2017 - wenig Honig, viele Bienen

  • Dieses Jahr kein Honig geerntet da die Bienen sich mit den Milben rumschlagen mussten da mein Sohn keine Behandlung im letzten August machen wollte und dadurch 3 von 5 Völker verloren hat. Dieses Jahr gehts nach mir, da ich sowieso jetzt die ganze Arbeit machen muss, mal schauen das nächstes Jahr wenigstens ein paar Kilo hängen bleiben.


    Gruß Rolf

  • Noch werden ja keine Winterbienen erbrütet

    Öööäääm.... dooooch. Schon und dann immer mehr.

    Auch schon seit Mitte Ende Juli ggf. - da würde ich mich nicht auf der Annahme ausruhen, und das passiert leider immer wieder. Das mit dem Ausruhen und der verlängerten Freude am Anblick praller Rähmchen.

    Junge Völker sicherlich erst später mehr davon.


    Jedenfalls: Je früher Milben- und Viruslast gedrückt werden, umso fitter ist alles folgend Schlüpfende!

    Man betrachte den armseligen Schrott, der aus den Resten der TBE-Brutscheune kreucht, so er nicht entnommen wird.


    Und genau der schlüpft zur Zeit mit in diese Optischen Massen, sieht schön aus, Ende des Monats evtl. schon nicht mehr. Dann bei vielen der Knick durch auch ein paar Tage spätere AS-Brutkillerphase, und schwupp kommt der Kombi-Knacks für die jetzt so fetten Völker.

    Die dümpeln dann im worst case so gerade auf Stärke in die Überwinterung. Kommt alles zusammen, dann sind die zu spät und zu krank erbrüteten Winterbienen nicht wirklich in der Lage, langlebig einzusteigen.

    Ergebnis bekannt - nicht immer ERkannt.


    Das soll nicht überheblich klingen, auch soll es keine Schwarzmalerei werden.

    Aber manchmal ist etwas früher und etwas schissiger besser als was zu spät und zu sorglos.

    Ich habe da mein Lehrgeld gezahlt.


    Hier in der Umgebung war es uneinheitlich, das Frühjahr bei vielen, die nicht stark einstiegen gar nichts. Dann bei passendem Wetter kam aber der Sommer gut.

    Bei mir persönlich auch der Sommer in zwei Ernten betont.

    Honigertrag pro Volk exzellent, keinerlei Weiselzelle, kein Schwarmgedöhns, Völker verdoppelt, Nachzuchtprinzessinen sind gut geworden.

    TBE fertig, Springkraut blüht.

    Ich chille jetzt mit den Bienen


    Nur mein neuer Standplatz ist immer noch nicht bezugsfertig... frau kann nicht alles haben :wink:

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Das triffts bei mir auch in etwa ... 8 ausgewinterte Völker, eines verbockt (Kö ewig im Honigraum, Honig in den alten Brutwaben - also nix zu schleudern) und von den anderen 7 insgesamt ca. 150 kg Honig. 4 starke TBE-Völker haben jetzt halbvolle HR - mal sehen ob da noch was in die Schleuder kommt. Die haben kaum Varroa (0.2/Tag) da kann ich noch beruhigt abwarten.


    Und ich habe jetzt 17 Völker, alle auf Naturbau und fast alle mit sehr viel Brut und Bienen. Der Sammler-Sammler von den 8 TBE-Völkern quillt über vor Bienen und nach AS-Schwammtuch fielen überschaubar viel/wenig Varroen - nach 2 Tagen 60 Stück bei fast Brutfreiheit. Da hole ich am Freitag noch 2 Königinnen für die Bienenschwemme.


    Das war für mich perfekt, weil ich ja noch aufstocken wollte :-) Und nach dem verkorksten Frühjahr und sehr früher Trachtlücke (von Mitte Mai bis vor 2 Wochen wars hier staubtrocken) bin ich mehr als zufrieden - da haben die Damen gute Arbeit geleistet.


    Gruß

    Marion

    Gruß Marion


    Gärtnerin mit Hang(garten) zur Selbstversorgung, Informatikerin, neugieriges Gscheidhaferl - 123viele.de

  • Man betrachte den armseligen Schrott, der aus den Resten der TBE-Brutscheune kreucht, so er nicht entnommen wird.

    Das kenne ich so gar nicht.

    Ich schaffe es bei den meisten Völkern, den natürlichen Milbenfall im Winter unter eine pro Woche zu drücken. Da ist keine Basis für eine große Milbenpopulation im Juli und die Brutscheunen sind solide Ableger.


    Wolfgang

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • Das meine ich nicht

    Trotzdem sind im mindestens letzten Schlüpfdrittel konzentriert Milben, Viren und Dreck.

    Die Wespen räumen ziemlich auf!


    Rechnet doch mal bitte die theoretische Bienenmasse aus der Brutscheune aus ca

    Oder überlegt, dass pro Spendervolk mindestens ein KS werden könnte

    Tut's aber nicht...


    Und eine Basis ist immer. Leider

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Die Überschrift vom Thema ist aber : "Wenig Honig, viele Bienen"

    Und das kann ich auch nur bestätigen.

    Bin zufrieden, was die Honigausbeute angeht, hatte aber auch 2 Völker im Frühjahr, die umgeweiselt haben (oder ich die Kö gequetscht habe, will ich nicht ausschließen) und anschließend nicht aus dem Knick gekommen sind.

    Sommer war mehr als mau. Jedesmal, wenn man dachte, so jetzt geht es los mit Robinie, Linde, etc. kam ein Schauer und alle Hoffnung war dahin. Hab aus meinen 5 Völkern (+Sammelbrutableger) gerade mal knapp 40kg Honig jetzt ernten können.

    Zickige Bienen, die trachtlos und futterlos maulig wurden. Jetzt nach dem ersten Futterschub sind die wieder super und der Brutraum quillt über vor Bienen.

    Varroen so gut wie nicht vorhanden und bei der Behandlung fielen wenige Milben. Ich sehe das erst mal als gutes Zeichen an. Mal schauen, ob da im September/Oktober noch mal was an Milben nachkommt, aber da mache ich mir recht wenig Sorgen derzeit. Wenn die Milbenmasse trotzdem noch mal richtig wächst, wird sie mit Ox-Dampf auf ein vernünftiges Maß reduziert.

    Gestern gerade einen recht üppigen Kunstschwarm erstellt. Vom Gefühl her hätten es von der Bienenmasse her auch gut und gerne 2-3 KS mehr sein können. Hab nur keine Kö's, aber das steht auf einem anderen Blatt:-/

    Grüße aus HH Andreas


    Man kann sich den ganzen Tag aufregen :evil: ------- Ist aber nicht verpflichtet dazu :cool:

  • Hallo,

    diese Jahr war bestimmt für viele Imker unterschiedlich.

    Wenn Läuse vorhanden, gutes Jahre.

    Wenn keine Läuse, kein gutes Jahr.

    Hier in Nürnberg gibt es an sich keine Läuse.

    Sobald ich 20 km rausgehe schwärmen mir die Imker von dem Honigertrag vor.

    Bis nächstes Jahr

    ThomasK

  • Guten Morgen zusammen!


    Wenig Honig in 2017 kann ich bestätigen - sowohl Früh- als auch Sommertracht waren deutlich unterdurchschnittlich. Mit Blick auf`s Lager für mich dieses Jahr genau richtig.:wink:

    Im Übrigen war die diesjährige Somemrtracht im Gegensatz zu dem Gros der sonstigen Jahre am Heimatstand sehr lauslastig und kaum lindenbetont. Lauslos wäre sie wohl auch hier ausgefallen.


    Viele Bienen in 2017 kann ich für die letzten 4 bis 5 Wochen bestätigen, da kam die Volksstärke richtig schön auf Touren. Nach dem sehr lange viel zu kalten / nassen Frühjahr aus meiner Sicht aber auch nicht wirklich überraschend.


    Milbenmäßig sieht`s bisher sehr gut aus, sprich keine bzw. nur sehr vereinzelt erkennbare Krüppelbienen. Habe dennoch, speziell nach meinen Erfahrungen in 2016 und der Auswinterung in diesem Jahr, den Varroa-Hammer allumfänglich konsequent kreisen lassen und alle Völker brutbefreit und in der Folge ge-MS-t. Jetzt heißt`s beobachten und ggfs. in (hoffentlich maximal) Einzelfällen nachbehandeln.


    Schöne Grüße

    Patrick

    Et kütt wie et kütt und et hätt noch immer jut jejange!

  • Aufgrund des wirklich miesen April (es gab wenn ich recht erinnere keinen einzigen Tag mit Flugwetter hier) war die Volksentwicklung bei mir etwa einen Monat verzögert, im Vergleich zum Vorjahr.


    Schwarmstimmung war überhaupt kein Thema, stattdessen habe ich das Gefühl, dass ich mir mit der Ablegerbildung viel Honig genommen habe.


    Im Endergebnis gab es von vier Wirtschaftsvölkern 50 Kg Frühtracht (mit sehr hohem Waldhoniganteil), und nochmal 50 Kg Sommertracht mit viel Linde drin. Hier erhoffe ich mir 2018 eine deutliche Steigerung pro Volk.


