Zu viele Bienen?

  • Hallo,


    habe letztes Jahr mit der Imkerei angefangen und dementsprechend noch viel zu lernen. Nachdem mir im letzten Herbst leider meine 3 Völker gestorben sind (Vermute im Nachhinein zu wenig Bienenmasse) hatte ich Glück und konnte dieses Jahr einen Schwarm fangen und einschlagen.

    Habe von diesem Schwarm(gefangen am 29.05) keine Ableger gebildet. Schwarm war relativ groß, hat direkt 2 Bruträume besetzt.

    Honigräume sind mittlerweile 2 aufgesetzt und ich wollte morgen schleudern.

    Nun zu meiner Frage:

    Die Bienen sitzen generell vermehrt nur einseitig in der Beute und man sieht am Flugloch Bienen durchhängen (habe einen niedrigen Boden)

    Manchmal sind im Boden so viele Bienen das ein paar quasi im Flugloch sitzen.

    Jetzt habe ich um 20 Uhr eine Bienenflucht zwischen die beiden Bruträume und die beiden Honigräume eingesetzt, dadurch wird der Honigraum ja nach und nach leer.

    Kann es sein, dass ich dadurch zu viele Bienen in den beiden Bruträumen habe? Eben kurz geschaut und es sitzen schon einige Bienen im Flugloch bzw. knapp über die Kante nach außen.


    Kann ich das Problem so lösen, dass ich bei Entnahme der Honigwaben eine Zarge mit Leerwaben und den nicht schleuderfähigen Honigwaben bilde und diese dann direkt wieder ohne Bienenflucht aufsetze? Oder wie löst man dieses Problem? Einen Kunstschwarm bilden kann ich leider nicht da ich keine zweite Königin habe.


    Grüße

    Panger

  • Alle schleuderfähigen Honigwaben raus.

    Die nicht schleuderfähigen in die Zarge über dem Brutraum und evtl. vorübergehend mit Leerwaben ergänzen.

    Eine weitere Zarge mit Leerwaben ist wahrscheinlich nicht nötig. Evtl. Pollenbretter aus den Bruträumen raus.

    Auf das Behandeln und Füttern vorbereiten - dann wahrscheinlich zum Einwintern nur noch 2 Bruträume (mit Futterwaben).


    Gruß Sepp

  • Hallo,


    grundsätzlich gibt es nicht "zu viele Bienen" sondern eher "zu wenig Platz" oder "zu kleine Beute". Oder die Mädels gehen bei den hohen Temperaturen gerne auf die Veranda (vors Flugloch) zum abkühlen - das heißt bei kälteren Temperaturen gehen die wieder in die Wabengassen und alles kann OK sein - Hinweis "Temperaturregelung". Deshalb wäre es gut Du würdest mehr Infos liefern, zum Beispiel welche Beute oder/und Rähmchenmaß Du verwendest um das wirklich einschätzen zu können.


    Wenn Du nach dem Abschleudern noch nicht schleuderfähige Honigwaben haben solltest dann kannst Du diese untersetzen und gleichzeitig von oben Einfüttern, dabei ist die abgeschätzte Honigmenge dem Wintervorat zuzuordnen und entsprechend kann weniger eingefüttert werden.


    An was sind denn Deine Völker letztes Jahr eingegangen, war es wirklich zu wenig Bienenmasse oder war die zu wenige Bienenmasse nur eine Auswirkung einer anderen Ursache/Fehlers? - Versuche das mit einem Paten zu analysieren um den gleichen Fehler in diesem Jahr zu vermeiden.


    Ich hoffe die kurzen Hinweise helfen Dir trotzdem weiter... ;-)


    Gruß

    Franz

  • Die Bienen sitzen generell vermehrt nur einseitig in der Beute und man sieht am Flugloch Bienen durchhängen (habe einen niedrigen Boden)

    Manchmal sind im Boden so viele Bienen das ein paar quasi im Flugloch sitzen......


    ...und es sitzen schon einige Bienen im Flugloch bzw. knapp über die Kante nach außen.


    Damach Dir mal keinen Kopf, würde ich sagen.


    Wenn Du die HR abnimmst, dann wird es unten enger, ja. Aber dann sitzen sie eben mal nicht nur einseitig da drin sondern beidseitig bzw. füllen die Zarge aus (was ist denn eigentlich mit der nichtbesetzten Seite? Was unterscheidet die besetzte von der wenig besetzten Seite bei Dir?)


