Honig immer kriselig

  • Hallo zusammen,

    wie der Titel schon sagt, habe ich ein Problem mit meinem Honig.

    Dieser ist uns zu schnell hart geworden, sodass wir wohl nicht rechtzeitig mit dem rühren begonnen haben.

    Von der Konsistenz her ist er nun zwar fest, aber eben noch nicht hart.

    Wir sind num also mit dem vielumworbenen "rapido" Rührer zweimal 5 min. durchgegangen. Das Ergebnis ist ein cremiger Honig, bei dem man aber noch deutliche Kristalle spürt.

    Wie bekomme ich die denn nun weg?

    Muss ich den Eimer erwärmen?

    Dachte die 25grad in der Schleuderhütte langen.

    Beste Grüße

  • Das ist ohne Schaden für den Honig (das wäre durch starkes Erhitzen) nicht mehr viel zu machen.

    Wenn die groben Kristalle erst mal da sind, kriegt der Rührer sie nicht mehr klein.

    Rühren verhindert das Entstehen großer Kristalle, es beseitigt sie nicht.

    25 Grad sind keine Temperatur zum Honigauftauen.


    Wolfgang

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • Den Honig kann man vollständig auftauen mit dem Melitherm oder mit der ApiNord Honig-Therme. Mit dem Melitherm kann man größere Mengen mit einem Mal verarbeiten. Bei beiden Verfahren wird der Honig kurzzeitig relativ hoch erhitzt und gefiltert, wird wegen der kurzen Zeit aber nur vernachlässigbar geschädigt.

    Er ist dann richtig flüssig und kann dann gerührt werden, bis er dickflüssig und perlmuttschillernd wird. In diesem Zustand wird er ins Glas gefüllt. Er kristallisiert dann weiter zu einer feinsteifen Konsistenz.

    Du kannst dir in Ruhe eins dieser beiden Geräte besorgen, eilig ist das nicht.

    Gruß Ralph

  • Rühren

    Anders geht das nicht. Und zwar rechtzeitig und lang genug.


    Oder den komplett flüssigen Honig mit 6-10% animpfen. Einmal gründlich vermischen. Abfüllen.

    Wird dann feincremig.


    Bei o.g. Problem geht das beim aufgetauten Honig wieder genauso mit dem Animpfen. 12 kg Eimer gehen auch gut im Wasserbau aufzutauen

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • .. Bei beiden Verfahren wird der Honig kurzzeitig relativ hoch erhitzt und gefiltert, wird wegen der kurzen Zeit aber nur vernachlässigbar geschädigt....

    und warum braucht man jetzt nicht "nicht wärmebehandelt/erhitzt/etc" aufs glas zu schreiben? Weil es keiner macht und der honig "direkt aus der wabe" unverfälscht ins glas kommt...?

    Dafür les ich hier sehr oft:

    - eingefroren

    - aufgetaut

    - kurz erwärmt

    Jetzt sogar schon "relativ hoch erhitzt" (relativ zur Sonnen- oder Mondoberfläche? Reden wir hier noch von max 40grad?)


    Was denn nun?


    Der evtl. lesbare Unterton ist Absicht um Diskrepanzen aufzuzeigen...


    Danke für Aufklärung..

    Der, die, das! - Wer, wie, was? - Wieso, weshalb, warum...

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Kai003 ()

  • Ich habe im Moment auch das Problem mit meinem Rapshonig.

    Dein Fazit ist: Honig entsorgen?

    Muss doch eine andere Möglichkeit geben =O

    Gruß Gabriele

  • Entsorgen sicher nicht. Es gibt auch Kunden, die den Honig so mögen.

    Das Verfahren mit dem Melitherm wurde ja oben beschrieben. Ich halte das nicht mit guter Honigqualität verträglich, aber ich taue grundsätzlich keinen Honig auf.

    Es muss aber kein Honig körnig werden. Man muss halt, wenn die Kristallisation einsetzt (was an einer Trübung erkennbar ist) rühren. Der Zeitpunkt und Zeitraum dafür ist ganz unterschiedlich. Da heisst es halt beoachten.


    Wolfgang

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • Man muss halt, wenn die Kristallisation einsetzt (was an einer Trübung erkennbar ist) rühren. Der Zeitpunkt und Zeitraum dafür ist ganz unterschiedlich. Da heisst es halt beoachten.


    Wolfgang

    Bei der Erkennung von dieser Trübung bin ich mir immer nicht ganz sicher - ich will eben auch nicht zu spät dran sein. Hat evtl. jemand Fotos von vorher - nachher?


    VG

    Margit

    Wenn ich mal groß bin, will ich auch Imker werden...

  • Bei der Erkennung von dieser Trübung bin ich mir immer nicht ganz sicher - ich will eben auch nicht zu spät dran sein. Hat evtl. jemand Fotos von vorher - nachher

    Das ist nicht schwierig. Wie der Honig frisch geschleudert aussieht, sieht Du ja. Es hat zwar Farbe, aber ist nicht opak. Da ist dann eine Trübung gut zu unterscheiden.


    Wolfgang

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • Wäre es zum beispiel möglich, an jeden Kübel ein 30gramm Gläßchen mit dem Honig aus dem Kübel zu bappen?

    Dann sieht man wanns losgeht.


    Oder weicht der Start der Kristallisierung in einem 30g Glas sehr weit von dem Start in einem 25kg Kunststoffkübel ab?

    Mikrowellen-Essen aus biologischem Anbau lässt uns nur so leise aufstoßen, dass sich niemand belästigt fühlt.


  • Es muss aber kein Honig körnig werden.

    Hallo,

    dumm nur wenn er schon so aus der Schleuder kommt . Hatte ich so dieses Jahr bei der ersten Schleuderung. ein Teil ist schon im feinen Spitzsieb hängen geblieben. Dachte erst es ist feines Wachs vom entdeckeln beim Sieb auswaschen war es dann aber Wasserlöslich .


    Obwohl ich alles durch das Spitzsieb gequält habe, sofort mit dem rühren angefangen habe, sind leicht kleine Körnchen spürbar.

  • Oder den komplett flüssigen Honig mit 6-10% animpfen. Einmal gründlich vermischen. Abfüllen.

    Wird dann feincremig.

    Da Marion das schon öfters schrieb, habe ich es mit meiner Sommertracht dieses Jahr so gemacht.

    Ich hoffe es klappt. Ich vertraue ihr da einfach mal.

    Ist aber schon sehr entspannt so. Während andere noch rühren, kann ich schon Etiketten kleben.