Drohnenbrütig trotz Königin

  • Hallo,


    Einer meiner Ableger ist drohnenbrütig.

    Dennoch turnt die gezeichnete Königin aus 2017 herum. 🤔 Das hatte ich bisher noch nicht gesehen.


    Die Drohnenbrut ist schon am auslaufen, da ich längere Zeit nicht rein geschaut habe (war mir ja sicher, dass Königin drin ist).


    Schon mal gesehen?

    Ich habe mal eine Wabe mit offener Brut rein gehängt, falls umweisel bedarf besteht.

    Oder lieber gleich abfegen?


    Danke und Grüße

    Daniel

  • Hallo Daniel,


    weder gesehen noch erlebt! Dann wird sie wohl nicht begattet sein, oder hat sie vorher schon gelegt?


    Gruß Mario

    Kein Böses Wort, keine solche Tat könnten mich so hart treffen wie der ungläubige Blick meiner Hunde!

  • Hi Mario,


    schwer zu sagen, das könnte natürlich sein, trotzdem merkwürdig. Kann mich nicht daran erinnern dass diese schon wesentlich gelegt hätte.


    Grüße

    Daniel

  • Die Drohnenbrut ist schon am auslaufen

    Hallo, wie ist denn die Vorgeschichte?

    Wann wurde der Ableger gebildet?

    Wurde diese Königin im Ableger gezogen oder eingeweiselt?

    Wieso läuft die Drohnenbrut aus wenn Du doch vermutest die Königin ist buckelbrütig? Stimmt doch von der Terminologie, Volk ohne Königin Drohenbrütig, Volk mit Königin buckelbrütig?

    Mit Abfegen oder Abdrücken würde ich mir Zeit lassen bis ich mir sicher bin was dort los ist, beides kannst Du immer noch machen, aber so auf Verdacht.......?

    Grüße Johannes

  • Hallo,


    abfegen sollte man nur drohnenbrütige Völker.


    Drohnenbrütig ist, wer keine Königin mehr hat, längere Zeit nicht, wo Arbeiterinnen aufgrund fehlendem Königinnenpheromon die Eierstöcke aktivieren und unbefruchtete Stifte setzen, aus denen dann aus Arbeiterinnenzellen Drohnen schlüpfen.


    Diese hier haben aber eine legende Königin, die produziert Königinnenpheromon und das hemmt die Afterweiselbildung. Also sind sie nicht drohnenbrütig, sondern wie schon oben gesagt, sie sind buckelbrütig bzw die Königin ist es:

    die Königin legt nur unbefruchtete Eier aus denen auch aus Arbeiterinnenzellen Drohnen schlüpfen.

    Vermutlich hat die Begattung nicht geklappt


    Da sich dieser Zustand nicht mehr verändern lässt, sollte bei Vorhandensein von mehreren Ablegern kein Abfegen, sondern eine Vereinigung mit einem anderen Ableger nach dem Abdrücken der Königin durchgeführt werden. So nützen die Waben, Futtervorrat und älteren Restbienen noch einem anderen.


    Gruß


    Marion

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Moin,

    Kommt drauf an, wie stark der Ableger (noch) ist. Wenn man noch legende Jungweiseln hat, könnte man

    1) ein Schwammtuch mit Ameisensäure drauf

    2) die fehlbegattete Weisel am nächsten Tag beseitigen und einen Neustart wagen, indem man eine ordentliche Chefin zusetzt.


    Mutige können evtl auf die Säure verzichten.


    Grüße Ralf

  • Hallo Daniel,


    ich würde auch die KÖ abdrücken, und bei entsprechender Volksstärke eine neue begattete zusetzen, notfalls eben Volk und Futter etc. einem anderen Volk zusetzen.


    Lange warten ist hier eher nicht angebracht...


    Gruß Mario

    Kein Böses Wort, keine solche Tat könnten mich so hart treffen wie der ungläubige Blick meiner Hunde!

  • Der Ableger wurde vor ca. 4-5 Wochen gebildet unter Zuhengen einer verdeckelten Weiselzelle.

    Es scheint sich dann wohl um Buckelbrut zu handeln, der Begriffsunterschied zu Drohnenbrütig war mir nicht bekannt.

    Dann haben wir wohl die Lösung, eine nicht richtig begattete Königin.


    Danke für eure Hilfe.


    Grüße

    Daniel

  • Ja, ich schließe mich den Vorschreibern an.

    Eine buckelbrütige Königin wird sich nicht mehr ändern und sollte daher abgedrückt werden.


    Was Du mit dem Restvolk machen kannst ist oben beschrieben. Brutwabe hinzugeben und eine Königin nachziehen lassen ist auch Option, nachdem ein Brutnest entstanden ist kannst Du das Volk durch zuhängen von Waben, wenn vorhanden, auf eine vernünftige Stärke bringen.


    Grüße Johannes

  • eine nicht richtig begattete Königin

    eben, siehe oben!

    Drück sie ab und hänge nach 9 Tagen eine neue hinzu, oder verstärke (wenn vorhanden) einen anderen Ableger mit deren Arbeiterinnen.

    Kein Böses Wort, keine solche Tat könnten mich so hart treffen wie der ungläubige Blick meiner Hunde!

  • Brutwabe hinzugeben und eine Königin nachziehen lassen ist auch Option, nachdem ein Brutnest entstanden ist kannst Du das Volk durch zuhängen von Waben, wenn vorhanden, auf eine vernünftige Stärke bringen.

    Nein, ist keine (gute) Option. Die Bienen sind alle alt und müde. Mutti abdrücken und mit einem fitten Ableger vereinigen.


    Beste Grüße,

    Ralf

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • ... Da sich dieser Zustand nicht mehr verändern lässt, ....

    Das sich dieser Zustand verändern kann, habe ich letztes Jahr bei zwei meiner Ableger erfahren dürfen. Beide waren buckelbrütig, bei beiden hat sich das nach ca. 14 Tagen wieder gegeben, beide Königinnen haben plötzlich befruchtete Eier gelegt und leben übrigens heute noch..


    Warum das so gekommen ist? Keine Ahnung, bei Frauen weiß man ja nie..., vielleicht war es Fußpilz..., oder Kopfschmerzen....8)


    Aus dieser Erfahrung heraus würde ich eher zum Abwarten tendieren.


    Beste Grüße

    Dirk

    Wenn Du tot bist, weißt Du nicht, daß Du tot bist. Aber für Dein Umfeld ist es hart.

    Genauso ist es, wenn Du blöd bist.


    Ich halte die Erkenntnis für einleuchtend, dass alle Menschen frei geboren sind und nicht alle das überhaupt wollen.

  • Übungsstiften und in die Gänge kommen mit der Spermatheka lässt sich ggf noch verändern. Das wäre eine Erklärung.


    Echte Buckelbrütigkeit nicht. Weil dann gar keine Begattung geklappt hat.


    Nach 14 Tagen sagst Du.


    Hier ist aber doch bereits Buckelbrut am Auslaufen, da sind die 14 Tage doch längst vorbei oder nicht?

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper