Gefahr der Räuberei unter Ablegervölker?

  • Moin von der Elbmünung.


    Ich habe mit 5 Ablegervölker an meinem Bienenstand diesen Monat mit der Bienenhaltung begonnen.


    Alle Ableger werden mit ca. 1,5 ltr. Zuckerlösung 1:1 über Futtertasche, pro Woche zugefüttert, welches auch aufgebraucht wird. Pollen wird ebenfalls bei allen eingetragen.


    Entsteht unter den Ablegervölkern dennoch eine Räuberei, obwohl alle Jungvölker mit Zuckerlösung zugefüttert werden, somit eigentlich keine Futternot herrscht?


    Eine echte Räuberei kann ich auf Grund mangelndem Wissen noch nicht deuten. Tote Bienen werden allerdings schon aus dem Flugloch ins freie Bugsiert. Hierbei kann es sich aber auch aus normalem Totenfall und Drohnen handeln.

    Gruß von der Elbmündung
    Bernhard

    Negative Handlungen werden erst dann zu Fehlern, wenn man sie wiederholt, - bis dahin sind es Lernprozesse die einen weiterbringen sollten.;)

  • Moin. Bin auch noch Anfänger mit 3 Ablegern. Dass die Toten heraus getragen werden, würde ich erstmal als normal betrachten, wenn's keine Massen sind. Die Arbeiterinnen werden ja nur ca. 40 Tage alt, da sterben täglich welche und alle schaffens halt nicht mehr nach draußen. Ob's Drohnen sind ist eindeutig an der Größe und den Augen zu erkennen. Mein erster Ableger entledigt sich schon seiner Drohnen, seit die Königin angefangen hat zu stiften. Die Mädels schaffen halt Platz für frische Arbeiterinnenbrut und Futter für den Winter. :-)

    Hast du mal rein geschaut? Ich habe mal wo gelesen wenn's Räuberei ist, erkennt man das auch an "zerfetzten" Waben und Deckeln. (Bitte nicht hauen wenn das so nicht stimmt.)

  • Moin, ja ich habe reingeschaut. Das Brutfeld sieht bei 4 Völkern normal aus. Lediglich bei einem Volk, (eingefangener Schwarm) ist es sehr abweichend/veränderlich.
    Eigentlich sollte es, wenn ausreichend Futter vorhanden ist, wie hier durch Zufütterung, doch nicht zu Räuberei kommen, weil doch jedes Volk eigenes Futter im Futtertrog hat.

    Negative Handlungen werden erst dann zu Fehlern, wenn man sie wiederholt, - bis dahin sind es Lernprozesse die einen weiterbringen sollten.;)

  • Räuberei kann immer entstehen, wenn es Scouts schaffen, eine attraktive Quelle zu finden. Futter oder Vorrat sind immer verlockend, wenn sie nicht entsprechend sicher bewacht sind. Sieht man auch in den Videos von rase.

    Ein großes Volk hat vielleicht mehr Sammler/Räuber, aber auch kleinere Einheiten nutzen eine gute Gelegenheit. Je schlechter die Tracht und je größer das Volk, desto intensiver die Suche. Besonders ungünstig sind ehemalige Stock-kolleginnen im Ableger, die leichter an Wachen vorbeikommen.

    In der Natur gibt es weder Belohnungen noch Strafen. Es gibt Folgen.
    (Robert Green Ingersoll)

  • Was sicher in jedem Fall ratsam ist, ist das Flugloch nicht zu groß zu halten, damit das Volk es angemessen bewachen kann. Habe ich auch hier im Forum in einem anderen Fred "gelernt" bzw. empfohlen bekommen. Bei meinem ersten Ableger war es deutlich zu sehen: nachdem ich das Flugloch auf anfangs ca. 8 cm Breite verengt hatte, sah man sofort dass sich Wächterbienen am Ausgang postieren und bei jedem Ankömmling "Gesichtskontrolle" machen, das ist bei der kleinen Bienenmasse eines Ablegers am Flugloch mit voller Beutenbreite kaum bis gar nicht machbar. Mittlerweile habe ich es aufgrund der inzwischen größeren Bienenmasse auf ca. 2/3 der Breite der vorhandenen Waben aufgezogen.