    Richtig starke Völker sehen zur Zeit an lauen Abenden so aus, dass sie vorn an der Beutenwand bzw um das Flugloch herum dichte Bienenflächen bilden und auch als Bienenbart also Bienentraube am Anlfugbrett möglicherweise.

    Das hättest Du anders formuliert :wink:


    Bedenk auch mal, dass es jetzt noch etliche Flugbienen sind, die wegfallen. Alles gut, das reguliert sich.


    Gruß


    Marion

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Hi zusammen,


    also ich bin mir sehr sicher, dass die Völker vergangenes Jahr mangels Masse eingegangen sind. Einen Paten habe ich leider nicht. Habe einen Kurs im Imkerverein gemacht, die können aufgrund der Entfernung keinen Paten stellen und hier in der näheren Umgebung habe ich noch keinen gefunden...

    Ich gehe davon aus, dass meine Völkerführung nicht in Ordnung war. Ich denke ich habe nicht durchgehend genug gefüttert, daher Futterstrom abgerissen, nicht genug Brut...

    Außerdem haben alle meine Königinnen letztes Jahr nach der AS Behandlung das stiften eingestellt.

    Versuche natürlich dieses Jahr besser hinzubekommen ;-) Wollte dieses Jahr eigentlich Pause machen und erst nächstes Jahr wieder Bienen haben, da ich dieses Jahr viel am Haus renoviere. Das haben die Mädels sich dann wohl anders gedacht. Der Schwarm war Zufall, der mich aber sehr gefreut hat. Diesen will ich nicht verlieren und mir nächstes Jahr daraus 1-2 Ableger ziehen. Zusätzlich vielleicht noch 1 Volk zukaufen.


    Der Schwarm, also das diesjähirge Volk, sieht was die Besetzung angeht schon anders aus.


    Die fehlenden Fakten reiche ich natürlich gerne nach:

    Deutsch Normal Maß

    10er Kompakt Beute (Liebig)


    WAs die eine von der anderen Seite unterscheidet ist eine gute Frage. Im unteren Brutraum sitzen die lieber auf den von vorne gesehen 5 linken Waben. in den anderen Zargen sitzen die Bienen überall gut verteilt, außer auf den Randwaben, da nicht so dicht.

    Generell ist der Kasten (für mein Verständnis) gut besetzt. Alle mittleren Wabengassen sind voll, Waben auch gut besetzt.

    Hatte zwischendurch nur das Problem das die Damen den 2. Brutraum voll Honig getragen haben obwohl im HR noch Platz war...

    Vielleicht etwas zu spät von 1 auf 2 HR erweitert.


    Geschleudert habe ich heute vormittag (erstes und letztes Schleudern dieses Jahr). Dürften etwa 20kg von dem Volk sein.

    Ich habe es genau so gemacht wie oben beschrieben. Es waren 2HR aufgesetzt, also 2x 10 Waben. 12 Waben waren schleuderfähig, also habe ich 12 entnommen, und den verbleibenden HR mit 2 Leerwaben aufgefüllt.

    Habe jetzt vorbereitend für die Wabenhygiene das Absperrgitter zwischen den beiden BR und dem 1. HR rausgenommen.

    Auf den 1. HR Absperrgitter, darauf Leerzarge und darauf die ausgeschleuderten Waben, also den 2 HR.

    Mein Plan ist, wenn die Mädels die ausgeschleuderten Waben leer gemacht und etwas repariert haben, die Leerzarge und den 2. HR wegräumen.

    Der 1. HR wird dann der neue 2. BR, also ich nehme den 1. BR unten raus und alles rutscht ein Stockwerk runter.

    1. Br. dann oben in eine Leerzarge abschütteln.

    ALso Wabenhygiene so wie Simon Hummel das z.B. beschrieben hat.

    Den 1. BR möchte ich einschmelzen da ich dem Schwarm Leerwaben vom letzten Jahr gegeben habe. Der 2. BR waren nur MIttelwände.


    Was mache ich aber wenn im 1. BR: noch Brut vorhanden ist? Kleine Brutflächen auch einschmelzen? Und große Brutflächen dann ggfs. noch mit dazuhängen wenn die Wabe noch gut aussieht?


    Danach wollte ich etwas füttern mit Futterzarge

    danach Behandlung mit Verdunster mit AS

    Danach dann weiter auffüttern


    Zwischendurch natürlich mit eingelegter Windel Varroa Kontrolle, ob 2. AS Behandlung notwendig.


    Passt das so vom Ablauf?


