2017 - wenig Honig, viele Bienen

  • Dass die Honigernte in vielen Gegenden lausig ist, wird bereits vermeldet (bei mir leider auch).

    Ganz ungewöhnlich ist dieses Jahr aber, wie stark die Völker sich nach Trachtende noch entwickeln. Nach der TBE habe ich in manchen Kisten mehr Bienen als letztes Jahr vorher.

    Ich dachte ja immer, die Bienen orientieren sich an der Jahreszeit. Trachtende war (zumindest bei mir) nicht später als sonst und auch die Sonnenwende hat sich nicht verschoben. Der Brutzustand ist aber geschätzte 4 Wochen verschoben, d.h. Ende Juli waren die Bienen in Brut, wie sonst Ende Juni.


    Hat das eigentlich Auswirkungen auf die Einwinterung? Noch werden ja keine Winterbienen erbrütet?


    Wolfgang

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • Hallo Wolfgang,


    das habe ich hier auch beobachtet. Die ganze "Saison" kamen die meisten Völker irgendwie nicht richtig aus dem Knick. Von einigen Völkern habe ich nichts ernten können, weil entweder erst gar nichts im Honigraum angekommen ist, oder in der Zwischenzeit wieder verbraucht wurde.

    Und plötzlich explodieren die Völker regelrecht. Wohin soll ich mit all den Bienen..? :|


    Michael

  • Und plötzlich explodieren die Völker regelrecht. Wohin soll ich mit all den Bienen..?

    Man kann sich doch erfreuen, wenn die Volksstärke groß ist - vorausgesetzt, die Milbenplage ist schon einmal direkt nach der Sommerhonigernte adäquat reduziert worden. Die Heideimker würden sich freuen... - leider habe ich keine in der Nähe.


    Dass die Honigernte in vielen Gegenden lausig ist, wird bereits vermeldet (bei mir leider auch).

    Ganz ungewöhnlich ist dieses Jahr aber, wie stark die Völker sich nach Trachtende noch entwickeln.

    Was ist lausig ? - Hier im "echten Norden" ist der Ertrag im Sommer eher bescheiden aufgrund fehlender Massentracht (ein bisschen Linde, Klee und Läppertrachten). 10 kg pro Volk ist nicht viel und es lohnt die Arbeit kaum, dafür ist der Inhalt (Geschmack) grandios ...


    Die von Dir erwähnte Entwicklung nach Trachtende macht sich im Futterverbrauch bemerkbar - man kann ständig nachkippen und fragt sich wo es hingeht: in die Brut!


    Besser als anders herum !


    findet


    Rainer

  • Was ist lausig ? - Hier im "echten Norden" ist der Ertrag im Sommer eher bescheiden aufgrund fehlender Massentracht (ein bisschen Linde, Klee und Läppertrachten). 10 kg pro Volk ist nicht viel und es lohnt die Arbeit kaum, dafür ist der Inhalt (Geschmack) grandios ...

    Lausig sind zwei halbverdeckelte Waben pro Volk - ebenfall hier "im echten Norden".

  • WFLP :
    Abgesehen von der Honigmenge sieht es hier im Süden bei mir aber auch so aus.


    Ich komme erst dieser Tage dazu, meinen letzten Stand abzuräumen.

    Es gab heuer einfach so viel Honig, dass ich kaum nachgekommen bin.


    Aber in den Völkern sind derzeit wunderbare, riesige Brutbretter, viele Bienen und das nach einer ausgeprägten Trachtlücke von knapp 2 Wochen!

    Erst jetzt beendet das Springkraut die Trachtlücke allmählich.


    Schwierig erscheint mir derzeit die Varroabehandlung mit Ameisensäure. Hier bei uns geht seit längerem eine Hitzeperiode nahtlos in die nächste über. Auch wenn der Nassenheider Verdunster recht robust bei extremeren Temperaturen wirkt, so möchte ich ihn doch nicht unbedingt von Anfang an bei Temperaturen von deutlich über 30°C auf den Völkern stehen haben.


    Ich hoffe, den Verdunster gegen Ende der Woche aufsetzen zu können und noch nicht zu spät dran zu sein. Und ich hoffe auch, dass jetzt nicht das andere Extrem, nämlich eine viel zu kalte Periode ansteht!


    Gruß

    hornet

  • Lausig sind zwei halbverdeckelte Waben pro Volk - ebenfall hier "im echten Norden".

    Zugegeben - das ist echt lausig. Da bist Du ja schon beim kontinuierlichen Füttern.


    Mitleid hilft aber auch nicht - nach der Saison ist vor der Saison: nächstes Jahr wird bestimmt besser ;)

  • Oh ja, bei mir kam gerade heute morgen der Schornsteinfeger. Statt Ruß hat er dann 5 Liter Wasser aus dem Schacht gesaugt. Ich brauch wohl doch eine Regenhaube, obwohl das 15 Jahre lang kein Thema war...

    Die Bienenvermehrung klappt dieses Jahr aber sehr gut, und Milben sind zum Glück noch kein großes Thema, da kann man prima jetzt schon dafür sorgen, das es auch keins wird.

    Nächstes Jahr jammern wir bestimmt alle rum:

    "Wohin mit dem vielen Honig?"

    "Wie am besten einlagern?"

    "Rezepte mit viel Honigverbrauch"

    ...

  • Nächstes Jahr jammern wir bestimmt alle rum:

    "Wohin mit dem vielen Honig?"

    "Wie am besten einlagern?"

    "Rezepte mit viel Honigverbrauch"

    ...

    Nachdem bei mir letztes Jahr so alles schiefgegangen ist was möglich war, kann ich dieses Jahr tatsächlich über das obenstehende "jammern" :-)


    Ich habe insgesamt 110 kg Honig aus zwei Völkern bekommen, was ich nie geglaubt hätte wenn mir das jemand vorausgesagt hätte.


    Diese beiden haben eine TBE bekommen und die beiden Brutscheunen daraus sind mit Milchsäure behandelt und haben sich schöne Königinnen nachgezogen, sind schon wieder in der Brut.


    Keine Schwarmlust, keine sonstigen Probleme. Ich kanns gar nicht glauben :-)

  • Bei mir nach einem weniger befriedigenden zweiten Imkerjahr 2015/2016 jetzt im dritten Imkerjahr genug Varroen (werde in Kürze Erfolg der TBE / MS bei Ablegern kontrollieren), noch viele Bienen und mehr Honig als erwartet. Hatte wohl Glück bei der Wahl meiner Stände, insbes. dass Sommertracht mit Linde eine gute Ernte gab.

    Karl

    Etwa 12 Völker auf Dadant an etwa 4 Standorten. "Bienenrasse":roll:: Bunte Mischung aus Carnica und Buckfast.

  • hier im Allgäu war es auch ein unglaublich starkes Honig-Jahr. Hab von 5 starken und 3 schwächeren Völkern insgesamt ca. 600 kg Honig geerntet. Pro Volk also 75 kg ca. 50% mehr als die letzten Jahre im Schnitt pro Volk. War dass eine Buckelei beim Schleudern... Nach der ersten Schleuderung Anfang Juni haben die Bienchen in sage und schreibe 14 Tagen wieder je 2 normale 10er Zander Honigräume voll mit reifem Waldhonig getragen (die schwächeren je einen)


    die etwas schwächeren Völker sind mittlerweile ebenso stark wie die anderen und brüten wie im späten Frühjahr, hatten wohl zunächst im Brutraum zu viel Honig gelagert, jedenfalls waren zur Haupttrachtzeit sehr große Honigkränze um die Brut.


    Bei mir auch sehr viel Brut und wenig Varroen bislang auf dem Schiebeböden und auch bei der Puderzuckermethode bei mehreren Tests nur eine lausige Milbe entdeckt.


    Trotzdem TBE gemacht und 6 Ableger damit verstärkt. Nächstes Jahr gibt's also hoffentlich noch mehr zu tun...