Erfahrungen mit der Ligustica aus Italien

  • Schon damals alle möglichen Unterarten am Bienenstand...

    Grüße Luffi


    Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer. :u_idea_bulb02:

    (Lucius Annaeus Seneca - römischer Politiker, Dichter und Philosoph - * 4 v.Chr, † 65)

  • Das was man jetzt in den Alpen sieht, also grüne Täler in Kärnten und in Südtirol, viel Schnee nördlich des Brenners zeigt sehr schön die natürliche Barriere. Diese besteht schon Jahrtausende zwischen den eigentlichen Verbreitungsgebieten der natürlichen Unterarten der Honigbiene.


    Im Norden a.m.mellifera und im Süden a.m.ligustica und a.m.carnica.


    Dies nur so als Anmerkung zum Thema Ligustica.

    Das mit den grünen Tälern ist gerade wegen dem Italien tief. Komm selber aus Osttirol und meistens hat es hier um die 3 meter Schnee. Die Frühjahrs entwicklung ist deutlich länger als in Oberösterreich. In Kärnten stimmt es aber wirklich.

  • Also, nach gut einandhalb Jahren am Stand gibt es die Ligustica nicht mehr. Ich hatte die 2017 im Mini Plus überwintert und dann in eine normale Zanderbeute gesetzt. 2018 kamen die echt sehr stark aus dem Winter, somit entschied ich mich das Volk in eine große Beute umzusetzen. Hat alles einwandfrei funktioniert. Im Verlauf entwickelte sich die Biene echt stark, wie man es aus den Literaturen kennt: Anlegung großer Brutflächen, große Völker, keine Schwarmneigung. Die Honigleistung war in Ordnung, zwar nicht übermäßig aber zufriedenstellend. Das einzige manko war, das diese Bienen sehr Aggressiv waren. Es hat schon echt kein Spaß mehr gemacht, weil ich jedes mal mit Stichschutz hinzugehen musste, und jede offene Stelle verdecken musste. Die sind beim öffnen sofort raus geströmt und wollten mir allesamt ins Gesicht fliegen und versuchten schon an jeder Ecke in den Anzug zu dringen. Das ist mir Irgendwann so auf den Senkel gegangen, das ich die dann im Herbst umgewechselt hab. Vor allem ist der Stand in einem engen Wohngebiet mit Spielplatz, da kann ich aggressive eher weniger gebrauchen. Ich hab die dann im Sommer zu meinem anderen Stand im Wald gebracht. Aber wie gesagt hab die dann umgewechselt. Ein wenig enttäuscht bin ich schon aber es war ja bloß mal ein Versuch. Wären die nicht so Aggressiv gewesen könnte ich mir durchaus mehr vorstellen. Das war jetzt die Ligustica aus Italien, vllt war es ja bloß ein Ausreißer oder auch nicht. Man kann das schwer an einer einzigen Könnigin festmachen.

    Naja das wars jetzt erstmal mit dem "Experiment".

    Schönen Sonntag euch noch ;)

    Hast du Honig gefunden, iss nur deinen Bedarf, damit du ihn nicht satt wirst und ihn ausspeist! Sprüche 25:16 DELUT

  • Meine Erfahrung mit Ligustika aus Polen deckt sich mit den hier beschriebenen...! :-(

    Ich hatte drei Königinnen von einem dort durchaus renommierter Züchter, der in div. Länder exportiert. Zugegeben, mit nur drei Königinnen kann man keine Statistik ableiten.

    Die polnischen Ligustika waren fleissig und extrem bau- und brutstark. Wirklich toll. Winterfutterverbrauch war nur unwesentlich stärker als bei meinen anderen Völkern. Allerdings war der letzte Winter ja auch nicht wirklich kalt...

    Jedoch: wenn ich es nicht besser wüsste, würde ich meinen, „afrikanisierte“ Königinnen bekommen zu haben...!

    Solche Stecher hatte ich noch nie. Näherte man sich den Beuten, kam das Empfangskommittee bereits bei 5m plus Entfernung. Nach Öffnen der Beuten selbst bei schönsten Wetter bekam man dann die volle Packung beschert inkl. Verfolgung über 20m plus...!

    Fazit:

    1. Abgefegt und umgeweiselt!

    2. auch bei der als sanftmütig geltenden Ligustika gibt es offenbar statistische Ausreißer...

    Ich habe noch F1 Ligustika aus Dänemark. Die entsprechen den einschlägigen Beschreibungen der Ligustika -inkl. Sanftmut. Jedoch habe ich Buckis, die diesbzgl durchaus mithalten können.

  • Jedoch habe ich Buckis, die diesbzgl durchaus mithalten können.

    Traurig das du DAS sagen mußt!

    Leider, geben sich viele als Züchter aus, die eher Vermehrer von Murks sind!

    Besorg dir was von ehrlichen Könnern und du wirst strahlen.

    12er DD, und Buckies, gaanz sicher!

    Der Pessimist sieht die Schwierigkeit in jeder Möglichkeit!

    Der Optimist sieht die Möglichkeiten in jeder Schwierigkeit!

    W. Churchill

  • Das ist das passende Stichwort.

    Von den Könnern in der Zucht gibt es sehr sehr wenige und das ist nicht Rasseabhängig.

    Auch wenn es einige nicht hören wollen, stand ich letztens vor reinrassige Buckis, wo trotzt Rapstracht ich nach zwei Minuten weg musste. Die anderen Königinnen von dem Züchter gaben das gleiche Bild ab. Ich würde generell nie behaupten das die ein oder andere Rasse nicht sanftmütig ist. Ich habe selbst Buckfast F1 Töchter die einfach zu brav sind und schon kein Abwehrverhalten mehr zeigen.

    So ist es in Deutschland sehr sehr schwer an gescheite Ligustica aber auch an andere gute Bienen zu kommen.

    Damit ist auch gemeint, dass die guten Eigenschaften sich über einfache Vermehrung übertragen lassen.

    Mein Züchter hat mir leider abgesagt. So wird es nichts mit Ligustica. Allerdings bekommt ein Imkerkollege welche und ich darf hoffentlich umlarven.

    Für mich ist das grosse Wachstumspotential der Ligustica interessant, um genug Bienenmasse für den Raps zu haben.

    Freier Imker

    Ohne Verein, DIB, Imkerverband und sonstigen Establishment

    Neutral und unbelastet.

  • Hallo, habe bei 3 Zuechtern mwd der Buckfastgemeinschaft gekauft und die waren alle drei gut.

    Bis bald Marcus

    48 Völker 32x Segeberger Hartpor 4x Einfachbeute , alle DN 1,5. 6xDadant US und 5x Zander und einmal Warre :O)

  • Wenn ich jetzt Luffi sage bringt der mich um:)also sage

    ich das nicht

    Versuchs ma beim KK , JG, PJ, TR, VDB, MM etc. Reihenfolge unwillkürlich, wer dahinter steckt mußt schon selber rausfinden;)

    Fallt nicht auf dubiose Angebote rein, fragt euch ob ihr demjenigen trauen würdet........

    Und nein, ich verkaufe nie nix.

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    W. Churchill

  • Nein, diese Damen vielen schon im letzten Jahr aus dem Rahmen.

    Normalerweise sind zumindest meine Bienen gerade bei Massentrachten und hohen Temperaturen besonders friedlich, da sie ja sehr beschäftigt sind. Man muss nur aufpassen, dass sie einem nicht in die Haare fliegen vor lauter Eifer..

    Auch kennt man seine Pappnasen von Völker irgendwann mal. So habe ich einen Stamm von Südländern, die bei Kälte ungenießbar sind, aber bei Wärme absolut friedlich. So konnte ich Gestern ohne Schleier arbeiten.

    Erst als ich an ein Volk mit Weiselzellen gekommen bin, habe ich den Schleier angezogen. Auch bei Weisellosen Völkern ziehe ich einen Schleier an.

    Die sind aus Erfahrung meist aggressiver, was aber auch nicht immer stimmt.

    So lernt man mit der Zeit die Unterschiede zu erkennen.

    Freier Imker

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    Neutral und unbelastet.

  • Hmm, ich habe das ehrlich gesagt aufgeben, eine besondere "Rasse" zu besitzen. Im mittlerweile siebten Jahr ohne Ankauf von anderen Königinnen bin ich mit meiner "regional angepassten Honigbiene" sehr zufrieden. Aufmuckende, pubertierende Völker die ständig ihre Stärke beweisen müssen kriegen ein Wachskreuz außen an die Beute dran - sind es drei geworden, wird da nicht mehr weitergezogen und das Volk zur Strafe noch in die Heidetracht. Ähnlich halte ich es mit dem Ertrag und Wabenstetigkeit.