  • Das Flugloch habe ich eingeengt auf ca. 8 cm. Werde mir aber neue Fluglochkeile mit Öffnungen von 2 cm machen.
    Ich denke, wenn ich es richtig deute, hat bei meinen Bienen auch schon die Drohnenschlacht begonnen. Nur habe ich jetzt bedenken, dass ein 2 cm Flugloch sehr schnell verstopft sein könnte, wenn sich hier tote Drohnen festsetzen, weil diese beim Hinaustransport durch Arbeiterinnen hier festklemmen.

    Negative Handlungen werden erst dann zu Fehlern, wenn man sie wiederholt, - bis dahin sind es Lernprozesse die einen weiterbringen sollten.;)

  • Flugloch beobachten hilft, um die richtige Größe zu finden. Ein kleiner Stau zur Stoßzeit ist aber aus meiner Sicht weniger ein Problem als großes Gedrängel beim Räubern, weil man das Flugloch viel zu groß hatte. Lieber mit kleiner Öffnung starten und je nach Bedarf erweitern.

    Ich habe so kleine Holzleisten, die ich in den Fluglochkeil klemmen kann, um die Schlitzbreite anzupassen. Damit ist die Höhe durch den Fluglochkeil immer auf eine Bienenhöhe begrenzt und die Breite kann mit verschieden langen Holzleistenstücken zum Einklemmen je nach Bedarf verkleinert werden. Das ist haltbarer als Schaumgummi und flexibler als mehrere Keile mit verschieden Schlitzen - Die Stücke habe ich in der Werkzeugkiste immer dabei.

    In der Natur gibt es weder Belohnungen noch Strafen. Es gibt Folgen.
    (Robert Green Ingersoll)

  • Das mit der Fluglochöffnung scheint mir zu einem echtem Anpassungsproblem zu werden. Bei unterschiedlichem Wetter herrscht ja auch unterschiedlicher Bienenverkehr vor dem Flugloch. Hier kann ich jedoch nicht immer die Öffnung dem jeweiligem Flugverkehr anpassen, sondern muß mich für eine Öffnungsgröße entscheiden. Nun haben wir ja im Augenblick Hochsommer mit wohligen Temperaturen so um die 18°C. Wenigstens hier bei uns an der Nordseeküste. Ggf. wird es im Juli zeitweise noch wärmer.
    Die Höhe der Öffnung ist ebenfalls auf ein Minimum reduziert. Mehr geht einfach nicht, weil schon jetzt teilweise Drohnen drin stecken bleiben. Die Arbeiterinnen kommen dagegen hinein und auch raus. Werde jetzt nochmal neue Fluglochkeile basteln mit kleinen Öffnungen ca. 3 cm.

    Negative Handlungen werden erst dann zu Fehlern, wenn man sie wiederholt, - bis dahin sind es Lernprozesse die einen weiterbringen sollten.;)

  • imperdan : Auf dem Imkersofa unter "Tage wie dieser" Tage wie dieser...


    @Pirschenstock: Nein, ich ändere die Fluglöcher auch nicht nach Wetter und aktuellem Flugbetrieb. Ich stelle sie so ein, dass es ohne größeren Stau geht, wenn gerade viel Flugbetrieb ist. Das ist bei kleinen Völkern dann eben kleiner und wenn sie wachsen, haben sie mehr Flugpersonal aber auch mehr Verteidigungsmöglichkeiten, sodass man die Fluglöcher erweitern kann. Ich nähere mich dabei lieber von der Untergrenze und damit bin ich bisher ganz gut gefahren.

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    (Robert Green Ingersoll)

  • Ich werde die Sache sehr interessiert beobachten und hoffe, dass mein tun um´s Flugloch zum Wohle der Bienen geschieht.
    Als Anfänger macht man sich ja manchmel auch zuviel Gedanken, die der erfahrene Imker als selbstverständliche Handlung unternimmt und ausführt.
    Schön, daß es hier aus dem Forum diese Unterstützung und Hilfestellung gibt. Danke dafür.


    Grüße von der Elbmündung
    Bernhard

    Negative Handlungen werden erst dann zu Fehlern, wenn man sie wiederholt, - bis dahin sind es Lernprozesse die einen weiterbringen sollten.;)

  • Warum so kompliziert? Also ich hab mir ne verschiebbare Leiste geschnitten, mit der ich nach Bedarf auf und zu schieben kann. Das mach ich nicht jeden Tag, bisher hab ich's ca. im Wochenrhythmus etwas weiter aufgezogen.