Honig antauen

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    Hallo zusammen,

    ich habe meinen Honig dieses Jahr das erste Mal cremig gerührt. Die erste Charge ist bereits in den Gläsern und geht zur Neige.
    Nun muss ich den Honig aus den Eimern antauen. Wie lange sollte ich das im Wasserbad tun? Welche Temperatur stellt ihr ein?

    Danke für eure Antworten.

  • Mehr als 40 Grad sollen es nicht sein, sonst nimmt der Honig Schaden.

    Wie lange, hängt von Größe und Wärmeleitfähigkeit des Gefäßes ab - bis er halt flüssig ist. Rühren beschleunigt die Sache.


    Im übrigen bin ich kein Freund des Auftauens. Man schmeckt dem Honig jeden unnötigen (und leider auch nötigen) Verarbeitungsschritt an.


    Wolfgang

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • Vielleicht habe ich mich falsch ausgedrückt. Ich möchte den cremig gerührten Honig nur in soweit "weich bekommen", dass er sich wieder abfüllen lässt. Mir reicht eine ca. Angabe. Ich habe meinen Honig in 12,5kg Kunststoffeimern.

  • Kann man so pauschal doch nicht sagen. Ist doch abhängig von der Ausgangstemperatur.


    Frühzeitig versuchen zu rühren.



    Gruss

    Ulrich

  • Ich hatte das "Problem", dass nach dem Antauen und nochmaligem durchrühren (Rapido), der Honig in den Gläsern nicht mehr feinsteif wurde, sondern so zähflüssig blieb. Ich weiss aber nicht, ob das so normal ist?


    Gruss

    Thomas

  • Ich hatte das "Problem", dass nach dem Antauen und nochmaligem durchrühren (Rapido), der Honig in den Gläsern nicht mehr feinsteif wurde, sondern so zähflüssig blieb. Ich weiss aber nicht, ob das so normal ist?

    Ja das ist immer so. Wenn man fertig kristallisierten Honig rührt, dann entsteht Honigbrei. Um feinsteifen Honig zu erhalten, müssen die Kristalle vorher vollständig aufgelöst werden und das geht nicht bei 40°C.

    Gruß Ralph

  • Ich hatte das "Problem", dass nach dem Antauen und nochmaligem durchrühren (Rapido), der Honig in den Gläsern nicht mehr feinsteif wurde, sondern so zähflüssig blieb. Ich weiss aber nicht, ob das so normal ist?

    Ja das ist immer so. Wenn man fertig kristallisierten Honig rührt, dann entsteht Honigbrei. Um feinsteifen Honig zu erhalten, müssen die Kristalle vorher vollständig aufgelöst werden und das geht nicht bei 40°C.

    Gruß Ralph

    Das ist gut zu wissen! D.h. es würde nur bei höheren Temperaturen gehen (was man ja nicht will)?

    Was macht man dann am besten mit durchkristallisiertem Honig in Eimern?

  • Heißt das auch, dass der Honig dann nach dieser Methode mit Rapido oder Nachbauten nicht feinsteif wird? Liebig und Aumeier schreiben ja gerade über den Zeitvorteil dieser Methode (E7 - "Einmal rühren reicht"). Hmm ich werde es mal testen, weil mir durch ein Malheur 2 Eimer Frühjahrshonig durchkristallisiert ist....

  • Mit Aldi hat das sehr wohl was zu tun. Überrührter Honig ist bis auf das Thema Phasentrennung am einfachsten immer in der selben Form herzustellen. Deswegen ist der bei Aldi & Co immer so. Das prägt die Geschmäcker, wir sollen unsere Kunden ja auch hin zu Qualität erziehen, aber das geht über den Preis problemlos auch in die andere Richtung (schau Dir die Verkampsung der 'Brötchen' an!).


    Schöner feinsteif u. schmalziger Honig ist gutes Handwerk. Das klappt halt nicht immer so, wie man es gerne hätte, zumal anfangs ohne die Erfahrung und Technik.


    Mal isser zu fest im Glas, mal überrührt, mal grützig, whatever. Aber macht doch mehr Freude als ein Industrieproduktion.


    Grisseliger Honig ist übrigens mein liebster. Kornblume z.B.


    Beste Grüße,

    Ralf

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife