Welche Dochtgröße beim Nassenheider Verdunster bei Dadant Ableger?

  • Da wir hier von Jungvölkern reden: Wurden diese über Kunstschwärme gebildet, oder über Brutableger (oder ähnliche)? Wurden diese dann im brutfreien Zustand mit Oxalsäure behandelt?


    Die Jungvölker wurden via Brutableger gebildet. Ob die behandelt wurden kann ich nicht sagen - der Anbieter spricht nur davon, dass es es sich um VHS geprüfte Königinnen handelte. Ausgehend von den sonstigen Erfahrungen gehe ich davon aus das die Ableger nicht behandelt wurden.

  • Normal, im Sinne von AS zum 31.7, dann nochmal AS im September und Oxalsäure träufeln im Winter?

    Hmm... Ich kann dir nicht sagen, ob der 31.7. bei dir der "normale" Termin ist. Ich hätte eher August gesagt... Auch in dem von dir verlinkten Dokument ist von "bis zum 31.8." die Rede, nicht vom 31.7. Für viele Verdunstungsmethoden ist die Aussentemperatur im Moment zu warm. Als ideale Temperatur zur Verdunstung gelten 15- 25 °C normale Aussen-Tages-Temperatur. Im Grundsatz: Je wärmer, desto besser verdunstet die AS und desto höher wird die Konzentration. Bei sehr hohen Temperaturen kann dann die Konzentration schliesslich so hoch ansteigen, dass sehr viel Brut und Jungbienen geschädigt werden.


    Mit "normal" meinte ich, dass du wie für normale Wirtschaftsvölker 2 Sommerbehandlungen machst und schliesslich die Winterbehandlung.

    Spät gebildeten Kunstschwärmen könnte man prima 3 Tage nach dem einlogieren mit Oxalsäure behandeln. Dann kann die Sommerbehandlung vom "Normalen" abweichen. Das meinte ich damit beispielsweise.

  • Normal, im Sinne von AS zum 31.7, dann nochmal AS im September und Oxalsäure träufeln im Winter?

    Hmm... Ich kann dir nicht sagen, ob der 31.7. bei dir der "normale" Termin ist. Ich hätte eher August gesagt... Auch in dem von dir verlinkten Dokument ist von "bis zum 31.8." die Rede, nicht vom 31.7. Für viele Verdunstungsmethoden ist die Aussentemperatur im Moment zu warm. Als ideale Temperatur zur Verdunstung gelten 15- 25 °C normale Aussen-Tages-Temperatur.

    Meinst du das Dokument: https://bienenkunde.uni-hohenh…er_Behandlungskonzept.pdf da seht für die erste AS Behandlung der 31.7. drin. 31.8. ist dann die zweite AS Behandlung (2. Seite unten rechts). Vom 31.8. zur ersten Behandlung finde ich nichts. Einzig in dem weissen Kasten, erste Seite Mitte steht die Sommerbehandlung unter dem 31.8. aber ich glaube das ist nur ungünstig dargestellt. Links davon steht auch der 31.7.


    Wegen Wetter, da richte ich mich nach dem Varroawetter hier: http://www.dlr.rlp.de/Internet…=D2KEU5C709&p4=HY3576SY58


    Das sagt aktuell gute Bedingungen an meinem Standort - einzig am 24.7. scheint's ein wenig zu kalt zu sein, aber noch nicht zu kalt. Muss ich natürlich im Auge behalten wie es sich entwickelt.

  • Meinst du das Dokument: https://bienenkunde.uni-hohenh…er_Behandlungskonzept.pdf da seht für die erste AS Behandlung der 31.7. drin. 31.8. ist dann die zweite AS Behandlung (2. Seite unten rechts). Vom 31.8. zur ersten Behandlung finde ich nichts. Einzig in dem weissen Kasten, erste Seite Mitte steht die Sommerbehandlung unter dem 31.8. aber ich glaube das ist nur ungünstig dargestellt. Links davon steht auch der 31.7.

    Stimmt, du hast recht, ich dachte den Kasten in der Mitte und da scheint es wirklich ungünstig dargestellt... X/

    Bei genauerer Überlegung machts ja absolut Sinn bis zum 31.7. anzufangen... :rolleyes:


    Wegen Wetter, da richte ich mich nach dem Varroawetter hier: http://www.dlr.rlp.de/Internet…=D2KEU5C709&p4=HY3576SY58

    Interessante Seite! Ich würde allerdings aufpassen, bei den Dispensern scheint die "Höchstlimite" angegeben, welche irgendwo bei 29 Komma irgendwas °C ist. Aber bereits in der Nähe der Höchstlimite ist eigentlich Suboptimal...

    Aber bei euch scheints im Moment im Schnitt einiges kälter zu sein, als bei uns! ;) Da ist das idealer bei euch! Bei uns ist morgen wieder über 32 °C und nächste Woche wird es aller Voraussicht eben auch wieder um die 30 °C ...

