Kunstschwarm bzw. Volk verstärken bei Honigernte über Bienenflucht inkl TBE möglich?

  • Luffi bestätigt oben ja genau dieses Prozedere, bzw. dass die Bienen damit klar kommen, daher bin ich da auch recht zuversichtlich. Ich selbst habe dahingehend keine eigenen Erfahrungen, daher ist das Folgende auch eher als weitere Frage denn als Rat zu verstehen. Vermutlich ists auch nur unnötige Geigelei, aber da ich Ähnliches im Sommer vorhabe hab ich darum auch schon Gedanken gemacht.


    Wäre es nicht auch eine Möglichkeit, die Kunstschwärme entsprechend kleiner zu bilden, sprich nur mit der Hälfte der Bienen aus den HR um auf Nummer sicher zu gehen und die WV nicht mehr zu schröpfen als nötig? Die KS könnten dann nach einiger Zeit mit den geschlüpften Bienen aus den Brutsammlern verstärkt werden um auf die nötige Einwinterungsstärke zu kommen, ggf. dabei die Kö sicherheitshalber unter Futterteigverschluss käfigen?


    Ist das sinnvoll, unnötige Geigelei oder sogar kontraproduktiv?

  • Ich hätte noch einen anderen Vorschlag:

    Falls du vermehren möchtest und im Juni die neuen Königinnen zur Verfügung hättest, könntest du mit den Dadantbeuten deutlich vor deinem Urlaub über Platztausch Fluglinge mit den neuen Königinnen bilden, wobei die Honigräume bei den Muttervölkern bleiben. Dann haben die Völker in den Dadantbeuten mehr Zeit, sich zu entwickeln und können noch vor deinem Urlaub brutfrei mit OS gegen die Milbe behandelt werden.

    Die Königinnen in den Muttervölkern werden vor deinem Urlaub im Scalvini gekäfigt und nach dem Urlaub gegen die Milbe behandelt, evtl. kannst du auch noch die Waben erneuern.

    Gruß Ralph

  • Würde das nicht zulasten des Honigertrages gehen, wenn dies bereits im Juni durchgeführt wird? Die Fluglinge haben vermutlich genug mit sich selbst zu tun und die Brutlinge werden ohne Flugbienen vermutlich auch keinen nennenswerten Honigzuwachs mehr erzielen?

  • So ist es.

    Bei meinem letzten Vorschlag kannst du auch die Honigernte hinter deinen Urlaub schieben. So sind die Brutlinge gut versorgt und der Honig ist gut ausgereift, wenn auch weniger.

    Gruß Ralph

  • Randbedingungen: Ich habe ausschließlich Holzbeuten. Und ich habe genug Material, die vorhandenen Völker einer TBE zu unterziehen und die Brutscheunen nach einer entsprechenden Behandlung in den Winter zu schicken.


    Die Dadant-Beuten habe ich sozusagen zusätzlich, zur Vergrößerung der Imkerei. Und so würde ich quasi "zusätzlich" den Völkern die HR-Bienen klauen, um sie dann mit zusätzlichen Kö's als neue Völker weiterzuführen.


    Ich habe luffi 's Antwort oben gelesen. Aber weil die Ursprungsfrage mehrteilig war, wollte ich einfach noch einmal explizit zu diesem Detail nachfragen.


    Ich wollte jetzt nicht mit einem Scalvini arbeiten. Ich möchte bei der TBE auch gleich alle WV auf Großwaben umstellen, daher habe ich schon alles an Zargen und Rähmchen da. Das wird also eine ganz klassische TBE mit Umwohnen auf ein anderes Maß.


    So hätte ich natürlich auch die Dadant-Beuten in Betrieb nehmen können, aber die sollen ja zur Vermehrung herhalten.


    Die Brutscheunen sollen dann über den Winter als Reserve und im Frühjahr dann weg.


    Llecter und Kleingartendrohn danke für euren Input.

  • oder willst du nur nach Dadant umziehen?

    Würde ich nur nach DD umziehen wollen, hätte ich die Völker bei der TBE einfach in die DD Beute geschlagen, auf dem gleichen Platz, und hätte dann wenige Tage später behandelt. Da wäre mir der Scalvini nicht eingefallen - gebe ich zu. Ich erkenne auch spontan den Vorteil nicht, lerne aber gerne dazu!

    Falls du außerdem vermehren möchtest, könnte es in Holzbeuten bei Start am 21.7. mit der Einwinterungsstärke knapp werden.

    Das ist ein guter Hinweis, über den ich mir auch Gedanken gemacht hatte. Deswegen wollte ich die KS auch im Juni bilden. Und ich war mir auch unsicher, ob es für die Brutscheunen/Brutsammler noch reicht, wenn man sie erst im späteren Juli bildet.

  • Kommt drauf an. Paar Tage machen den Unterschied: sind die Bienen zu sehr von der Varroa geschädigt, schlüpfen zwar noch irre viele Bienen, drei Wochen später sind aber nur noch zwei Wabengassen belegt.

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • TBE im Juni ist kein Problem - das funktioniert bestens, ggf. mit Zufüttern.


    Die HR-Bienen dabei gleichzeitig als KS für neue Kö's zu nutzen, funktioniert auch gut. Die fehlen beim Aufbau des neuen BN nicht.


    Wenn gewährleistet ist, dass beide Fraktionen ausreichend Futter bekommen, sollte es im Juni gut funktionieren.


    Die Brutsammler müssen sehr effizient behandelt werden, bis nshe MilbenFreiheit (OXS); dann kann man sie nach 3 Wochen zur Verstärkung der anderen nutzen.


    Habe ich so schon praktiziert.


    Beste Grüße


    Rainer

  • Die Brutsammler müssen sehr effizient behandelt werden, bis nshe MilbenFreiheit (OXS); dann kann man sie nach 3 Wochen zur Verstärkung der anderen nutzen.

    Ich dachte daran, die Brutsammler nach 14 Tagen auf MW zu setzen, zu behandeln und zu füttern, und alles an verdeckelten BW zu verwerfen, weil sich da eh alles an Milben drin gesammelt hat.


    Das hätte ich normalerweise erst nach 16 Tagen gemacht, aber da bin ich schon im Urlaub.