    Grüße

    Panger

  • Hallo Panger,

    Im unteren Brutraum sitzen die lieber auf den von vorne gesehen 5 linken Waben.

    Ich vermute einmal du imkerst im Kaltbau,

    schau doch einmal den Unteren durch so wie du ihm beschreibst findest du da bestenfalls 3-4 Brutwaben, wenn überhaupt.

    Es dürfte da kein Problem sein diese in der oberen bzw in den nicht geschleuderten Honigraum unterzubringen ( die Leerwaben rauß BW rein )

    auch in den oberen Brutraum sind nicht alle Waben mit Brut ( auch hier ist Platz zu Umhängen )

    Somit ist das Problem gelöst.

    Nun zu AS, auf jeden Fall, auf den doppelten Brutraum eine Leerzarge stellen, ( bitte nicht den Verdunster in eine Wabengasse hängen )

    der Verdunster muss in die Leerzarge gestellt werden, damit die AS Konzentration gleichmäßig durch die Wabengassen ziehen kann,

    nur so ist es Wirkungsvoll.

    Danach wollte ich etwas füttern mit Futterzarge

    danach Behandlung mit Verdunster mit AS

    Danach dann weiter auffüttern

    Da du nun in der oberen Zarge 8 mehr oder weniger angetragene Honigwaben hast passt es so.

    Achte aber auch auf das Wabenwerk für den Wintersitz der Bienen, sie mögen keine unbebrüteten Waben, in Kombination mit Bebrüteten,

    helle nicht bebrüteten Waben wirken wie ein Schied, dieser Fehler wird leider immer noch viel zu oft gemacht.

    die Bienen wechseln häufig nicht einmal den Wintersitz um zum Futter zu kommen wegen so einer hellen Wabe.

    Aussage des Betroffenen Imkers, mein Volk ist verhungert trotz ausreichend Futter.

    So nun ist s aber genug.


    Gruß Jürgen

  • Hi Juergi


    ja, korrekt. Ich imkere im Kaltbau. Wollte eigentlich nicht so viel hin und her umhängen aus genau dem von dir genannten Grund. Ich habe noch nicht ausreichend Erfahrung um beurteilen zu können ob ich nachher nicht doch aus Versehen einen "Schied" gebaut habe.

    Daher wollte ich den 1. BR einfach komplett rausnehmen so wie von Simon Hummel beschrieben.

    AS Verdunster kommt auf jeden Fall in eine Leerzarge, auf ein Gittergewebe, damit die Bienen nicht direkt dran kommen.


    Ich werde heute nochmal bei den Bienen schauen ob Sie den 2ten Honigraum schon sauber gemacht haben und dann ggfs. die Wabenhygiene durchführen und dabei mal alle Waben durchschauen wie es generell mit Brut aussieht.


    Grüße

    Panger

  • Hallo Panger,


    wenn Dein Volk letztes Jahr nach der AS Behandlung das Stiften eingestellt hat und nicht wieder begonnen hat, dann war die AS Konzentration evtl. im Stock zu hoch, oder Du hast bei Deinen vielen Eingriffen die Königin verletzt.

    Ich reduziere in dieser Jahreszeit meine Eingriffe auf ein absolutes Minimum und ziehe in der Regel auch keinen Waben mehr, um nicht die Königin zu riskieren. Wenn Deine Waben aus dem letzten Jahr bzw. aus diesem Jahr sind, dann sind die noch nicht wirklich alt und ich frage ob Wabenhygiene jetzt sein muss. Ich würde mir überlegen im zeitigen Frühjahr, wenn der unteren Brutraum sowieso leer ist, diesen wegzunehmen und dann einen neuen mit MWs aufzusetzen.


    Denk immer daran das man ein Volk auch tot gucken kann! ;-)


    Gruß

    Franz

  • Hi Franz


    ja, das hab ich schon paar mal gehört mit dem "totgucken". Daher habe ich bei meinen 3 Völkern letztes Jahr auch nur begrenzt eingegriffen und nicht umsortiert. Die Königin verletzt hatte ich nicht, das stiften hat später wieder angefangen. Ich denke aber die Kombination Pause durch AS und Futterstromabriss hat dazu geführt dass nicht genügend Winterbienen erbrütet wurden.

    Die Konzentration der AS könnte zu hoch gewesen sein, habe mit dem Nassenheider Verdunster gearbeitet. Großer Docht laut Anleitung.


    Ich könnte die Wabenhygiene auch im Frühjahr machen, ist ein guter Ansatz. Habe aber Befürchtung, dadurch dass die Bienen im 1. BR nur etwa die Hälfte der Waben besetzen dass auch zu wenig Futter eingelagert wird dann. Daher war die Idee lieber den 1. BR der sowieso nicht richtig genutzt wird rauszunehmen und die Bienen auf 2.BR und 1. HR (dann neu 2.BR) brüten ein einlagern zu lassen.

    Da ist aber dann wirklich die Frage: Brüten die Bienen im ehemaligen Honigraum überhaupt? Und wenn nicht, habe ich dann das Problem wie oben beschrieben? Also das unbebrütete Waben wie ein Schied wirken? Das wäre ja dann auf jeden Fall zu vermeiden und die Wabenhygiene wäre sogar kontraproduktiv.

    Habe den 1. HR schon ohne Absperrgitter über dem 2. BR sitzen. Könnte heute oder morgen mal schauen ob eventuell schon gestiftet wurde. Damit wäre die Frage dann schon erledigt.

    Zum Füttern habe ich mir dieses Jahr endlich eine ordentliche Futterzarge gekauft. Letztes Jahr war das mit Plastikfütterern in einer Leerzarge irgendwie schon sehr gemurkst.


    Grüße

    Panger


    P.S.: Einen Paten hätte ich schon gern gehabt. Hab zwar viel gelesen und lese auch heute noch viel. Aber am Stock ist es dann doch recht schwierig bzw. steht man dauernd vor neuen Fragestellungen...

  • Hallo Panger1337 ,


    (auch auf die Gefahr hin, dass ich nicht alles verstanden habe)


    Zurzeit sitzt Dein Volk auf 3 Zargen DN1.0, wovon die oberste neben jeweils außen einer MW Waben mit Honig enthält. Die unterste Zarge wärst Du gerne los, aber da könnte noch etwas Brut drin sitzen, die Du natürlich retten möchtest. Insgesamt ist Dein Wabenwerk aber auch nicht sehr alt.


    Am Ende soll es doch so aussehen:

    1. über dem Boden die jetzt mittlere Zarge (ehemals 2. BR) mit viel Brut, v.a. auch der aus der jetzt untersten Zarge (ehemls 1. BR), da diese in den ältesten Waben sitzt.
    2. oben drauf kommt die jetzt 3. Zarge (ehemals 1. HR), welcher ggf. überzählige Brutwaben aus den unteren BRs aufnehmen kann (v.a. anstelle der MWs, sonst auch der am geringsten mit Honig gefüllten Waben).

    Ich würde dafür jetzt (früh genug im Jahr; kein weiteres Bienenvolk am Stand) folgenden Eingriff machen, um dann bis zum Frühjahr die Finger aus dem Brutnest halten zu können:

    1. alles zur Seite stellen, Boden bleibt stehen
    2. mittlere Zarge (ehem. 2. BR) auf den Boden stellen
    3. aus oberster Zarge (ehem. 1. HR) die MWs rausnehmen und in der Mitte eine Lücke schaffen für ggf. aufzunehmende Brutwaben.
    4. untersten (auszusortierenden) BR durchsehen: von einer Seite anfangen die Waben zu ziehen, ist keine Brut zu sehen Bienen in BR auf Boden abstoßen und Wabe wegstellen (wird eingeschmolzen); sobald Brut auf der Wabe, diese nicht abstoßen (Königin?!) und zunächst zurück hängen, und von der anderen Seite beginnen. Am Ende weißt Du so, wie viele Brutwaben übrig sind.
    5. der einfache Weg:
      Die verbleibenden Brutwaben werden mit den Bienen vorsichtig in den ehemals 1. HR in die Mitte (!) gehängt (dafür so viele andere MWs/Waben raus, wie nötig). Das ganze oben auf den ehem. 2. BR als jetzt 2. BR aufsetzen. Fertig.
      alternativ (damit die ältesten Waben im untersten BR sind für die Wabenhygiene in den nächsten Jahren):
      Jetzt beginnst Du dasselbe wie unter 4. mit dem BR auf dem Boden (ehem. 2. BR), bis Du dort genug Platz hast für die Aufnahme der Brutwaben aus dem auszusortierenden BR (ehem. 1. BR). Waben ohne Brut werden aussortiert; Waben mit Brut gehen vorsichtig einen Stock höher in den ehem. 1. HR. Dann ehem. 1. HR als 2. BR oben drauf. Fertig.

    Meine Idee dabei ist auch, dass Du bald von den 3 Zargen wegkommst - denn sonst wird Deine Varroa-Behandlung schwierig zu dosieren.

    Denn eigentlich hast Du ein Volk, welches offenbar ja bereits vorerst genug Futter hat => also jetzt bereits behandelt werden könnte!


    Ich hoffe, das hier zu verstehen und hilft ein wenig.


    Gruß, iJörg

    Eine Fischsuppe aus einem Aquarium zu machen, ist leichter als ein Aquarium aus einer Fischsuppe.

  • Hallo Panger,


    Du hast ja jetzt sehr guten Rat von iWei erhalten!


    Aber noch ein paar Anmerkungen:

    • Wenn Du den Rat von iWei befolgst und Waben ziehst, mach das bitte extrem vorsichtig um nicht die Königin aus versehen zu beschädigen, Du hast keine andere.
    • Mich freut es das im letzten Jahr die Königin irgendwann einmal wieder angefangen zu stiften, diese Info hattest Du uns vorenthalten. Deine Einschätzung dazu teile ich, die AS scheint zu stark gewesen zu sein. Aber welche AS hattest Du verwendet? die 60%-ige oder die 85%-ige? Falls ich mich richtig erinnere geht der Nasheider von einer 60%-igen AS aus - aber falls ich mich irren sollte bitte korrigiert mich. Auch ist die Temperatur zu berücksichtigen. Bei mir sind momentan so hohe Temperaturen das ich bei einem DN Magazin nicht den großen Docht verwenden würde. Schau in der Gebrauchsanweisung noch einmal nach für welche Temperatur die Angaben gelten und passe dann die Menge an, unter Berücksichtigung der bei Dir herrschenden Temperaturen.
    • Mit AS Überdosierung kann man die Königin, genauso wie alle anderen Bienen, schädigen. Und dann ist fraglich ob die dann den Winter noch packen
    • Zur AS Behandlung reduziere vorher auf jeden Fall auf 2 Magazine, wie schon iWei geschrieben hat.
    • Falls Du einen komplett offenen Boden hast und diesen auch den ganzen Winter offen hast, ist zum Überwintern egal ob zu viel Platz ist oder nicht. Die Bienen sitzen dann immer trocken und ziehen sich auf den benötigten Platz zurück.
    • Nach der nächsten Anpassung/Eingriff, ändere dann an der Wabenanordnung und Zargenanordnung nichts mehr bis zum Frühjahr!
    • Spätestens ab 1. Oktober öffne das Magazin nicht mehr, außer evtl. einmalig 2 Minuten zur Winterbehandlung, falls dies in Deinem "Varroakonzept" vorkommen sollte.
    • Plastikfütterer: Welche hattest Du verwendet? Da gibt es sehr Gute aber auch Abfall. Alles was "Eimer" heißt passt nicht zu Bienen, genauso wie alles wo die Bienen ertrinken könnten. Erinnere Dich bitte, Bienen können nicht schwimmen - auch nicht im Flüssigfutter. Ein guter Fütterer ist da unbezahlbar und kann auch helfen, das bei der Einfütterung, nicht zu viele Bienen umkommen.
    • Hast Du die Möglichkeit Dein Volk zu wiegen, evtl. mit einer Zugwage? Falls ja, kannst Du die jetzige Futtermenge im Volk abschätzen, dann wiegen und nach der Einfütterung noch einmal wiegen, dann weist Du genau wie viel KG Futter im Volk ist. Im Winter, oder im zeitigen Frühjahr, kannst Du dann, durch erneutes wiegen, abschätzen wie viel Futter noch im Volk ist, ohne dieses öffnen zu müssen.
      Bei mehreren Völkern ist es dann auch gut immer alle Völker mit der gleichen Zargenart, Zargenanzahl und Rähmchenanzahl zu Überwintern, dann ist das wiegen und abschätzen der Futtermenge viel einfacher. :-) Wenn Du dann einmal ein paar Jahre gewogen hast, dann hast Du vielleicht das Gewicht irgendwann im Gefühl und brauchst die Zarge nur noch etwas mit der Hand zu lupfen. ;-) (Wenn Dir also ein alter Imker einmal sagen sollte das man das im Gefühl hat, dann kannst Du diese Aussage jetzt einordnen...)
    • Du bist in Trier, da bin ich leider zu weit weg, aber hier im Forum gibt es bestimmt andere Imker aus Trier die Dir evtl. als Pate gerne zur Verfügung stehen.


    Gruß

    Franz

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