    Ich wohne aber auch "am Berg", in höheren Lagen hats auch noch Imker und so variieren die Behandlungstermine auch hier lokal ganz stark, deshalb auch der Hinweis mit regionalen Unterschieden.

  • So, bin gerade zurück von der Gemüllkontrolle. 1. Ableger hatte in 2.5 Tagen gar keine Milbe auf der Windel, der 2. Ableger hatte ein. Werde am Wochenende nochmals via Puderzuckermethode kontrollieren. Wenn sich das dann bestätigt dürfe die Damen noch mindestens eine Woche Futter schaufeln.

  • Hallo,


    meine beiden Völker auf Dadant Mod. sind auch noch recht jung, dennoch habe ich mich auch für den Nassenheider Verdunster entschieden, vor allem, weil bei einem Volk die Ersten Milben auf der Windel zu sehen sind. Ich werde auch den großen Docht nehmen, weil es denke ich mal auf die Größe der Beute ankommt. Dadant ist nun mal größer als die anderen. Ich werde jetzt bei der ersten Behandlung mit ca. 130 ml anfangen. Die Temperaturen sind ja aktuell sehr warm, da sehe ich diesbezüglich keine Probleme. Im Verein haben sie mir auch zum Nassenheider geraten, weil da die Dosierung je nach Temperatur usw. sich gut selbst einstellt und anpasst.


    Grüße


    Oliver

  • Ich werde auch den großen Docht nehmen, weil es denke ich mal auf die Größe der Beute ankommt. Dadant ist nun mal größer als die anderen. Ich werde jetzt bei der ersten Behandlung mit ca. 130 ml anfangen.

    Hallo OIiver,

    was sind deine Erfahrungen? War die Dosierung okay? Wie haben die Bienen reagiert? Warum hast du die für den großen Docht und "nur" 130ml entschieden?

    Gruß, Steffen

  • Moin hier im Forum,



    seit Montag, den 7. 8. 2017 läuft bei mir die Varroabekämpfung mit Ameisensäure 60% und dem Nassenheider Professional Verdampfersystem bei meinen 4 Buckfast Jungvölkern. Das System wurde nach Betriebsanleitung zusammengebaut und die Säureflasche entsprechend der Vorgabe für ein Dadantsystem gefüllt.


    Heute, nach dem 3. Tag der Beschickung mit der Ameisensäure, das erste mal sehr viele tote Bienen auf dem Anflugbrett und auf dem Gitterboden. (Geschätzt ca. 250 Stück pro Volk) Ich habe festgestellt, das ca. 50 ml zuviel Ameisensäure aus der Flasche raus war, entgegen der Prognose lt. Bedienungsanleitung.


    Ich habe jetzt einen kleineren Docht eingesetzt um eine geringere Beträufelung der Verdunstungsfläche zu erreichen. Jetzt hoffe ich, dass die Königinn das Ganze noch überlebt hat, sonst habe ich ein mächtiges Problem, entsprechend neue Königinnen zu bekommen.


    Ist ein solcher Verlust an Bienen pro Volk bei der Varroabehandlung mit Ameisensäure und diesem System Nassenheider Professional noch im normalen Bereich an zu sehen oder muß ich mir Sorgen machen - die Behandlung vielleicht sofort abbrechen um die Völker nicht nochmehr zu schädigen?


    Grüsse von der Elbmündung


    Bernhard

    Negative Handlungen werden erst dann zu Fehlern, wenn man sie wiederholt, - bis dahin sind es Lernprozesse die einen weiterbringen sollten.;)

  • 50ml mehr in 2-3 Tagen ist aber schon eine deutliche Dosiserhöhung, geht ja fast schon Richtung Verdopplung. Ist jetzt wohl eher so wie mit Schwammtuch geworden.


    Steht der Verdunster gerade? Sonst kommt schon mal mehr raus als es sollte - dann auch mit dem kleineren Docht. Deshalb trotzdem kontrollieren.


    Dass einzelne Bienen die AS-Behandlung nicht überleben oder Larven zum Teil ausgeräumt werden ist leider normal. Ob 250 Stück jetzt viel oder wenig sind, hängt auch von der zugehörigen Volksgröße ab. Ob die Königin noch unbeschädigt ist, siehst du in den nächsten Wochen, ob sie noch da ist und stiftet vielleicht bei der nächsten Kontrolle nach der Behandlung.


    Wenn es bei euch auch gerade so feucht ist wie hier auch in den nächsten Tagen, würde ich die Behandlung unterbrechen und ggf. in ein paar Tagen nochmal eine weitere Kurzzeitbehandlung machen. Dann könnten die Bienen sich ein bisschen erholen und bei höherer Feuchtigkeit über mehrere Tage ist die Behandlung angeblich auch nicht so effektiv. Muss man aber wohl nach Gefühl vor Ort entscheiden, was besser ist. Leider sieht man auch immer erst viel später wie gut man es mit dem Behandeln erwischt hat. Entweder im nächsten Jahr oder beim Proben auswaschen.

    In der Natur gibt es weder Belohnungen noch Strafen. Es gibt Folgen.
    (Robert Green Ingersoll)

  • Ich werde auch den großen Docht nehmen, weil es denke ich mal auf die Größe der Beute ankommt. Dadant ist nun mal größer als die anderen. Ich werde jetzt bei der ersten Behandlung mit ca. 130 ml anfangen.

    Hallo OIiver,

    was sind deine Erfahrungen? War die Dosierung okay? Wie haben die Bienen reagiert? Warum hast du die für den großen Docht und "nur" 130ml entschieden?

    Gruß, Steffen

    Hallo Steffen,


    also ich habe den großen Docht genommen, weil ich mit Dadant arbeite. Desweiteren war das Wetter suboptimal und der Gedanke war, dass dadurch die Verdunstung trotzdem gut stattfinden kann.


    Nach 10 Tagen war auf jeden Fall alles verdunstet. Den Bienen gig es gut auch wehrend der Behandlung war ihr Flugverhalten ganz normal. Ich habe zwischendurch mal Gemüllkontrolle gemacht und da kam einem dann doch gut der Ameisensäure-Dampf (Geruch) entgegen.


    Im kleineren Ableger-Volk, gab es keine Milben. War auch zu erwarten, da das Volk schon als Ableger einmal behandelt wurde und im Gemüll nie Milben zu sehen waren. Ich habe das Volk trotzdem behandelt (Deswegen auch nur die 130 ml), weil im Nachbarvolk eine Woche vor der Behandlung ein paar Milben im Gemüll zu sehen waren.


    Im größeren Volk waren nach der Behandlung (10 Tage) ca. 10 Milben im Gemüll. Mehr habe ich da aber auch nicht wirklich erwartet.


    Ich habe danach gleich migt der ersten Fütterung begonnen und schau morgen dann mal wie es ihnen geht und ob eventuell noch Milben im Gemüll auftauchen.



    Gruß


    Oliver

  • So, da ich den Thread ursprünglich mal angefangen hatte, dachte ich, ich sollte auch mal das Ergebnis kund tun.


    Ich bin gerade von der ersten Kontrolle nach der AS Behandlung zurück. Eigentlich war die AS Behandlung schon letzte Woche rum, aber damals ging es Wettertechnisch nicht eine Durchsicht zu machen. Ich war schon froh dass ich den Verdunster rausnehmen und Zuckerwasser geben konnte bevor es wieder anfing zu regnen.


    Ich hatte am Anfang doch gleich den großen Docht genommen. Nach 2 Tagen waren etwas mehr als '2 Striche' verdunstet. Ich war schon drauf und dran den Docht zu tauschen, bis mir auffiel das die Striche ja nur 25ml sind, nicht 50. Es waren also in 2 Tagen 60 - 70 ml verdunstet. Etwas mehr als es sollte aber es war auch noch einiges an Säure im Vlies. Alles gut also.


    Danach habe ich mit Argusaugen die Varroawetter und das Thermometer beobachtet. Am 1.8. war es laut Varroawetter eigentlch zu warm, da war ich schon am überlegen den Verdunster für einen Tag rauszunehmen. Da sich dann aber zeigte das am Stand die 30 Grad bestenfalls angekratzt werden (keine 34 Grad wie angekündigt) habe ich den Verdunster drin gelassen und statt dessen nur von ca 13:00 - 16:00 Uhr die Windel rausgenommen - für den Fall der Fälle.


    Flugverkehr in der Zeit vielleicht etwas mehr als sonst, das mag aber eher daran gelegen haben dass ich früher als normal am Stand war.


    Ab und an habe ich mal eine Biene vom Anflugbrett torkeln und abstürzen sehen. Ob das jetzt einfach eine alte Biene war, die den Stock verlässt, oder doch eine welche die Nase zu tief in den Verdunster getaucht hat, kann ich nicht beurteilen.


    Auf der Windel habe ich am Ende der Behandlung Pi x Daumen 100 Milben gefunden. Wieviel davon die Ameisen vorher weggeschleppt haben, wer weiß.


    Heute dann bei der Durchschicht war eigentlich alles ganz normal. Die Bienen hatten gut Futter eingelagert, es war verdeckelte Brut und Maden zu sehen und bei einem der Völker habe ich sogar die Königin gesehen. Stifte konnte ich keine erkennen, aber damit tue ich mir auch immer recht schwer. Die Waben die vom ursprünglichen Ableger kamen sind recht dunkel und selbst auf hellen Waben sehe ich die Stifte mit der der Haube nur unter optimalen Bedingungen. Da aber auch junge Maden zu sehen waren, sollte also alles passen.