Ungewöhnliche Aggressivität von Bienen 2017

  • Ein befreundeter Imker hat auch ein Problem mit einem Stechervolk beklagt, aber er hat kein Getreide im Flugradius. Habe ihn extra gefragt, ob er evtl. wegen Sikkation plötzlich aggressive Bienen haben könnte, hat er verneint und hat nur ein solches Volk. Wenn es externe Gründe hätte, müssten sich doch eigentlich doch mehrere Völker am selben Stand so verhalten, oder nicht? Er will nun umweiseln.


    Gruß Andreas

  • gerade bei Schwärmen und Ablegern zeigt es sich erst mit Verzug, welche Bienen die Königin liefert, und wie die als alte Kämpfer reagieren. Bei einem Ableger erscheinen mit dem ersten Stoß an dem Freiständer schon ca 20 Bienen am Flugloch und startet die erste Biene zum genervten Kontrollflug. Ich werde mal den Doppelkäfig zum Weiselwechsel ausprobieren.

  • Was ist gerade bei den Bienen los? Alle suchen nach Trachtquellen. Jedes Flugloch bekommt derzeit sicher mehrfach am Tag Besuch vom Nachbarvolk. Die Bienen sind auf Daueralarm und dies kommt jedes Jahr aufs neue. Also derzeit nichts neues.

    Gruß Markus


    Ubi apis, ibi salus 
    Wo Bienen sind, dort ist Gesundheit

  • Eine passende Zwischenfrage: was tun gegen angeschwollene Stiche. Vielleicht gibts mehr Tipps als "aushalten"

    Hoffe es ist hier nicht OT aber gegen juckende Stiche hat sich bei uns ein elektronischer Stichheiler bewährt, und zwar der hier.

    Ist etwas gewöhnungsbedürftig, da er die Stichstelle für 6 Sekunden (bei Kindern kann man auch 3 wählen) auf über 50 Grad erhitzt, was schon deutlich spürbar ist. Der Erfolg lässt das aber verschmerzen - kein Jucken mehr, zumindest nach Mückenstichen. Da meine Mädels mich bisher noch nicht gestochen haben, kann ich nicht mit Sicherheit sagen ob's auch bei Bienen hilft aber ich denke das Prinzip ist das selbe: Gift/Speichel von Mücken oder Bienen, welches das Jucken verursacht, ist ein Eiweiß und wird durch die hohe Temperatur denaturiert. Warum's dann nicht mehr juckt, dazu fehlt mir die chemische Theorie ^^, Fakt ist: es funktioniert.

  • Was ist gerade bei den Bienen los? Alle suchen nach Trachtquellen. Jedes Flugloch bekommt derzeit sicher mehrfach am Tag Besuch vom Nachbarvolk. Die Bienen sind auf Daueralarm und dies kommt jedes Jahr aufs neue. Also derzeit nichts neues.

    Trachtlosigkeit!? - Bei Trachtlosigkeit und zu wenig Futter im Volk kannst Du solches Verhalten beobachten, in diesem Falle kann es helfen ein paar Liter Futter jedem Volk zu geben.


    Aber, Trachtlosigkeit ist nicht die einzige mögliche Ursache...


    Gruß

    Franz


    P.S.: Sollte sich jemand Fragen was ich als "zu wenig Futter im Volk" verstehe - für mich heißt das, unter 10 KG.

  • in diesem Falle kann es helfen ein paar Liter Futter jedem Volk zu geben.

    Na dann hast das Verhalten sogar noch verstärkt. Denn wenn die Damen auch noch das leckere Zuckerwasser riechen, dann gibts eine wilde Keilerei.

    Hat aber mit der Futtermenge nichts zu tun, denn geräubert wird sobald sich eine Gelegenheit bietet. Wo kein Futter zu klauen ist, lohnt sich auch kein Räubern.

    Gruß Markus


    Ubi apis, ibi salus 
    Wo Bienen sind, dort ist Gesundheit

  • Na dann hast das Verhalten sogar noch verstärkt. Denn wenn die Damen auch noch das leckere Zuckerwasser riechen, dann gibts eine wilde Keilerei.

    Das ist bei mir nicht so, wenn die Damen im eigenen Stock beschäftigt sind und Futter reinkommt, suchen die nicht mehr verzweifelt und reduzieren sogar die Flugtätigkeit...

  • Na dann hast das Verhalten sogar noch verstärkt. Denn wenn die Damen auch noch das leckere Zuckerwasser riechen, dann gibts eine wilde Keilerei.

    Das ist bei mir nicht so, wenn die Damen im eigenen Stock beschäftigt sind und Futter reinkommt, suchen die nicht mehr verzweifelt und reduzieren sogar die Flugtätigkeit...

    Also wenn ich Zuckerwasser fütter, dann ist da Betrieb. Warum? Weil sie Tracht melden aber keine Angabe machen können wo genau. Dazu müsste das Futter 20-30m weg sein. Folglich fliegen die Bienen aus und suchen direkt um die Beute herum.

    Das ist jedes Jahr so und egal ob Cárnica oder Buckis

    Gruß Markus


    Ubi apis, ibi salus 
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  • Moin, moin1


    Deswegen mache ich das spät abends und bei kleinem Flugloch. Es gibt Völker, die haben nach 2 oder 3 Fütterungen verstanden, wo es ist, und andere fliegen wochenlang auch nach Mitternacht suchend durch den Garten, jedes Mal wieder.


    Gruß Clas

    "Ach, das Risiko...!" sagte der Bundesbeamte für Risikoabschätzung abschätzig...

  • Ich habe auch zwei Stecher Völker. Zuerest standen sie bis Ende Mai am Raps. Da gab es ab und zu mal "Ärger". Dann habe ich sie an einen 8 ha großen Rot- und Weißkleeacker gestellt.

    Beide Völker waren jedesmal nicht gerade amüsiert, wenn ich einmal wöchentlich Nachgeschaut habe. Konnte den Schleier nur im Auto abnehmen. Letzte Woche ist der Klee gemäht worden. Nun sind zwei große Schläge mit Pferdebohnen in der Nachbarschaft. Kann das auch eine Ursache für die Agressivität sein?.

    Gestern stand ich ca, 30 m vor den Völkern um nur mal nach dem Flugbetrieb zu schauen. Gestanden hab ich da nur ein paar Sekunden, dann hatte ich schon die ersten fünf Stiche am Kopf. Habe mich dann doch recht zügig entfernt.

    Getreide ist keins in der Nähe, der HR ist ordentlich gefüllt, Hunger dürften sie nicht haben. Ich warte jetzt mal bis Ende nächster Woche nach dem Abschleudern. Dann kommen sie auf den "Winterstand". Sollten sie so böse bleiben hilft nur noch Umweiseln.


    Andreas

  • Was soll sich jetzt ändern (außer dass sie och sauerer werden, wenn es gar keine Tracht mehr gibt)? Mir würde das bereits reichen ...


    Gruß, iJörg

    Eine Fischsuppe aus einem Aquarium zu machen, ist leichter als ein Aquarium aus einer Fischsuppe.

  • aus dem "bösen" Haufen die Weiseln zu suchen macht keinen Spass, warum trennst du nicht schon vor/mit dem Schleudern durch Verstellen einen Großteil der Flugbienen von Brut &Königin zu einem Ableger oder Flugling mit neuer begatteter Weisel.

    Im Brutling lässt sich die Königin ohne die alten Flugbienen leichter finden und käfigen und nach Auslaufen der Brut gegen Varroa behandeln, dann Weisel weg und Bienen wieder vereinigen.


    Gruß Fred

  • Irgendwas liegt gerade in der Luft....


    Ich habe mehrere Völker die im Frühjahr absolut friedlich waren und gerade fast durchdrehen. Bereits beim Ziehen der ersten Wabe klebt ein halber Schwarm an mir dran und sucht nach Schwachstellen. Von unzähligen Bienen werden ich teils noch 100m bis zum Auto verfolgt und weiter angegriffen. Allein das Einlegen der Bienenfluchten am Wochenende hat mir trotz entsprechender Schutzkleidung etliche Stich eingebrockt. Die Bienen sind teils wie von der Tarantel gestochen direkt aus dem Honigraum geschossen und waren direkt im Angriffsmodus. Selbst ein kleiner Ableger (gekaufte belegstellenbegattete Buckfast) hat mich heute beim Versuch zu füttern gehörig vermöbelt. ?(


    Ein so extremes Verhalten wie diesen Sommer habe ich bisher noch nicht erlebt. :/