Brutnestverschiebung zwecks Wabenhygiene in einer Einraumbeute

  • Hallo Hartmut,


    ich finde es nur schade wenn ein Anderer nach dem gleichen Problem sucht und dann ein anderes Thema darin abgearbeitet wird.

  • Wie schon einige andere vorher geschrieben haben, kann ich mir es auch nicht wirklich vorstellen, dass die Bienen mit einer etwaigen Änderung des Flugloches über eine entsprechend kurze Zeit das Brutnest von einer Seite der Beute zur anderen Seite mitwandern lassen.

    Dafür ist die Attraktivität der bereits bebrüteten Waben doch recht hoch.

    Eine Kö wird immer lieber auf einer bereits bebrüteten Wabe stiften als auf einer frischen, jungfräulichen Wabe, auch wenn die bereits entsprechend ausgezogen ist.

    Die Bienen sollen ja aber auch nicht unnötig gestresst werden, was die Veränderung des Flugloches mit sich brächte.

    Man kann bei den Bienen aber ein wenig nachhelfen, indem man nach und nach frische Waben oder MW Fluglochnah unter stetigem Futterstrom zugibt und hinten die bebrüteten Waben wegnimmt.

    Melanie empfiehlt dies unter anderem in ihrem Buch. Dabei gibt sie bei der Einfütterung im Spätsommer/Frühherbst MW Fluglochnah. Diese werden ausgebaut. Die Bienen verschieben über einen längeren Zeitraum das Brutnest von Fluglochfern wieder zu Fluglochnah, sodass im kommenden Frühjahr die alten Waben aus dem Volk genommen werden können.

    Eine weitere Hilfe, um die Bienen kurzfristig auf die neuen Waben zu drücken, ist eine entsprechende Brutentnahme. Also vorne MW geben und hinten die Brutwaben rausnehmen.

    Aber wenn es dir nur um neues Wabenwerk dabei geht, kannst du quasi in jeder Beute im Spätsommer/Frühherbst eine TBE, also eine totale Brutentname, machen, dann sitzen die gleich auf frischen Waben und du hast auch noch Brutfreiheit, in der du recht einfach behandeln kannst.

    Grüße aus HH Andreas


    Man kann sich den ganzen Tag aufregen :evil: ------- Ist aber nicht verpflichtet dazu :cool:

  • Hallo,


    ich hole dieses Thema mal aus der Versenkung. Ich imker auch mit Dadant und sehe immer wieder das gleiche Phänomen im Frühjahr: Das neue Brutnest befindet sich auf den ganz alten Waben und ich kann diese dann nicht wie geplant zur Einengung entfernen. Die im Sommer zur Auffütterung gegebenen Mittelwände sind zwar ausgebaut aber nicht bebrühtet und müssen stattdessen beim Einengen entfernt werden. Das ist jetzt zwar etwas überzeichnet und es gehören dann doch immer mal eins, zwei neuere Waben zum Brutnest im Frühjahr. Aber ich würde dies gerne verbessern.


    Bei der Sommereinfütterung setze ich den Fluglochkeil ein, der mittig der Beute das Flugloch ergibt und ergänze den freien Platz mit einem Block frischer Mittelwände (meist 3) an Position 2. Hat schon jemand versucht zur Einfütterung einen Fluglochkeil zu nutzen, der das Flugloch genau bei den frischen Mittelwänden platziert? So wie oben diskutiert wurde?

  • Hallo Bus-T,

    nach der Entnahme aller unbebrütender Waben im Frühjahr verbleibt das Brutnest als Block ,so ca. 3 - 4 Rähmchen mit kleinen Brutflächen drauf .

    Ich belasse eine Randwabe dann das BN , dann das Schied ,und dahinter FW ( und ein Wärmebrett unter das BN ) .

    Wenn jetzt das Brutnest auf den Waben anwächst , und fast die kompletten Rähmchen belegt sind meist Anfang April gebe ich auf Nr. 2 eine Mittelwand und ans Schied ein Rähmchen mit Anfangsstreifen als DR .

    Jede Erweiterung wird bei Expansion des Brutnestes an der Schiedabgewandten Seite des Brutnestes ( meistens Position 2 ) gegeben .

    Dadurch verschieben sich die Rähmchen bei mir immer in eine Richtung und nach ca. 3 Jahren sind sie erneuert !!!


    Einen schönen Feiertag ,


    Bertram

  • Hallo Bertram,


    danke, genau so mache ich es auch. Hatte es nicht so genau beschrieben und nur die Gabe der letzten Mittelwände (zum Auffüllen des Brutraums auf 10 Rähmchen) bei der Sommerauffütterung genannt.

    Nur leider legen bei mir die Bienen dann nach dem Winter ihr Brutnest auf die alten Waben an, die eigentlich raus sollen.

  • Nur leider legen bei mir die Bienen dann nach dem Winter ihr Brutnest auf die alten Waben an, die eigentlich raus sollen.

    Wo ist bei Dir denn das Flugloch? Ich arbeite im Kaltbau im Winter mit einem seitlichen Flugloch, das auf der Seite der neuen Waben ist, dann ist nach dem Winter dort auch das Brutnest. (Alternativ kann man auch mit einem mittigen Flugloch arbeiten und dann die neuen Waben im Winter in der Mitte haben - dann kann man im Frühjahr die alten Waben am Rand wegnehmen...)

  • Nur leider legen bei mir die Bienen dann nach dem Winter ihr Brutnest auf die alten Waben an, die eigentlich raus sollen.

    Wo ist bei Dir denn das Flugloch? Ich arbeite im Kaltbau im Winter mit einem seitlichen Flugloch, das auf der Seite der neuen Waben ist, dann ist nach dem Winter dort auch das Brutnest. (Alternativ kann man auch mit einem mittigen Flugloch arbeiten und dann die neuen Waben im Winter in der Mitte haben - dann kann man im Frühjahr die alten Waben am Rand wegnehmen...)

    das Flugloch befindet sich bei mir mittig durch die Standardkeile. Deswegen meine Frage zu Beginn, ob jemand Erfahrung mit einem Flugloch an der Stelle der neuen Waben hat. Scheint also bei dir zu funktionieren.

  • Hallo Bus-T,

    das Flugloch habe ich IMMER von hinten gesehen rechts. Das ist auch nicht zu verändern.

    So orientieren sich die Bienen an dieser Situation. Das Brutnest ist aber nicht ausschlieslich rechts, das ist der Warre-Beute geschuldet. Ich habe beobachtet, dass größerformatige Beuten das so nachsich ziehen: Brutnest zieht mehr oder weniger auf das Flugloch zu. Im Frühling mehr, in der starken Brutphase dann über die gesammte Breite der Beute.

    Das Flugloch ist auch bei Ablegern rechts, die eingehängten Brutwaben kommen gleich rechts, dann ein Leerrähmchen mit Anfangstreifen, eine Futterwabe, die Futtertasche und dahinter 3 (frische) Futterwaben. Somit sitzt das Brutnest immer rechts und wächst nach links.

    Wabenerneuerung ist im Sommer relativ einfach. Wenn das Brutnest kleiner wird, werden "überzählige" alte Waben entnommen und durch Leerrähmchen mit Wachsstreifen auf der linkenSeite eingesetzt.

    Solche überzähligen Waben sind oft Pollen- und Futterwaben. Das Futter wird wieder eingefüttert.

    Es wird in jedem Jahr Frühling, nur wann?

  • Es schadet doch nicht, wenn ich ein paar ausgebaute BW vielleicht sogar mit Futter beiseite stelle.

    Die werden richtig wertvoll wenn du KS machst.:u_idea_bulb02:

    oder

    Wenn die noch viel Futter haben, ist es sehr prächtig wenn du damit das Brutnest auf Position 2 (nebts der Pollenwabe) erweiterst, auf jeden Fall besser als ne MW.

    Es stellt sich ja heraus, das die Brutentnahme nach Trachtschluß nicht das Schlechteste ist, da bekommst du doch ohne Probleme die alten Schinken raus (und hängst die Hellen Beiseite Gestellten rein:))

    Solange die nicht wirklich total schwarz sind.......... die Queen stiftet eben lieber auf was...?

    Das, was du sicher weisst, hält dich vom Lernen ab.


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  • Hallo wasgauer,

    nun ja, man hat so seine BW.

    Ich mache keine TBE, und Kunstschwärme auch nicht. Und Mittelwände gibt es auch nicht.

    Futter geht ja nicht verloren, wenn es wieder eingefüttert wird.

    Und ich möchte auch nicht zwischen den Völkern hin und her tauschen.

    Die Kö. hat immer genügend bereits bebrütete Waben im BR. ;)

    Es wird in jedem Jahr Frühling, nur wann?

  • Und was willst du damit sagen?

    Soll Tobias nu auf Naturbau umsteigen?

    Ich denke ruhig Blut zu empfehlen und ne gescheite spätere sinnvolle Nutzung für helle Ausgebaute BW aufzuzeigen, war doch nicht grade schlecht oder?

    LG

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