    Altvölker und Ableger sind alle aufgefüttert, und seit heute alle mit vier (Altvölker) bzw. zwei (Ableger) Anwendungen Schwammtuch von oben behandelt. Kontrolle des Milbenfalls und abschließende Einfütterung dann ab Ende August.


    Beste Grüße


    Peter

  • Und um zum Thema zurück zu kommen: Bei mir sind die Völker gefühlt für die Jahreszeit auch relativ stark, aber das ist ja nur logisch:


    Wenn die Volksentwicklung dem Durchschnittsjahr hinterherhinkt, erreichen die Völker ihre Maximalstärke eben vergleichsweise kurz vor Trachtende, und dann sitzen halt die ganzen beschäftigungslosen "Spätentwickler" massenweise in den Beuten, und der Imker freut sich ob der vermeintlichen Stärke. Im September sehen wir dann, was von der Kraft bleibt ;)

  • Ich hatte viel Honig zu ernten und habe sehr viele Bienen in den Beuten. Für mich bisher ein gelungenes Jahr, wenn auch nicht immer ganz einfach.

    An meinen Stand hat es dieses Jahr einfach gepasst. Die Bienen haben trotz Kälteeinbruch durchgebrütet und haben dann sofort fleißig gesammelt, was zur Blüte kam. Dann gab es der Farbe und des Geschmacks des Honigs nach auch Läuse genug. Im Sommer hat es regelmäßig und dosiert genug geregnet, um den Nektarfluss am Laufen zu halten. Nur ein Volk kam in Schwarmstimmung, der Rest hat einfach gesammelt.


    Jetzt ist gerade wenig zu holen und die Kisten sind immer noch brechend voll, obwohl ich einen Großteil der Honigraumbienen mit Königinnen zu Kunstschwärmen verarbeitet habe. Jetzt hoffe ich darauf, dass sich die bereits behandelten Völker noch fleißig am Springkrautnektar bedienen können und das Auffüttern somit zum großen Teil wieder selbst erledigen.

    Spannend wird für mich ja vor allem, wie die Völker bei der Winterbehandlung im Dezember da stehen. Da kann ich am besten einschätzen, was mich zur Auswinterung erwarten wird. Der Milbenabfall war beim Behandeln bisher eher gering, obwohl ich davon ausgehe, dass die Behandlung wirksam war.

    In der Natur gibt es weder Belohnungen noch Strafen. Es gibt Folgen.
    (Robert Green Ingersoll)

  • Honig ca. die Hälfte von 2016, ca. 35kg/Volk. Überwinterungsschäden durch Ruhr an mehreren Völkern infolge von Honigtau aus 2016. Steinobstblüte und Robinienblüte erfroren, Winterlinde verregnet. Raps und Apfel waren die Quellen der Frühtracht, Sommerlinde die Quelle der Sommertracht. Honigtau wurde in diesem Jahr nicht gesammelt.

    Von der Varroa ist kaum etwas zu sehen. Auch in den Brutsammlern fällt nach OS-Behandlung nur wenig.

    Die Völker erhalten jetzt 2x/Woche je 1 Liter Apiinvert, damit sie noch einmal richtig in Brut gehen und den Verlust durch die TBE ausgleichen.

    Gruß Ralph

  • Wenn die Volksentwicklung dem Durchschnittsjahr hinterherhinkt, erreichen die Völker ihre Maximalstärke eben vergleichsweise kurz vor Trachtende, und dann sitzen halt die ganzen beschäftigungslosen "Spätentwickler" massenweise in den Beuten, und der Imker freut sich ob der vermeintlichen Stärke. Im September sehen wir dann, was von der Kraft bleibt ;)

    Genau das würde mich interessieren: Wie man man möglichst viel von dieser Kraft in den Winter rettet.

    Wenn die Völker stark und viel junge Bienen vorhanden sind, läge es ja nahe, dass die auch mehr Winterbienen aufziehen als sonst.

    Oder wäre es die bessere Maßnahme, noch Kunstschwärme zu bilden, um später andere Völker verstärken zu können?


    Wolfgang

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • s. # 16


    indem man die aktuellen Massen nicht von den ebenfalls nun kräftig ansteigenden Varroazahlen erkranken lässt,

    dadurch die folgende Brutmenge anteilmäßig erheblich wiederum schädigt,

    die von diesen Bienen gepflegte Brut wiederum bzw auch Mengenreduktion dadurch,

    und ggf. dann noch die Brutlücke durch AS-Behandlung mit einbeziehen bitte.

    Das alles zusammen ist Dämpfung genug!

    Viele erholen sich nicht mehr ausreichend von dem Knick, der jetzt erst noch kommen wird

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper