Oxalsäureverdampfung im brutfreien Volk im Sommer bei hohen Temperaturen

  • Markus, deine Meinung zum Belaufen teile ich nicht, da hier mir etwas anderes geschildert wird: ( siehe vor allem die Bilder )

    Gerade da siehst du ja das Problem von ungeeignetem Trägermaterial. Leg mal ein Taschentuch oder ein Stück Zeitung auf die Oberträger, dann siehst schnell was sie damit machen.

    Wenn die Bienen es abnagen wird es auch keine feine Stäube geben die sich im Bienenpelz verteilen, sondern kleine Stückchen die dann hinaus getragen werden oder auf den Boden fallen.

    Fakt ist, die Anwendung in Südamerika mit den Pappstreifen und die Osinalversion von Simon Hummel basieren rein auf belaufen, abnagen soll dabei ja sogar vermieden werden, sonst könnte man auch Alkohol-OS Tücher herstellen, aber genau dann landet das Zeug schneller vor der Beute als es eine entsprechende Wirkzeit im Volk verleiben kann.

    Daher ging ja, ohne von Dr. Liebig seinem Futtertaschenversuch zu wissen, meine Idee Richtung Applikation die am Rähmchenholz befestigt wird. Genauso kann ich mir aber auch eine Art Absperrgitter vorstellen bei dem die Bienen noch besser damit in Kontakt kommen.

    Im Grunde kann mann damit Holzschindeln herstellen (wie sie für manche Art der Einbringung von bösern Mittel verwendet werden) und diese dann auch mehrfach verwenden. Ist nur die Frage wie lange da die Wirksamkeit gegeben ist.


    Bei der von dir verlinkten Seite sieht es so aus, als würden die Tücher unter dem Deckel platziert. Somit wir keine Belaufen erzwungen und die Wirkung wird wohl tatsächlich nur durch das abnagen verursacht. Hierzu gab es auf jedenfall Versuche die gezeigt hatten, dass die Abnagmethode erheblich weniger wirksam ist wie die Belaufmethode. Abnagversuche würde ich wenn, dann nur noch mit einer Zucker-/Glycerin-/OS Lösung testen, aber ich hab da ein Problem mit dem zernagten Abfall der sich dann überall verteilt. Daher verfolge ich aktuell nur den Weg mit festem Trägermaterial weiter.

    Gruß Markus


    Ubi apis, ibi salus 
    Wo Bienen sind, dort ist Gesundheit

  • danke für deine Erwiderung, Markus!

    Deine Aussage:"Gerade da siehst du ja das Problem von ungeeignetem Trägermaterial. Leg mal ein Taschentuch oder ein Stück Zeitung auf die Oberträger, dann siehst schnell was sie damit machen." stimmt nicht, wenn das material in glycerin getränkt wurde!

    Das glycerin hat eine vielfältige funktion, unter anderem, das schnelle Abnagen zu verhindern.

    Zucker halte ich für unangabracht, da ich hier die aufnahme von os und glyc durch die biene sehe( deshalb träufelmethode ja auch nur einmal anwenden).

    Wie du bei r.oliver gelesen hast, soll zwischen tuch und deckelunterseite genügend platz sein, damit die bienen das tuch nicht nur belaufen können sondern auch besser abnagen können.

    Natürlich verteilen sich beim Abnagen die feinen os-kristalle im bienenpelz.

    Übrigens es gibt knabberstreifen schon lange( wirkung nicht durch belaufen sondern abnagen).

    Belaufen gilt meiner meinung nach für amitraz und co (Kontaktgifte).

  • Hallo zusammen.


    Ich möchte hier mal kurz meine ersten Versuche mit dem Varomor geben.

    Die verdampfung klappt auch bei vielen Völkern sehr schnell.

    Bereits am nächsten Tag sind Milben auf der Windel zu sehen gewesen.

    Ich verwende Weingeist in der ich Oxalsäure und Thymol löse.

    Das Aerosol verteilt sich in der Beute sehr schnell und bleibt einige Zeit erhalten.


    Kein Kabel, keine Batterie kein Zeitverlust usw.


    Kurz um. Ich bin sehr zufrieden.


    Gruß Grisu

  • Nach welchen Rezept von Randy hast du die Tücher denn gemacht?
    Wenn die Tücher zu feucht sind, werden sie tatsächlich sogut wie gar nicht abgetragen.
    Entweder musst du die Tücher einzeln machen oder aber das Rezept mit Wasser nutzen. Dabei muss aber die gesammte Zeit geheitzt werden, sonst Kristallisiert dir alles sofort aus. Ich hätte da schon eine Idee wie es auch ohne Wasser in größeren Mengen gehen würde ohne direkt mit der lösung hantieren zu müssen.


    Bei einzargigen Völkern, hat das Tuch jedoch seine Probleme, da die Wirkung nicht besonders gut ist, da es wenig Kontakt mit dem Tuch gibt. Was jedoch ganz ut geht, ist Tuch auf die Oberträger und einen von den alten Ambrosia Eimern mit Lochdeckel umgedreht rauf.
    Für junge Ableger mit wenig Milbenfall reicht es aber.


    Aber generell kann man sagen, Einzarger mit Streifen, zweizarger mit dem Tuch ist besser.

    Schöne Methode, ich hoffe mal das sie die nächsten Jahre ihre Zulassung bekommt, dann kann man das nicht nur mit Schauvölkern machen.

  • Da das Thema wohl schneller als gedacht wieder aktuell werden wird, beschäftige ich mich gerade erneut mit Alternativen zum Varrox. Bisher hat das bei mir dem Teil sehr gut hingehauen, aber mich stört weiterhin, dass man eine Hitzequelle in der Beute hat die man von außen praktisch nicht überwachen kann (man findet immer wieder verkohlte Bienen darin, von den angekokelten Rähmchen hatte ich ja auch schon berichtet) und die Fummelei am Flugloch vor allem an lauen Sommerabenden doch immer wieder zu unnötiger Aufregung im Volk führt.


    Daher liebäugle ich aktuell mit dem Swienty Sublimox, der ja auch schon in diesem Thread besprochen worden ist, da er in meinen Augen das fortgeschrittenste Gerät ist, um von außen Dampf einzublasen. Wahnsinnig schnell, minimaler Eingriff von außen, man braucht quasi nur ein winziges Loch in der Beutenwand, und der Dampf kommt direkt dort hin wo er soll. Was mich momentan davon abhält ist der Preis. Wenn man sich allerdings die Sache mit der Termperaturregelung ansieht, scheint das ja tatsächlich ein sehr durchdachtes und hochwertiges Produkt zu sein.


    Gibt es mittlerweile weitere Erfahrungen damit?



    Weiterhin kann ich berichten, dass ich vergangenes Jahr statt Folie ein Gitter benutzt habe (sieht man in diesem Video), mit dem ich eine bessere Luftzirkulation und weniger Feuchtigkeit/Schimmel in der Beute erreichen wollte. Das hat zwar gut funktioniert, hat aber auch dazu geführt, dass die Oxal-Verdampfung weniger wirksam war und länger durchgeführt werden musste, bis der Milbenfall in Ordnung war (ist mit Ox ja zum Glück kein Problem). Vermutlich ist dadurch oben zuviel Dampf entwichen und es konnte sich nicht genug Druck in der Beute aufbauen, um auch in die Traube zu gelangen. Dieses Jahr kommt zur Behandlungszeit jedenfalls wieder die Folie rein.

  • aber mich stört weiterhin, dass man eine Hitzequelle in der Beute hat die man von außen praktisch nicht überwachen kann (man findet immer wieder verkohlte Bienen darin, von den angekokelten Rähmchen hatte ich ja auch schon berichtet) und die Fummelei am Flugloch vor allem an lauen Sommerabenden doch immer wieder zu unnötiger Aufregung im Volk führt.

    Haben Deine Beuten einen Gitterboden?

    Dann steck den Verdampfer von hinten unterhalb des Gitterbodens rein und Dein Problem ist insoweit gelöst.


    Wolfgang

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • aber mich stört weiterhin, dass man eine Hitzequelle in der Beute hat die man von außen praktisch nicht überwachen kann (man findet immer wieder verkohlte Bienen darin, von den angekokelten Rähmchen hatte ich ja auch schon berichtet) und die Fummelei am Flugloch vor allem an lauen Sommerabenden doch immer wieder zu unnötiger Aufregung im Volk führt.

    Haben Deine Beuten einen Gitterboden?

    Dann steck den Verdampfer von hinten unterhalb des Gitterbodens rein und Dein Problem ist insoweit gelöst.


    Wolfgang

    Ich glaube diese Unterhaltung haben wir schonmal geführt...^^


    Oxalsäureverdampfung im brutfreien Volk im Sommer bei hohen Temperaturen