Funktioniert das ? Totale Brutentnahme und Umweiseln in einem Durchgang

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    Die Königin war nix. Kommt vor. Beim nächsten Mal schau halt nach 14 Tagen mal rein und dann siehst'te doch was da geht (und was nicht). Durch die Folie 'ne Sichtprüfung ist da nicht ausreichend. Die ist genau genommen sogar für nichts gut.


    Kopf hoch.


    Beste Grüße,

    Ralf

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Genau so habe ichs auch gemacht vor 10 Tagen, einziger Unterschied 3 HR. Gestern hab ich kontrolliert. Es wird ordentlich gebaut und gebrütet. Denke auch nicht, dass an deiner vorgehensweise was verkehrt war.

  • Doch. Die Kontrolle und die Begleitung durch den Imker haben gefehlt. Nur machen u. füttern reicht leider nicht immer.


    Beste Grüße,

    Ralf

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Zuerst habe ich den Honigraum abgenommen und eingepackt, dann den alten Brutraum verstellt, und einen neuen mit zehn Mittelwänden und einer ausgebauten Wabe aufgestellt. In diesen habe ich die neue Königin zum Ausfressen eingehängt.

    Ich habe beim alten Brutraum nur die Wabe mit der Königin komplett mit Bienen in eine neue daneben stehende Beute umgehängt. Die weiteren Brutwaben habe ich fast Bienenleer abgestoßen und in die neue Beute zur alten Königin gehängt, das heißt,

    in der alten Kiste war schon mal so eine Art riesiger Kunstschwarm...

    Hat jemand eine Idee, was schief gegangen ist, bzw. was ich falsch gemacht habe ?

    Ich will gerne meine Fehler erkennen und daraus erkennen, dieses Desaster erschreckt mich zutiefst

    Hier sehe ich den Unterschied und evtl. die Verbesserungsmöglichkeit deiner Vorgehensweise, vielleicht waren zu wenig Bienen im Flugling? War der neue Brutraum total Bienenleer, bis sich ein paar Honigraumbienen hinunter gewagt haben und bis am nächsten Tag die ganzen Flugbienen vom Altvolk völlig verwirrt dort falsch angekommen sind?


    ...Dort hinein kamen nach außen je 1 Futterwabe, dann je 3 halbe Mittelwände und mittig zwei ausgeschleuderte Honigwaben. Dazwischen die gekauften Königinnen im Versandkäfig, sofort zum Ausfressen geöffnet. Darauf auch wieder die Honigräume. Das ganze hat bei drei Völkern ohne Probleme bei ausgesprochen schneller Entwicklung geklappt, wobei sich jedes Volk erst mal auf eine Seite orientiert hat, so das erst mal nur 3 halbe Mittelwände ausgebaut wurden, eine Futterwabe aufgebraucht wurde und so ein Brutnest von 6 Brutwaben innerhalb 4 Wochen gewachsen ist. Jetzt bauen sie gerade die weiteren drei halben Mittelwände zur anderen Zargenseite hin aus.

    Die alten Königinnen sind jetzt mit je 3 Waben in einen 3`er Ablegerkasten gewandert, und der (TBE) Sammelbrutableger wird nochmal zur Nachzucht von ein paar Königinnen benutzt

    Meinst Du, dass ein Sammelbrutableger mit all seinen Varroen und angeschlagenen Bienen wirklich die perfekte Kinderstube für eine neue Königin abgibt - ja, da ist ordentlich Bienenmasse, aber was für welche ...


    Gruß, iJörg.

    Die Zucht ist auch super gelaufen.

    Die Zellen blieben 5 Tage im Sammelbrutableger und kamen dann in die Brutbox. Als dort die ersten Königinnen schlüpften habe ich noch schnell 5 Krabbelzellen herausgeholt, also kurz vor dem Schlupf.


    Die 3 Altköniginnen im 3`er Ablegerkasten habe ich dann direkt durch Krabbelzellen ersetzt. Hier wurde nur eine angenommen und die anderen zwei Einheiten haben lieber Nachschaffungszellen angelegt. Die wurden jetzt zu einem starken Volk vereinigt.


    Die vierte Krabbelzelle kam in ein ehemaliges Schwarmvolk und dessen Königin einfach raus, da hat es sehr gut geklappt.


