl. Fahrerei zu den Ständen.

    Wenn du natürlich die Zeit und Geduld hast und dann auch noch damit zurecht kommst, dann schaffst du garantiert auch die doppelte Menge in Einbrutraumbeuten.

    MiniPlus wie große Beuten zu bedienen kostet auch fast 3 mal soviel Zeit, da man 3 mal mehr Zargen und Waben hat.

    Gruß Markus


    Ubi apis, ibi salus 
    Wo Bienen sind, dort ist Gesundheit

  • Ich finde einzargige Minis finde ich im Sommer ganz prima. Aber schon 2 Zargen nerven mich... Im Winter stelle ich 3...4 übereinander. Und schon da muss man aufpassen, dass die nicht oben sitzen und hungern, während unten noch Futter ist.


    Mein Fazit:

    Als Begattungskästchen im Sommer super! Überwinterung von Reserveköniginnen in 3...4 Zargen gut möglich. Aber spätestens zu Beginn der Schwarmsaison möchte ich keine Mini-Türme betreuen müssen.


    Gruß Jörg

  • Und im Gegensatz zu Ablegern im Standmaß die nach der erfolgreichen Begattung wenig Arbeit und viel Spaß machen, macht in der MiniPlus nur das Begatten wenig Arbeit, aber danach wird es mühsam. Solang die Vermehrung läuft isses ok. Bis Anfang Mai sind dick überwinterte Einheiten mühsam, weil sie plötzlich schon fünfzargig darstehen oder passend zur Zucht selber schon im Baum hängen, bis Juli isses super (teilen, teilen, teilen - wehe man hört damit auf!) Und danach isses megamühsam, weil die halt nicht zufrieden sind, wenn sie Ende Juli ihre vier Zargen haben. Aber mehr ist halt doof im Winter. Also schröpfen und KS bilden. Da braucht man für einen soliden KS im Standmaß aber zu der Zeit schon wieder richtig viele Bienen. Dazu isses dann oft wieder nicht genug.


    Als Imkerei in der Imkerei super. Als Ersatz oder Schritt eins keine gute Wahl.


    Wohlmöglich 25 gekaufte Styrominis auf je vier Zargen durchschauen, mit dem Verbau zwischen den Zargen und den überfetten Randwaben? Muhahaha. In der gleichen Zeit betreue ich 100 Ableger im Standmaß, in dem ich mich vors Flugloch setze und ihnen beim Wachsen zuschaue. Und DAS ist echtes Imkern.


    100 Ableger brauchen übrigens mindestens 2t Futter :)


    Beste Grüße,

    Ralf

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Sehr schön, das hier auf die Probleme hlngewiesen wird, die im Frühjahr zu erwarten sind, wintere ich ja auch erstmalig ein gutes Dutzend Minis ein.

    Hier fragt sich, wie man das am Besten angeht, also einen guten Übergang zu schaffen mit dem Umsetzen der Einheiten via Kunstschwärme und dem nachfolgenden Zuchtbeginn, wobei ich auch das anfallende Wabenmaterial optimal einsetzen möchte.

    Elk

  • ...

    Hier fragt sich, wie man das am Besten angeht, also einen guten Übergang zu schaffen mit dem Umsetzen der Einheiten via Kunstschwärme und dem nachfolgenden Zuchtbeginn...

    Wie meinst du das?


    Ich teile z.B. meine 4er Türmchen zuerst durch 4 und später noch einmal... Und dann werden laufend Zellen oder Unbegattete nachgesteckt. Im Moment wachsen sie gerade beängstigend und ich füttere sie langsam auf.

    So habe ich schon Ende April eine ordentlichen Anzahl Begattungseinheiten, die ich im mai noch einmal teilen kann. Und alles ohne die WV zu schröpfen.


    Gruß Jörg