Hilfe - Rapshonig bleibt grobsandig

  • Hallo,

    ich habe dieses Jahr viel Rapshonig geerntet und ihn größtenteils im Eimer fest werden lassen - diese Mengen konnte ich nicht sofort verarbeiten.

    Im Internet in verschiedenen Videos über das Rühren von Raps und in einer Abhandlung von Dr. Liebig habe ich gelesen, man solle den Honig im Eimer fest werden lassen, dann auf 30 Grad erwärmen und dann nur einmal mit dem Rührgerät (ich habe mir extra diesen Rapid geborgt) durchrühren. Dann bekäme man cremigen, feinsteifen Honig.

    (Den ersten Teil habe ich wie immer erst gerührt bis die Perlmuttschlieren da waren, dann abgefüllt - mit super Ergebnis).

    Mein Ergebnis mit dem Rapido ist grobsandige Matsche. Was habe ich falsch gemacht? Hat jemand eine Idee, was ich nun noch machen könnte?

    Ich bin wirklich frustriert ;(.

    Liebe Grüße,

    Gabriele

  • Habe heuer auch erstmalig Honig mit Rapsanteil gehabt.
    Die letzten Jahre waren mit dem Rapido immer kein Problem.
    - Kristallisation einleiten
    - Feswerden lassen
    - Wärmeschrank 30 grad
    - 5 Minuten rühren und abfüllen
    Bei dem Raps selbe Prozedur. Beim Abfüllen war er feincremig. Im Glas wird er jetzt Sandig. Riesen Kacke.
    Habe mir für den Raps jetzt noch einen Doppelpropeller gekauft.

    Mikrowellen-Essen aus biologischem Anbau lässt uns nur so leise aufstoßen, dass sich niemand belästigt fühlt.


  • Meine Empfehlung für die Zukunft: Den Honig nicht erst fest werden lassen, sondern von Anfang an (sobald er sich eintrübt) rühren.

    Er wird dann zwar steifer als mit dem Auftauen, aber sehr fein.

    Mir leuchtet das genannte Verfahren sowieso nicht ein. Warum die Kritallisation einleiten und dann ohne Rühren fest werden lassen? So entstehen natürlich grobe Kristalle!

    Auch wenn Du ihn nicht gleich abfüllen willst (was der Qualität förderlich wäre), muss er doch gerührt werden. Man muss den Honig so behandeln, dass erst gar keine großen Kristalle entstehen.


    Wolfgang

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • Hm, ich halte von der Rapidogeschichte zwar eh nix,


    jedoch wird genau das eben versprochen:


    Festwerden lassen, antauen, Rapido-Aktion, abfüllen, fertig.


    Der soll ja gerade die entstandenen Kristalle dann wieder klein rühren/zerschlagen.

    Ist nicht das erste mal, dass man hört, das war wohl nichts...


    Und mit komplett verflüssigen kann man sich dann den Rapido sparen. Man kann dann allerdings von vorne wieder anfangen, sprich auf die Kristallisation warten und rühren, oder auch animpfen.

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Wenn man Phasentrennung mag....


    Beste Grüße,

    Ralf

    Hast du das schon mal selbst probiert?


    Ich finde den Rapido (o. -nachbau) immernoch besser als die ganzen anderen Rührer! In den meisten Fällen bekomme ich damit sehr feincremigen Honig mit 3min rühren hin. Klar kann man damit auch überrühren, geht aber sicher mit jedem Teil...


    Gruß Jörg

  • Die restlichen zwei Kartons meines Sommerhonigs von letztem Jahr sind jetzt auch in die Phasentrennung übergegangen.
    Dieser Honig wurde im Januar einmal während dem Anwärmen und einmal vor dem Abfüllen mit dem Rapido gerührt .

    Nächstes mal wird der nur noch einmal nach dem Auftauen gerührt und kommt dann ins Glas.

    Vielleicht hilft es...


    Gruß Thomas

    Steingarten ist Keingarten
    Für alle die, die kein Imker sind: gemeint ist Schottergarten, reimt sich aber nicht so prickelnd...

  • Wenn man Phasentrennung mag....

    Hast du das schon mal selbst probiert?

    Ich habe den Rapido dieses Jahr getestet, weil ich beim Impfen anscheindend geschlonzt habe und sich Kristalle an den Sieben vorbei gemogelt haben. Dadurch war ich unter Zeitdruck und habe kurzfristig einen Hobock mit dem Rapido beackert.

    Ergebnis war OK... definitiv. Allerdings ist der Ergebnis beim Impfen für mich gefühlt etwas "besser".


    Impfen kriege ich im Normalfall cremig, aber feinsteif hin... mit dem Rapido war er cremig, die Kristalle waren noch leicht auf der Zunge zu spüren und insgesamt etwas fließender... Vielleicht einen Zacken überrührt, weil ich Hoffnung hatte die Kristalle noch irgendwie los zu werden. Es mag Leute geben die mit dem Rapido mehr Erfahrung haben und besser damit umgehen können!!! Ich lerne gern dazu... Ich habe ihn jetzt für Notfälle als gute Alternative im Schrank, aber impfen scheint mir der schönere Weg zu sein.


    Gruß

    Flo

  • Ich habe heuer leider etliche Eimer in denen der Honig fest geworden ist. Bis jetzt werden diese Honige im Auftauschrank erwärmt, erneut gesiebt, gerührt und dann abgefüllt. Das dauert gelegentlich etwas lange. Mir kam dann so eine Idee, ob es möglich ist, den 'kalten' Honig - also so wie er im Eimer ist und nicht auf 30 Grad erwärmt - mit dem Rapido so zu verflüssigen, dann man ihn in ein Spitzsieb mit Heizspirale einfüllen kann. Dort wird er erwärmt und fließt dann als flüssiger Honig und ohne Kristalle in den Abfülleimer, wo später noch mal gerührt und dann abgefüllt werden soll.


    An die Honigrührer welche einen Rapido verwenden habe ich eine Frage:

    Habt Ihr schon mal probiert, den Rapido einfach in den NICHT auf 30 Grad erwärmten Honig zu stecken um den Honig nur grob zu zerkleinern und fließfähig zu machen?


    An alle die ein Spitzsieb mit einem Heizelement haben:

    Wie lange braucht z.B. ein Eimer Honig ca. 28 Kg bis der unten flüssig im Eimer ist?


    Jonas


    Nachtrag:

    Meine Fragen waren nicht am Rapshonig orientiert, sondern ganz allgemein gemeint. Ich habe hier keinen Raps. Es geht hier hauptsächlich um Löwenzahnhonig. Es geht mir auch nicht um cremig oder feinkörnig. Meine Fragen richten sich an jene die mit dem Rapido arbeiten und ob sie obiges schon ausprobiert haben.

  • Wenn Rapshonig körnig wird, ist da meistens eine andere Honigsorte dabei. Ich würde fast behaupten das es keinen feinkörnigeren Honig als Rapshonig gibt. Dann liegt es auch nicht am Rührer.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Je fester der Honig ist, desto mehr Luft rührt man rein. Es ist also in meinen Augen kein guter Gedanke, den Honig im festen, kalten Zustand zu rühren. Zumal es Unfug ist. Der Honig muss ja sowieso erwärmt werden. Wenn er vom Auftauschrank schon eine gewisse Temperatur hat, lässt er sich sehr viel leichter rühren und die verwandte Energie braucht die Spitzsiebheizung nicht mehr liefern.

  • Je fester der Honig ist, desto mehr Luft rührt man rein.

    Widerspruch....nicht bei dem Rühwerk welches ich jetzt verwende. Dazu muß der Honig allerdings etwas vorgewärmt sein. Wir haben gegenläufige

    Flügel. Da wird keine Luft mit eingerührt.

    Zumal es Unfug ist.

    Ein hartes Wort. Bei dem Wort Unfug kommt bei mir die Vorstellung von etwas kaputt machen.

    Wir kommst Du darauf dass das Unfug sein soll?

    Der Honig muss ja sowieso erwärmt werden. Wenn er vom Auftauschrank schon eine gewisse Temperatur hat,

    genau diesen Schritt wollte ich mal testweise übergehen um mit dem Rapido den kalten Honig nur grob fließfähig zu machen und um diesen anschließend durch das Spitzsieb mit einfügter Heizspirale zu verflüssigen.

    die verwandte Energie braucht die Spitzsiebheizung nicht mehr liefern.

    Das statische Aufwärmen eines Eimers mit festem Honig dauert im Wärmeschrank schon rein physikalisch betrachtet länger als wenn der Honig grob zerteilt durch eine Spitzsieb mit Heizung läuft. Die aufzubringende Erergie wird wohl in beiden Fällen gleich hoch sein um den Honig in einen flüssigen, siebbaren Honig zu verwandeln.


    Vielleicht habe ich mich nicht verständlich ausgedrückt: Ich möchte einen Versuch machen den festgewordenen Honig im Eimer etwas fließfähig zu machen um diesen dann in das Spitzsieb mit Heizung einzufüllen. Dann kann dieser Honig sich verflüssigen und wird auch ohne Luftblasen durch das Sieb fließen.

    Und ob das mit dem Rapido geht so einen festen Honig so zu bearbeiten, dass dieser dann grob fließfähig wird, dass war meine Frage an die Benutzer so eines Rühstabes.


    Jonas