    Die fünfte Krabbelzelle kam dann in den Sammelbrutableger und die letzten 8 fünftägigen Zellen von dort in die Brutbox.

    Genau diese Königin hier ist dann direkt im Sammelbrutableger geschlüpft:

    20170729_141928a2600.jpg

  • Hier sehe ich den Unterschied und evtl. die Verbesserungsmöglichkeit deiner Vorgehensweise, vielleicht waren zu wenig Bienen im Flugling? War der neue Brutraum total Bienenleer, bis sich ein paar Honigraumbienen hinunter gewagt haben und bis am nächsten Tag die ganzen Flugbienen vom Altvolk völlig verwirrt dort falsch angekommen sind?

    Hallo


    In der Tat war der neue Brutraum bienenleer, der darüber befindliche Honigraum allerdings voller Bienen. Meinst du wirklich, dass das mit den Flugbienen zu wenige waren ?

  • Hallo Elbdorfbiene


    waren das nur 3kg Zucker in 14 Tagen ?


    Gruß Uwe

    Hallo Uwe,


    die Bienen hatten vom 28.06. bis 15.07. den darüber liegenden Honigraum, vom 15.07. bis 22.07. nochmal drei Kilo Zucker, und am 22.07. noch einmal fünf Kilo Sirup.


    Das Futter wurde alles abgenommen, allerdings ganz offensichtlich nicht umgesetzt bzw. eingelagert. Ganz offensichtlich geräubert, aber der Zusammenbruch muss schon vor dem 15.07. stattgefunden haben... oder ?


    Viele Grüße


    Peter

  • Ich könnte mir vorstellen, es waren nicht nur zu wenige Bienen, sondern vor allem die Falschen zum falschen Zeitpunkt. Das Volk hatte erst mal keine Wächterbienen mehr. Daneben stand ein verwirrtes Volk voller Brut und kaum Futter. Das haben sich einige besonders schlaue Bienen dann eben rüber geholt, zur alten Königin, statt bei der neuen zu bleiben. Natürlich könnte auch die neue dabei recht unatraktiv gemacht worden sein...

  • Hallo zusammen


    Aus gegebenem Anlass schubse ich diesen Fred nochmals hoch..

    Nun ist ja bald wieder die Zeit der TBE. Gerne möchte ich bei dieser Gelegenheit den Grossteil meiner Völker umweiseln. Viel konnte ich leider zu dieser Kombination (TBE mit Fangwabe + umweiseln) nicht finden..

    Ist meine Angst um die neue Königin berechtigt (da mit der Fangwabe noch offene Brut vorhanden ist)? Haben sich eure positiven Erfahrungen bestätigt oder widerlegt?

    Über einen Erfahrungsaustausch würde ich mich freuen..

  • Oder Fangwabe + alten Kö. austauschen gegen FangW (viel offene + jüngste Brut) mit neuer, legender Kö. - die ggf. noch mit der LeerW gegen die übrigen Bienen des Einweiselungsvolkes vorläufig abschirmen (also neue Kö. in der Wabengasse zwischen der FangW mit ihrer Brut und den Pflegebienen ihres Herkunftsvolkes und der LeerW platzieren, nicht auf der "offenen" Wabenseite).

    Das sollte ebenso funktionieren, also theoretisch. Praktisch habe ich es noch nicht ausprobiert.

  • Herzlichen Dank für die Antworten.


    In Beitrag #32 schrieb Ludger Merkens "Aber ich sehe keinen guten Grund, auf die Fangwabe zu verzichten. Die Annahme der jungen Königin ist auch mit Fangwabe ziemlich sicher.

    Insgeheim habe ich gehofft, dass dies von mehreren hier bestätigt werden könnte ;)


    Die Völker werde ich nun alle auf Anfangsstreiffen setzen, also keine MW oder Leerwaben nutzen..


    rase , Du bist der Meinung, es würde in dieser Kombination nicht funktionieren?

  • rase , Du bist der Meinung, es würde in dieser Kombination nicht funktionieren?

    Ich würde sagen, je wichtiger und teurer die zuzusetzende Königin ist, desto eher geht es schief. Wenn die völlig egal ist, klappt es zu 100%. Bienen halt ;)

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife